SNOWFLAKES - In 15 Variationen

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SNOWFLAKES - In 15 Variationen

Beitragvon Christian Schwarzer » Samstag 28. Dezember 2013, 17:14

Ich bekam gestern eine wohl verpackte CD mit selbstgemachtem Cover (Schneeflocken vor schwarzem Hintergrund), inklusive leerere Tracklist zum Reinschreiben hinten drauf und dem selbsterklärenden Titel „Snowflakes in 15 Varianten“. Unten dran in bester Parental Advisory-Manier: „Warnung: Pseudometallischer Wichtelsampler“. Was sich natürlich (?) als glatte Lüge rausstellt – hier wird verdammt gut nach schwermetallischem Reinheitsgebot gebraut und jemand versteht es, mich sehr glücklich zu machen. Der Sampler trifft quasi durchgehend den richtigen Nerv bei mir, gerade weil ich momentan auch eine „klassische“ Phase habe. Ich bin sehr zufrieden.

Hier mal die ersten fünf Schneeflocken:

1. ??? - Toxic Attack (5:02)
Man, wie geil ist das? Das trifft gerade genau meinen Nerv. Wunderbar, ich springe im Kreis, und wenn mein Nacken nicht im Eimer wär, würde ich bangen wie blöd. Sauberer Anfang! Also, um etwas konkreter zu werden… Sehr rifflastiger Thrash Metal, wie Thrash nun ist, aber wirklich sehr fett. Ca 110 bpm, also Midtempo, aber da immer 16tel gespielt werden wirkt es ziemlich flott. Fällt mir schwer zu beschreiben, weil’s einfach das Genre at it`s fuckin’ best ist. In der Bridge wird da von „determined to feed, to kill“ gesprochen. Auffällig ist vielleicht, dass die Lead-Abteilung weniger chaotisch ist, sondern recht melodisch handwerkelt.

2. ??? - ??? (3:48)
Huch, was ist das denn für ein Anfang? Eine Minute lang merkwürdiges Rauschen und Elektrofiepen, hin und wieder eine erahnte E-Gitarre im Hintergrund, die sich wohl anschleichen will. Dann kommt ein Zombie hinzu der etwas röchelt, es wird still und hier haben wir den eigentlichen Beginn. Fast Black Thrash, I´d say, nice. Die Vocals sind sehr fies, eher rausgekotzt, als irgendwas anderes. Chaotisches Riffing, chaotische Soli darunter durchgehend Blasts. Alte Kreator in böse, oder so.

3. ??? - Into The Eye Of The Serpent (5:16)
Als Intro ein Hammer-On-Motiv auf Orgelpunkt, hohe E-Saite oder so. Klingt, als ob ich’s kennen würde. Wunderbar speedy, der Sänger eine raue Sirene á la alte Iced Earth das ganze. Also auch das Riffing, da sitzt das rechte Handgelenk schon recht locker, auch wenn’s kein absolutes Massaker ist. Der „Ein-Phrasen-Refrain“ (s. Titel) wird von einer „gedudelten“ Lead-Melodie untermalt. Nach dem ersten Refrain Wechsel in Fauststreckenden Marschschritt. Dann abrupt seeeehr schnelles Frickelsolo, so mag ich das. Nach dem Solo wieder Rückgriff auf die ersten Riffs vorm ersten Refrain, also so eine A-B-A Struktur insgesamt. Im Refrain erinnert mich der Sänger sogar etwas an Mr. Dickinson.

4. 3 Inches Of Blood - ??? (6:06)
Fängt nun etwas verhaltener an, eine cleane Gitarre wiederholt immer wieder ein 1-Takt-Motiv, dazwischen vereinzelte „Stromschläge“ der Verzerrten + Schlagzeug. Die Melodie der clean-Gitarre wird übernommen und dann heroisch weitergetragen wie eine Fahne, ach ich liebe das, Faustfaktor! Triolen sind logischerweise recht dominant. Überraschenderweise haben wir es hier mit einem schreienden Sänger zu tun. Bzw, der Mann hat eine merkwürdige aber coole Mischung zwischen Scream und Growl drauf. Noch nie gehört, machen so was nciht 3 Inches Of Blood? Würde mir besser gefallen, wenn er clean singen würde, aber das ist auch so schon sehr cool. „Raise your blackened steel“ und so, schöne Sache. Außerdem wird das heroische Grundthema eigentlich den ganzen Song lang in verschiedenen Varianten (als Riff, mit/ ohne Lead) wiederholt und sowohl als Strophe als auch Refrain eingesetzt.

