Das Song-Duell: Get In The Ring Motherfucker!

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Re: Das Song-Duell: Get In The Ring Motherfucker!

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 5. April 2024, 00:49

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Re: Das Song-Duell: Get In The Ring Motherfucker!

Beitragvon Kenneth Thiessen » Freitag 5. April 2024, 00:50

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Re: Das Song-Duell: Get In The Ring Motherfucker!

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 5. April 2024, 00:57

Kenni #10
Pensées Nocturnes "Gnole, Torgnoles et Roubignoles"
=> Der Name ist mir schon oft untergekommen. Angehört hab ich aber bewusst nie etwas. Das ist schon krude, als Mischung. Jahrmarktgehupe, französischer Chanson, Noise, Black Metal, Klassik. Schwierig, da bisweilen doch sehr kakophonisch und disharmonisch. Dafür muss man sich Zeit nehmen und mal einen Albumkontext wagen. Wenn es immer so wild zuginge, wäre es wohl auch eher was, das mich nervös macht. Sigh und Master's Hammer haben ja bisweilen ähnliche Ansätze, aber die finden schneller wieder in ein Gefüge, das ich als angenehm wahrnehme.
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Re: Das Song-Duell: Get In The Ring Motherfucker!

Beitragvon Kenneth Thiessen » Freitag 5. April 2024, 01:03

Rüdiger #10
ENSLAVED - Lifandi Lif Undir Hamri

Ein wirklich großes Finale. Ich hab ja an der ein oder anderen Stelle verlauten lassen, dass ich mit den neueren Werken von ENSLAVED nicht allzu viel anfangen kann, wobei ich natürlich respektiere, was die Jungs auch heutzutage noch abliefern. Mit dem Frühwerk und ganz besonders dem Debüt sieht es etwas anders aus. Das gehört für mich zum Feinsten BM-Stoff, der je veröffentlicht wurde. "Vikingligr Veldi" übertrifft für mich auch "Frost" und das, weil es halt solche Songs wie "Lifandi Lif Undir Hamri" gibt. Die saugen dich durch die unvergleichliche Atmosphäre ein, die umgarnen dich mit diesen mantrischen Riffs, mit diesem keifend-gratzigen Gesang. Das Debüt von ENSLAVED ist eines der wenigen meiner absoluten Lieblingsalben, das eine Länge von knapp 50 Minuten hat. Hier ist wirklich jede Sekunde Gold wert. Ach, wie wunderbar klassischer BM doch sein kann, auch wenn ich in letzter Zeit selten in solchen Gefilden unterwegs bin. Immer wenn im vorliegenden Song dieser groovende Part mit der Anfangsmelodie des Keyboards einsetzt, packt es mich. Ganz, ganz großartig. Jetzt bekomme ich große Lust, mir den Rest des Albums noch anzuhören. Das wird wohl auf morgen verschoben!
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Re: Das Song-Duell: Get In The Ring Motherfucker!

Beitragvon Kenneth Thiessen » Freitag 5. April 2024, 01:07

Rüdiger, Ich bedanke mich für diese entspannte Runde. Es waren einige tolle Songs bei dir dabei, wo ich dranbleiben muss. Deine Euphorie für L7 ist sogar schon fast ansteckend. Falls das immer so Rocknrollig zu geht, dann ist das vielleicht auch was für mich.
Mit dem ENSLAVED-Track hast du natürlich einen absolut grandiosen Abschluss gefunden, besser war auch keiner der von mir genannten Tracks!
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Re: Das Song-Duell: Get In The Ring Motherfucker!

Beitragvon Rüdiger Stehle » Freitag 5. April 2024, 01:15

Jau, auch dir vielen Dank, Kenni. Speziell die Italiener und die Ceylonesen muss ich mal noch näher anschauen und anhören. Hat Spaß gemacht.

L7 ist dann zumindest die ersten drei bis vier Alben über eine zwingende Empfehlung. Später wird's teilweise etwas ruhiger, soweit ich es bisher beurteilen kann, aber rocknrollig ist es immer. Die späteren Alben werde ich mir demnächst mal angeln, und dann sehen wir. Ich werde berichten.
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Re: Das Song-Duell: Get In The Ring Motherfucker!

