Retrograde&Anterograde

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Re: Retrograde&Anterograde

Beitragvon salisbury » Freitag 28. Januar 2011, 23:59

Jesus hat geschrieben:Mit etwas Glück erreiche ich bald das Alter, in dem Schafe üblicherweise die Zellteilung betreiben


Ich find diesen Satz in seiner ganzen Verpeiltheit einfach nur großartig :D

Übrigens knurrt mir der Magen...
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Re: Retrograde&Anterograde

Beitragvon Regina Löwenstein » Samstag 29. Januar 2011, 00:32

Unter deinr blauen Kuschelhülle bist du ein gefräßiger, blutrünstiger Schafschlachter. Shame on you.

Hm, anhand dieser Infos könnte man die Generationszeit des durchschnittlichen Schafes berechnen ...
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Re: Retrograde&Anterograde

Beitragvon salisbury » Samstag 29. Januar 2011, 00:49

Geil find ich ja, daß Schafe nur mit Glück altern...
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Re: Retrograde&Anterograde

Beitragvon Jesus » Samstag 29. Januar 2011, 07:39

Es braucht eben schon viel Glück, um gefräßigen Hobyköchen wie Eike zu entkommen. Ohne Glück wird's Schaf nicht alt.

Worum ging es eigentlich ursprünglich in diesem Thread hier?
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Re: Retrograde&Anterograde

Beitragvon Regina Löwenstein » Samstag 29. Januar 2011, 08:43

Um hypnotische Klänge, mit deren Gehirnwäsche-Effekt Sally neue Legionen von Schafschlachtern rekrutieren will.
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Re: Retrograde&Anterograde

Beitragvon salisbury » Samstag 29. Januar 2011, 13:21

1:
Reggy hat geschrieben:Von wegen, „Retro“ – auf dem zweiten Sampler bricht die Zukunft an. Sie kommt in lässigen Elektro-Klängen mit einem treibenden Groove daher. Sehr eingängig, gerade durch diese Pfeif-Melodie. Ich kann mir die Nummer sehr gut als Soundtrack eines humorvollen Agenten-Thrillers vorstellen, genug Pep ist auf jeden Fall vorhanden. Die Vocals sind auch elektronisch ein klein wenig entfremdet, lassen aber dennoch einen sympathischen Sänger durchschimmern; das Wort im Refrain klingt ein bisschen wie „Hooligan“ und ein ins Laszive abgleitendes „Hello, hello, hello“. Immer wieder abgedrehte elektronische Special Effects wie spaciges Fiepen; diese Spielereien passen aber perfekt zum Track. Im Verlauf wird der Song immer abgedrehter, beim Abheben gesellen sich zum „Won’t you...“ irgendwas intonierenden Sänger kichernde Verrückte im Hintergrund, und der Song endet mit einem Flüstern. Sehr strange, aber auch sehr unterhaltsam! Was ist das?


MAYFAIR mit dem Song 'Trip' aus "Fastest trip to cybertown".

Ja, dieser Song ist stange, diese Band ist strange. Aber absolut einzigartig. Mein erster Kontakt war ein Livekonzert, bei dem ich nach 2 Songs gegangen (!) bin. Damals war ich jung, naiv und stand fast ausschließlich auf Metal. Hätt ich wissen können, daß ich die Band so lieben würde? Und hätt ich gewusst, daß ich nie wieder die Chance bekommen würde, sie live zu sehen? Ich bin sooooo gespannt auf die Reunion, das glaubst Du nicht.

2:
Reggy hat geschrieben:Vermeintliches Kontrastprogramm zum obigen vertonten ADHS: ruhig beginnt eine Prog-Jazz-Nummer, bei der anfangs ein bestimmter Ausschnitt gewollt abgehackt wiederholt wird. Loenz, wo bist du? Das ist genau was für den Prognerd. Später wird jedoch etwas schneller und chaotischer gerockt, auch mit elektronischen Verzerreffekten. Irgendwie habe ich hierbei eine verrückt gewordene Musikkasette vor Augen, die beim Abspielen ihr Band in einem verknäuelten Wirrwarr von sich gibt; danach klingt zumindest der abgehackte Takt. Dann ein fast chillout-mäßiger Break mit kaum hörbarer Akustikgitarre unter dem dominanten Elektro-Summen. Im selben Takt, aber nun mit dieser Synthie-Note abgemildert und um ein paar spacige Klänge bereichert, geht es weiter, immer mal wieder wird das Chaos abgewandelt. Trotz der betonten Kopflastigkeit schafft es der Track, zu berühren. Tempowechsel, Breaks, verwegen gemischte Elemente – dieser Instrumentaltrack ist der 7. Proggiehimmel
.

