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von trent » Freitag 21. Januar 2011, 21:59
Martin van der Laan hat geschrieben:Jetzt wird's hier aber richtig interessant!! Mozart's Requiem ist ein großes Stück Musik, über dem tatsächlich der Schatten des Todes liegt. Für mein Empfinden lag Mozart allerdings das Feierlich-Lebendige noch mehr als das Feierlich-Getragene. Man höre zum Verständnis dieser Aussage nur einmal die "Große Messe in c-moll" (Hörbeispiel: das wunderbare 'Laudamus te'). Mein "Lieblings-Requiem" ist das von Gabriel Faure in der Orchester-Version von 1899 (Beispiele: 'Sanctus' und das wahrhaft göttliche 'In Paradisum').
Stimmt, wenn man den Namen Mozart hört, denkt man wahrscheinlich nicht zuerst an das Requiem, sondern an eher an beschwingtere, feierlichere oder auch fröhlichere Werke, wie etwa die Zauberflöte, den Türkischen Marsch oder auch die kleine Nachtmusik. Das Requiem von Faure kannte ich bisher nicht. Es die verlinkten Teile klingen beim ersten Hören nicht ganz so schwer und düster wie Mozarts Requiem. Es braucht aber auch da deutlich mehr Eingewöhnungszeit, die ich mir bei Gelegenheit auch nehmen werde. Eigentlich wäre heute das nächste Album dran, aber das Requiem verdient es, noch eine Weile für sich stehen zu bleiben.
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trent
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von trent » Sonntag 23. Januar 2011, 22:29
So, weiter geht's, wieder ein Dreierpack heute. Platz 49Behemoth - Evangelion Genre: Death Metal Erscheinungsjahr: 2009 Das bislang letzte Album der Polen ist für mich auch ihr bislang bestes. (Mal schauen, was da noch kommt, wenn Nergal wieder genesen ist). Musikalisch wird wieder recht technischer Death Metal auf sehr hohem Niveau geboten, wobei das Ganze durch den Einsatz von Keyboards und Chören auch durchaus atmosphärisch ist. Gleichzeitig wird auch nicht die ganze Zeit geknüppelt, sondern an einigen Stellen das Tempo deutlich zurückgenommen. Hörbeispiele: ShemhamforashOv Fire and the VoidLuciferPlatz 48Apocalyptica - Cult Genre: Classic Metal Erscheinungsjahr: 2000 Das dritte Album der Finnenwar hier ja schon in mindestens einer anderen Liste. Es stellt einen recht bedeutsamen Schritt in der Diskographie der Finnen dar. Zum Einen wurde sich hier zum ersten Mal deutlich auf die Eigenkompositionen konzentriert (von 13 Songs waren nur noch drei Coverversionen dabei), zum Anderen wurde die Beschränkung auf die Celli aufgehoben. Die Orchester-Percussion fügt sich dabei sehr gut ein ohne die Celli in ihrem Wesen zu beschränken. Man merkt noch an jeder Stelle, dass da Celli gespielt werden (was ja gerade bei den letzten Alben bei vielen Songs nicht mehr ganz eindeutig ist). Zudem sind die Songs einfach großartig und sehr atmosphärisch. Hörbeispiele: Pray!In MemoriamComaPlatz 47Die Ärzte - Le Frisur Genre: Punkrock Erscheinungsjahr: 1996 Dieses Album ist das bisher einzige Konzeptalbum der drei Berliner, Thema: Haare. Es war auch zunächst nur als EP geplant. Ein paar der Songs entstanden noch während der Aufnahmen zum Vorgänger "Planet Punk" und es sollten dann für diese EP noch ein paar Songs aufgenommen werden. Dann aber haben die Jungs innerhalb von 14 Tagen 17 Songs eingespielt, so dass das Ganze dann doch als vollwertiges Album verkauft wurde. Musikalisch kann man das schon nicht mehr auf Punkrock eingrenzen, teilweise gleitet das schon in Metalgefilde ab. Die Texte sind wie immer großartig. Hörbeispiele: Look, don't touchStraight outta BückeburgDauerwelle vs. MinipliHair today, gone tomorrowAm Ende meines Körpers
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trent
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von Martin van der Laan » Sonntag 23. Januar 2011, 22:40
APOCALYPTICA habe ich auf der "Cult"-Tour damals in Holland gesehen und war schwer begeistert. Ich habe großen Respekt vor diesen Wahnsinnigen, die wirklich richtig gut sind an ihren Instrumenten. Ob das selbst komponierte Material immer so 100% zündet oder nicht, lasse ich mal dahin gestellt.
