Das Feuchtbiotop 2.0

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Re: Das Feuchtbiotop 2.0

Beitragvon Teichfrosch » Samstag 23. Juli 2011, 22:14

Platz ... 95? Oder so?

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Black Pyramid - Black Pyramid (2009)


Grad erst auf den Sampler für Sally gepackt, jetzt schon hier. Tjo, daher zitiere ich mich selbst mal aus dem dazugehörigen Wichtelsampler-Thread:

Schrammelig-rumpeliger Doom der GANZ alten Spielart (BLACK SABBATH!) mit einem Sänger der dem guten Ozzy erstaunlich ähnlich klingt an manchen Stellen. Auf YT ist die Quali schwach, in der Albumversion braten die Gitarren richtig schön durch die Gegend und die Tieftöner wummern ordentlich. Dazu natürlich der oberschräge Gesang - ein Traum :grins: Könnte mir sehr gut vorstellen dass das Graf Zahl gefällt solang er mit dem Gesang klarkommt, ansonsten würde ich Fans von SLOUGH FEG die es langsamer vertragen das reinhören empfehlen.


Oh ja, es rumpelt und knarzt an allen Ecken und Enden, und das ist auch gut so. Hat auch einige Zeit gebraucht bis ich verstanden habe was für ein Underground-Kleinod (für meine Begriffe natürlich!) ich da gefunden habe. Voll toll. Achja, ist ein Debüt, die mag ich ja ohnehin meist am liebsten ...


Visions Of Gehenna - inklusive Soundfehlern und mieser Qualität, dafür erkennt man hier für meine Ohren ein wenig die Ähnlichkeit der Stimme im Vergleich zu Ozzy. Durchaus einer der weniger schrägen Tracks der Platte mit einem mitgröhlbaren Refrain.

Wintermute - fast schon die Ballade des Albums mit einem sehr schönen Anfang und einer dunklen Atmosphäre, das ist dann auch schon näher am etwas "jüngeren" Doom dran. Die Quali ist hier mies, aber nicht so mies wie beim obigen Song.

Cauldron Born - regelrecht orientalisch anmutende Soli gibts hier gelegentlich zu bewundern, ansonsten wird fachmännisch geknarzt und gerumpelt.
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Re: Das Feuchtbiotop 2.0

Beitragvon Falkner » Samstag 23. Juli 2011, 23:26

Teichfrosch hat geschrieben:Hat auch einige Zeit gebraucht bis ich verstanden habe was für ein Underground-Kleinod (für meine Begriffe natürlich!) ich da gefunden habe.
Ah, ein typischer Grower.
'Wintermute' gefällt mir gerade sehr gut, das doomt schön gemütlich vor sich hin. Die Ozzy-Vergleiche kann ich zum Teil auch nachvollziehen. Joa, das könnte auch auf mich durchaus wirken. In einem normalen Haushalt, durch normale Kopfhörer, könnte man mit dieser Musik schnell per Du werden, um mal den guten Herren Schneider zu zitieren.
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Re: Das Feuchtbiotop 2.0

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 31. Juli 2011, 18:56

Platz 94

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Blut Aus Nord - Memoria Vetusta II: Dialogue with the Stars (2009)

Ich muss Buße tun dafür dass ich dieses wundervolle Stück kalten Hasses in der ersten Version aus meiner Liste gekegelt habe; alsdann, hier isses. Blautiere und Freunde schöner Musik verlassen bitte geordnet das Gebäude, Frauen und Kinder zuerst. Ach, naja, so fies ist es eigentlich garnicht. Unser Oberschwarzheimer von und zu Pelz wirds euch glaubhaft verklickern können, ich bin dafür zu unbegabt :grins: Und weil er so gut ist in dem was er tut zitiere ich ihn auch direkt aus seinen Top100 wo man dieses Kleinod auch finden kann:

Jesus hat geschrieben:So majestätisch, so hehr, so erhaben hatten nur noch EMPEROR gearbeitet. Jedes Riff ein Traum und perfekt durchdachte, aber keineswegs verkopfte Strukturen. Black Metal der Königsklasse.


Nuff said.