65daysofstatic - '65 does not understand you' vom "One time for all time"-Album. Einfach die beste Beschreibung, die man machen kann. Jaja, die Musikkasette. Die verheddert sich da n paarmal. Sagmal, DU arbeitest noch mit MUSIKKASETTEN? Mit jeden Hör fasziniert mich der Song mehr, mit jedem Durchlauf wachsen die 65-Alben, das macht absolut süchtig und IST der Proghimmel. Darf man gerne neben INDUKTI stellen. LIve der Wahnsinn!


3:
Reggy hat geschrieben:Der Gute beweist mal wieder seinen Hang zur Exotik: Sehr südländisch mit Flamenco-artigen Gitarren und orientalischem Beat macht diese Nummer gute Laune. Geschmackstechnisch sagen mir ethnisch angehauchte Nummern eher selten zu, diese ist aber modern und progressiv genug, um nicht überkitscht zu erscheinen. Außerdem sind das, der englischen Aussprache nach zu urteilen, bloß Amis, die mal was anderes machen wollen. Dieser Sound kommt mir bekannt vor; über genau dieses Album bin ich beim Stöbern der 2010-Releases gestolpert: das sind die Schrägies Woven Hand mit dem Titeltrack ihrer aktuellen Scheibe „The Threshing Floor“. Spannende Wahl!

Genau. WOVENHAND mit dem Titeltrack vom 2010er Album "The Threshingfloor". Du erkennst an der Aussprache, daß das Amis sind? Respekt. Woven Hand sind was spezielles und den einen oder anderen hier hab ich damit schon bekehrt :). Düster-Rock par excellence.

4:
Reggy hat geschrieben:Ich meine, das schon mal gehört zu haben. Bedächtige Keyboardklänge schweben aus der Ferne heran und bilden mit den Synthies eine stimmungsvolle Kulisse, bei der aber ganz klar der Sänger und die deutlich pazifistischen Lyrics im Vordergrund stehen. Und diese sind sehr anrührend in ihrer Melancholie, auch wenn mir die etwas abgehackten Wiederholungen wie bei „ready to make, ready to make“ nicht so wirklich gefallen. Andererseits passen sie zum litaneiartigen Tonfall, der durch großzügig eingesetzte Echo-Effekte noch verstärkt wird. Später kommt ein Trip-Hop-Beat und ganz sanfte Elektrogitarren dazu, im Hintergrund tönt kaum hörbar etwas wie Sirenen oder Kinderklagen. Dieser recht poppige Sound erzeugt eine eigenartig verwaschene, träumerische Atmosphäre, die zur latenten Wehmut des Songs passt. Hier zweifeln Archive die Schönheit von „Bullets“ an und rufen zu „personal responsibility“ auf. Schöner Song!


Oh, danke. Das sind ARCHIVE mit 'Bullets' vom aktuellen Opus "Controlling Crowds". Ich hatte ernsthaft Bedenken, daß Dir der Song gefälltm weil er sehr trippig/poppig ist. Umso mehr freut mich, daß es Dir so gefällt. Über Archive könnte ich Romane schreiben. Trip Hop, Mantras, Melancholie, Träumerei, das sind exakt Archives Rahmenbedingungen. Kommt sehr bald in meinen Top100 zu ersten Mal.

5:
Reggy hat geschrieben:Ebenso verträumt geht es weiter, wenngleich in der belegten Stimme der Sänger neben einer wiegenliedartigen Sanftheit auch eine Beklemmung mitschwingt, die den Song sehr ergreifend macht. Im Verlauf hellt der Song ein wenig auf, als eine leise Percussion sowie weibliche Vocals einsetzen. Es wird rockiger, aber auch eingängiger. Es handelt sich hier, wie bei Jazzkamikaze oder Tin Hat Trio, um eine Band, auf die mich Loenz’ Geschmack gebracht hat. Sich nach einem seltsamen Gericht zu benennen ist irgendwie typisch für eine Artrock-Band wie die Norweger Gazpacho.


'Symbols' von GAZPACHO von ihrem 2005er Album "Firebird". Gänsehautband mit Gänsehautsänger. Fans von Marillion, Anathema oder Antimatter: bitte zugreifen!

