Musikalische Erkenntnis des Tages

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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Nils Macher » Dienstag 12. Januar 2021, 14:06

Das kritische Hinterfragen von Dingen, die den Großteil des eigenen Lebens betreffen und ggf. auch mit einer Krankheit (Depression) zu tun haben, würde ich jetzt nicht direkt unter "rumjammern" subsummieren.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Martin van der Laan » Dienstag 12. Januar 2021, 14:24

Kritisches Hinterfragen sieht bei mir anders aus... aber ist ja auch egal, ich ziehe die Bemerkung zurück, ist mir so raus gerutscht. Habe wohl zu viel mit "Kritischen Hinterfragern" zu tun gehabt zuletzt ;-)
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Nils Macher » Dienstag 12. Januar 2021, 14:39

Martin van der Laan hat geschrieben:Kritisches Hinterfragen sieht bei mir anders aus... aber ist ja auch egal, ich ziehe die Bemerkung zurück, ist mir so raus gerutscht. Habe wohl zu viel mit "Kritischen Hinterfragern" zu tun gehabt zuletzt ;-)


Die "kritischen Hinterfrager" diverser Pandemie-relevanter Themen in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit gehen mir ebenfalls auf den Senkel. Und die der Inquisition der heiligen Metal-Kokosnuss.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Raphael Paebst » Dienstag 12. Januar 2021, 16:00

Klingt so, als würde es dem Mann grad einfach nicht gut gehen, da ist so ein Schritt sicher eine gute Sache.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Dienstag 12. Januar 2021, 16:10

Nils Macher hat geschrieben:Das kritische Hinterfragen von Dingen, die den Großteil des eigenen Lebens betreffen und ggf. auch mit einer Krankheit (Depression) zu tun haben, würde ich jetzt nicht direkt unter "rumjammern" subsummieren.
Sehe ich genauso, Nils.

Er scheint noch genug need for validation & Verantwortung zu fühlen, sich einmalig ausführlich öffentlich zu erklären und rechtfertigen, schafft dann aber den klaren Schnitt/Schritt, sich zu distanzieren und auf sich selbst zu besinnen: Wunden lecken, in sich gehen, sich pflegen, neu aufstellen, verbunden mit einer sehr nachvollziehbaren Bitte um Respektieren seiner Privatsphäre. Und er scheint es ausführlich mit der Band abgestimmt zu haben, die seine Entscheidung glücklicherweise mitträgt, und die er wiederum vor Gerüchten schützen will. Bei dem, was ihn laut Text so alles beschäftigt und was er augenscheinlich um die Ohren hat, und das wird bei chronischer Depression bloß die Spitze des Eisbergs sein, finde ich das mehr als respektabel, in so einer Situation noch diese Umsicht zu finden, so einen behutsam aber klar formulierten Text zu verfassen. Wer selbst nich nicht in ähnlichen Situationen war, dem mag das überaus wortreich vorkommen, für etwas, was andere in einem Zweizeiler abhandeln; wer selbst schon durch längere Depressionen ging, kennt das Bedürfnis, nicht falsch verstanden werden zu wollen, weilan sich ungenügend, überempfindlich, als Bürde für sich und andere empfindet, jede kleine Entscheidung schon dreißigmal zerdenkt, und gerade darum bei so einer großen Entscheidung "nichts falsch machen" will, auch nicht in der Kommunikation nach außen. Gerade weil innen so viel noch unklar und ungelöst ist. Daraus spricht das Bedürfnis, sich abzusichern aber auch niemandem über Gebühr zur Last zu fallen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Eike » Dienstag 12. Januar 2021, 16:46

Das sollte kein Vorwurf sein, Martin; sondern ein Werben um Verständnis.

Raphael Paebst hat geschrieben:Klingt so, als würde es dem Mann grad einfach nicht gut gehen, da ist so ein Schritt sicher eine gute Sache.


Du hast es auf den Punkt gebracht.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jhonny » Dienstag 12. Januar 2021, 17:59

Nils Macher hat geschrieben:Und die der Inquisition der heiligen Metal-Kokosnuss.


