Feamorn hat geschrieben:02. (05:28) Lauter werdendes Gitarrentremolo aus der Ferne. Dann jagd die Raserei los, die Gefilde sind schwarz. Schon recht melodisch, der Schreihals höchstens auf gleichem Lautstärkeniveau wie die Gitarren, ich verstehe demnach nichts. Das ist durchaus Black Metal nach meinem Geschmack! Okay, sehr melodisch, da macht mich die Leadgitarre mit ihrem Solo gerade markant drauf aufmerksam, die Rhythmusabteilung behält ihren Stiefel aber stoisch bei. Cooler Song, leider weiß ich gerade nicht, wie ich da Prägnantes zum erraten heraus fischen kann.
Ein bisschen deutscher Meloblack aus dem hohen Norden.
Feamorn hat geschrieben:04. (03:55) Es piept kurz, dann kommt ziemlicher Low-Fi-Sound aus den Boxen. Der Beginn hat fast etwas beunruhigend Bedrohliches an sich, würde auch zu irgendwelchen Soundtracks o.Ä. passen. Der Stil ist äh, Rock (ja, ich weiß, super hilfreich). "Breaking everybody's heart", die Zeile danach *könnte* "Singing everybody's song" oder so heißen; oder etwas ganz anderes. Ich bekomme gerade irgendwie kaum was vom Text mit, weil mich der scheppernde Sound doch arg ablenkt. Mhm. Ich glaube, da komme ich wohl später noch einmal wieder.
Schepper, schepper, schepper... Den Namen der Band hast du bereits genannt
Amerikanischer Indie-Rock.Feamorn hat geschrieben:05. (08:02) Abgehackt vertracktes Geriffe und Percussion, schon irgendwie Proggig mit recht prominentem Bass. Dann wird es kurz leise, ist da ein Streicher? Ja. Dann ein recht hoher Gesang, halb sprechend, beides Abwechselnd mit den Instrumenten vom Start. Das erinnert mich stilistisch stark an einige Sachen der Prog-Altvorderen, gegen alle Song- und Hörgewohnheiten, umso mehr faszinierend. Wo wollen die hin, was wird das noch? Mit dem Text habe ich es gerade echt nicht, narf, sorry. Also der Sänger tritt echt nur mit der Geige(?) zusammen in Erscheinung und befindet sich im ständigen Wechsel mit der Rhytmusabteilung und deren abgehackten Stakkatos. Später wird das Streichinstrument dann auch noch manchmal gezupft anstatt gestreichelt um den Song schließlich mit einer hohen langsam verklingenden Note zu beenden.
Mittlerweile aufgelöstes Projekt, welches man wohl am ehesten als "Math-Rock" bezeichnen könnte.
Feamorn hat geschrieben:07. (09:35) Ich muss zugeben, an dem Song beiße ich mir zur Zeit (eigentlich schon seit Tagen), die Zähne aus. Ich komme einfach nicht in die richtige Stimmung, zumindest für den ersten Teil des Songs. Aber der Reihe nach. Der Song beginnt mit ganz leisen Synthies, der Bass spiel drei Töne, dann zählt der Schlagzeuger an und es beginnt ein seeeehr entspanntes Stück Musik. Klarer, eher hoher Sänger, übliche Instrumentierung, bis auf Glocken im Hintergrund (kein kleines Glockenspiel, aber auch keine gewaltige Kirchenglocken). Nach drei Minuten scheint der Song dann auszuklingen, viel Feedback, der Drummer streichelt die Becken, dann eine Gitarre wieder. Es hört sich an, als ob da im Hintergrund auch jemand schreit (gurgelnd, wie irgendwelche "Monster"), die Intensität dieser Stimmen steigert sich, eine kleine Kakophonie geradezu.
Das zieht sich ca. bis Minute Fünf, dann wird es lauter, ein kurzer Ausbruch, und ein richtiger Growler kommt mit ins Bild. Dann wird die Musik wieder schleppend, der Growler macht weiter. Eine doomige Atmosphäre, mit abgestoppten Riffs, kurz vor der Sieben wird es dann plötzlich ziemlich proggig, mit einer stark verzerrten Leadgitarre. Kurze Zeit später steigern sich intensität und Geschwindigkeit kurz, nur um dann wieder abzuebben und dem Klargesang vom Beginn wieder Raum zu geben (der allerdings nicht mehr ganz so prominent vorne ist, sondern etwas von den verzerrten Gitarren verdeckt wird. Dann klingt das Ganze langsam aus. Ein sehr spannendes Stück, das mich aber zur Zeit wie gesagt nicht so richtig erreicht, obwohl es wirklich sehr Abwechslungsreich ist und schon in mein Beuteschema passt. An anderen Tagen könnte ich mir vorstellen, dass mich das ziemlich mit nimmt!