6:
Reggy hat geschrieben:Auch diese Akustik-Melodie kommt mir wahnsinnig vertraut vor, kann sein, dass ich zumindest etwas Ähnliches schon mal gehört habe. Dieses Muster zieht sich durch den gesamten Song, der ansonsten sehr variabel ist: eine verträumte, abgehobene Atmosphäre mit dazu passenden Vocals, „woooh“, dazu gesellen sich rockige Elemente und der Sänger entpuppt sich als ziemlich seltsam. Nicht schlecht, aber ich würde ihn mir auf Dauer nicht geben können. Irgendwie erinnert mich diese Stimme an „Cat’s In The Cradle“, na, wie hieß der gleich? Ja, ich und meine Assoziationen. Peinlich. Immer wieder wechselt der Song vom Schwebenden ins Rockige, recht eingängiger Refrain, aber bekannt kommen mir aus irgendeinem Grund nur diese dominanten Akustik-Akkorde vor.


Da kommt gleich mochmal Hilfe. Jeder meine Charter sollte die Band kennen, wir haben sie gemeinsam angehört. Und Holg LIEEEEEBT die Band.

7:
Reggy hat geschrieben:So abgehobene Klimper-Intros scheinen Toms Schwäche zu sein: Diese Kuschelrock-Nummer ist mal wieder von ein paar verträumten Takten eingeleitet. Grundstimmung des Songs ist positiv, aber dennoch mit einer leisen Sehnsucht. Wie sollte es auch anders sein, denn Schmalzlocken aufgepasst, hier ist ein schöner Mann mit schöner Stimme am Werkeln: kein Geringerer als Jeff Buckley mit „Grace“. Das könnte meinen Eltern gefallen – kein Wunder, denn das kenne ich ja auch aus ihrer Sammlung.


Ja, das ist JEFF BUCKLEY mit 'Grace' Was hab ich mich gefreut, als ich das Album in einer der Top100 Listen gesehen hab. Zahl, warst Du das? Sorry, Reggy, ich hab mich hier nicht an Deinen Wunsch gehalten, nur Musik jenseits der 90er zu bringen. Hat aber so gut auf den Sampler gepasst. Altersmäßig könnte das ja mit mir und Deinen Eltern (fast) passen ;-) . Also darf ich hören :subber: .

8:
Reggy hat geschrieben:Gleich mal eine Spur melancholischer: Klagende Streicher und Piano, das klassische Herzschmerz-Team, mit dezenter Percussion, die für Eingängigkeit sorgt. Ich stelle mir vor, wie sich ein altes Ehepaar versonnen zu diesem kuscheligen Sehnsuchtslied im Tanze wiegt. Wer weiß, was ihnen alles schon widerfahren ist? Verloren, gefunden, zerstritten, vertragen, nun blickt man auf ein turbulentes Leben zurück, ist froh, sich gefunden zu haben, es hätte ja alles anders kommen können – etwa wie beim Sänger, der seine verlorene Liebe noch nicht gefunden hat und deshalb die halbe Welt mit einem Brief durchreist, sie zurückzuholen aus dem Niemandsland zwischen verflossener Liebe und Freundschaft. Vielleicht ist er auch für immer gescheitert. Irgendwie scheint der Name Black Heart Posession zu soft, nicht leidenschaftlich genug zu sein für eine Band, die so sanfte Klänge produziert; andererseits passt er aber auch perfekt. Ob der Brief jemals ankommt?


THE BLACK HEART PROCESSION mit 'The Letter# vom "Spell"-Album. Hier gibts einfach mal nix hinzuzufügen. Wen diese Beschreibung nicht packt, wird auch mit der Musik nix anfangen können...

9:
Reggy hat geschrieben:Mal wieder, wie sollte es anders sein, etwas spaciges Klimper-Intro und sanfte Trommelklänge, die auf Samtpfoten in den Track geschlichen kommen, fast so unmerklich wie die unterstreichenden Bläser. Perfektes Ensemble, um die Frauenstimme in Szene zu setzen, die ebenso zart wie kraftvoll ist – ich bin so verzückt, dass ich nicht einmal sofort kapiere, dass sie nicht auf Englisch singt. Dabei hat die mexikanische Schöne, welche diese sanfte Prognummer mit ihrer Stimme veredelt, selbige schon Lucassens Projekt verliehen: Marcela Bovios Engelsgesang erklang auch auf „The Human Equation“, wenn mich nicht alles täuscht. Somit stammt der Song („Aura“, glaube ich) aus ihrem leider beendeten Soloprojekt Elfonia.