5. ??? - Nothing Is Sacred Anymore (4:25)
Älteres Material, glaube ich. Der Sänger hat eine krasse Ähnlichkeit mit dem jüngeren Joacim Cans, auch wenn er vielleicht nicht ganz so gut ist. So eine kauzige Variante, putzig. Die Produktion ist leider etwas unausgewogen, d.h. hier alles, bis auf den Gesang etwas zu weit im Hintergrund. Recht flottes Gitarrenspiel mit „neoklassischen“-Arpeggien im Refrain(?). „God only Knows, where it ends“, dann ein Break und die Solo-Kadenz darf beginnen. Gefällt mir aufgrund des „klassischen“ Einschlags ziemlich gut, auch wenn ich mich an den Sound gewöhnen musste.

Schon mal ein sehr starkes Eröffnungs-Quintett, besonders die eins und drei, aber eigentlich… ach, das macht schon alles seeeeehr viel Spaß. :)
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Re: SNOWFLAKES - In 15 Variationen

Beitragvon Permafrost » Samstag 28. Dezember 2013, 17:19

Zu #1: schau dir mal Dust Bolt an. :D
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Re: SNOWFLAKES - In 15 Variationen

Beitragvon Christian Schwarzer » Samstag 28. Dezember 2013, 17:26

Klar, ich Trottel, deswegen kam mir das bekannt vor. Kenn die Band auch schon länger und wollt mir immer mal das Album zulegen. Hab letzte Woche noch das Video zu dem Song angesehen und mich über das Core-mäßige Stageacting der Band mockiert.
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Re: SNOWFLAKES - In 15 Variationen

Beitragvon Permafrost » Samstag 28. Dezember 2013, 17:29

Nana, Musik über Aussehen.^^ Das Album kann was. Sicher ein Kauf wert.
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Re: SNOWFLAKES - In 15 Variationen

Beitragvon Frozen » Samstag 28. Dezember 2013, 17:31

Permafrost hat geschrieben:Nana, Musik über Aussehen.^^ Das Album kann was. Sicher ein Kauf wert.


AWWW CRAP, Hättest du den nicht einen Tag früher posten können? Die waren gestern in Pratteln und Perma und ich wollten da eigentlich hin... Hab ich ganz vergessen...

Aber Musikalisch Krachert das ganze Album sehr nett
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Re: SNOWFLAKES - In 15 Variationen

Beitragvon Christian Schwarzer » Samstag 28. Dezember 2013, 17:34

Permafrost hat geschrieben:Nana, Musik über Aussehen.^^ Das Album kann was. Sicher ein Kauf wert.

Hey, das, was ich vom Debüt gehört habe, fand ich immer grandios, da hält mich auch nicht das Rumgehopse on stage vom Kauf ab. :grins:
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Re: SNOWFLAKES - In 15 Variationen

Beitragvon lenbert » Samstag 28. Dezember 2013, 17:43

2. Slayer - Hell Awaits ?

EDIT: Kann bei der Songlänge nicht sein :doh: , sorry.
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Re: SNOWFLAKES - In 15 Variationen

Beitragvon frankjaeger » Samstag 28. Dezember 2013, 17:49

Nummer 3 könnte die aktuelle ASKA sein.
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Re: SNOWFLAKES - In 15 Variationen

Beitragvon Christian Schwarzer » Samstag 28. Dezember 2013, 18:03

lenbert hat geschrieben:2. Slayer - Hell Awaits ?

EDIT: Kann bei der Songlänge nicht sein :doh: , sorry.

Ebent. Außerdem: Es ist wirklich DAUER-Blast angesagt und der Sänger ist vieeeel fieser als Slayers Tom.

Frank hat geschrieben:Nummer 3 könnte die aktuelle ASKA sein.

Exakt. Mann, das ist richtig cool. Das Cover der Scheibe kann auch was.
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Re: SNOWFLAKES - In 15 Variationen

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 28. Dezember 2013, 18:06

Christian Schwarzer hat geschrieben:3. ??? - Into The Eye Of The Serpent (5:16)
Als Intro ein Hammer-On-Motiv auf Orgelpunkt, hohe E-Saite oder so. Klingt, als ob ich’s kennen würde. Wunderbar speedy, der Sänger eine raue Sirene á la alte Iced Earth das ganze. Also auch das Riffing, da sitzt das rechte Handgelenk schon recht locker, auch wenn’s kein absolutes Massaker ist. Der „Ein-Phrasen-Refrain“ (s. Titel) wird von einer „gedudelten“ Lead-Melodie untermalt. Nach dem ersten Refrain Wechsel in Fauststreckenden Marschschritt. Dann abrupt seeeehr schnelles Frickelsolo, so mag ich das. Nach dem Solo wieder Rückgriff auf die ersten Riffs vorm ersten Refrain, also so eine A-B-A Struktur insgesamt. Im Refrain erinnert mich der Sänger sogar etwas an Mr. Dickinson.

Das dürfte dieser hier sein, von den Schweizern EMERALD:
http://www.youtube.com/watch?v=GB4e6UZucJE
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet.
Háv. 38
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