The Alcove Of Angels - ich belass es mal mit einem Link, wer auf solche Art Musik steht ist nach dieser Hörprobe ohnehin restlos begeistert und den Rest möchte ich nich übermäßig quälen :P
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Re: Das Feuchtbiotop 2.0

Beitragvon Jesus » Sonntag 31. Juli 2011, 19:02

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Re: Das Feuchtbiotop 2.0

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 31. Juli 2011, 19:13

Und wenn wir schon bei "Krach" sind ... naja, teilweise zumindest:

Platz 93

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Grails - Doomsdayer's Holiday (2008)

Schrägie-Postrock-Hornbrillenmusik-Noise-Gitarrenzeug. Das meint: ohne Gesang arbeiten die Jungs aus U.S. to the A und nehmen damit fröhlich ganz nach Bedarf Elemente aus den genannten Stilen und verwurschteln sie zu diesem bunten Eintopf ganz ohne Bohnen, aber dafür mit doppelter Fleischeinwaage. Als Beilage gibts zucker- und süßstoffreie, fettreduzierte und ohne Geschmacksverstärker verhunzte atmosphärisch-sphärische Klanglandschaften. Mäandert gehörig und unterstützt das wegträumen von diesem verkorksten Planeten außerordentlich gut. Nur echt mit Hornbrille und zu engen Hosen.

The Natural Man - ein sehr schöner, ruhiger Track. Aber schön sind die eh alle ...

Acid Rain - ... wie man hier sehen kann. Der längste Track und gleichzeitig Abschluss des Albums.

Reincarnation Blues - eines der "härteren" und "schrägeren" Stücke der Platte.
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Re: Das Feuchtbiotop 2.0

Beitragvon salisbury » Sonntag 31. Juli 2011, 20:10

Blut aus Nord? Ist das das Zeuch, was in einem der letzten Soundchecks so verprügelt wurde?

Also ich kann YT ja nach wie vor nur am Laptop hören, aber was da ertönt, finde ich erstmal ziemlich cool; vor allem der verspulte Schluß! . Ist das alles so?
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Re: Das Feuchtbiotop 2.0

Beitragvon Jesus » Sonntag 31. Juli 2011, 20:18

salisbury hat geschrieben:Blut aus Nord? Ist das das Zeuch, was in einem der letzten Soundchecks so verprügelt wurde?


Unverständlicherweise ja.

salisbury hat geschrieben:Also ich kann YT ja nach wie vor nur am Laptop hören, aber was da ertönt, finde ich erstmal ziemlich cool; vor allem der verspulte Schluß! . Ist das alles so?


Ist es alles. Nichtsdestotrotz würde ich eher zu diesem von unserem Frosch und mir vorgestellten Album raten als zu dem, welches aus nur schwerlich nachvollziehbaren Gründen von unseren in Sachen Black Metal doch größtenteils unbefleckten Soundcheckern vollkommen zerpflückt wurde. Beide "Memoria Vetusta" sind eben sehr melodisch und zugänglich, wo hingegen einige andere Alben der Franzmänner doch arg experimentell und verschroben ausfallen.
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Re: Das Feuchtbiotop 2.0

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 31. Juli 2011, 20:41

Jau, die andern Alben sind "etwas" boshafter :) Ich denke auch mal dass dieses Werk nicht so heftig zerpflückt worden wäre weil da einfach deutlich mehr drauf ist was selbst ein wenig schwarzmetallisch interessierter als hübsch identifizieren kann. Ich will jetzt nicht sagen dass dieses Album schon "easy listening" ist, aber die Steigerung zu noch mehr Wahnsinn in Tönen ist auf dem neusten Werk beispielsweise schon ziemlich spürbar. Das hier flutscht grundsätzlich deutlich besser.
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Re: Das Feuchtbiotop 2.0

Beitragvon Jhonny » Sonntag 31. Juli 2011, 21:32

Blut Aus Nord klingt hier beim Reinhören ziemlich geil.
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Re: Das Feuchtbiotop 2.0

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 31. Juli 2011, 21:49

Hm, mal schauen was du an selber Stelle in Jesus Thread geschrieben hast, nur spaßeshalber :grins:

Jhonny hat geschrieben:Blut Aus Nord sind ziemlich geil - das könnte ich mir gut vorstellen mal zu kaufen


Hm, das verfehlt den beabsichtigten Effekt ... egal, freut mich dass es dir zusagt. Aber es hat dir ja schonmal zugesagt, insofern ist mein Beitrag ja mehr eine freundliche Erinnerung an dich. Dass dir das aber tatsächlich gefällt überrascht mich schon ein wenig.
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