Vorgänger-Band von einer ziemlich schwierigen Truppe, die Fabi gerne auf seinen Samplern verbrät (und ich auch ab und an). Ich mag diese hier halt etwas lieber, weil sie gleichermaßen leichter verdaulich und stilistisch abgefahrener sind, während die Nachfolger "intelektueller" und komplexer klingen.
Feamorn hat geschrieben:08. (08:29) Das ist jetzt etwas "straighter" metallisch. Wieder sehr schleppend, stark verzerrte Gitarren. Oh, nach anderthalb Minuten beginnt der Gesang und der klingt entweder nach älterem Heavy oder Doom Metal, könnte auch irgendwas aktuelles eher Undergroundiges sein, so Stimme und Gitarren zusammen. Die Riffs gerade gefallen mir sehr gut, einen Hauch orientalisch (kann ich mir aber auch einbilden). Auf der Stimme liegt ziemlich viel Hall. Meine nächste Assoziation wäre erst mal, dass ich mir vorstellen könnte, dass dies ein Ergebnis wäre, hätten Cirith Ungol Doom Metal gemacht. Bin in den doomigen Gefilden ja bisher eher unbewandert, daher fehlt mir hier etwas die Vergleichsmöglichkeit. Sehr schöner Song bisher! (Das schreibe ich jetzt ca. zur Hälfte.) Oh, das war ein recht markant langer Schrei. Doch, das geht mir schlicht und ergreifend runter wie Öl, der Old School Sound, der Stil, prima!
Russischer Doom mit nur einem Album.
Feamorn hat geschrieben:09. (09:06) Es beginnt mit langezogenen recht hohen Tönen, ähnlich einem Flirren (aus dem Keyboard?), dann kommt die Gitarre hinzu, ein "schöner" Rhytmus, und der Sänger, mittlere bis tiefe Tonlage und eine mir unbekannte Sprache, würde wieder eher in Richtung östlicher Sprachraum tippen. Das geht so reduziert zwei Minuten lang, dann kommt der Rest der Band dazu und es wird deutlich lauter gespielt, im Midtempo. Irgendwie hat dieser Rhytmus etwas halb bedrohliches, aber auch mitreissendes. Jetzt variiert die Leadgitarre etwas, huh, war das gerade eine Kinderstimme im Hintergrund? Jetzt growlt der Sänger etwas, ist zur Zeit aber größtenteils instrumental (und sehr atmosphärisch!), zwischendurch ist der Bass plötzlich etwas prominenter, der Rhytmus und das Tempo bleiben jedoch. Das ist ein cooles, irgendwie hypnotisierendes, Stück Musik. Erinnert mich bisher übrigens sehr stark an den Themesong von 28 Weeks Later. Nanu, nach knappen 7 Minuten kommt im Hintergrund plötzlich Männergesang "Heia Heia Hum Ha" (oder so ähnlich). Dann wieder ein kurzer rauer Einwurf, kein Growl, vom Sänger. Die letzte Minute wird es wieder leiser und klingt aus.
Island ist mittlerweile bekannt für seinen ungewöhnlichen Black Metal sowie post-rockige Klänge. Dies hier ist sicher nicht die bekannteste Band von der kleinen kalten Insel, doch man hört ihnen das Vorbild SÓLSTAFIR an - so wie man SÓLSTAFIR mittlerweile das Vorbild SIGUR RÓS anhört.
Feamorn hat geschrieben:10. (04:48) Percussion, Klavier, eine Sängerin. Hm, an wen erinnert die mich jetzt? "I'm daydreaming"? [...] "If you knew what it meant to me, anywhere, but here". Sehr schönes, sehr ruhiges Stück. Die Instrumentierung bleibt im Grunde wie beschrieben (zwischendurch kurze Stellen wo mal ein Effekt oder sowas rein kommt, aber nur ganz kurz.) Ich werde das Gefühl nicht los, die Sängerin (oder eine ähnliche Stimme) zu kennen, aber es will mir nicht einfallen... Egal, top! Wunderschön!
"Oh if you knew what it meant to me" wiederholt sich übrigens sehr oft im Text, könnte mit dem Titel zusammenhängen. "Oh the unspeakable things"?
Ein bisschen minimalistischer Folk Pop aus Minnesota zur Erholung.
Genug Tipps für heute?

). "Breaking everybody's heart", die Zeile danach *könnte* "Singing everybody's song" oder so heißen; oder etwas ganz anderes. Ich bekomme gerade irgendwie kaum was vom Text mit, weil mich der scheppernde Sound doch arg ablenkt. Mhm. Ich glaube, da komme ich wohl später noch einmal wieder.
