Musikzeitschriften

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Havoc » Samstag 23. November 2013, 00:50

Ziemlich gutes Vorwort von Rensen im aktuellen RH übrigens. Rückt das vom letzten mal von Götz wieder gerade. ;-)
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 23. November 2013, 02:52

Dann wollen wir das mal so glauben.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Feamorn » Samstag 23. November 2013, 14:25

enemy-of-reality hat geschrieben:Es geht doch nicht um eine Rebellion im Sinne von "Ich geh auf die Strasse und werf mit Ziegelsteinen". Es geht hier schon um geistige Rebellion. Im Sinne von "nichts als gegeben hinnehmen, selbst denken, selbst eine Meinung bilden". Sein Leben nach eigenen Masstäben und Regeln zu leben und nicht nach solchen, die irgendjemand anders für uns aufstellt. Also so ziemlich das genaue Gegenteil von "Hirn ausschalten".

Und der Metal will zu keiner Entwicklung der Gesellschaft beitragen. Wie denn auch? Aber ich als Metaller will mich (zumindest bis zu einem gewissen Punkt) von der Gesellschaft abgrenzen. Andererseits würd ich das wahrscheinlich auch wollen, wenn ich nix mit Metal am Hut hätte. Wahrscheinlich ist es sogar so, dass mich die Tatsache, dass mich die Welt und die "Gesellschaft" grösstenteils einfach nur ankotzt, zum Metal gebracht hat. Hach, wie schön war das, damals "Extreme Aggressions" aufzulegen und Mille "Love us or hate us / It doesn't matter to me / We don't want to be a part / Of this sick society" brüllen zu hören :)


So stehe ich, in etwa, auch zu dem Ganzen. Und habe, bzw. tue es immer noch, immer versucht, mich nicht als "Metalhead" zu bezeichnen, obwohl ich lange Haare habe und sehr oft Bandshirts trage, aber auch da sortiere ich stark. Ich zieh mir nicht von jeder Musik die ich gerne höre auch ein Shirt an, weil für mich schon irgendwie wichtig ist, was der/die betreffende(n) Künstler transportieren. Dazu kommt, dass sich in der "Szene" viele Gestalten tummeln, mit denen ich lieber nicht in einen Topf geworfen werden will, gerade die übliche Festivalbesetzung geht mir zu Teilen oft ziemlich auf den Senkel, denn am Ende spiegelt sich da "im Kleinen" das gleiche wieder, was "Nicht-Metaller" im großen haben. "Ficken, saufen, Party machen" oder so. Das ist ja auch ihr gutes Recht, aber in die Gruppe gehöre ich nicht, und leider prägt die, immer noch, zu großen Teilen die öffentliche Wahrnehmung "des Metallers" (den es, so pauschal, wie alles im Leben, halt auch einfach nicht gibt). Ich hab manchmal das Gefühl, dass ich mit den meisten "Metallern" nicht über Musik reden kann, weil die in den gleichen Dingen einfach ganz andere Sachen hören, als ich. Oder nichts hören? Ist im Grunde auch egal.
Über die Jahre habe ich auch einfach gemerkt, dass auch aus dem Freundeskreis viele deutlich anders zur Musik stehen als ich, was als Jugendlicher eben noch nicht offensichtlich war. Ich habe zwar das "Glück", niemanden zu meinen Freunden zu zählen, von dem ich irgendwann den Satz "Metal hab ich auch mal gehört, als ich jung war" zu hören befürchten muss, aber es sind doch welche dabei, die sich kaum noch mit der Musik beschäftigen, was mir, zumindest aus meiner heutigen Sicht, wohl niemals passieren wird.
Denn die Inhalte, die mich damals bewegt und mir etwas gegeben haben, tun das auch heute noch. Aber dafür muss ein Künstler nicht mal aus dem Metal kommen, insofern sind für mich auch Künstler anderer Musikrichtungen "Metal", im Geiste halt.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon enemy-of-reality » Sonntag 24. November 2013, 18:31

