Hier mal die ersten fünf Schneeflocken:
1. ??? - Toxic Attack (5:02)
Man, wie geil ist das? Das trifft gerade genau meinen Nerv. Wunderbar, ich springe im Kreis, und wenn mein Nacken nicht im Eimer wär, würde ich bangen wie blöd. Sauberer Anfang! Also, um etwas konkreter zu werden… Sehr rifflastiger Thrash Metal, wie Thrash nun ist, aber wirklich sehr fett. Ca 110 bpm, also Midtempo, aber da immer 16tel gespielt werden wirkt es ziemlich flott. Fällt mir schwer zu beschreiben, weil’s einfach das Genre at it`s fuckin’ best ist. In der Bridge wird da von „determined to feed, to kill“ gesprochen. Auffällig ist vielleicht, dass die Lead-Abteilung weniger chaotisch ist, sondern recht melodisch handwerkelt.
2. ??? - ??? (3:48)
Huch, was ist das denn für ein Anfang? Eine Minute lang merkwürdiges Rauschen und Elektrofiepen, hin und wieder eine erahnte E-Gitarre im Hintergrund, die sich wohl anschleichen will. Dann kommt ein Zombie hinzu der etwas röchelt, es wird still und hier haben wir den eigentlichen Beginn. Fast Black Thrash, I´d say, nice. Die Vocals sind sehr fies, eher rausgekotzt, als irgendwas anderes. Chaotisches Riffing, chaotische Soli darunter durchgehend Blasts. Alte Kreator in böse, oder so.
3. ??? - Into The Eye Of The Serpent (5:16)
Als Intro ein Hammer-On-Motiv auf Orgelpunkt, hohe E-Saite oder so. Klingt, als ob ich’s kennen würde. Wunderbar speedy, der Sänger eine raue Sirene á la alte Iced Earth das ganze. Also auch das Riffing, da sitzt das rechte Handgelenk schon recht locker, auch wenn’s kein absolutes Massaker ist. Der „Ein-Phrasen-Refrain“ (s. Titel) wird von einer „gedudelten“ Lead-Melodie untermalt. Nach dem ersten Refrain Wechsel in Fauststreckenden Marschschritt. Dann abrupt seeeehr schnelles Frickelsolo, so mag ich das. Nach dem Solo wieder Rückgriff auf die ersten Riffs vorm ersten Refrain, also so eine A-B-A Struktur insgesamt. Im Refrain erinnert mich der Sänger sogar etwas an Mr. Dickinson.
4. 3 Inches Of Blood - ??? (6:06)
Fängt nun etwas verhaltener an, eine cleane Gitarre wiederholt immer wieder ein 1-Takt-Motiv, dazwischen vereinzelte „Stromschläge“ der Verzerrten + Schlagzeug. Die Melodie der clean-Gitarre wird übernommen und dann heroisch weitergetragen wie eine Fahne, ach ich liebe das, Faustfaktor! Triolen sind logischerweise recht dominant. Überraschenderweise haben wir es hier mit einem schreienden Sänger zu tun. Bzw, der Mann hat eine merkwürdige aber coole Mischung zwischen Scream und Growl drauf. Noch nie gehört, machen so was nciht 3 Inches Of Blood? Würde mir besser gefallen, wenn er clean singen würde, aber das ist auch so schon sehr cool. „Raise your blackened steel“ und so, schöne Sache. Außerdem wird das heroische Grundthema eigentlich den ganzen Song lang in verschiedenen Varianten (als Riff, mit/ ohne Lead) wiederholt und sowohl als Strophe als auch Refrain eingesetzt.
5. ??? - Nothing Is Sacred Anymore (4:25)
Älteres Material, glaube ich. Der Sänger hat eine krasse Ähnlichkeit mit dem jüngeren Joacim Cans, auch wenn er vielleicht nicht ganz so gut ist. So eine kauzige Variante, putzig. Die Produktion ist leider etwas unausgewogen, d.h. hier alles, bis auf den Gesang etwas zu weit im Hintergrund. Recht flottes Gitarrenspiel mit „neoklassischen“-Arpeggien im Refrain(?). „God only Knows, where it ends“, dann ein Break und die Solo-Kadenz darf beginnen. Gefällt mir aufgrund des „klassischen“ Einschlags ziemlich gut, auch wenn ich mich an den Sound gewöhnen musste.
Schon mal ein sehr starkes Eröffnungs-Quintett, besonders die eins und drei, aber eigentlich… ach, das macht schon alles seeeeehr viel Spaß.




, sorry.