Super spannende Auswahl in Runde 1!
Vieles kenne ich schon, auf manches bin ich gespannt...
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PMDECS Epic ElaborationsRe: PMDECS Epic ElaborationsSuper spannende Auswahl in Runde 1!
Vieles kenne ich schon, auf manches bin ich gespannt...
Re: PMDECS Epic ElaborationsSo, da ich 60% der Songs aus Runde 1 auf CD habe und einen weiteren schon ganz gut kannte, ging das eher flott.
Hier meine Einzelbewertung: 1. Manowar - Secrets Of Steel. Da kann natürlich nichts anbrennen, trotzdem aber nur ganz knapp auf 1. Könnte an einem anderen Tag anders ausgehen. Der Song ist perfekt, das Album ebenso. Im Grunde definiert die Scheibe den epischen Metal. 2. Black Sabbath - Heaven And Hell Meine liebste Sabbat-Scheibe ist gleichzeitig meine liebste Dio-Scheibe und das vielleicht beste Metal-Album des Monster-Jahres 1980. Der Titeltrack ist traditioneller Metal in Reinkultur und bietet sowohl theatralische Epik als auch galoppierende Läufe. Dazu kommt der phänomenale Gesang. 3. Manilla Road - Voyager Klar abgeschlagen auf der drei liegt einer meiner liebsten neueren Manilla Road Epics. Ich schätze die Erhabenheit der Nummer, den Mut zur Ruhe, den warmen Gitarrensound und die irgendwie gekrächzt-gehauchten, aber so emotionalen Vocals. War damals glaub ich sogar mein Album des Jahres. Oder doch Pharaoh? 4. Blackfoot - Highway Star Nach einer anderen PMDECS-Runde habe ich mir diese tolle Southern Rock Scheibe geholt. Der Highway Song hat "Free Bird"-Niveau, ist also epischer Südstaaten-Rock mit wunderbaren, erdigen Gitarren. Normalerweise ist mir der Sänger viel wichtiger als die Gitarrenharmonie, aber hier gebührt mein Respekt den Saiten-Meistern, die mich nicht erst im flotten Endspurt mitreißen. Gefällt mir heute Abend außerordentlich gut. 5. Cities - Cruel Sea Das ist purer Jhonny-Metal. Ich glaube, Klaus hatte mir das auch mal auf einen Sampler gepackt. Läuft gut rein und liegt nach der quasi unbezwingbaren Spitzengruppe auf dem Best-Of-The-Rest-Platz. Nicht schlecht für diese starke Gruppe. Leider habe ich das Album bisher noch nie wirklich günstig gesehen, das brauche ich mittelfristig auf jeden Fall. 6. Magnum - The Spirit Noch ein Album das mir fehlt, aber da der Erasmus die Scheibe hat, durfte ich sie schon öfters hören. Wie so oft ein toller Magnum-Song, aber es hätte noch ein paar bessere Epic Songs der Truppe gegeben. Zumal ich die Jungs am allerliebsten mag, wenn es auch etwas cheesig wird, wie bei "Straight Like An Arrow" oder auf der "Wings Of Heaven". 7. Venom - At War With Satan Ich gebe zu: An Venom habe ich bei dieser Runde nie gedacht, ich hätte sie nicht erwartet. Aber: Der Song ist gut, auch wenn er mir mit über 20 Minuten schon immer etwas zu lang war. Das ist mir aber fast bei jedem Song zu lang, das hat nichts mit dieser Nummer zu tun. Vom Sound, vom Gesang, von den knarzenden Gitarren und der Räudigkeit her ist das hier jedenfalls großes Kino. Obwohl ich die Scheibe habe und sie erst vor ein paar Wochen lief, habe ich noch mal reingehört und war positiv angetan - ist etwas nach oben gerutscht. 8. Dream Evil - The Chosen Ones Zugegebenermaßen ein etwas unspektakulärer Song. Aber: Dream Evil sorgen immer für gute Laune bei mir, sie nehmen sich nicht so ernst und sind eine starke Alternative zu Genre-Führern wie Hammerfall. Toller Melodic Metal - aber nicht besonders episch. Da ich mir einen etwas epischeren Song gewünscht hatte landen sie eher etwas abgeschlagen. 9. Soundgarden - 4th Of July Der fast doomige Sound der 90er Grunge Helden war mir so gar nicht in Erinnerung geblieben. Das Vorgänger-Album lief bei mir aber auch deutlich öfter. Chris Cornell ist aus meiner Sicht der beste Sänger der Grunge-Generation. Insgesamt eine starke Sache, die aber im Moment einfach "nicht ganz so mein Bier" ist. Daher nur Rang 9. 10. Oceansize - Trail Of Fire Irgendwie bin ich dafür nicht empfänglich. Das plätschert so vor mich hin. Klar, das ist gut gemacht, aber hier gibt es nichts, was mich begeistern kann. Etwas drastisch ausgedrückt - Epic hin oder her, hier fehlt mir der berühmte Faustfaktor. Nicht schlecht, aber halt auch nicht meins. Wenn die Platzierungen mit Punkten abgestuft wären, wäre eine recht große Lücke zwischen Venom / Dream Evil / Soundgarden auf der einen und Oceansize auf der anderen Seite zu finden. Fazit: Eine enorm starke Gruppe mit 9 wirklich tollen Songs. Dream Evil fehlt etwas die Epik, Venom ist etwas zu lang, Soundgarden für mich gerade zu grungig, aber trotzdem sind das alles noch gute Songs. Einzig Oceansize rauschen an mir vorbei. Und die Spitzengruppe, im Grunde ab Rang 6, dürfte meinetwegen durch die Bank am Finale kratzen.
