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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von firestarter » Samstag 10. August 2013, 22:51
Holger Andrae hat geschrieben:Wie arrogant muss man sein, hier nicht auch das Zusammenspiel von Vitamin-B, Glück und finanziellen Mitteln zu sehen? Sorry, aber dieses Argument geht in meinen Augen und Ohren gar nicht.
Besser hätte ich es nicht formulieren können.
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firestarter
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von Frozen » Samstag 10. August 2013, 22:57
Holger Andrae hat geschrieben:Ich habe das ja ganz bewust nicht aufs Forum bezogen, sondern auf die große weite Rockmusik da draußen. Da DT eben auch gut verkauft, ist der Bekanntheitsgrad eben sehr hoch, woraus natürlich dieses zahlenmäßig sehr hohe Abjubeln über die sehr hohe musikalische Qualität her rührt. In dieser Form wird man das über PW oder WT odereben auch FW nie lesen. Eben viel zu unbekannt. Man kann das Hype nennen.
Genau das mein ich mit Hype, und Menschen sind nunmal beeinflussbare Herdentiere. DT Haben erstklassige Musiker und einen verdienten Fananhang. Ich bin der letzte der ihnen Klasse abspricht (Allerdings auch nicht über jene anderer Bands erhebt). Das macht die Musik noch lange nicht überragend oder eben "besser" als jene anderer Bands. Ist die DT am Ende des Jahres praktisch gleichauf mit der FW, werden aber die meisten hier der DT einen tick mehr geben, einfach nur, weils DT ist, nicht weils besser ist. Zumal "besser" subjektiv ist. Finde ich die FW besser als die DT, kaufe ich die FW (zumindest zuerst), egal was draufsteht. Der Vergleich mit der A/M finde ich immer wieder gut: individuell betrachtet 0.5 Punkte über der DT, im Vergleich mit ihr 0.5 Punkte drunter. So legt man dann auch öfter DT auf, nicht einmal weils einem besser gefiel, einfach nur, weils DT ist. Der Name beeinflusst uns, je emotionaler es uns trifft, umso mehr. Die Die Hard Fangemeinde ist ausgenommen, aber das ist ein geringer Prozentteil aller, die es anhören, kaufen und bewerten. Mainstream gibt es nicht nur im Nuclear Blast Bombast Pop Metal, den gibt es auch im Prog, und beliebt ist nicht gleich besser. Und auch wenn das eine Subjektive Meinung ist, ich würde mich nicht wundern, wenn die FW individuell besser angesehen würde, aber auf den Listen die DT ganz oben steht. Meine Güte gibt das hier eine Diskussion, man kommt ja nicht hinterher mit schreiben (vor allem wenn man nebenbei noch DT zu hören versucht ^^)
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von Holger Andrae » Samstag 10. August 2013, 23:02
Jhonny hat geschrieben:Von den "größeren" Bands haben Psychotic Waltz seit fast 20 Jahren nix veröffentlichen, von Watchtower brauchen wir nicht reden, Symphony X sind deutlich jünger, Fates Warning waren in den letzten 10 Jahren sowohl live als auch auf Platte eher rar; ähnlich konstant veröffentlicht haben ja fast nur Voivod. Daher ist eine gewisse Ausnahmestellung innerhalb des Genres doch auch von dieser Situation her verständlich.
Über WT müssen wir gar nicht reden, weil die tatsächlich eine sehr eigene Vorstellung von "Arbeit" haben. Zumindest einige der Beteiligten. Bei PW ist es so, dass sie auch ihrer sehr aktiven Phase Anfang/Mitte der 90er nur einem sehr begrenzten Publikum bekannt waren, weil sie eben auschließlich auf sehr kleinen Label veröffentlicht haben. Immer, wenn ich Bekannte mit zu einem Konzert geschleppt habe - und derer gab es allein in D-Land etliche, soviel zum Thema "harte Arbeit" - fand diese die Band danach total toll. Wäre ein 'I Remember" oder 'Hangin' On A String' nicht bei Rising Sun respektive Dream Circle erschienen, sondern mit Videoclip-Unterstützung bei einemMajor, sähe die Welt von PW heute vielleicht ähnlich aus, wie die von DT. Denn ein Norm Leggio spielt zum Beispiel in einer ähnlichen Liga wie ein Portnoy. Jhonny hat geschrieben:Das heißt aber nicht, dass die Platten besser wären als z.B. die von Symphony X oder die selteneren Alben von Fates Warning, Rush oder ähnlichen.