Ja, das ist 'Aura' von ELFONIA. Marcela Bovio singt hier in ihrrer Landessprache. Lange ist ist dies Scheibe ungehört auf meiner Festplatte vergammelt, weil ich den Namen mit ganz anderer Musik assoziiert habe.
Daß dahinter so etwas Schönes, Verzückendens steckt, hätte ich niemals erwartet. Kein Ayreon-Pathos, kein Stream of Passion Gothic Touch sonder einfach nur leiser, dunkler Edelprog mit toller Frau.

10:
Reggy hat geschrieben:Wir bleiben im Süden, verspielte Oriental-Akkorde geleiten uns in eine schattige Oase. Anders als bei Woven Hand soll hier nicht in einem ausgelassenen Fest ums Lagerfeuer getanzt werden. Wenn überhaupt tanzen, dann wiegt sich eine in zartblaue Schleier gehüllte Sirene, während sie mit einer ebenso zarten Stimme ihr Lied anstimmt, und wir sehen/hören verzückt zu. Versuchung pur? Nein, genau davor warnt die Schöne: „lead us not into temptation“. Atmosphäre und Exotik erinnern mich ein wenig an Aghora minus Metal. Überhaupt nicht mein Geschmack (ich kann, wie man vielleicht schon gemerkt hat, mit arabischen Klängen nicht soviel anfangen), aber ich erkenne die feine Umsetzung – schließlich hat Duncan Patterson, den viele von Anathema oder Antimatter kennen und lieben, bei Ion seine Finger im Spiel.


Das ist genau 'Temptation' von Duncan Pattersons World Music Projekt ION. Okay, notiert. Orientalische Klänge + Reggy = nein. Ich brauchte aber einen schönen Puffer zwischen der feenhaften Marcela und der bösen Rose Kemp. Es geht einfach nicht, die hintereinander zu stellen und zu hören. Geht nicht. Gar nicht.

11:
Mal wieder wohlig-melancholische Akkorde, sehr weich und verträumt durch die Produktion, das schlichte Motiv plätschert unter unserer Luftmatratze dahin wie ein kühles Gewässer. Besonders wird diese Nummer durch die zwar vertraut wirkende, aber bei genauem Hinhören sehr ungewöhnliche Sängerin: Die Stimme hat etwas Androgynes, finde ich, nicht im Sinne von Mannsweib-Gegröle, sondern durch die vollen, tiefen Töne, die ihr ebenso gelingen wie zartere Klänge – so kriegt das vielleicht Rose Kemp hin. Die Dame erfreut sich ja recht großer Beliebtheit hier, und ansonsten kenne ich mich mit weiblichen Sängerinnen nicht so besonders gut aus.


Uups. Reggy!? Schlicht? Plätschern? Luftmatratze? Da muß ich widersprechen. Kannst Du das bitte bitte nochmal hören? Das ist Rose Kemp mit 'Wholeness Sounds' aus dem unheiligen "Unholy Majesty" Album. Ich find den Song einerseits wunderschön, aber dann, grad am Anfang so düster und bedrohlich, daß mir immer wieder ein Schauer über den Rücken läuft. Und dann die Eruption am Schluß! Das wichtigste hast Du aber richtig gehört. Diese Sängerin ist besonders und ich glaube ernsthaft, nicht irdisch.


12:
Reggy hat geschrieben:Kenn ich, kenn ich! Die Band mag ich selbst sehr gerne, hätte auch fast dem Peter was von ihnen auf den Sampler gepackt, es mir aber doch anders überlegt. Anekdoten eröffnen mit rockig-abgedrehtem Drumming, das ein wenig ins Jazzige überschwappt, um dann langsamer, treibender zu werden. Sensibel und klagend stimmt der Sänger seine Vocals an, unterlegt von melancholischen Streichern und zartem Klimpern. Kraftvoll und intensiv bei den Übergängen, danach wieder mal, ruhig-schwebend, mal rockig – in diesem Song steckt so viel drin! Ganz feine Wahl, Tommy. Das ist Prog, wie ich ihn liebe!


