PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon salisbury » Montag 1. September 2014, 21:49

Hui, jetzt gibt es auf einmal auch die DONOVAN-Version vom "Little Tin Soldier". Versuchs mal damit, Eike. DONOVAN hat den gewissen Schmalz in der Stimme, der auch Größvätern gefällt. Ich finde diesen Künstler fantastisch. Es macht mir einen sagenschaften Spaß, die beiden Versionen analytisch zu vergleichen. Stimmung, Intonation des Gesangs, Gitarren-Schlagtechnik. Dieselbe Melodie, zwei völlig verschiedene Menschen, Individuen. Und wie sie beide diese "Then One Day..."-Passage meistern. Ein Wunder!
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon Jhonny » Montag 1. September 2014, 22:05

Jesus hat geschrieben:Es gehört aber extrem viel Können dazu, die ganze Schatzinsel dermaßen langweilig zu vertonen ;-)


Einer der besten Metal-Songs der 90er, viel besser geht es doch gar nicht.
Aus meiner Sicht der beste Running Wild Song überhaupt.
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon Christian Schwarzer » Montag 1. September 2014, 22:24

Zu Runde 2: Bislang schwächste und unepischste Wunde, wenn auch nach wie vor qualitativ hochwertig. Außerdem gibt es für mich keine große Entdeckung wie Blackfoot oder DoomSword in den letzten Runden.

1. Rhapsody Ich kann nicht verstehen, wie man das nicht zumindest pro forma episch finden kann… Egal, Lieblingsband weiß ja jeder hier, einer der absoluten Über-Songs von einem Über-Album.

2. Bathory Wäre in einer anderen Rund auf Platz eins.

3. Two Steps From Hell Wenn ich den Stil nicht mögen würde, würde ich das Kotzen ob der auf Albumlänge eindimensionalen Orchestrierung kriegen. Aber ist ja nur ein Song und außerdem mag ich ja den Stil. ;-)

4. Savatage Savatage habe ich ja vor kurzem nach einer Schelte von Peter für mich entdeckt, zumindest dieses Album. Der Song rockt mir aber etwas zu sehr, als dass ich ihn als ausgesprochen episch empfinden würde. Oder episch heißt einfach geil, denn einfach geil ist dieser Hauptriff und der Song an sich natürlich absolut. Auch wenn Jon Olivas kleine, spitze Schreie mich schon sehr amüsieren.

5. MSG Besser als Def Leppard letzte Runde, aber mein Gott… Der Sänger ist ein affektierter Schönling und dabei nichtmal besonders gut. Die Solopassage ist halt top. Hat was Episches durch das Solo und ist ein guter Song.

6. Chris De Burgh Schöne Ballade, ist auch episch, auch wenn sie mich grade emotional nicht so sehr packt. Ich fände es interessant zu sehen, wie Guardian das covern. Aber die Steigerung ist schon geil.

7. Wishbone Ash Gleicher Fall wie bei Chris De Burgh eigentlich. Nur das es mich nicht so wirklich packt.

8. Rose Kemp Das fasziniert mich schon sehr, ist aber nicht episch. Dafür ist es viel zu introvertiert und nihilistisch/ existentialistisch in der Ausstrahlung. Und Existentialismus ist der Feind alles Epischen.

9. DJ Muggs Etwas, wo ein Bongo drin vorkommt, kann nicht episch sein. Gefällt aber aufgrund der auf verquere Art und Weise loungigen Atmo.

X. Coheed & Cambria Sehr merkwürdig… ich glaube, das ist so ein Fall von „kompositorisch finde ich das eigentlich ganz cool, aber die Umsetzung kratzt am Grauenhaftung.“ Vom Sound bis zum Hass-Sänger und dem diskutablen Sound.
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon Jesus » Montag 1. September 2014, 22:27

Jhonny hat geschrieben:Aus meiner Sicht der beste Running Wild Song überhaupt.


Das kann ich nicht beurteilen...