Wir wissen das. Ein nicht unerheblicher Teil so genannter DT "Fans" wird dies bestreiten.
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von salisbury » Samstag 10. August 2013, 23:03
Holger Andrae hat geschrieben: Das heißt also, die anderen Bands arbeiten nicht hart? Wie arrogant muss man sein, hier nicht auch das Zusammenspiel von Vitamin-B, Glück und finanziellen Mitteln zu sehen? Sorry, aber dieses Argument geht in meinen Augen und Ohren gar nicht. Ohne einen zufälligen Hit wie "Pull Me Under", über dessen Erfolg die Band ja damals selbst völlig überrascht war, wäre es doch zu diesem kometenhaft Aufstieg und dem Geldregen der Plattenfirma, dem dadurch möglichen Touren gar nicht erst gekommen. Natürlich hat die Band auch geackert. Das will ich gar nicht zur Debatte stellen. Aber das dies der alleinige Grund für diesen Erfolg ist, kann und will ich nicht akzeptieren. So langsam nimmt das hier Manowar-Formen an.
Klar, DT waren halt zur richtigen Zeit mit dem richtigen Konzept am richtigen Ort. Sie hatten die Chance bekommen und sie genutzt. Und sind am Ball geblieben und konstant gute Arbeit abgeliefert um auch heute noch hochinteressant zu sein. Davor ziehe ich den Hut. Dass dies bei anderen tollen Bands nicht geklappt hat, ist bedauerlich und nur die Bands wissen, warum das nicht funktioniert hat. Das kann ja so viele Gründe haben. Innere Zerstrittenheit, mangelnde Konstanz, mangelnde Qualität, schlechtes Management, nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, kein Glück etc etc. Das ist in jedem Beruf so. Vor allem bei den Künsten. Umso mehr gönne ich es dann denen, die sich ihren Status dann erreicht haben und halten können.
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von Nils Macher » Samstag 10. August 2013, 23:08
Außerdem will gar nicht jede Band hauptberuflich Musik machen und den Lebensunterhalt damit bestreiten. Auch bei DT gab es Zeiten, in denen die Band fast vor die Hunde gegangen wäre, ist ja nicht so als wäre die Geschichte der Band von Feenstaub und Einhörnerorgasmen geprägt. Und natürlich gibt es technisch bessere Schlagzeuger als einen Mike Portnoy. Mike Mangini zum Beispiel  Holger Andrae hat geschrieben:Jhonny hat geschrieben:Das heißt aber nicht, dass die Platten besser wären als z.B. die von Symphony X oder die selteneren Alben von Fates Warning, Rush oder ähnlichen.
Wir wissen das. Ein nicht unerheblicher Teil so genannter DT "Fans" wird dies bestreiten.
Naja hier sind wir wieder bei der Geschmacksfrage. Ich geringschätze doch nicht andere Prog-Metal-Bands, bloß weil ich den DT-Katalog besser finde.
Zuletzt geändert von Nils Macher am Samstag 10. August 2013, 23:13, insgesamt 1-mal geändert.
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von salisbury » Samstag 10. August 2013, 23:11
Holger Andrae hat geschrieben:Denn ein Norm Leggio spielt zum Beispiel in einer ähnlichen Liga wie ein Portnoy.
In welcher denn? Bist Du Drummer? Oder Basser, der mit einem Drummer spielt? Was ich auf den letzten WALTZ-Konzerten gesehen/gehört hab, war jetzt nicht allzu tight, nicht allzu eingespielt und vielleicht war ja auch deshalb meine Euphorie nicht so groß wie sie eigentlich hätte sein müssen nach sooo langer Wartezeit. Die spielerisch bessere Band damals auf dem KIT war eindeutig Jim Mathoes' Mannschaft (was nicht gleichbedeutend ist mit was mir besser gefallen hat...)
