Das ist doch dann sowas wie partielle Taubheit.
Oder wie muss man sich das vorstellen?
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PMDECS Epic Elaborations - DiskussionsthreadRe: PMDECS Epic Elaborations - DiskussionsthreadDas ist doch dann sowas wie partielle Taubheit.
Oder wie muss man sich das vorstellen? Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread1. Fates Warning - Guardian
Diese Gruppe ist in der Spitze unfassbar stark, aber das hier ist trotzdem nicht zu toppen. Einer der besten Metal-Sänger aller Zeiten auf einer der 10 besten Scheiben aller Zeiten mit dem (neben Exodus) überragenden Song. Pure Epik. 2. Manilla Road - Dreams Of Eschaton Noch ein Song eines Albums aus meiner Alltime-Top-20. Dieser Song hat mich für Manilla Road begeistert, die neben (alten) Manowar aus meiner Sicht epischste Metal-Band überhaupt. Vom durch die Bank faszinierenden Gesang bis hin zum perfekten Sound (das meine ich völlig ernst!) ist hier alles perfekt. Dass es das gleiche Riff auf dem Angel Witch Debüt gibt - egal. 3. Black Sabbath - Children Of The Sea Der epischste Metal-Sänger aller Zeiten? Egal, ob bei Rainbow, Black Sabbath oder Solo - Ronnie James Dio macht aus jedem Song einen Epos. Für mich ist "Heaven And Hell" viel mehr Metal-Blaupause als "Black Sabbath" oder "Paranoid", weil es einfach so viel epischer ist. 4. Mercyful Fate - Satan's Fall Melissa brauche ich endlich mal auf CD. Mercyful Fate sind so eine vertrackt-epische Band, der King steuert die richtigen Vocals bei. Danke für die Kauferinnerung 5. Crescent Shield - The Last Of My Kind Vielleicht nicht der aller-epischste Song der Band, aber: Die Jungs haben auf zwei Alben alles richtig gemacht. Schlechte Songs gibt es nicht, atmosphärisch passt alles zusammen - der grandiose Gesang, das stimmungsvolle Cover. Immer noch ganz große Klasse. 6. Judas Priest - The Sentinel Sicher nicht der epischste Priest-Song. Aber natürlich trotzdem absolutes Champions League Niveau. Tragisch, dass es nur zu Platz 6 reicht in dieser Hammer-Gruppe. Mit der nächsten Runde sollte es aber, ausgehend von den bisherigen Votes, kein Problem werden. 7. The Sensational Alex Harvey Band - Isobel Goudie Eher episch im Sinne von Marillion, Genesis oder Yes. Sehr interessant gemacht, ein guter Sänger. Können überraschend gut bestehen in einer starken Gruppe. 8. Led Zeppelin - Kashmir Ich mag die Truppe, aber der Song war noch nie eine meiner Lieblingsnummern. Ich empfinde Led Zeppelin, außer bei Stairway To Heaven und Battle Of Evermore, einfach nicht als besonders episch. 9. The Moody Blues - Question Immer noch eine interessante Nummer. Aber in dieser Gruppe reicht das nicht, zumal es bei mir kein Epik-Feeling hervorrufen kann. 10. The Red Paintings - Streets Fell Into My Window Der einzige Song, dem ich nix abgewinnen kann. Nachdem es hier 6 Weltklasse-Epik-Metal-Nummern gibt, ist das hier Musik, die nicht nur unepisch ist (wie Red Paintings oder Led Zeppelin), sondern auch sonst für mich einfach nicht interessant. Ich höre gerne Nicht-Metal, sei das Hard Rock, Prog Rock, AOR oder sonst was, aber vieles aus dem Indie-/Post-Rock-Sektor geht für mich leider gar nicht, und an das fühle ich mich hier erinnert.
Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread
Ich hab mal "Stairway To Heaven" von den Zep Honors, mit Nancy und Ann, gepostet. Bestimmt meinst du das. Das ist allerdings nicht die Heart-Band, sondern nur die Schwestern. Heart spielen den Song übrigens schon seit fast 40 Jahren immer wieder live (wie auch Kashmir, Black Dog, etc.). http://www.youtube.com/watch?v=JK_DOJa99oo
Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread1. Mercyful Fate - Satan's Fall
Klassischer Erstwellenblackmetal. Da hört man gleich, dass das Pioniertaten waren, ähnlich wie bei CELTIC FROST, POSSESSED, VENOM, das hat alles diese leicht schräge, dreckige, sperrige Unterströmung, noch nicht festgegossen als Stil, unheimlich, changierend, dabei aber eine räudige Grundhärte, es trifft hungriges Ausprobieren auf hohen Anspruch, fehlende Routine, Tradition im Umbruch zu etwa Neuem, es rumort im Untergrund, und heute alles Klassiker. Wozu sowas? Zu Recht! Das hier ist dazu auch verdammtnochmal episch. 2. Led Zeppelin - Kashmir Nicht kleckern... Klotzen! - das scheint hier das Motto bei Led Zep gewesen zu sein. Es gibt wahrlich filigranere Songs der Band. Aber dieses wuchtige Riff, der verträumte Gesang, die dramatischen Streicher, das arabeske Leitmotiv, das alles passt zusammen wie ein Uhrwerk. Zwingender Ablauf. Und packend wie ein spannender Abenteuerfilm vor ganz großer Kulisse. Panorama. 3. The Red Paintings - Streets Fell Into My Window Zum Verrücktwerden schön. Auf diese seltsame, schräge, morbide Art. Gibt es eine Verbindung zwischen THE RED PAINTINGS und MAYFAIR, die nicht Thomas Becker heißt? Es klingt so. Auf jeden Fall ist das auch Eike-Musik. Das in diesem Epikkontext zu bewerten fällt mir schwer. Irgendwie passt es. Dann ist es wieder so verschieden von den anderen Stücken. Hm. Das hat eigentlich sogar weniger etwas mit dem Epikkontext zu tun. Das ist prinzipiell schwierig zu vergleichen. Wie denn 'Kashmir' gegen 'Streets Fell Into My Window' ausspielen? Oder andersherum! Das ergibt wenig Sinn. Letztlich siegt die Eingängigkeit der abgemessenen Klassik nur knapp. Dahinter - oder darunter? - lauert die psychedelische Abgedrehtheit. Klasse Nomination! So verstörend... 4. Manilla Road - Dreams Of Eschaton Eine folkige Prog-Nummer erwartet den Hörer, könnte man erst denken, doch dann marschiert das Heavy-Metal-Instrumentarium auf, und man merkt, dass man es hier nicht mit Epigonen des frühen DAVID BOWIE zu tun hat. Seltsam, aber so steht es geschrieben. Irgendwie bleibt es im Unterton aber doch endsechziger/frühsiebziger-mäßig, klingt nach 'nem Soundtrack für esotherische fünf-vor-zwölf-metaphorische High Fantasy, Ursula K. Le Guin oder sowas. Zwischendurch erinnert es dann an den Karokönig. Joah, das lassen wir als episch durchgehen. Aber hallo! Ein wenig wurstig, aber leidenschaftlich, und ja, authentisch dargeboten. Das ist für mich das, was MANOWAR vielleicht gerne wäre (falls es da nicht eh nur um Bier, Frauen und Geld geht), aber nie sein wird. Wenn schon Sword & Sorcery Heavy Metal, dann bitte sowas hier. Denn das kann man ernst nehmen, solange es dauert, darin kann man abtauchen. Das hat die Klasse, die ich anderswo vermisse. 