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von Holger Andrae » Dienstag 13. April 2021, 17:59
Oliver Passgang hat geschrieben:Gruppe 5: EROSION - False Prophets Etwas fix vorbeigerauscht.
Das überrascht mich jetzt etwas. Da ist halt Hardcore drin, obendrein artikuliert sich der Onkel in Deinen Wohlfühl-Gefilden. Ich dachte, dass das etwas für Dich hätte sein können.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Holger Andrae
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von Holger Andrae » Dienstag 13. April 2021, 18:05
These: Wenn ich sehe, wie gut DER WEG EINER FREIHEIT oder IMPERIUM GEMÜSEKUCHEN bei den jungen Wilden, die parallel AKX und Lunar Shadow goutieren, ankommen, dann habe ich den Eindruck, dass dieses für mich nicht verständliche Klangbild im Endeffekt dann doch eine Generationsfrage ist?! So wie wir damals VENOM, AC/DC, EXCITER und HELLOWEEN parallel abgefeiert haben, was ja aufs erste Ohr auch nicht zusammen zu passen scheint. Da hat sich ganz offenbar eine neue Generation mit neuen Vertretern aus den einzelnen Subgenres gebildet. Das finde ich schön, wenn es denn so sein sollte.
Trotzdem verstehe ich dieses Klangbild nicht, da es nach meinem altherkömmlichen Verständnis, dem Begriff Heavy Metal widerspricht. Kann mich da jemand aufklären bitte?
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Holger Andrae
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von salisbury » Dienstag 13. April 2021, 18:13
Gruppe 6: Eine ziemlich gute Gruppe, an der ich irgendwie hängen geblieben bin. Erst bei SINEW, wo ich einfach mal hab weiter laufen lassen und alles, was dann noch kam, hat mir gefallen; ich halte mal Ausschau nach dem Album. Gleiches passierte bei ISAAC VACUUM, coole Mucke, wobei der gewählte Song natürlich schon einen schweren Stand in so eiinem Spiel hat; hier geht es eher um den Gesamteindruck, und der ist auch hier gut. Es gewinnen hier natürlich meine Eisblumen, weil es einer der besten Songs auf meinem mittlerweile liebsten SUBWAY TO SALLY-Album ist, und STS in den letzten Jahren einen zweiten Frühling bei mir feiert. Supertolle Band. Dann SINEW noch vor dem GAMMA RAY-Klassiker. Aber GAMMA RAY war noch nie sooo meins gewesen, ich bin einfach Weenie. Sehr überraaschend ist, das SINNER so gut ist, wow, das ist ja schon ein fetter Song! Erst dann kommt ISAAC VACUUM, aber trotzdem kaufe ich mir viele eher eine IV-Scheiben als eine SINNER-Scheibe. Wie gesagt, da hat mit das Gesamtbild echt gut gefallen. NOCTE mag ich auch, klar, ist nicht für jeden und auch für mich klingen die älteren Sachen anfangs immer etwas harsch, vor allem der Gesang. Aber die Band hat etwas sehr Individuelles, etwas in der Harmonik, etwas im Zusammenspiel, das mir immer auf- und gefällt. Musicianship! Auch KROKUS ist gar nicht so schlecht und auch hier lief YouTube einfach mal weiter. Da kommen ja einige tolle Lieder, z.B 'Screaming In The Night', die mir sogar noch besser gefallen als der nominierte. Schon cool. Bei VENDETTA färbt die blaue Farbe langsam aus. Underground-Thrash mit entsprechendem Klang ist irgendwie noch nie sehr attraktiv für mich gewesen, aber das kann man schon noch hören. STORMWITCH ist dann schon an der Grenze zu "möchte ich gerne weiterskippen". S.D.I, Fun-Thrash, wer's braucht, soll Fun haben  .