Das Vorwort, dem derzeit ja irgendwie überall gehuldigt wird, find ich jetzt nicht so besonders. Rensen outet sich halt als Hobbit, so what?
Ansonsten ist das Heft aber mal wieder ziemlich gelungen. Bin zwar noch nicht ganz durch, hab aber schon etliche unterhaltsame/interessante Intis gelesen, wie z.B. Ted Nugent, Ihsahn, PTH, Obelyskkh, Ayreon, etc. Das Bathory Special hab ich bisher zwar nur überflogen, das scheint mir aber auch durchaus lesenswert zu sein.
Was halt gar nicht geht ist einerseits die Platzierung bzw. Benotung von MAYFAIR in der Richterskala ( :schade:) und andererseits die Tatsache, dass "Divine Intervention" aufgrund der Indizierung beim Slayer Seziertisch nicht genannt wird bzw. nicht genannt werden darf. Wie ich im RH-Forum schon angemerkt habe, steht Deutschland in dieser Hinsicht echt auf einer Stufe mit so demokratischen Ländern wie Afghanistan oder dem Iran......
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Holger Andrae » Sonntag 24. November 2013, 19:17

Unabhängig davon, dass eine Platzierung in einem Soundcheck immer subjektiv ist, frage ich mal, wo die Mayfair denn gelandet ist.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon enemy-of-reality » Sonntag 24. November 2013, 19:21

Auf Platz 45 mit einem Notenschnitt von 5.5 :schade:
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 24. November 2013, 20:33

enemy-of-reality hat geschrieben:Was halt gar nicht geht ist einerseits die Platzierung bzw. Benotung von MAYFAIR in der Richterskala ( :schade:) und andererseits die Tatsache, dass "Divine Intervention" aufgrund der Indizierung beim Slayer Seziertisch nicht genannt wird bzw. nicht genannt werden darf. Wie ich im RH-Forum schon angemerkt habe, steht Deutschland in dieser Hinsicht echt auf einer Stufe mit so demokratischen Ländern wie Afghanistan oder dem Iran......

Da stimme ich dir auf ganzer Linie zu. Das ist einfach zum einen völlig peinlich und lächerlich, zum anderen einfach nur traurig und deprimierend.

Wobei ich das rechtlich durchaus für nicht ganz so eindeutig halte. Das RH will halt auf Nummer Sicher gehen, klar. Aber das ist durchaus fragwürdig, ob man darüber nicht berichten darf. Einerseits gibt es zwar ein Werbeverbot für indizierte Medien, aber andererseits gibt es Freiheitsrechte (Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit, Berichterstattungsfreiheit), die hier gegen den Jugendschutz abgewogen werden müssen. Das wäre durchaus mal einen Musterprozess wert, denn wenn die etwaige Werbung nicht der Zweck eines Artikels ist, sondern allenfalls ein möglicher Nebeneffekt, dann sollte durchaus denkbar sein, dass die Berichterstattungsfreiheit hier überwiegt. Denn ein musikjournalistischer Artikel über das Schaffen einer Band ist an sich nicht als Werbung bestimmt.

Ich denke, dass hier die Magazine mitunter zu vorsichtig sind und sich im vorauseilenden Gehorsam Dinge verkneifen, die sie sich gar nicht verkneifen müssten. Ich kann es verstehen, denn wer will schon unnötigen Ärger. Aber andererseits ist halt dem Presseethos da auch nicht wirklich gedient, gell?
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Eike » Sonntag 24. November 2013, 20:38

Vorauseilender Gehorsam ist ein ganz großes Grundübel.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 24. November 2013, 20:40

Zensurbehörden und der Bann für entartete Kunst auch. Gut, dass dieses Land mit jener Vergangenheit völlig gebrochen hat.
:grins:
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon enemy-of-reality » Sonntag 24. November 2013, 20:46

Ja, Rüdiger, da sind wir absolut selber Meinung! :bier:

Ich kenne zwar das deutsche Recht sicher nicht so gut wie du, aber auch ich denke, dass das RH hier etwas übervorsichtig ist. Schade, gerade angesichts einen Chefredakteurs, der sich selbst nicht gerne als Hobbit sieht. Albrecht schreibt im RH Forum übrigens, dass er im DM Special auch "Tomb Of The Mutilated" nicht erwähnen durfte.
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