BEHEMOTH: Ist auf jeden Fall super gemacht, starke Band. Trotzdem begeistert mich diese Musik nicht so richtig. Schwer zu sagen warum. Da ist ne Klangfarbe drin, mit der ich Probleme habe...
ÄRZTE: Ganz lustig.
668 - Neighbor of the Beast
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von Jhonny » Sonntag 23. Januar 2011, 22:43
Behemoth klingen cool.
Apocalyptica sind nicht so mein Ding.
Ärzte finde ich witzig, brauch ich aber nicht auf Albenlänge.
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von Pillamyd » Sonntag 23. Januar 2011, 22:48
Behemoth sind sehr geil!
Apocalyptica. Hatte ich mal das Album. Aber danach konnte ich einfach nichts mehr mit Anfangen. Ich hab dann irgendwann das Interesse verloren. Die CD hat jetzt Eike.
Die Ärzte sind auch für mich ab und zu was tolles. Dabei zählt "Le Frisur" garantiert zu den besten Werken.
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von Teichfrosch » Sonntag 23. Januar 2011, 23:31
BEHEMOTH: Monsteralbum, absolut monster. Monstergeil. Keinen Plan wieso ich die nicht drin habe, verdient hätte es das Album gehabt. Liegt wohl an meiner Deathmetal Müdigkeit zuletzt. ÄRZTE: Klasse. Und witzig  APOCALYPTICA: Nuja... brauch ich nicht, ist aber hochwertig gemacht.
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von trent » Montag 24. Januar 2011, 22:19
Weiter geht's mit einem Album, was erst gestern in diese Liste gerutscht ist. Platz 46Cradle of Filth - Godspeed on the Devil's Thunder Genre: Extreme Metal Erscheinungsjahr: 2008 Das vorletzte Album der Engländer stellte einen Umbruch dar. Waren die Vorgänger immer sanfter geworden bis hin zum fast schon poppigen "Thornography", bei dem Dani sogar erstmals (halbwegs) klar sang, war dieses Album härtetechnisch ein deutlicher Schritt in die schwarze Vergangenheit. Das Gaspedal wurde voll durchgetreten und Dani kreischte wie schon lange nicht mehr. Gleichzeitig bestachen die Songs aber weiterhin mit genialem Riffing und toller Atmosphäre. Hörbeispiele: Tragic KingdomHoney and SulphurMidnight Shadows Crawl to Darken Counsel with Life
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von Havoc » Montag 24. Januar 2011, 22:28
Ahhh. Schön. Cradle! Ich finde, dass das Album gar kein so riesiger Schritt in die rasende Vergangenheit war. Das war dann eigentlich erst beim neuesten Geniestreich der Fall. Ich mag das Album aber auch sehr.
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von trent » Montag 24. Januar 2011, 22:39
Ja, das neue Album packt da nochmal eine Schippe drauf, aber ich fand den Kontrast zwischen Thornography und Godspeed schon ziemlich krass.
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von Havoc » Montag 24. Januar 2011, 22:42
trent hat geschrieben:Ja, das neue Album packt da nochmal eine Schippe drauf, aber ich fand den Kontrast zwischen Thornography und Godspeed schon ziemlich krass.
Ja. Stimmt schon. Wobei man aber auch sagen muss, dass "Thornography" auch sehr weit weg ist von poppigem gothic Kitsch. Das wurde und wird mir manchmal ein wenig zu soft geredet.
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