Re: PMDECS Epic ElaborationsJa, keine schlechte Songauswahl, da schließe ich mich Jhonny gerne an.
Meine Rangfolge ist indes eine andere: 01. Soundgarden - 4th Of July Zu einem episch empfundenen Meisterwerk machen das für mich zum einen die postapokalyptischen lyrics, die kongenial in Musik überführt wurden, zum anderen aber auch der Aufbau des Songs als solcher, der ins doomig-zähe Dröhnen nicht nur träge verschleppte Rhythmen, mächtige Rifftektonik und erhabenen Gesang einbettet, sondern unerbittlich voranschreitet und dabei genau die Verbrannte-Erde-Stimmung entfaltet, die hier besungen wird, und so beim Hören für Kopfkino sorgt. 02. Manilla Road - Voyager Sehr eigener, seltsamer Sound, den ich nicht so höre wie einen "normalen" Song. Das hat doch schon fast Hörspielcharakter, oder geht das nur mir so? Getragen und langsam, auch monoton irgendwie, dazu dieser Rhythmus, der anfangs an das Schlagen von Rudern erinnert und schließlich an Schlachtgetümmel. Heavy Rock, Folkeinsprengsel, entrückter Gesang, eine Stimme wie von einem Kinderbuchvorleser, das vermittelt Lagefeueratmosphäre, man kann sich förmlich vorstellen, wie hier der Aufbruch in ein fremdes Land zu Ehren der Götter besungen und Mut für die Landnahme beschworen werden soll. Wenn schon Wikingerromantik mit Schlachtenruhmtümelei, dann bitte so. Dafür nehme ich auch die fast schon unhörbar langwierige Kauzigkeit und den fehlenden Faustfaktor in Kauf; denn wenn ich nicht in Stimmung für Epik bin, dann höre ich sowas erst gar nicht. Ist das noch Geheimtipp oder schon Kult? 03. Venom - At War With Satan Die Chaostruppe macht, was die Chaostruppe am Besten kann: Imaginärer over-the-top Metal-Sound-Track zu einer Trash-Film-Vision mit Pseudo-Milton-Story, grummelnd, größenwahnsinnig, grindig ohne Ende. Heavy Metal to end all Heavy Metal, Proto-Thrash, Proto-Death, Proto-Black, ein einziger, schamloser Haudraufspaß für von der Leine des guten Geschmacks gelassene Frei- und Feingeister. Episch sowieso. 04. Black Sabbath – Heaven And Hell Eingängig wie Sau, aber nicht minder beeindruckend, ein pompöses, leicht bombastisch, erhaben angelegtes Ding, das vielleicht noch dramatischer als episch daherkommt, aber sei's drum, der Sound hat schon was, das eine große Erzählung suggeriert, diese nachdrückliche Stimme, die Variationen der Leitmotive, und dann kommt natürlich die ganz auf Ewigkeit angelegte Thematik von Gut und Böse, Sinnsuche und Ungewissheit, Bemühen und Vergeblichkeit hinzu. Doch, das passt hier gut rein. 05. Cities - Cruel Sea Gibt es was epischeres als die See, also rein vom Empfinden her? Gut, der Song ist schon fast eher 'ne (Anti-)Hymne, aber die Art des Gesanges, das bedeutungsschwangere Dräuen der Gitarren, der perseverative Power-Metal-Sound, das alles tönt für mich schwer nach Epic Metal. Das hat Wucht, Erhabenheit, Zeitlosigkeit, Kommen und Gehen wie Ebbe und Flut, man hört und spürt förmlich das Sprühen der Gischt, die Aufgewühltheit der See, ihre Unermesslichkeit und Gleichgültigkeit gegenüber menschlichen Maßstäben, das Strudeln der Unterströmungen. 06. Magnum - The Spirit Hier wird's dann endgültig hymnenhaft, also eigentlich schon lyrisch. Aber es geht um ewige Prinzipien, um Universalien, um komplette Lebensgeschichten, um Selbstbehauptung oder Untergang, also um Themen und Motive, aus denen Epen gemacht sind, und der Sound ist heroisch und aufstrebend, der Aufbau progressiver Hardrock mit einem starken Groove, das alles trifft ins Mark, hat etwas von großer Rockoper. Epische Hymne, hymnenhaftes Epos, who cares? Das rockt! Und ein bisschen Faustfaktor gibt es obendrein. Die Band ging bisher an mir vorbei, aber ich sollte das ändern. 07. Oceansize - Trail Of Fire Hier beginnt für mich die B-Seite. Innerlich, verspielt, luftig, suggestiv, dichterisch feinsinnig, so wirkt das Stück zu Beginn eher lyrisch auf mich. Aber irgendwie ist das auch eine musikalisch-epische Dichtung. Die Entwicklung, die hier durchschritten wird, ein Wandlungsprozess, etwas, das im Verborgenen vor sich geht, sprachlich kryptisch besungen und in diffuse Prog-und-Post-Rock-Klänge gehüllt wird, esotherisch, ja fast schon alchemistisch wirkt, psychodelisch verspult, dabei immer dringlicher, Leitmotive und Bridges wechseln sich ab, der Gesang als roter Faden zieht sich auratisch durch das mäandernde Konvolut, ja, auch das ist auf seine Art großes Kino, cinematisch, bildgewaltig, erzählerisch. Noch so eine Band, die bislang an mir vorbeiging, mit der eine eingehendere Beschäftigung sich jedoch lohnen könnte. 