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von salisbury » Sonntag 22. Mai 2011, 15:27
Holger Andrae hat geschrieben:Wir vergleichen einmal WHW und Rhapsody:
Parallelen: - in beiden Bands hören wir Sänger, die "leiden" - beide Bands spielen (harte) Rockmusik - beide Bands haben dieTendenz "kitschig" zu klingen - beide Bands arbeiten nutzen Bombast als Volumenfaktor
Unterschiede:
- der WHW Sänger findet die richtigen Töne, der andere sucht sie noch - bei WHW domieren Gitarren, mal mit saftig-schweren Riffs, mal mit erhabenen Melodien, bei Rhapsody dominieren überproduzierte Keyboards, während Mister Luca versucht ein kleiner Malmsteen zu sein - während ich bei WHW den "Kitsch" eher als genussvolll arrangierte Süßspeise betrachte, schmeckt ein Rhapsody-Song wie ein Plastik-Wackelpudding - WHW sind durch viele Gitarrenschichten bombastisch, Rhaspsody durch zu viele Schichten überproduziert.
Sehr gute, subjektive Analyse  . Ich mach das jetzt auch mal, versuche, etwas objektiver su sein: Zunächst, was Du beschreibst, ist alles "Matter if taste". Nirgendwo werden die Fragen, wie was zu klingen hat, erbitterter disktiert als innerhalb der Bands selber! Zuviel Gitarre, zuwenig Gitarre, mehr Keys als Background, Drums zu laut, zu leise, die Frage, was eine "gute" Produktion ist, können wir hier nicht klären. Dafür gibt es aber auch Produzenten und ich meine, beide Bands legen sehr viel Wert auf ihren Sound und lassen (denk ich) ziemlich viel Kohle liegen, um sich selber und ihren Fans ein tolles Produkt (und keinen Billigplastikbecker) abzuliefern. Mir fällt bei Rhapsody nun keine Unterrepräsentation der Gitarren auf, die Synths sind aber gleichberechtigt, weil die Band diese eben als Melodieintrument einsetzen möchte und nicht als Soundfüller im Hintergrund (wie bei WHW). Mir ist es relativ egal, ob die Gitarre, die Keys oder der Gesang das melodieführende Instrument sind, solang mir die Melodie an sich gefällt. Zum Thema Gesang: Im direkten Vergleich bin ich sehr verblüfft, wie ähnliche beide Sänger sind: Hört mal bitte Lamento eroico vs Obsessions now effigies. Klangfarbe, Intonation, Stil. Also, ich find da kaum Unterschiede, nicht mal subjektiv...  . Fazit:Stimmungsmäßig sind beide Band durch ihre pathetischen Melodien und die sehr ähnlichen Singstimmen meines Erachtens in einer gemeinsamen Welt, bei Rhapsody werden halt eher die Schlachten geschlagen, bei WHW die Wunden danach geleckt. Allerdings weiß ich nicht, von was WHW singen...(CDs stehen auf der Kaufliste...). Eine Präferenz für eine der Band könnte ich sehr gut verstehen, aber das totale +/- (die einen super-hui, die anderen mega-pfui) find ich ziemlich komisch...
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von Havoc » Sonntag 22. Mai 2011, 16:25
Holger Andrae hat geschrieben:...der WHW Sänger findet die richtigen Töne, der andere sucht sie noch
Gerade der Punkt stimmt für mein Befinden keinesfalls. Fabio Lione ist ein toller Sänger. Die anderen Punkte kann man vielleicht so sehen. Aber ich bin da auch eher der Meinung von Salisbury. Die neue WHW Scheibe ist schon sehr soft angelegt. Wenn Rhapsody ein ähnlich klingendes Album gemacht hätten wäre dieses mit Sicherheit total verrissen worden. Wie dem auch sei. Ich mag beide Bands sehr gerne. 
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von Holger Andrae » Sonntag 22. Mai 2011, 16:32
Ich habe gerade tapfer durchgehalten und den Rhapsdy Song komplett angehört. Technisch mag das ganz toll sein, aber diese Art der Musik ist so fürchterlich, da bekomme ich Kopfweh von. Wenn ich Klassik mag, dann komplexe Strukturen oder schweren Bombast. Arien finde ich zum Besipiel furchtbar. Und bei der Klangfarbe seiner Stimme bekomme ich Fußpilz.
Den Vergleich anhand der "Härte" fest machen, geht natürlich gar nicht. Dann dürfte ich Kate Bush nicht toll finden. Härte spielt da bei mir gar keine Rolle. Es ist der Ansatz und die Durchführung, die bei Rhapsdy für mich gar nicht funktionieren. Es soll technisch versiert klingen und emotional. Es klingt aber verkopft und verkrampft. Dazu unnötige Soli und eine Stimme, die mir suggeriert, der Sänger würde leiden. Unter Zahnschmerzen oder Fußpilz. Wer weiß.
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von salisbury » Sonntag 22. Mai 2011, 19:45
Holger Andrae hat geschrieben:Ich habe gerade tapfer durchgehalten und den Rhapsody Song komplett angehört....