Jhonny hat geschrieben:Einer der besten Metal-Songs der 90er, viel besser geht es doch gar nicht.


...aber ich denke, zumindest hier kommen wir definitiv auf keinen gemeinsamen grünen Zweig :grins:
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon lenbert » Montag 1. September 2014, 23:16

Christian Schwarzer hat geschrieben:X. Coheed & Cambria Sehr merkwürdig… ich glaube, das ist so ein Fall von „kompositorisch finde ich das eigentlich ganz cool, aber die Umsetzung kratzt am Grauenhaftung.“ Vom Sound bis zum Hass-Sänger und dem diskutablen Sound.


Ohne diesen schrecklichen Gesang wäre auch bei mir eine Platzierung im Mittelfeld möglich gewesen. So bleibt nur der 9. Platz vor dem seltsamen DJ MUGGS. Ab Platz 8 finden sich in meiner Liste die Songs, die mich ordentlich unterhalten haben, ab Platz 4 wird es wirklich gut. ROSE KEMP hätte durchaus noch höher steigen können, wenn ich ihr noch etwas mehr Zeit gegönnt hätte. Ganz verstanden habe ich das noch nicht. Die Neuentdeckungen der Runde sind wohl MSG und WISHBONE ASH, die allerdings nach meinem Empfinden gar nicht so episch sind. Der beste Epiker der Runde ist für mich CHRIS DE BURGH.
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon Jhonny » Montag 1. September 2014, 23:31

Jesus hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:Einer der besten Metal-Songs der 90er, viel besser geht es doch gar nicht.


...aber ich denke, zumindest hier kommen wir definitiv auf keinen gemeinsamen grünen Zweig :grins:


das befürchte ich auch...
dabei mag ich Mayhem, Marduk, Emperor... das sind auch alles tolle, epische Bands. Aber Blind Guardian, Running Wild oder Virgin Steele passen da vorzüglich dazu!
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon salisbury » Montag 1. September 2014, 23:37

Christian Schwarzer hat geschrieben:
8. Rose Kemp Das fasziniert mich schon sehr, ist aber nicht episch. Dafür ist es viel zu introvertiert und nihilistisch/ existentialistisch in der Ausstrahlung. Und Existentialismus ist der Feind alles Epischen.


Sehr interessante, nachdenkenswürdige Worte. Wie klingt Existentialismus? Und ist die Erkenntnis der eigenen Kleinheit nicht eine Große und irgendwie doch und gerade deshalb besonders epische?

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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon Martin van der Laan » Montag 1. September 2014, 23:43

salisbury hat geschrieben:Und ist die Erkenntnis der eigenen Kleinheit nicht eine Große und irgendwie doch und gerade deshalb besonders epische?

Nö. Die Erkenntnis der eigenen Kleinheit ist etwas schrecklich Profanes und sollte endlich mal offiziell entzaubert werden.
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon salisbury » Montag 1. September 2014, 23:44

Noch dazu bin ich baff, Christian, wie Du mit einem Hör den Sinn des Songs (also was ich auch glaube, dass der Sinn ist) erfasst. Chapeau! Ich hab das zwanzig mal gehört, bis sich hier die Fragezeichen gelüftet haben.

Wenn man etwas toll findet, ist das eine Sache. Wenn man dann irgendwann meint zu verstehen, WARUM man etwas toll findet, bringt das nochmal einen extra-Boost im Tollfinden.
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Re: PMDECS Epic Elaborations - Diskussionsthread

Beitragvon salisbury » Montag 1. September 2014, 23:45

Martin van der Laan hat geschrieben:
salisbury hat geschrieben:Und ist die Erkenntnis der eigenen Kleinheit nicht eine Große und irgendwie doch und gerade deshalb besonders epische?

Nö. Die Erkenntnis der eigenen Kleinheit ist etwas schrecklich Profanes und sollte endlich mal offiziell entzaubert werden.


Öhem, aha. Ich kommt grad nicht mit, "Verwirrung"... :?
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