Beitragvon Jhonny » Freitag 5. April 2024, 09:29

Kenneth Thiessen hat geschrieben:Rüdiger #6
Мастер - Мастер

Toller russischer Speed/Thrash mit ordentlich Feuer. Finde ich cool, nur leider wurde mir die russische Sprache in der Musik durch ausgiebiges Hören von allen möglichen christlichen Pop-CDs in dieser Sprache in der frühen Kindheit vermiest. Ich kann das irgendwie nicht hören, ohne direkt alle möglichen Lieder da im Ohr zu haben. Ist zwar kein Trauma, nur ich bemerke das immer, wenn ich irgendwo russischen Metal höre. Dafür kann aber diese Band nichts, starker Song!


:grins:

Kindheit in russlanddeutschen Freikirchen? ;-)
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Re: Das Song-Duell: Get In The Ring Motherfucker!

Beitragvon Kenneth Thiessen » Freitag 5. April 2024, 11:24

Jhonny hat geschrieben:
Kenneth Thiessen hat geschrieben:Rüdiger #6
Мастер - Мастер

Toller russischer Speed/Thrash mit ordentlich Feuer. Finde ich cool, nur leider wurde mir die russische Sprache in der Musik durch ausgiebiges Hören von allen möglichen christlichen Pop-CDs in dieser Sprache in der frühen Kindheit vermiest. Ich kann das irgendwie nicht hören, ohne direkt alle möglichen Lieder da im Ohr zu haben. Ist zwar kein Trauma, nur ich bemerke das immer, wenn ich irgendwo russischen Metal höre. Dafür kann aber diese Band nichts, starker Song!


:grins:

Kindheit in russlanddeutschen Freikirchen? ;-)


Genau, so sieht's aus! Deswegen habe ich bisher auch nie groß Metalbands verfolgt, die aus Russland stammen und auch auf russisch singen. Mit ABOMINABLE PUTRIDITY habe ich aber tatsächlich eine russische Band in meiner Sammlung, die aber auf Englisch singt.
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Re: Das Song-Duell: Get In The Ring Motherfucker!

Beitragvon Kenneth Thiessen » Sonntag 7. April 2024, 00:06

Etwas spät, aber ich wollte die Reaktionen Rüdigers auf die vorgeschlagenen Songs noch mit ein paar Kommentaren würdigen:

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Kenni #2
Mdou Moctar - Tarhatazed
=> Okay. Ich rechnete mit Black Metal aus obskuren Gefilden und war verwundert, dass Metal Archives keinen Eintrag hat. Aber klar, Singer/Songwriter-Rock aus Niger ist nun nicht die Kernkompetenz von den Archives. Der Gitarrensound ist hammergut. So etwas mag ich ja total. Erdig, heavy, und doch auch hawkwindig spacig auf Flanger etc... Auch der Gesang ist stark. Tuareg Blues also. Ich habe ja eine große Schwäche für den Steppen Rock von Yat-Kha aus Tuva, oder für die Mongolen von The Hu usw... Bin also immer dafür zu haben, wenn indigene Folk-Musik auf Rock trifft. Ob ich direkt einkaufen gehe, weiß ich nicht, weil das ja auch ein irre weites Feld ist, aber das gefällt mir in jeder Hinsicht ausgesprochen gut. Schöner Ohrenöffner!


Freut mich sehr, dass der Song dir gefällt. Tief habe ich mich in das Feld des Tuareg Blues bisher nicht eingearbeitet, aber MDOU MOCTAR war da auch mein richtiger Start. In der Diskographie kann ich vor allem das Album "Ilana (The Creator)" empfehlen, auf dem auch dieser Song drauf ist. Mit 'Wiwarshanine' ist da auch mein insgesamt liebster Song der Band vertreten. Darüberhinaus gibts in fast genau einem Monat Nachschub mit dem Album "Funeral For Justice". Die zwei Auskopplungen daraus kann ich dir auch ans Herz legen. Was mich ja bei dieser Art des Rock vor allem fasziniert, ist die Art wie das Schlagzeug bedient wird. Das ist schon anders, als die herkömmliche Rock-Perkussion, die so in unseren Kreisen bekannt ist, aber auf seine Art dann doch recht mitreißend.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Kenni #5
INTOLERANT - Primal Future
=> Gefällt mir sehr gut. Rasend, klirrend. Tolle Leads. Die Ästhetik lässt vermuten, dass man gewisse Berührungsängste nicht hat, ohne dass ich spontan was Offensichtliches gefunden hätte.