08. Manowar- Secret Of Steel Manowar ist schwierig für mich, ganz schwierig. Zu viel überpompös-bombastische Theatralik, zuviel run-of-the-mill Bildwahlwillkür ganz wie aus dem Regelbuch zusammengewürfelt, zuviel Tremolo und heiße Luft, zuviel Theaterblut und zuwenig Herzblut, jedenfalls nehme ich denen ihr Pathos kein Stück ab, das hat immer etwas von Gaukelei, Kasperfiguren und Schmierentheater für mich. Die grundsätzlichen Bedenken aber mal vom Tisch geräumt bleibt hier einer ihrer besseren Songs, die ganze Handwerksevolution, die Erfahrung von Generationen, die (Quatsch-)Mythologie rund um das prometheische Schaffen in einen bombastischen Longtrack gerollt, das hat schon was. Technisch übernimmt man sich keineswegs, das Ding klingt tight, vom dicht beschriebenen Notenblatt bis zum ultraeng gestellten Cockring um des Sängers Sack. Muss man durchaus nicht so tun, kann man aber mit großem Erfolg. Das gilt es jenseit jeglicher Weltanschauungs-, Imagepolitik- und Glaubwürdigkeitsfragen respektvoll anzuerkennen. 09. Blackfoot - Highway Song Ein bärenstarker Hardrocksong, der noch dazu meinen musikalischen Nerv deutlich eher trifft als Manowar und mich auch textlich eher anspricht als 'Secret Of Steel', indes jedoch kaum meinen Sinn für das "Epischer Song"-Gefühl anspricht. Aber er geht an's Gemüt, er hat etwas Zeitloses, er erinnert an alte Wanderlieder, an die Wurzeln des Heavy Metal im Bluesrock, er hat Seele, er hat Gefühl, er hat etwas Universelles, er kündet von einem langen, langen Weg, dem Weg des Lebens, er verkörpert den Mythos des Unterwegsseins, aber er bleibt mir etwas zu klassisch und momentan, als dass ich ihn als Musterbeispiel für einen epischen Song herausheben würde, obwohl die epischen Elemente schon zu erahnen sind. Dann kommt ein Solo, das mir nicht viel zu erzählen hat, sondern quasi pro forma der Tradition folgt, das einfach da ist, generischer Bluesrock eben, aber nicht wirklich zur Highwaystory gehört, und damit jegliche Ansätze einer erzählerischen Einheit stört, wenn nicht ganz zunichte macht, jedenfalls fühlt sich das für mich leider so an. Der Song ist mir auch schlichtweg zu lang, dieses finale Gegniedel ermüdet mich ungemein... 10. Dream Evil - The Chosen Ones Auch hier fehlt mir das epische Gefühl. Der Song wirkt wie eine Heimkehrerhymne auf mich, aber nicht wie eine ergreifende Erzählung. Ja, dann habt ihr den Drachen halt erschlagen, ein Fakt ist noch keine Erzählung, und das momentane Großgefühl, der statische Ehrensound, die immergleiche Erkennungsmelodie des eigenen Teams, das nimmt mich nicht mit auf die Quest, da gibt es keine Hindernisse zu überwinden, die greifbar werden, weder akustisch noch textlich, weder instrumental noch gesanglich schwingt da für mich mehr mit als eine bombastische Pose. Klar, total fehl am Platz ist der Song in dieser Kategorie nicht, aber meinen Nerv trifft das einfach nicht. Music is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: PMDECS Epic ElaborationsEs wäre nett, wenn ihr eure epischen Auslassungen zu epischen Klängen zukünftig im Diskussionsthread viewtopic.php?f=40&t=4721 verewigwn würdet, denn hier soll es eher um Organisatorisches gehen. Epischen Dank!
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Re: PMDECS Epic ElaborationsIch werde die zweite Gruppe 2 Tage bevor die erste ausläuft online stellen, also am Freitag.
Re: PMDECS Epic ElaborationsAb der zweiten Gruppe wird auch jeweils ein Sally-Song dabei sein, da der Mann aus den Bergen doch noch geliefert hat.
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Re: PMDECS Epic Elaborations
Danke, Klaus Hihi, das wird lustig ![]() Realer Name: Thomas Becker
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