Northern's hundert nördliche Winde

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Re: Northern's hundert nördliche Winde

Beitragvon Jesus » Montag 20. Dezember 2010, 01:48

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Dann... dann... haben die womöglich...? Den Metal gar nicht getötet? Nein... das kann nicht sein...


Ich wüsste nicht, dass Metal mal tot war? Wann soll das gewesen sein?
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Re: Northern's hundert nördliche Winde

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 20. Dezember 2010, 01:52

Ich meine, dass das Rock Hard 1996 mal zwei Ausgaben so tituliert hat. Aber da wussten die halt nicht, was in den skandinavischen Wäldern alles so abging. Selbstverordnete Ignoranz eben. Wegen der bösen Satanofaschisten. Da musste man dann eben zwangsweise auf Crossover und Alternative umschwenken und Käpt'n Rolf nachhaltig verärgern.
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Re: Northern's hundert nördliche Winde

Beitragvon Jesus » Montag 20. Dezember 2010, 01:57

Ich glaube kaum, dass das RockHard die allgemeingültige Autorität in Sachen Metal ist. Anno 96 gab es reichlich guten Metal, nicht nur skandinavische Waldschrate. Einzig True und Thrash Metal hatten ihren Höhepunkt überschritten, aber das war schon Jahre vor Grunge und Crossover und dementsprechend deren eigene Schuld.
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Re: Northern's hundert nördliche Winde

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 20. Dezember 2010, 02:01

Ich weiß doch. Ist doch nur Flachs.

In den Neunzigern hatte man schon teilweise das Gefühl, dass der traditionelle Heavy Metal der Achtziger im Sterben lag, und es gab halt ein paar Bands, die man dafür gerne "verantwortlich" gemacht hat. Das waren erst die Grunger, dann die Crossover-Kapellen, dann die Nu Metaller und heute sind es eben die Metalcoreler. Immer diejenigen, welche halt aktuell das alte Eisen aus den Mainstream-Medien verdrängt haben oder verdrängen.

De facto war der Metal natürlich nie tot.
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Re: Northern's hundert nördliche Winde

Beitragvon Jesus » Montag 20. Dezember 2010, 02:22

Aber dieses "Große Sterben" fand eben schon 90/91 statt, also einige Jahre bevor die Sündenböcke auf der Bildfläche erschienen. Es gab halt einfach viel zu viele Bands in den Bereichen Traditional und Thrash, wodurch die Gesamtqualität rapide sank. Die etablierten Bands versuchten sich an neuen Ideen und stießen auf Widerstand und die ganze Szene nahm den Weg, den Darwin in solchen Fällen prophezeit. So sehr der Metaller sich wünscht, seine Musik wäre Underground und Gegenkultur, so wenig kann er leugnen, dass sie in den 80ern ein Trend, ein Modeerscheinung und ebenso wie Disco, Techno und Boygroups nur kurzzeitig angesagt war.

Von daher finde ich es immer wieder witzig, wenn Leute ernsthaft - nicht scherzend wie Du - davon reden, dass diese oder jene Musikrichtung Metal getötet hätte. Der 80er Metal hatte sich selbst getötet und gab so den neueren Metalstilen die Möglichkeit, auf eigenen stählernen Beinchen zu stehen. Wenn also irgendjemand in den Mainstream-Magazinen das Gefühl hatte, Metal würde im Sterben liegen, so waren das oberflächliche Vollpfosten. Und das sagt doch schon alles über die Integrität eines Magazins, das "Metal ist tot" auf ihre Titelseite schreibt. Oder auch über ein anderes Magazin, dass das Wort "Metal" vor ihrem Nägel einschlagenden Werkzeug strich.

Und es amüsiert mich auch immer, wenn hier jemand schreibt "der Redakteur soundso vom Magazin sonstwas schreibt über diese oder jene Bands dies und das", so als ob das irgendeine Bedeutung hätte, was diese Ahnungslosen sich aus den Fingern saugen, die Metal noch ein paar Jahre zuvor für tot erklärten.
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Re: Northern's hundert nördliche Winde

Beitragvon Eike » Montag 20. Dezember 2010, 02:54

Aber dieses "Große Sterben" fand eben schon 90/91 statt, also einige Jahre bevor die Sündenböcke auf der Bildfläche erschienen.
Tja, das haben Sündenböcke so an sich, man muss sie sich erstmal suchen, und sie haben in der Regel mit dem eigentlichen Problem auch nichts zu tun. Wenn dann die Erklärung per Sündenbock, welche "oberflächliche Vollpfosten" (oder auch ansonsten an und für sich intelligentere Wesen) sich suchen, chronologisch nicht passt, interessiert die das nicht. Überhaupt kommt man dem mit Rationalität nur bedingt bei, denn das bisschen Rationalität das hinter dem Sündenbockmechanismus steckt, erschöpft sich darin, einen vorläufig funktionierenden Ausweg aus der Realität zu suchen, der im ersten Moment weniger wehtut als diese. Wer das braucht, sucht sich hundert absurde Gegenargumente, bloß um die Fiktion aufrechtzuerhalten. Das ist ein emotionales Ding, und bei so emotionalen Themen wie Musik und Szenebindung tickt halt immer irgendwer durch. Und dann schlägt wer anders Profit draus und verkauft Anti-Hip-Hop-Shirts an die Nasen. Wie auch immer. Sowas amüsiert mich nicht mal mehr, das langweilt nur noch, genau wie das "Blablabla ist tot"-Gerede generell, das nie mehr zu bedeuten hat, als dass aus einem Stil ein paar Acts ins Rampenlicht gezerrt, werbemäßig hochgeputscht, kommerziell bis zum Gehtnichtmehr ausgelutscht wurden und die breite Masse bis an die Schmerzgrenze damit dauerbeschallt wurde. Über das, was jenseits der Spotlights abgeht, sagt das bekanntlich null aus. Ist doch immer und überall der gleiche Affenzirkus, bloß mit anderen Gesichtern.
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Re: Northern's hundert nördliche Winde

Beitragvon Jhonny » Montag 20. Dezember 2010, 10:42

Demon, Accept, Helloween - kein Wunder, dass mir die Liste hier gefällt ;-)
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Re: Northern's hundert nördliche Winde

Beitragvon NorthernGuy » Freitag 24. Dezember 2010, 12:17

#54 Cirith Ungol - Paradise Lost

Bild

Ich schreibe hier jetzt mal nicht so viel zu, da das Album bestimmt bei Rüdiger noch kommt und der viel besser schreiben kann als ich. ;-) Einige Anspieltips habe ich trotzdem.

Chaos Rising

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Re: Northern's hundert nördliche Winde

Beitragvon Vaillant » Freitag 24. Dezember 2010, 12:20

Kult, feines Cover, gute Songs.
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Re: Northern's hundert nördliche Winde

Beitragvon 123_7 » Freitag 24. Dezember 2010, 12:22

Ja, die ist ganz fein, aber trotzdem meine letztliebste CU.
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