Der Mann liest geschickt in anderen Metalforen mit ;-) :grins:
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Nils Macher » Dienstag 12. Januar 2021, 18:07

Jhonny hat geschrieben:
Nils Macher hat geschrieben:Und die der Inquisition der heiligen Metal-Kokosnuss.


Der Mann liest geschickt in anderen Metalforen mit ;-) :grins:


Seit dem Wochenende aber eher genervt als interessiert. Ich vermisse aktuell echt die frühen 2000er, als man noch nicht innerhalb von fünf Minuten augenscheinlich alles Wissen ergooglen konnte.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Feamorn » Dienstag 12. Januar 2021, 18:09

Eike hat geschrieben:
Nils Macher hat geschrieben:Das kritische Hinterfragen von Dingen, die den Großteil des eigenen Lebens betreffen und ggf. auch mit einer Krankheit (Depression) zu tun haben, würde ich jetzt nicht direkt unter "rumjammern" subsummieren.
Sehe ich genauso, Nils.

Er scheint noch genug need for validation & Verantwortung zu fühlen, sich einmalig ausführlich öffentlich zu erklären und rechtfertigen, schafft dann aber den klaren Schnitt/Schritt, sich zu distanzieren und auf sich selbst zu besinnen: Wunden lecken, in sich gehen, sich pflegen, neu aufstellen, verbunden mit einer sehr nachvollziehbaren Bitte um Respektieren seiner Privatsphäre. Und er scheint es ausführlich mit der Band abgestimmt zu haben, die seine Entscheidung glücklicherweise mitträgt, und die er wiederum vor Gerüchten schützen will. Bei dem, was ihn laut Text so alles beschäftigt und was er augenscheinlich um die Ohren hat, und das wird bei chronischer Depression bloß die Spitze des Eisbergs sein, finde ich das mehr als respektabel, in so einer Situation noch diese Umsicht zu finden, so einen behutsam aber klar formulierten Text zu verfassen. Wer selbst nich nicht in ähnlichen Situationen war, dem mag das überaus wortreich vorkommen, für etwas, was andere in einem Zweizeiler abhandeln; wer selbst schon durch längere Depressionen ging, kennt das Bedürfnis, nicht falsch verstanden werden zu wollen, weilan sich ungenügend, überempfindlich, als Bürde für sich und andere empfindet, jede kleine Entscheidung schon dreißigmal zerdenkt, und gerade darum bei so einer großen Entscheidung "nichts falsch machen" will, auch nicht in der Kommunikation nach außen. Gerade weil innen so viel noch unklar und ungelöst ist. Daraus spricht das Bedürfnis, sich abzusichern aber auch niemandem über Gebühr zur Last zu fallen.


Ja, sehe ich auch so. Ich finde das völlig verständlich und tatsächlich auch gut, dass er das macht und auch benennt.
Ich habe ja selbst oben "merkwürdig" geschrieben, das hätte ich präzisieren sollen, ich fand den Text einfach etwas komisch geschrieben (einige Punkte gefühlt etwas arg gesprungen, ohne richtigen Kontext). Aber vermutlich lässt sich das in einer kurzen Stellungnahme auch einfach nicht besser ausdrücken, zudem ist er am Ende des Tages ja auch kein Muttersprachler.

Also kurz und knapp, wie Raphael schrieb, gute Sache für Marco! Besser, als es noch schlimmer werden zu lassen.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jhonny » Dienstag 12. Januar 2021, 18:29

Nils Macher hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:
Nils Macher hat geschrieben:Und die der Inquisition der heiligen Metal-Kokosnuss.


Der Mann liest geschickt in anderen Metalforen mit ;-) :grins:


Seit dem Wochenende aber eher genervt als interessiert. Ich vermisse aktuell echt die frühen 2000er, als man noch nicht innerhalb von fünf Minuten augenscheinlich alles Wissen ergooglen konnte.


Klar, ich lese da auch genervt.
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