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Brot und Spiele für den Powermetal.de-User: große Projekte der Community und umfassende Forenspiele finden hier ihren Platz
von salisbury » Sonntag 4. Januar 2015, 00:28
CD war blank und ohne Cover, deswegen tut es nicht weh, dass sie daheim liegen geblieben ist  . Und nur die Musik zählt, alles andere ist Schnickschnack. Hier die ersten vier Tracks Track 1: 3:54 Der Wichtelsampler geht ganz herrlich los. Der erste Track hat etwas Musical-mäßiges, theatralisches, so eine Mischung aus Sgt.Pepper-BEATLES und (weil wir das gestern hatten) DIABLO SWING ORCHESTRA. Ich stelle mit einen bärtigen geschniegelten Mann mit Zylinderhut vor (und habe sofort BIGELF im Kopf), der mit einem schmissigen Grinsen im Gesicht folgende Worte “Mirror Mirror On The Wall…” intoniert. Dann hört es schon auf mit verstehen. Ist das Neuseeländerakzent? “Is there somethiiiiiiiiing (badada-damm) in the mirorroooooooooooor (badada-damm) we could seeeeeeeee (badadad-damm-damm-damm)”? Wer das einmal gehört hat, wird es nicht vergessen. Der herrliche Schunkel-Refrain startet mit “now it’s too bad, you can’t close your eyes, make it go away”. Dann kommen noch "wicked spells" und "tiny things" und alles ist irgendwie voll niedlich. Ein kurzer Crosscheck mit BIGELF sagt mir, dass könnte es sein! Stimmen sind ähnlich. Dann wäre es aber ein aussergewöhnlicher Track für die und nicht von der “Mealström”-Scheibe. Track 2: 7:57 Es bleibt verspielt und wird dabei knobeliger. Die ersten 1:45 wird gekniffelt und gegniedelt, Takte verschoben, aber nicht wie djent, wärmer, zwei unterscheidbare Gitarren. Dann wird es noch abgedrehter mit dem Gesang. Der ist überhaupt nirgendwo hin zu sortieren, eher aggressiv aber nicht wirklich geschrieen aber auch nicht klar ausgesungen und auch wieder irgendwie witzig comicmäßig. Sehr eigen. Der Song hat auf den ersten Hör keine wirkliche Struktur, dennoch kommt eines auf das nächste auf logische Weise. So folgen auf recht harte Riffs mit immer wieder leicht orientalischen Zwischenspielen im mittleren Songteil etwas zerfaserte cleanere Passagen mit Saxophon(?)-Einsatz und eher gesprochenem Gesang. Die Bläser werden wild wie bei ÄNGLAGARD oder MOTORPSYCHO und zerfasern in einem Synthie-Nachhall mit Waberwolken. Geiler Scheiß! Text verstehe ich erstmal keinen, ich weiss nichtmal so recht, ob das englisch ist. Hört sich indisch an. Ein Wort klingt wie “Manifest”. Track 3: 4:02 Der nächste Track erdet dann wieder ein wenig. Also sehr. Gitarrenrock mit Gitarrenrock-Sänger, der im Refrain “We could be spectacular” singt. Text ist gut zu verstehen, ich kann da noch mehr liefern, bei Bedarf. Richtig viel zu beschreiben gibt es hier nicht, ausser das es kräftig und knackig rockt, mit keinem Schnörkel zuviel. Track 4: 5:33 Keyboardteppich mit Wolkenschleier, in die sich nach 17 Sek harte Riffgitarren fräsen. Straighte Uptempo-Drums drüber, dann melodiesolieren Gitarren, aber nicht lange, denn eine Stimme setzt ein. “You will soon reach for my hand an I will follow” ist die versprecherische Weissagung einer … Frau?. Der Sampler sagt ja “mit Frauenquote”. Aber im Metal weiss man das nie so genau. Könnte auch ein Typ sein, der klingt wie ne Frau. Ist sehr viel Hall auf der Stimme. Die Melodien sind ein wenig KAMELOTig. “cause I Am stonger, wiser than every man, stronger braver than yesterday” ist ein Auszug aus dem Refrain. Ich glaub, das ist schon ein Weibchen. Ich habe dieses Jahr einiges so ähnliches besprochen, VOICES OF DESTINY, SEASON OF GHOST, XANDRIA, das was alles vom Klangbild ähnlich dicht, nur die Stimmen waren prägnanter und deren Songs weniger simpel arrangiert. Hier ist Stophe mit Stimme allein+Keys, Hinführung zum Refrain, Refrain, zweite Strophe mit Band, Hinführung, zweiter Refrain, Solos, Refrain mit Steigerung und Schluss. Genauso macht das HEINO auch, nur mit weniger Klabumm im Hintergrund. Aber das hilft ja nix, den Song zu finden. Also: wir suchen eine Female-Fronted (Halb-)Symphonic-Band etwas härter als KAMELOT mit einer Nicht-Sopran-Sängerin. Wenn ihr mehr Text braucht, könnte ich dienen!