Ich hatte mir schon gedacht, dass dir das unter Umständen gefallen könnte, da das ja auch schon gewisse musikalische Nähen zu MYSTICUM hat; den treibenden Drumcomputer, die kalten Gitarren usw. Mich hat die Band, als ich sie entdeckt habe, auch ziemlich überrascht, weil das schon recht kompromissloser Stoff ist, was mir aber recht gut gefällt. Auffälligkeiten in Richtung der, die du vermutet hast, habe ich bisher keine feststellen können, wobei du das wahrscheinlich besser beurteilen kannst.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Kenni #8
Genocide Shrines - Apparitions of Spiritual Obliteration + Pillar II (Submission)
Okay... Schwärze aus Sri-Lanka. Da entsteht auf dem indischen Subkontinent was Spannendes, das ich bisher nur durch dich ganz oberflächlich wahrgenommen habe. Wie auch damals mit der neuen Nidaros-Szene. Muss ich mal ein Auge drauf richten.


Da gibt es definitiv einige spannende Bands, wobei die bedienten Stile von Noise, über Death/Black, zu reinem Black reichen. Da klingt definitiv nicht alles gleich, auch wenn da mal aufgrund der ähnlichen Ästhetik und des Auftretens die Bands vom indischen Subkontinent in einen Topf geworfen werden. TETRAGRAMMACIDE beispielsweise kann man am ehesten mit IMPIETY oder KRISIUN vergleichen, KAPALA geht in die Richtung von REVENGE und CONQUEROR, BIDIRNA DHAMANI erinnert an INCANTATION, während APARTHIVA RAKTADHARA stark von MORBID ANGEL und ANGELCORPSE beeinflusst ist. Natürlich sind das alles nur Nuancen, kann aber vielleicht ein Guide sein. Stärker in Richtung Black Metal tendieren zum Beispiel VIPANNAMAYA oder DUSHKRITI. Für dich uninteressant dürften daneben wohl die Truppen sein, die eine große Portion Noise im Sound haben.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Kenni #10
Pensées Nocturnes "Gnole, Torgnoles et Roubignoles"
=> Der Name ist mir schon oft untergekommen. Angehört hab ich aber bewusst nie etwas. Das ist schon krude, als Mischung. Jahrmarktgehupe, französischer Chanson, Noise, Black Metal, Klassik. Schwierig, da bisweilen doch sehr kakophonisch und disharmonisch. Dafür muss man sich Zeit nehmen und mal einen Albumkontext wagen. Wenn es immer so wild zuginge, wäre es wohl auch eher was, das mich nervös macht. Sigh und Master's Hammer haben ja bisweilen ähnliche Ansätze, aber die finden schneller wieder in ein Gefüge, das ich als angenehm wahrnehme.


Ich kann mir schon gut vorstellen, dass dir das im Albumkontext zusagen könnte, da sich das da insgesamt recht stimmig zusammenfügt. Tatsächlich hat die Band auf einigen der Alben noch näher am reinen Black Metal agiert, auch wenn mir letztendlich die Alben, die mehr das Zirkus-Chaos im Fokus haben, gefallen haben.

Nochmals vielen Dank für die Runde, Rüdiger, das sollten wir wiederholen, weil das mir jedes Mal aufs neue recht viel Spaß macht!
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Re: Das Song-Duell: Get In The Ring Motherfucker!

Beitragvon Eike » Sonntag 7. April 2024, 15:00

Mein Internet ist zwar gerade etwas langsam, aber prinzipiell hätte ich Zeit für eine Runde von fünf Songs. (Mit Mitspielern, denen es nichts ausmacht, wenn ich nur verlangsamt teilnehmen kann, über den Nachmittag hinweg.)
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(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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