Ich bin baff. Ich denke nun bist Du endgültig und forever in meine persönlichen heiligen Hallen des Prog aufgenommen. Mensch, hättest Du das mal dem Peter auf dem Sampler gepackt. Er hätte das sicher erkannt, weil ich ihn schon seit längerem ständig damit malträtiere, Und bald gibts nochmal ne kompakte Ladung 'Nucleus' drübergeknulzt, da können sich die Herrn Andreae, Kubaschk und Stehle schonmal frisch machen. Ich geh mal davon aus, Du weißt, wie der Song heißt? ANEKDOTEN - 'The old man and the sea' vom Debut 'Vemod'

13:
Reggy hat geschrieben:Ziemlich nahtlos geht der Vorgänger in diesen Song über. Kompliment, du hast wirklich ein Händchen für Übergänge. Mal wieder einen klanglichen Urlaub gönnt uns diese akustisch-rockige Nummer mit fremdländischem Gesang. Bei dieser warmen Stimme stelle ich mir einen melancholischen Südländer vor, der gefühlvoll die Gitarrensaiten zupft … hach … Nichts, was ich mir gezielt privat anhören würde (um den Frosch mal zu zitieren), aber für die Dauer des Liedes lasse ich mich gerne von den Klängen verzaubern. Schlecht ist das nicht, und trotz recht bekannter Elemente nicht poppig-oberflächlich.


Ja, Übergänge sind wichtig. Die Stimmung muß passen. Sampler machen ist viel mehr als Songs zusammenzuknulzen (das Wort geht immer...). Schön, daß es Dir gefällt. Wie Loenz schon richtig getippt hat. LANDBERK mit der schwedischen Version von "Lonely Land", "Riktigt Äkta". Der Song ist Var Hall. Wie man so Eumel über das A bekommt, weiß ich nicht...

14:
[quote=Reggy"]Minimalistische Klänge unterlegen einen (Funk-?)Dialog und schweben langsam in den Vordergrund, bis wehmütige Streiches vollends in die dichte Atmosphäre einhüllen. Verhalten hallendes Drumming, dazu immer wieder die Sprachsamles, das Ganze gleitet bald in Richtung Postrock. Kenne ich vermutlich sogar, sowas kann ich aber meistens eher schlecht einordnen. Ich tippe mal auf Mono, weil das hallende Drumming und die zittrigen Riffs, diese unglaublich intensive Steigerung bei fortschreitender Dauer die Handschrift dieser Japaner tragen. Perfekt lässt sich dieser Track beschreiben, indem ich einmal mehr unsere allseits geliebte Amphibie bemühe: Das ist der Inbegriff von „hübschig“. [/quote]

Jo, ich bei der Samplerzusammenstellung mal in Deinem Profil gespickt, ob ich wenigstens da was kenne und einen Ansatz habe, was ich für Musik ich wählen soll. Da war Mono genannt. Die sind aber nich, auch die Red Sparowes. Jetzt schaun wir mal, ob meine Charter zugehört haben. Instrumental. Funkdialog am Anfang. Violineinsatz. Sprachsamples. Eine monoeske Steigerung. Na, Jungs, wie hießen denn die nochmal? Ihr kennt den Song...

Reggy hat geschrieben:Schlussbemerkung: Das war sehr lehrreich und hat Spaß gemacht, vielen Dank für dieses liebevoll zusammengestellte Samplerpaar! Und sooo ein Weichei bist du gar nicht, auf dem ersten Sampler findet sich doch genug rockiges Zeug. Wobei mir irgendwie der zweite Sampler fast schon besser gefällt. Da hat sich die Prog-Ausbildung bei Loenz wirklich gelohnt.


ICH danke. Ich hab es anfangs nicht gedacht, daß die Sampler so gut ankommen, aber ich kannte Dich ja kaum. Das mit dem "auf Dich zuschneiden war quasi unmöglich. Also hab ich Vicious Rumors (in Deinen Top100) und Mono als Angelpunkte genommen und drum rum zwei Sampler mit meinen eigenen Faves erstellt. Mit einer im Endeffekt erstaunlichen geschmacklichen Überschneidungsrate.
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Re: Retrograde&Anterograde

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 29. Januar 2011, 13:32

Dieser "Cats In The Cradle"-Vergleich macht es mir irgnedwie unmöglich, nicht an den Ugly Kid Koe Song zu denken. Irgendein anderer Hinweis?
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Retrograde&Anterograde

Beitragvon salisbury » Samstag 29. Januar 2011, 13:42

Cats ist ziemlich verwirrend, ja. Es ist progg. Viel Rush. Hoher, ätherischer Sänger. Du hast mich mit nem Mädchennamen angefixt. Ich mag die Blumen am liebsten. Und auch dieser Sampler-Song ist von dem Deines Erachtens besten Album. Viel Weltraum.Total Underground glaub ich.
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Re: Retrograde&Anterograde

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 29. Januar 2011, 14:00

Von 1994?
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Re: Retrograde&Anterograde

Beitragvon Loenz » Samstag 29. Januar 2011, 14:01

Nachdem ich mir noch mal deine Top 100 angeschaut habe, ist 14 wahrscheinlich Caspian.
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