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von Feamorn » Dienstag 13. April 2021, 19:09
Eigentlich wollte ich dich wegen Nocte schelten, lieber Martin, aber dann hab ich das gelesen... an mein Herz, mein Guter!  <3
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von Jhonny » Dienstag 13. April 2021, 19:40
Holger Andrae hat geschrieben:These: Wenn ich sehe, wie gut DER WEG EINER FREIHEIT oder IMPERIUM GEMÜSEKUCHEN bei den jungen Wilden, die parallel AKX und Lunar Shadow goutieren, ankommen, dann habe ich den Eindruck, dass dieses für mich nicht verständliche Klangbild im Endeffekt dann doch eine Generationsfrage ist?! So wie wir damals VENOM, AC/DC, EXCITER und HELLOWEEN parallel abgefeiert haben, was ja aufs erste Ohr auch nicht zusammen zu passen scheint. Da hat sich ganz offenbar eine neue Generation mit neuen Vertretern aus den einzelnen Subgenres gebildet. Das finde ich schön, wenn es denn so sein sollte.
Trotzdem verstehe ich dieses Klangbild nicht, da es nach meinem altherkömmlichen Verständnis, dem Begriff Heavy Metal widerspricht. Kann mich da jemand aufklären bitte?
Wenns ok ist, sage ich was dazu. Ich mag im Black Metal schon eher die großen 90er Bands, finde aber vieles, auch aus dem postigen Bereich, im Gesamtsound richtig spannend. ATLANTEAN KODEX und LUNAR SHADOW - zusammen mit Bands wie VISIGOTH oder ETERNAL CHAMPION - definieren für mich, was ich am traditionellen Metal im Moment mag. Und in meinem Alter geht das wohl vielen so. Jüngere stehen gefühlt noch mehr auf STALLION, ENFORCER oder VULTURE, aber da mag ich auch irren. Bei denen sind aber auch die Hair-Bands aus den 80ern wie POISON höher im Kurs. In meinem Alter mögen die meisten Metaler auch Black Metal - MLGA, WATAIN, DISSECTION zum Beispiel. Und dass es da in der Atmosphäre und Gitarrenarbeit Parallelen zu den neueren Epik-Metal-Bands gibts liegt, glaube ich, auf der Hand. Bei LUNAR SHADOW sind die Nähen zu Postpunk, Black Metal und Melo Death glaub ich noch deutlicher. Aber da sind Erasmus und ich auch quasi teil einer kultischen Anhängerschaft...
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von Mahoni Ledl » Dienstag 13. April 2021, 19:53
Thomas Becker hat geschrieben hat geschrieben:01. SUBWAY TO SALLY - Eisblumen 02. SINEW - Eidolon 03. GAMMA RAY - Rebellion In Dreamland 04. SINNER - Nature Of Evil 05. ISAAC VACUUM - Cameo 06. NOCTE OBDUCTA - Vorbei 07. KROKUS - Eat The Rich 08. VENDETTA - Go and Live... Stay and Die 09. STORMWITCH - Point Of No Return 10. S.D.I. - Megamosch
Fast identisch mit meiner Liste. Nur halt anders herum! Haha! 
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von Feamorn » Dienstag 13. April 2021, 20:35
Mein Senf zu Gruppe 2:
Ging für mich eher schwach los, hat sich aber zum Ende hin gemausert (in der Reihenfolge wie Holg die Links gepostet hat, im folgenden ist das in meiner Platzierungsreihenfolge formuliert).
