Das Feuchtbiotop 2.0

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Re: Das Feuchtbiotop 2.0

Beitragvon Martin van der Laan » Mittwoch 3. August 2011, 14:22

Ja, leck mich am Arsch, das ist ja mal geil!!! DAS muss ich haben! Danke, Kermit!
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Re: Das Feuchtbiotop 2.0

Beitragvon Teichfrosch » Mittwoch 3. August 2011, 14:59

Moment mal? Bin ich der einzige der grade überrascht ist? :?
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Re: Das Feuchtbiotop 2.0

Beitragvon Martin van der Laan » Mittwoch 3. August 2011, 22:17

Teichfrosch hat geschrieben:Moment mal? Bin ich der einzige der grade überrascht ist? :?


Warum sollte dich das überraschen? Ich pflege eine leidenschaftliche Schwäche für schrägen Jazz. Völlig egal ob Jorn Zorn, St. Germain oder eben das hier. Wundert mich eigentlich, dass mir diese Band noch nie über den Weg gelaufen ist. Oder ich habe mir nur den komplizierten Namen nicht gemerkt... Vor allem 'Rivers of Kongo' hört sich fantastisch an. Ich finde das auch ganz und gar nicht minimalistisch, da passiert doch jede Menge, das ist pures Kopfkino! Wunderbares musikalisches Feingefühl, mit faszinierender Leichtigkeit vorgetragen, ein amorphes Klangwesen, aus dem immer wieder Konturen entstehen, die sich aber bald wieder in tonales Plasma auflösen und verwirbeln. Inspirierend, bewegend, ästhetisch wertvoll. Wunderbare Entdeckung.

Ich rede und schreibe halt hier in der Regel über meine metallischen Interessen und Vorlieben (weil man mit den Kollegen hier darüber so gut fachsimpeln kann), das heißt aber nicht, dass die anderen zwei Drittel meiner Beziehung zu Musik nicht existieren.
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Re: Das Feuchtbiotop 2.0

Beitragvon Teichfrosch » Mittwoch 3. August 2011, 23:46

Ja, dass du jazzige Musik magst war mir schon bewusst, aber ich dachte eben das wäre zu minimalistisch für dich, bei so sehr ruhigen Sachen warst du schon häufiger eher unterkühlt, um es mal so zu sagen. Klar passiert da einiges, aber auch bei SAVOY GRAND passiert durchaus einiges... für meine Ohren ;) Grade weil ich persönlich das schon recht nah eben an BOHREN & DER CLUB OF GORE sehe, und irgendwie würde ich auch dabei denken dass das weniger deine Richtung ist. Ich freu mich natürlich trotzdem riesig dass dir das gefällt!
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Re: Das Feuchtbiotop 2.0

Beitragvon Falkner » Donnerstag 4. August 2011, 00:02

Teichfrosch hat geschrieben:BOHREN & DER CLUB OF GORE

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Re: Das Feuchtbiotop 2.0

Beitragvon Martin van der Laan » Donnerstag 4. August 2011, 00:13

Vielleicht werde ich ja bei SAVOY GRAND eines Tages auch noch den Zugang finden. Allerdings hat es bei KILIMANJARO sofort gefunkt, den Sound haben meine musikalischen Antennen sofort empfangen. Es geht ja auch nicht primär darum, ob viel oder wenig passiert, wenn mein persönliches Verständnis von schrägem Jazz zu 100% getroffen wird. Ist auch manchmal schwer zu erklären, warum mich das eine eher langweilt und das andere völlig begeistert. Ich bin ja davon überzeugt, dass das alles mit ästhetischem Empfinden zu tun hat. Ich bin z.B. von einigen Kompositionen von Arvo Pärt total hingerissen, auch wenn da fast gar nichts passiert. Sobald aber eine alternative-rockige, schrammelig-gammelige, käsige Seite reinkommt, bin ich ziemlich schnell raus. Aber noch mal: KILIMANJARO ist was für absolute Feinschmecker, ganz feine Musik, die mich geradezu belebt und die Sinne wach küsst.
Noch mal zu BOHREN: Ich kenne die Band und ihre Werke, manchmal bin ich angetan von dem Irrsinn, manchmal nervt's mich. Für mein Empfinden der entscheidende Unterschied, wenn auch tatsächlich manchmal klanglich nicht sooo weit weg: BOHREN dekonstruieren Musik, sie brechen oft Wellen, einfach um sie zu brechen. KILIMANJARO verschmelzen und haben ein anderes, ungestörteres Verhältnis zu Dynamik. Man kann auf der Musik mental gleiten, während BOHREN einen immer wieder absichtlich abstürzen lassen. Das finde ich nicht so elegant. Und Jazz muss auf seine seltsame und ureigene Weise elegant sein.

Aber da jetzt der eine oder andere schon wieder denkt "Was für ein pseudo-intellektuelles Gelaber!", gehe ich jetzt lieber ins Bett und freue mich über diese Neuentdeckung. Gute Nacht!
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Re: Das Feuchtbiotop 2.0

Beitragvon Martin van der Laan » Donnerstag 4. August 2011, 00:14

Falkner hat geschrieben:
Teichfrosch hat geschrieben:BOHREN & DER CLUB OF GORE

Teichfrosch +1.

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Re: Das Feuchtbiotop 2.0

Beitragvon Teichfrosch » Donnerstag 4. August 2011, 16:38

Ich glaub das soll Zustimmung signalisieren nach dem Motto: Ich, Falkner, finde BOHREN auch toll und will dir, Froschi, signalisieren dass das so ist.

Selber kenne ich BOHREN erst so richtig seit ich Eikes Top100 durchgeknödelt habe, vorher wars zwar ein Begriff aber ohne Inhalt.

Martin v.d.L. hat geschrieben:Aber da jetzt der eine oder andere schon wieder denkt "Was für ein pseudo-intellektuelles Gelaber!",


Das denke ich durchaus nicht, ich finds immer sehr interessant die eigene Sicht auf Musik zu versuchen in Worte zu fassen. Da gewinnt man neue Erkenntnisse, und das gilt auch dafür wenn man die Eindrücke anderer Personen liest und versucht nachzuvollziehen.

Für mich funktionieren beide Bands eben ziemlich ähnlich, auch wenn KILIMANJARO viel weniger "ruhig" sind sondern ihre Musik mehr aktiv arbeiten lassen anstatt durch die Atmosphäre einen Effekt zu erzeugen. So oder so: Haarspalterei. Toll find ich beides, und bei dir hats eben noch nicht ganz *klick* gemacht. Kommt noch. Bestimmt :)
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Re: Das Feuchtbiotop 2.0

Beitragvon Falkner » Donnerstag 4. August 2011, 17:24

Der Frosch hat's erkannt.

Wobei Bohren & der Club of Gore mir nur von der 'Sunset Mission' bekannt ist, welches dann doch ruhiger und eleganter ist, als das, was ich hier vom Kilimanjaro Darkjazz Ensemble höre. (Von welchem der beiden Gipfel operieren die eigentlich?)
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Re: Das Feuchtbiotop 2.0

Beitragvon Teichfrosch » Donnerstag 4. August 2011, 17:52

Von beiden gleichzeitig natürlich :grins:
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