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von salisbury » Sonntag 4. Januar 2015, 00:56
Morgen geht's weiter, bin grad zu müde. Aber kommen wieder Highlights, Track07, Junge Junge, dat issn Knaller 
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von Eike » Sonntag 4. Januar 2015, 01:05
Ich weiß, das isses nicht, aber Deine Beschreibung zu #2 erinnert mich dennoch ein wenig an ' Mushroom Cult'.
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von salisbury » Sonntag 4. Januar 2015, 01:16
Eike hat geschrieben:Ich weiß, das isses nicht, aber Deine Beschreibung zu #2 erinnert mich dennoch ein wenig an ' Mushroom Cult'.
Ja, von der Crazyness her schon. Es ist aber proggiger im Sinne von kniffeltechnischer am Anfang und wuselwabriger am Ende. Dein Song hätte aber ganz wunderbar auf die #2 gepasst. Offenbar wollte aber Wichtel weg vom crazy shit, was fast etwas schade ist, er hat da nämlich n Händchen für 
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von salisbury » Sonntag 4. Januar 2015, 15:02
Track05 (4:09) Fängt mit dezenten synthetischen Percussions an, danach ein kleines Lick mit einer cleanen Gitarre, aber abgestoppt auf einer Einzelseite, unterlegt mit viel Reverb. Die Begleitung bleibt luftig und es setzt eine Frauenstimme ein, bei der ich sofort an Loenz denken muss (wo ist überhaupt Loenz???). Stark verhallt und verweht aber auch mit einem gewissen Pop-Appeal. Popmusik dann vor allem beim Refrain (ist schwer zu verstehen): “You carry us all, down to the source, not from the sea”…all you see and all you hear is all you need and all you be’s what you create and is in you mind”. Hier sind mehrere Stimmen gedoppelt. An irgendwas erinnert mich der Song noch, aber ich komm nicht drauf. Erst dachte ich MADONNAS ‘Frozen’ aber das ist anders. Ich hab beim Refrain das Bild eines Zeichentrickfilms im Kopf, mit Tieren wie in König der Löwen, die sich im Arm liegen und fröhliche trällern “Youuuuuuuuu carry us aaaaaaaallllll”… Track06 (4:41) Es bleibt beim relaxten Easy-Listening: Die ersten 20 Sekunden spielt die cleane E-Gitarre wieder ein Lick, das 100 % auch von KATATONIA sein könnte (aus der Phase “Tonight’s Decision” oder LFDGD), vielleicht sogar ist. Dann setzt ein Sänger (oder Sängerin?) ein, der/die auf ziemlich anti-rabige Weise aaaaaahs und uuuuuhs intoniert. Aber es ist ein Kerl. Die Band setzt ein, wieder die molligen Katachorde, ein zarter Gesang, das ist schön. Und schnell ist man dann beim Refrain, der auf einmal (leider) gar nimmer kata-like sondern indie-alterna-rockig tönt: Eingängig: “How can you stay when you need to go, and how do you find the things I will now show” darunter eine simple Akkordfolge, abgehackt gespielt, die Leadgitarre untermalt im Hintergrund. Der Song hat einen sehr ähnlichen strukturellen Aufbau wie Song 4, nur kein Solo. In einer kleinen Bridge wird noch gesungen “If you wait for me, if you wait for me, I will wait for you forever…” .Mein Wichtel hat offenbar auch großen Sinn für Kitsch oder aber er möchte gerne mir eine Freude machen  . Track07 (4:24) Die Freude macht er mir diesem Track! Das erste Mal auch richtige Männermusik! Denn die Stimme ist tief, charismatisch, wenn auch ein wenig leidend. Aber das ist eher das Leiden eines Revolverhelden, dem Blut an den Händen klebt. David-Eugene Edwards? Nee, WOVEN HAND klingt etwas anders. Aber ich kenne die Stimme. Ich