THE HILLBILLY MOON EXPLOSION - Joa, hab ich aufgestellt, als ich den Song das erste Mal gehört habe, waren Ohrwurm und Platz im Herz sicher. Mittlerweile gibt es eine ganze LP "The Sparky Sessions", nachdem es zuerst nur diesen einen Gastauftritt gab. Da singen die dann auch so bekannte Stücke wie "Jackson" zusammen. SCORPIONS - Jetzt verrate mir mal bitte jemand, warum mir der Song so bekannt vorkommt? Ich war mir eigentlich sicher, so gut wie nichts von den Scorpions zu kennen (bin irgendwie nie dazu gekommen, und die Priorität ist auch nicht die Höchste bei mir...) Gab es da mal eine Cover oder so? Der Sound etc. kommt mir auch nicht bekannt vor, weshalb ich noch immer zu der Aussage tendiere, dass ich diese Version nie gehört habe, aber die Melodie kommt mir soooooo bekannt vor... Hmmm. Naja, so oder so, das ist schon echt sehr gut, keine Frage. Sehr schön! CHAPEL OF DISEASE - Jau, nehm ich! Knallt schön, groovt, mag ich! Very much sogar! Die kommen ja sogar aus meiner direkten Nachbarschaft, sehe ich gerade! EVERON - Den Song habe ich zunächst etwas "vorverurteilt", nach den ersten Klängen, aber irgendwie erzeugt das bei mir dann doch noch eine erstaunliche Sogwirkung. Gefällt mir doch ziemlich gut! ACCUSER - Musikalisch gar nicht übel, aber der Shouter zieht es für mich dann doch noch etwas runter. Da wäre mehr drin. TYRANT - Prinzipiell äusserst sympathisch, aber mir fehlt da leider der letzte Funke. THE OCEAN - Ja, kann man machen, muss man nicht, kann aber. Für mich dann aber bitte mit Gesang, der mir mehr zusagt. SILENT FORCE - Hm, ja. Passt schon, kein Kicker, aber gut hörbar. CHROMING ROSE - Joa, rockt schon, aber irgendwie... Das ist so die Art traditioneller Metal, die ich selten scheiße finde, die mich aber auch selten zu kicken weiß. So auch hier. Das habe ich vermutlich bald wieder vergessen, für meine Ohren einfach zu beliebig. Hätte mich zu meiner Anfangszeit vor 20+ Jahren vermutlich besser erreicht. STORMWARRIOR - Schrubb, schrubb, schrubb. Auch so ein Stück, was vor 20 Jahren bei mir besser funktioniert hätte, aber heute leider nicht mehr. Ich weiß noch, warum mir das mal was gegeben hätte... aber jetzt ist mir das etwas zu ideenlos, sorry. Dazu mag ich den Sänger nicht sonderlich gerne.
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von Holger Andrae » Dienstag 13. April 2021, 20:45
Jhonny hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:These: Wenn ich sehe, wie gut DER WEG EINER FREIHEIT oder IMPERIUM GEMÜSEKUCHEN bei den jungen Wilden, die parallel AKX und Lunar Shadow goutieren, ankommen, dann habe ich den Eindruck, dass dieses für mich nicht verständliche Klangbild im Endeffekt dann doch eine Generationsfrage ist?! So wie wir damals VENOM, AC/DC, EXCITER und HELLOWEEN parallel abgefeiert haben, was ja aufs erste Ohr auch nicht zusammen zu passen scheint. Da hat sich ganz offenbar eine neue Generation mit neuen Vertretern aus den einzelnen Subgenres gebildet. Das finde ich schön, wenn es denn so sein sollte.
Trotzdem verstehe ich dieses Klangbild nicht, da es nach meinem altherkömmlichen Verständnis, dem Begriff Heavy Metal widerspricht. Kann mich da jemand aufklären bitte?