5. Fates Warning - Guardian Ein Heavy-Metal-Epos, wie es im Buche steht, da stimmt einfach alles! Das hat Schmackes, das hat Pathos, das hat Stimmigkeit im Arrangement, das hat eine erhebende Melodie, und es hat eine gewisse Grundhärte, die nicht über die Stränge schlägt, sich nichts mehr beweisen muss, dem Song dient. Und irgendwie passt auch der hohe Gesang rein und nervt nicht. Ganz klassischer Stoff, und doch nicht Nullachtfuffzehnstandard. Schön, dass es sowas gibt. 6. Crescent Shield - The Last Of My Kind Ziemlich starker Song für das Genre. Ich erinnere mich an das Album. Auf volle Länge behagte mir die Stimme des Sängers nicht. Klingt nach Rüdiger-Metal, erinnert mich nämlich an MANILLA ROAD. Ich hoffe, das war jetzt nicht blasphemisch. Episch ist das sowieso. Manchmal finde ich auch den offiziellen Epic-Metal episch, und ganz ganz manchmal sogar gut, auch wenn das relativ selten vorkommt. Meist tönt das Genre allenfalls okay in meinen Ohren. Das hier sitzt auf dem Zaun zwischen okay und richtig gut. Was zum Teil wie erwähnt am Sänger liegt. Zum anderen Teil an der Powermetal-Affinität. Ich bin kein Freund von Powermetal. Ausnahmen bestätigen die Regel. Hier ist noch genug klassischer Heavy-Stoff drin. Das wogt wie eine Schlachtreihe aus einem Orkgetümmel. Hat aber auch ein speediges Solo, um die Schunkelreihen zu lichten. Sowas mag ich dann wieder. 7. Judas Priest - The Sentinel JUDAS PRIEST hat bei mir einen Stein im Brett. Metalzweitkontakt damals. Der erste Britenstahl in meinem Gehörgang. Im CD-Regal stehen nur die ersten drei Alben und die schöne Compilation "Metal Work", irgendwo auf Kassette im Keller lagert noch Neunzigerjahrematerial. 'The Sentinel' ist nicht gerade mein Lieblingssong von den Priestern. Der wirkt mir etwas zu steril und abgezirkelt dafür. Das Schlagzeug klingt mechanisch. Der ganze Song kreischend. Zu einem Wächter passt das irgendwie nicht. Aber das Ding rockt metallisch, gewohnt solide Kost, der nur das gewisse Etwas fehlt. Aus meiner Sicht ein Filler. Dass das Jammern auf hohem Niveau ist, ist mir klar. Macht dennoch keinen Stich in meinem Spiel. Zudem wüsste ich mehrere deutlich epischere JUDAS PRIEST-Titel: Das hier schon vorgestellte 'Victim Of Changes'; und dann in chronologischer Reihenfolge 'Dying To Meet You', 'Island Of Domination', 'Beyond The Realms Of Death', 'Metal Gods', 'Solar Angels', 'Blood Red Skies', 'Lochness', Secrets Of The Dead'. Wenn ich irgendwen mit meinem Getue um die alten Herren nerve, tut es mir leid. Und doch: Ehre wem Ehre gebührt. 8. Black Sabbath - Children Of The Sea Ach, der falsche BLACK SABBATH mal wieder. Und er covert 'Hotel California' von THE EAGLES. Das ist ja auch ein epischer Song. Ach nee, hier wird dann doch wieder so DIO-mäßig rumgerifft, damit er dann darauf seine Stimme in die Höhe schrauben kann, wie er es immer tut, mit Faustpathos und so. Das klingt, je öfter man sowas in immer wieder neuen Variationen hört, immer mehr nach Zirkustricks, der alte Braunbär darf wieder tanzen, und nachher applaudieren alle brav, dass er brav und fleißig die Kunststückchen vorgeführt hat, auf die er konditioniert wurde, anstatt über die Dompteure herzufallen. Ein bisschen zahnlos hier. Vermutlich, weil man langsam ahnt, dass das alles nur ein Trick ist. One trick pony. Ist aber ein gutes Pony, und auch gepflegt. Das Fell glänzt. Na gut, Achtungserfolg. Aus Respekt vor artgerechter Haltung. Aber statt in Zirkus oder Zoo gehe ich lieber in der echten Natur spazieren. Das hier ist mir etwas zu gedrechselt. Hat aber immer noch mehr Tiefe als das meiste, was sich sonst so im sogenannten Epic-Metal-Genre tummelt. Auch wenn es von der Anlage her wohl epischer gemeint ist als der obige, in meinen Ohren unepische Song von JUDAS PRIEST, gefällt mir das einfach längst nicht so gut. Und im Zweifel geht Gefallen vor Faustfaktor. 