habe einen Wichtelverdacht und der führt mich zu THE TEA PARTY, da das klingt ähnlich. Doch lass mal erst den Song beschreiben und dann mutmaßen. Die Akustikgitarre (oder zwei?) leitet den Song ein, geschlagen, nicht gepickt. “You’ve got you own space and time”, danach wird schwierig, ein “preciuos girl” verstehe ich noch. Ami-Akzent. Sehr melancholische Stimmung. Nach 40 Sek kommt auch schon der Refrain. “One step away from you, closer or further I go”. Alles ist sehr langgezogen gesungen, was ich ja liebe. Bei zweiten Refrain singt er auch noch mehr Worte und die Musik wird dabei härter und etwas wilder. Cooler Klampfensound übrigens. Danach eine umwerfend gesungene Bridge, bei der ich Gänsehaut bekomme, bis es wieder in den Refrain geht. Auch hier wieder die klassische wichteltypische (na ja, eher rockmusik-typische) Songstruktur, hehe. Der Song erinnert mich übrigens auch ein wenig an den erst gestern wieder gehörten ‘Phoenix’ von SATYRICON und beim Crosscheck mit der Sivert Höyem-Soloscheibe ergibt sich die Vermutung MADRUGADA. Von denen kenn ich nix, was schnellstens geändert werden muss. Cross-Check mit TEA PARTY ergibt: auch das kann es sein. Ich tu mich schwer, die Stimme des Samplersongs Jeff oder Sivert zuzuordnen, was dafür spricht, dass es doch etwas anderes ist.
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von Eike » Sonntag 4. Januar 2015, 15:14
salisbury hat geschrieben:Track05 (4:09)
Fängt mit dezenten synthetischen Percussions an, danach ein kleines Lick mit einer cleanen Gitarre, aber abgestoppt auf einer Einzelseite, unterlegt mit viel Reverb. Die Begleitung bleibt luftig und es setzt eine Frauenstimme ein, bei der ich sofort an Loenz denken muss (wo ist überhaupt Loenz???). Stark verhallt und verweht aber auch mit einem gewissen Pop-Appeal. Popmusik dann vor allem beim Refrain (ist schwer zu verstehen): “You carry us all, down to the source, not from the sea”…all you see and all you hear is all you need and all you be’s what you create and is in you mind”. Hier sind mehrere Stimmen gedoppelt. An irgendwas erinnert mich der Song noch, aber ich komm nicht drauf. Erst dachte ich MADONNAS ‘Frozen’ aber das ist anders. Ich hab beim Refrain das Bild eines Zeichentrickfilms im Kopf, mit Tieren wie in König der Löwen, die sich im Arm liegen und fröhliche trällern “Youuuuuuuuu carry us aaaaaaaallllll”…
Irgendwas ist da... Entweder kenne ich den, oder ich will ihn kennen, oder ich habe bloß ein Dejavu.
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von salisbury » Sonntag 4. Januar 2015, 23:37
Track08 (5:06)
Ist irgendwie schwer zu erklären. Weil ich nicht genau weiss, wie man diese Art von Gitarrenspiel nennt. Es ist eine Art cleanes Single-Note-Lick, bei dem ein Delay-Effekt verwendet wird, was so ein Ping-Pong-Regen-Effekt macht. Früher hat das SAVOIUR MACHINE fast in jedem Lied gemacht, AMORPHIS machte es auch gerne und eine Reihe Alternaprog-Bands spielt auch gerne damit. Hier ist es eher simpel gehalten, die Snare schlägt manchmal scheinbar zufällig dazwischen, später wird daraus aber ein Rhythmus. Nach 45 Sekunden ist die Band dann voll da und das Lick wird mit vollen Tönen gespielt. Es setzt eine zarte Frauenstimme ein, die mir sehr sehr bekannt vorkommt. Es wäre schon ein wenig witzig, aber ich werde jetzt kurz ANNA MURPHY cross-checken. Mein Wichel mag Anneke und Anna war mit ihr auf Tour!!!