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von Holger Andrae » Samstag 10. August 2013, 23:12
salisbury hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben: Das heißt also, die anderen Bands arbeiten nicht hart? Wie arrogant muss man sein, hier nicht auch das Zusammenspiel von Vitamin-B, Glück und finanziellen Mitteln zu sehen? Sorry, aber dieses Argument geht in meinen Augen und Ohren gar nicht. Ohne einen zufälligen Hit wie "Pull Me Under", über dessen Erfolg die Band ja damals selbst völlig überrascht war, wäre es doch zu diesem kometenhaft Aufstieg und dem Geldregen der Plattenfirma, dem dadurch möglichen Touren gar nicht erst gekommen. Natürlich hat die Band auch geackert. Das will ich gar nicht zur Debatte stellen. Aber das dies der alleinige Grund für diesen Erfolg ist, kann und will ich nicht akzeptieren. So langsam nimmt das hier Manowar-Formen an.
Klar, DT waren halt zur richtigen Zeit mit dem richtigen Konzept am richtigen Ort. Sie hatten die Chance bekommen und sie genutzt. Und sind am Ball geblieben und konstant gute Arbeit abgeliefert um auch heute noch hochinteressant zu sein. Davor ziehe ich den Hut. Dass dies bei anderen tollen Bands nicht geklappt hat, ist bedauerlich und nur die Bands wissen, warum das nicht funktioniert hat. Das kann ja so viele Gründe haben. Innere Zerstrittenheit, mangelnde Konstanz, mangelnde Qualität, schlechtes Management, nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, kein Glück etc etc. Das ist in jedem Beruf so. Vor allem bei den Künsten. Umso mehr gönne ich es dann denen, die sich ihren Status dann erreicht haben und halten können.
Es geht mir nicht ums Gönnen, da mißverstehst Du mich komplett. Ich habe mich damals gefreut für die Jungs als sie mit I&W komplett durch die Decke gegangen sind. Eben weil sie es nach meinem Empfinden auch verdient hatten. Aber jetzt so zu tun als wären weniger erfolgreiche Bands entweder ausschließlich selber an ihrer Situation schuldig oder eben sie seien eben schlechter, finde ich schon ziemlich hahnebüchen. Ich spreche DT doch gar nicht die Klasse ab.
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von salisbury » Samstag 10. August 2013, 23:14
Nils Macher hat geschrieben:Und natürlich gibt es technisch bessere Schlagzeuger als einen Mike Portnoy. Mike Mangini zum Geispiel 
Ich glaub bei denen beiden würd ich mir nicht zutrauen, einen Unterschied in technischen Fähigkeiten raushören zu können. Aber der Mangini hat doch irgendeinen Geschwindigkeitsrekord mit irgendwas aufgestellt, oder was das der Minnemann? Ach die haben sicher alle irgendwelche Rekord aufgestellt :=)
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von salisbury » Samstag 10. August 2013, 23:17
Holger Andrae hat geschrieben:[ Aber jetzt so zu tun als wären weniger erfolgreiche Bands entweder ausschließlich selber an ihrer Situation schuldig oder eben sie seien eben schlechter, finde ich schon ziemlich hahnebüchen. Ich spreche DT doch gar nicht die Klasse ab.
Uch, ich habe das doch niemals getan oder doch? 
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von Holger Andrae » Samstag 10. August 2013, 23:17
Nils Macher hat geschrieben:Außerdem will gar nicht jede Band hauptberuflich Musik machen und den Lebensunterhalt damit bestreiten. Auch bei DT gab es Zeiten, in denen die Band fast vor die Hunde gegangen wäre, ist ja nicht so als wäre die Geschichte der Band von Feenstaub und Einhörnerorgasmen geprägt.
Oh, jetzt die Mitleidsnummer? Die zieht doch bei fast jeder Rockband, die nicht von finanzkräftigen Eltern gefördert wurde. Darum geht es hier aber gar nicht. Holger Andrae hat geschrieben:Jhonny hat geschrieben:Das heißt aber nicht, dass die Platten besser wären als z.B. die von Symphony X oder die selteneren Alben von Fates Warning, Rush oder ähnlichen.
Wir wissen das. Ein nicht unerheblicher Teil so genannter DT "Fans" wird dies bestreiten.
Nils Macher hat geschrieben:Naja hier sind wir wieder bei der Geschmacksfrage. Ich geringschätze doch nicht andere Prog-Metal-Bands, bloß weil ich den DT-Katalog besser finde.
Habe ich das geschrieben? Es ging um den nicht unerheblichen Teil der DT-Fans, die außer DT kaum solche Musik hören. Dass ist wie mit AC/DC und/oder Motörhead-Fans, die sonst keine Hard Rock mögen. Und in beiden Lagern ist die Quote eben jener nicht gerade gering.
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