9. The Moody Blues - Question Also, episch klingt das für mich nicht. Das ist wieder so ein innerlich wirkender Song, sowohl vom Gesang als auch vom Text her, soweit ich den mitbekommen habe, und das ist für mich das Gegenteil von episch, da steht für mich äußere Action im Vordergrund, und das sollte man auch hören, eine Entwicklung, die sich entfaltet, die einen mitnimmt auf eine Reise oder so. Zum Ende hin kommt hier ja schon Bewegung rein, aber irgendwie ist mir das etwas zu schrammelig. Sixties-Rock. Ein wenig mäandernd, ein wenig viel Wiederholung, ein wenig lang. 10. The Sensational Alex Harvey Band - Isobel Goudie Hehe, fast schon ein Reggaerhythmus. Schräge Nummer. Schwankt zwischen Bänkelsängerei, Liebesschnulze, früher Proggerei und Dickehosehardrock. Doch in meinem Buch ist das eher lyrisch als episch gelagert; hat aber schon epische Länge und Breite. Man könnte das allerdings auch so formulieren: Es ist etwas sehr langatmig. Oder geht das nur mir so? (Sorry, Rüdiger, dass ich MANILLA ROAD gegen MANOWAR ausgespielt habe, aber ich musste hier einfach mal kundtun, dass ich kaum einen anderen Grund gelten lassen kann, die beiden Bands auf gleicher Stufe zu sehen, als die Nostalgie eines Frühgeprägten.) Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: PMDECS Epic Elaborations - DiskussionsthreadJa, bei 'Stargazer' funktioniert das auch für mich mit Dio. Es ist eben bei dieser Art von Pathos-Musik immer eine Gratwanderung: Wenn es nicht 100%ig sitzt nach meinem Geschmack, reicht es, wenn auch nur ein Rädchen aus dem Getriebe springt, und alles fällt in sich zusammen; dann bin ich schnell genervt und verfalle in Unbehagen. Oder in Langeweile, und schweife ab... Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: PMDECS Epic Elaborations - DiskussionsthreadAlso Eike, wenn dir der Mittelteil von "The Sentinel" nicht eine meterdicke Gänsehaut verschafft, dann bist du kein Mensch. So.
Das ist das musikalische Pendant zum Shodown in "Spiel mir das Lied vom Tod", einer der großartigsten Momente der Filmgeschichte, mein Herr.
Re: PMDECS Epic Elaborations - DiskussionsthreadDa bin ich völlig beim Kollegen Schwarzbier.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: PMDECS Epic Elaborations - DiskussionsthreadMann, Gruppe 7 ist mal wieder krass. Eigentlich hat die sieben 10P-Songs. Dann eine Riesen-Lücke und noch drei Songs
.Realer Name: Thomas Becker
Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread@ salisbury:
Da machst Du es jetzt aber spannend. Heraus mit der Sprache, wie sieht es denn nun aus? @ Chriolger: Ich schrieb ja nicht, ich fände den Song schlecht, bloß einen Filler auf hohem Niveau, und dabei noch unepisch. Ihr meint die gemessene Steigerung von etwa 3:20 bis 4:10, oder? Joah, nicht schlecht, aber recht routiniert. Wenn das negativer klingt als es ist, dann liegt das daran, dass ich von JUDAS PRIEST noch mehr erwarten will. Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread
Ich hab keine Ahnung, wie ich den Quatsch sortieren soll. ARGUS, GaisenMARCH und THOR fand ich jedenfalls weniger spannend. ARGUS noch ganz gut, die Japaner, joa, okay, THOR doof. Der Rest ist over the top! Weisst ja, ich bin großer MANOWAR-Gut-Finder und auch CIRITH UNGOL ist alles andere als uncool. Die STONES, das ist die Ursuppe des blauen Gechmacks (genetisch von meinem Vater übertragen), MARILLION fünfzehn Jahre später auch, RAINBOW ist auch toll, mit Dio einfach sehr episch. HEART hat mich gerade weggelasen, ich hörte den Song das erste Mal. Und dann haben wir noch den epischsten SAVATAGE-Song, zumidest aus der Stevens-Ära. Wer den wohl genannt hat? Realer Name: Thomas Becker
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