Ja! Das IST ANNA MURPHY! Stilistisch würde es auch zu “Cellar Darling” passen, aber es ist keiner der Songs, die online ist. Auch ist der Klang anders, nicht so klar und präzise. Muss was älteres von ihr sein. Wo hat er das wieder hergezaubert, der Schlingel, unglaublich! Ein schöner Song, auch wenn mir die Sachen von “Cellar Darling” (die genau JETZT eingetütet wird!) noch besser gefallen.
Track09 (7:22)
Und es bleibt spannend und schwer zu beschreiben. Der Track wird zunächst durch einen dezenten Drum/Bass-Groove getragen, über den ein guter, auch wieder ausdrucksstarker und gefühlvoller Sänger singt, auch wieder die Silben sehr langgezogen. Ich versteh leider nur Wortfetzen. “Search for the obscure, till I found you”, dann nochwas mit "obscure" und "strange noises inside" und "clocks are ticking". Ein bissl gruselig, und postwendend kommen unheilvollerer Akkorde und lautere Drums, etwas Unschönes tut sich da auf. Aber erst die zweite Strophe, diesmal sogar mit ein paar funky Gitarren-Schrammel-Akkorden, doch die Aufmerksamkeit bleibt beim Sänger. Ich warte auf böse Monster, doch der Song öffnet sich auf einmal kurzzeitig in weitflächigere Sounds, immer wieder proggy Licks dazwischen. Darauf noch ne Stophe und wieder das weiter auslandende, nur länger. Ich verstehe jetzt die Lyrics überhaupt nimmer, manchmal ist es auch nur ohohooooh. Nach 4:25 wird wieder Tempo rausgenommen und man baut langsam von vorne auf. Immer wieder ein paar platziert gesetzte Dissonanzen bringen Pfeffer in das Arrangement. Es kommt ein strummiges Post-Rock-Solo über die Akkordfolge des “Refrains”, wenn man das Refrain nennen darf. Mit funky Akkorden und Reckts-Links-Effekten hört der Song auf. Hm. so richtig schlau werde ich jetzt nicht draus. Kennen tu ichs definitiv nicht.
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von salisbury » Freitag 9. Januar 2015, 22:13
Track10 (4:14) Dieser Track ist vor allem eines: schööön! Nein es ist keine Ballade, sondern eher eine flottere Rocknummer in die MUSE-Richtung. Heisst: patethischer, schwelgerischer, dabei butterweicher Gesang, vor allem im Refrain. Die musikalische Untermalung ist etwas schlichter als bei MUSE, unaufdringliche Rocksounds mit etwas Klavier und etwas Orgel. Beim Strophengesang keine Gitarren, der Beat läuft aber weiter und das Klavier spielt ein paar Akkorde. Ich tum mich wieder extrem schwer beim Text verstehen. Im zweiten Teil der Strophe dan eine eher funky Gitarre im Hintergrund. Dann der MUSE-Refrain: ich versteh “a lie with me, create his tomorrow, I would sling, witch-driving for long”, was wohl so nicht ganz stimmt, aber dafür total lustig ist. Hexen fahren, yey! Aber mein Lieblings-ANACRUSIS-Song heisst ja auch ‘Grapefruit’. Ach nee, stimmt auch nicht. Den Songaufbau hatten wir schonmal, noch ne Strophe, noch nen Refrain, Bridge, Refrain mit Steigerung, aus. Wie ein Schlagersong  . But I like it! Track11 (4:23) Es wird vertrackter, aber nur ein bischen. Der Track geht mit nur mit Schlagzeug los, 4/4-Takt aber von der Betonung schön verschoben. Nach 12 Sec kommen Gitarren dazu, in mehreren Lagen spielen sie ein schönes, eher langsames Lead, der Effekt klingt etwas nach ne Slide-Guitar, kleine Dissonanzen geben wieder Pfeffer. Dann setzt ein Sänger ein, der mich sofort an THRICE erinnert, im direkten Vergleich ist er aber etwas höher und klingt ein wenig jünger. Oder cleaner. Singt recht viel Text