I don't get it...Hast Du danach auch den WHW-Song gehört? Na klar ist es müßig, über Gesang und Geschmäcker zu steiten, aber ich setze meine Ehre als Power-Metal.de -Gastschreiber für die Aussage aufs Spiel, daß diese beiden Sänger sehr sehr ähnlich klingen. Welche Nuance jetzt den Unterschied zwischen Gänsehaut und Fußpilz macht, reizt mich (als Wissenschaftler) jetzt sehr, herauszufinden...
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von Holger Andrae » Sonntag 22. Mai 2011, 20:44
Ja, ich habe das direkt danach gehört. Und vor lauter - erneuter Begeisterung - gleich weitere WHW Songs. Die Parallele der beiden Sänger ist der Umstand, dass beide leidend klingen. Während der Italiener dabei aber beinahe wehleidig und jammernd tönt, intoniert der Ami schwelgerisch und ergreifend. Dazwischen liegen Emotionsuniversen.
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von salisbury » Sonntag 22. Mai 2011, 22:20
Holger Andrae hat geschrieben:Ja, ich habe das direkt danach gehört. Und vor lauter - erneuter Begeisterung - gleich weitere WHW Songs. Die Parallele der beiden Sänger ist der Umstand, dass beide leidend klingen. Während der Italiener dabei aber beinahe wehleidig und jammernd tönt, intoniert der Ami schwelgerisch und ergreifend. Dazwischen liegen Emotionsuniversen.
Okay, lassen wir das. Wir kommen hier nicht von der Emotionsebene weg. "Wissenschaftlich" gesprochen, wollte ich hier Rohdaten diskutieren und nicht deren Interpretation. Ich höre die die beiden Songs jetzt grad nochmal und es ist einfach UNGLAUBLICH, wie gleich diese beiden Sänger sind! Die Beurteiling "jammernd/wehleidig" versus "schwelgerisch/ergreifend" KANN also nur im aus dem musikalischen Kontext entstehen. Entschuldige, Chavo, ich bin jetzt still in Deinem Thread, es sein denn, ich hör mich duch Deine Liste durch..
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von Holger Andrae » Sonntag 22. Mai 2011, 22:32
salisbury hat geschrieben: Die Beurteiling "jammernd/wehleidig" versus "schwelgerisch/ergreifend" KANN also nur im aus dem musikalischen Kontext entstehen.
Nein. Ich weiß ja nicht einmal genau wovon der Italiener singt. Es ist die Klangfarbe der Stimme, die Intonation.
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von Chavo89 » Sonntag 22. Mai 2011, 22:48
salisbury hat geschrieben:Entschuldige, Chavo, ich bin jetzt still in Deinem Thread, es sein denn, ich hör mich duch Deine Liste durch..
Brauchst dich nicht zu entschuldigen, ich finds sogar ziemlich interessant. Ich habe mir auch mal beide Songs angehört und für mich klingen die Sänger auch ziemlich ähnlich. Nichtsdestotrotz gefiel auch mir der WHW-Song viel viel besser (und ich brauch da nicht mal Gründe für.  ). Ich habe mich allerdings mit beiden Bands auch noch nicht wirklich beschäftigt. Ist schon interessant wie man von Brainstorm zu Rhapsody abdriften kann...
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von salisbury » Sonntag 22. Mai 2011, 22:55
Holger Andrae hat geschrieben:salisbury hat geschrieben: Die Beurteiling "jammernd/wehleidig" versus "schwelgerisch/ergreifend" KANN also nur im aus dem musikalischen Kontext entstehen.
Nein. Ich weiß ja nicht einmal genau wovon der Italiener singt. Es ist die Klangfarbe der Stimme, die Intonation.
Ich mein doch nicht den Text, sondern die Musik drumrum  . Aber okay, vielleicht fehlen mir wirklich die Antennen und Sensoren, um diesen dramatischen Unterschied zweier meiner Meinung nach - auch von der Intonation her- sehr ähnlichen Stimmen zu bemerken. Also schäm ich mich und geh ins Bett  . Mein Gute-Nacht-Song ist heut wahrscheinlich instrumental...
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von salisbury » Sonntag 22. Mai 2011, 22:58
Chavo89 hat geschrieben:salisbury hat geschrieben:Entschuldige, Chavo, ich bin jetzt still in Deinem Thread, es sein denn, ich hör mich duch Deine Liste durch..
Brauchst dich nicht zu entschuldigen, ich finds sogar ziemlich interessant. Ich habe mir auch mal beide Songs angehört und für mich klingen die Sänger auch ziemlich ähnlich. Nichtsdestotrotz gefiel auch mir der WHW-Song viel viel besser (und ich brauch da nicht mal Gründe für.  ). Ich habe mich allerdings mit beiden Bands auch noch nicht wirklich beschäftigt. Ist schon interessant wie man von Brainstorm zu Rhapsody abdriften kann...
Chavo, Du rettest jetzt grade meine Selbstachtung als (musik-)urteilsfähiges Wesen...
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