Wenns ok ist, sage ich was dazu. Ich mag im Black Metal schon eher die großen 90er Bands, finde aber vieles, auch aus dem postigen Bereich, im Gesamtsound richtig spannend. ATLANTEAN KODEX und LUNAR SHADOW - zusammen mit Bands wie VISIGOTH oder ETERNAL CHAMPION - definieren für mich, was ich am traditionellen Metal im Moment mag. Und in meinem Alter geht das wohl vielen so. Jüngere stehen gefühlt noch mehr auf STALLION, ENFORCER oder VULTURE, aber da mag ich auch irren. Bei denen sind aber auch die Hair-Bands aus den 80ern wie POISON höher im Kurs. In meinem Alter mögen die meisten Metaler auch Black Metal - MLGA, WATAIN, DISSECTION zum Beispiel. Und dass es da in der Atmosphäre und Gitarrenarbeit Parallelen zu den neueren Epik-Metal-Bands gibts liegt, glaube ich, auf der Hand. Bei LUNAR SHADOW sind die Nähen zu Postpunk, Black Metal und Melo Death glaub ich noch deutlicher. Aber da sind Erasmus und ich auch quasi teil einer kultischen Anhängerschaft...
Natürlich ist es ok, wenn Du etwas dazu schreibst. Ich schätze schon, dass Du da besseren Einblick hast als ich, weil Du das ja teilweise hörst und wohl auch altersmäßig zu der angesprochenen Gruppe gehörst. Von daher schon mal vielen Dank. Das deckt sich dann ja mit meinen Erkenntnissen. Was bei uns irgendwann Possessed, Death und Atheist waren, ist bei Euch eben Nebel, chinesische Teigtaschen oder DISSECTION. Ein kleiner Unterschied. Damals waren die wenigsten der Musiker wirklich böse bescheuert. Allerdings gibt es zu meinem Klangproblem noch immer keinen Ansatz, der mir erklärt, warum man so klingen will und was daran heavy sein soll ...
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von Pillamyd » Dienstag 13. April 2021, 21:15
Ernsthaft gemeinte Frage: Holger Andrae hat geschrieben:Trotzdem verstehe ich dieses Klangbild nicht, da es nach meinem altherkömmlichen Verständnis, dem Begriff Heavy Metal widerspricht. Kann mich da jemand aufklären bitte?
Wie ist denn da das Verständnis bei dir? Wie widerspricht es denn? Welche Klangprobleme? Ich lese oft darüber und komme da meist nicht wirklich mit. Jhonny hat deine Frage ja schon beantwortet. Der ist da, wie man liest, viel tiefer drin als ich, würde ich behaupten. Ich meine das wirklich ernst. Ich verstehe zum Beispiel die Diskussion über Bands AKX, zwar etwas besser als vorher, aber immer noch zu wenig. Ich halte mich da meist raus, weil ich immer das Gefühl habe, ich hätte zu wenig Ahnung davon.
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von Holger Andrae » Dienstag 13. April 2021, 21:19
Pillamyd hat geschrieben:Ernsthaft gemeinte Frage: Holger Andrae hat geschrieben:Trotzdem verstehe ich dieses Klangbild nicht, da es nach meinem altherkömmlichen Verständnis, dem Begriff Heavy Metal widerspricht. Kann mich da jemand aufklären bitte?
Wie ist denn da das Verständnis bei dir? Wie widerspricht es denn? Welche Klangprobleme? Ich lese oft darüber und komme da meist nicht wirklich mit. Jhonny hat deine Frage ja schon beantwortet. Der ist da, wie man liest, viel tiefer drin als ich, würde ich behaupten. Ich meine das wirklich ernst. Ich verstehe zum Beispiel die Diskussion über Bands AKX, zwar etwas besser als vorher, aber immer noch zu wenig. Ich halte mich da meist raus, weil ich immer das Gefühl habe, ich hätte zu wenig Ahnung davon.
Bei AKX habe ich weniger ein Klangproblem, auch wenn mir gerade auf dem letzten Album etwas die Wärme fehlt. Viel gravierender finde ich aber so etwas wie Der Weg Einer Freiheit, wo man ohne Dynamik einfach auf Mitten getrimmt durch die Botanik hoppelt. Bei Lunar Shadow klingt alles so gewollt verwaschen und im modernen BM ist oft auch der Bassbereich ziemlich ausgespart. Nocte Obducta als Beispiel: Die Gitarren knarzen halt.
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