weg, der Herr. Herrlich ist der schnelle Delay/Chorus-Effekt in der Gitarrenbegleitung. Nach der zweiten Stophe kommt unweigerlich der Refrain, der Beat wird straight, es wird wieder extrem catchy: “we leave behind, we leave behind, all the yous an Is, we burn the fields to groom, to grow it by design” (???). Dritte Stophe mit kleinen Variationen, ein prägnanter Bass ist erwähnenswert. Danach wird eigentlich nur noch der Refrain ausgeschlachtet, am Ende noch ein etwas schräges Lead, dann ist aus. Auch wieder ein guter Song, aber so langsam hätte ich wieder Bock zum Knobeln! Track12 (4:17) Startet aber erstmal mit einem cleanen Gitarrenspiel, gezupfte Akkorde, ein zartes Solo drüber. Doch dann passiert Erstaunliches. Es metalt! Ein schnelles Tacker-Tacker-Riff, Doublebass setzt ein, Offbeat-Snare, das Riff läuft weiter, Tonartwechsel und eine kraftvolle Stimme setzt ein. Oh, ist das wieder Frauenquote? Schwer zu sagen, ich würde es aber erstmal bejahen. Sie singt eine zweiteilige Strophe, dann Refrain, wo es heisst es “Relentless is my part for you, my only XXXX is true, let the spark insiiiiiide igniiiiiiite. Schöner Euro-Power-Refrain, easy as easy can be, Fäuste wären hier zu recken. Strophe und Refrain wiederholen sich, danach gibt es ein Solo, weil ist ja Metal. Ganz ordentlich, was da gegniedelt wird, aber auch nicht sonderlich beeindruckend. Dann kommt noch ein Refrain und gut is. Ja, schönes Spaß für den Moment.
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von salisbury » Samstag 17. Januar 2015, 23:08
Endspurt. Leider geht dem Sampler gegen Ende - ähnlich wie mir mit dem Beschreiben - ein wenig die Luft aus. Auf die flotte Power-Metal-Nummer in Track12 folgt mit Track13 (5:30) ...eine eher seichte Pop-Rock-Nummer. Es geht mit Percussion-Samples los, auf die ein Delay-Effekt gelegt wurde, ganz dezent und verhallt klingt ein cleane Gitarre dazu, schnell folgt aber ein bassbetonter, slower Rockbeat. Eine angenehme Männer-Stimme fragt “Did you ever walk out of this, out of this life”? “Did you ever think about in love, from time to time”? Meist gut verständlich. Zum Refrain gibt es nur eine Mini-Steigerung. “Oh it’s crying time but there’s till love, oh, and I tried so hard to get to you. Usw. Es geht wohl um Beziehung-Schmerz, aber sonderlich aufgewühlt wirkt mir der Protagonist nicht gerade. Zweite Strophe, zweiter Refrain, eine Bridge mit vielen Ooooooohs, ein slowes Solo, nochmal Refrain und ausklingen/fade-out. Track14 (4:51) Geht auch mit der cleanen Elektrischen los, viel Hall/Chorus. Schnell setzt wieder eine diesmal etwas prägnantere, recht tiefe, ganz leicht nasale Männerstimme ein, die mir diffus bekannt vorkommt. “He was one of a few, when it all began, when creation still (irgendwas)”. Ja die Stimme hat schon ein wenig Whisky gesehen, ich cross-checke grad MOLLY HATCHET. Nee, isses nicht, geht aber in die Richtung. MOLLY HATCHET ist auch deutlich rockiger, diese Band bewegt sich gerade im Refrain eher auf Samtpfoten. “Take Me At My Word When I say, he was given her all to blame. What can he ever do to leave the place, forever be free”. Hm, das ist aber schon arg dümpelig vorgetragen, irgendwie…ja…pathosfrei  . In der zweiten Stophe gibt es noch ein paar 80ies-Synthies mit rein. Kann das VAN HALEN sein? Keine Ahnung, warum ich grad daruf komme. “It’s time to come home” heisst es in der Folge ein paarmal. Eine ruhigere Passage