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Brot und Spiele für den Powermetal.de-User: große Projekte der Community und umfassende Forenspiele finden hier ihren Platz
von salisbury » Samstag 22. Januar 2011, 23:13
So, nun machen wir eine 180°-Kehrtwende. Oder eine Punktspiegelung am eine imaginären Ebene. Oder ähnlich Unmögliches. Wir lassen einfach CASPIAN auf RHAPSODY folgen. Platz 83 (jetzt aber wirklich…) Caspian - Tertia (2009)  Ich freu mich wirklich wie ein Teichfrosch, dass Post-Rock (kann mir mal jemand von Euch Journalisten diesen dämlichen Begriff erklären? Nur Sludge ist schlimmer…) hier im Forum eine Rolle spielt. Ich habe in den letzten 5 Jahren immer wieder eindrucksvoll erfahren, wie viel Musik ohne Worte sagen kann. Deswegen mag ich hier auch nicht viele Worte verlieren. Worte zerfließen in CASPIANs Musik zu Nichtigkeiten, die Seele verliert sich darin und findet dabei neue Inspiration und Kraft. Und wenn man CASPIANs Musik in ihrer ganz Macht und Würde live erlebt, weiß man, man ist am Leben, und dies ist SCHÖN! Wenn ihr wollt, könnt ihr hier versinken. Aber für CASPIAN braucht man Ruhe und Geduld. Ghost of the garden cityMalacodaSycamore
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von Teichfrosch » Sonntag 23. Januar 2011, 01:25
Großartig. Ruhe und Geduld brauch ich da nicht, das ist eine Band die bei mir sofort gezündet hat. Aber ich glaube ich weiß, was du damit in Angesicht der restlichen Kundschaft sagen willst.  Also ja, braucht Geduld. Und Ruhe. Und dann braucht man vorallem Zeit, sich das Album wieder und wieder anzuhören, weil man sich verliebt hat 
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von salisbury » Sonntag 23. Januar 2011, 01:31
Danke für die Unterstützung, Froggy.
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von Eike » Sonntag 23. Januar 2011, 03:36
Gute Musik braucht keine Worte. Post-Rock ist so ein seltsamer Indie-Begriff, whatever the fuck that means. Sludge ist recht eindeutig, die Musik klingt wirklich wie Schlacke, jedenfalls die frühe.
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von salisbury » Sonntag 23. Januar 2011, 13:39
Eike hat geschrieben:Post-Rock ist so ein seltsamer Indie-Begriff, whatever the fuck that means.
Im Eclipsed wurden Bands wie Caspian, Red Sparowes, Mono und Ostinato... erst als "Artrock" oder "New Artrock" bezeichnet. Dieses Label wurde aber auch Bands wie Radiohead und Sigur Ros angehängt. Später wurde es dann "Post-Rock". Mitte der 90er wurde Bands wie Tortoise oder eben Mogwai damit gelabelt. Der Begriff muß ja sowas wie "danach"-Rock oder so bedeuten. Aber Rock ist ja immer noch da. Und vor allem wird "Post-Rock" ja auch mit der klassischen Rockbesetztung gespielt. Was ich hier ziemlich cool ind innovativ finde, ist der Einsatz der Gitarren und der Armee an Effekten. Für mich ist es ein großer Genuß, z. B. dem Ostinato-Gitarristen bei der Arbeit zuzusehen. Im Gegensatz zu CASPIAN (3 Gitarren) macht der die gesamte Soundmauer nämlich allein. Aber sein Equipment ist uraltes Vintage, also auch nix "Postiges" so gesehen  . Hach, OSTINATO. Das dauert noch n bissl... "schmacht"
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von Martin van der Laan » Sonntag 23. Januar 2011, 16:30
Wow, Sally, so schön hätte ich bestimmt nicht umschreiben können, dass der Begriff Post-Rock schwachsinnig ist... Genau wie die Post-Moderne in der Literatur oder Malerei. Da klassischer Rock'n'Roll und Hardrock ja eher "Arbeiterklasse"-Musik ist, könnte man das, was Du hier aufzählst, auch als Studenten-Rock oder so bezeichnen.
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von salisbury » Sonntag 23. Januar 2011, 16:43
Bei Caspian und Ostinato sind soviel ich weiß ziemlich viel Alte Säcke. Doktoranden aufwärts. 70er Freaks. Floydies. Aber auch Leuts mit Waltz- und Opeth-Background. Was sich ja net ausschließt 
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von Martin van der Laan » Sonntag 23. Januar 2011, 16:54
Studenten-Rock ("Post-Rock") ist ja auch Rock FÜR Studenten, nicht VON Studenten. Halt Rock, dessen Proll-Faktor möglichst niedrig ist, der möglichst viel nach verpeilter (Kiffer-)WG und verschimmeltem AStA- oder Fachschafts-Sofa klingt. Musik zu der man so den Kopf bewegen kann, dass die Brille nicht runterfällt. Und der sich als nachdenklich bis intellektuell verkaufen lässt.
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von Holger Andrae » Sonntag 23. Januar 2011, 21:32
Mal weiter im Text hier:
Die Chilischoten sind natürlich ganz arg fein. Weiß gar nicht, welche ich am liebsten mag. "Blood Sugar" mag ich am wenigsten, aber sonst ist das mitreißend, energisch und aus irgendeinem Grund sogar massentauglich. Verstehe einer die Radiohörer. Vielleicht sind die Peppers einer der besten Beweise dafür, dass man den Leute "anspruchsvolle" Musik nur oft genug vorspielen muss, damit sie sie toll finden. Oder man muss so häufig spektakulär in den Medien auftreten, sich Socken über den Schwanz ziehen und als Schauspieler in coolen Filmen als Gastdarsteller in Erscheinung treten, damit man Erfolg hat.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Teichfrosch » Sonntag 23. Januar 2011, 22:25
Bzgl. der Post-Rock Genrebezeichnung:
Ist doch mal sowas von Wurst was wie heißt. Es geht nur darum dass man weiß wovon man redet... Und beim Post-Rock gibts halt eine Gruppe ähnlichklingender Künstler. Und wenns "Instrumentelles Epicgeschwurbel" heißen würde, es geht mehr um den Inhalt als um den Begriff.
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