folgt, wo die Stimme im Vordergrund steht, diese steigert sich auch noch - beste Passage im Song - zu der die Bandkollegen Backgroundgesang machen (“Fallen Away”, “fallen from grace”), kurzes Solo, dann nochmal Refrain mit der - wie ich gerne nenne “Bohlen-schen Steigerung”. Der ganzer Klodder einfach ne Terz (oder ne Quinte, weiss nimmer) höher. Track15 (4:49) Leicht angezerrte Schrammel-Gitarren. Mag ich. Simple, stark verzerrte Schrammelgitarren fallen ein, ein klein wenig wieder in der Art, wie KATATONIA dies zu “Discouraged Ones”-Zeiten handhabten. Klingt aber weit weniger depri. Klassische Songwriter-Regel, Band zurückfahren für den Sänger bei den Strophen: Der gefällt mir gut, klar, wieder etwas pathetischer und leidender als die Jungs zuvor, langgezogende Vokale, wenn auch manchmal stimmlich etwas wackelig wirkend. Leider verstehe ich das sehr schlecht. “Fire is burning on island” hör ich raus, sogar häufiger. Eigentlich besteht der Song die ganze Zeit aus derselben Akkordfolge, heisst, Stophen und Refrain unterscheiden sich nur in der Melodie und in der Intensität. Manchmal setzen postrockige Tremolo-Gitarren schöne Akzente. Bin mir aber nicht sicher, ob ich den Sänger über eine volle Albumlänge mögen würde. Track16 (3:46) Ist irgendwie von der Schockwirkung wie ein Wecker, der um 6 Uhr kligelt. Völlig dissonante Gitarrenläufe, über die verzerrter Schreisänger wie am Spieß kreischt. Heilig’s Blechle. Es folgt ein immer noch brachiales, aber strukturierters Stakkatoriff mit Frauenquote. Die singt da was fast Unverständliches drüber, sehr kräftig, auch manchmal atonal, aber deutlich besser als ihr lärmender Kollege. Der darf nach knapp einer Minute wieder ran, diesmal über Blastbeats, aber nur kurz, danach klingt es nämlich mehr nach Metalcore, doch auch hier lösen sich die Strukturen schnell wieder auf. Eine abgedrehte schräg-funky Passage dazwischen, danach etwas Avantgarde, heieiei, alles was Lärm macht wird hier zusammengepackt. Auch eine kurze Country-Passage und Pferdewiehern, weil das ja klar ist, müssen sein. Krasser Titel, sicher interessant, aber mehr als zwei/drei Mal für den Sampler werd ich mir das wohl auch nicht geben.
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von salisbury » Samstag 17. Januar 2015, 23:28
So, dann eine kurzes Zusammenfassung. 1.) Ich habe bis auf ANNA MURPHY nichts erkannt. 2.) Mir hat einiges/vieles gefallen. 3.) Der Sampler ist von Kubi. Somit sind alle drei Aussagen auch logisch miteinander verknüpft. Kubi kennt mich, weiss was mir gefällt und weiss was ich (nicht) habe  . Die stärksten Momente sind ganz am Anfang des Samplers und in der Mitte. Das proggy/artsy Eröffnungsdoppel ist furios und sicher etwas für den Einkaufszettel. Track07 ist sogar ein Volltreffer direkt in das blaue Herz. Auch die 08 ist natürlich stark, ich finde aber ums Verrecken nicht, welcher Song das von meiner zweitliebsten Schweizerin ist. Damn! Auch von 09, 10 und 11 könnt ich mir vorstellen, mehr zu hören. Erstaulicherweise haben mich die anderen Damen hier nicht so ganz überzeugt, auch wenn sie alles andere als schlecht waren  . Nein, (fast) alle Songs auf dem Sampler waren mindestens "gut" bis auf mit Abstrichen 05/13 und 14 und der allerletzte mit dem nervigen Gekreische. War aber sicher auch so als Wake-Up-Call gedacht. Bin mal gespannt, ob da jemand was errät 
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