Mein musikalisches Jahr im Rückblick

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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Rüdiger Stehle » Samstag 7. Januar 2023, 17:47

5.
SADISTIC RITUAL ist cool. Das Artwork hätte mich hier nicht zum Kauf eingeladen, da ich solche detailüberladenen Fotomontagen zwar schon spannend finde, sie aber oft für Musik stehen, die mir zu sehr ums Eck gedacht ist, also zu verschachtelt, verzettelt und verbreakt. Das ist hier nicht der Fall. Schöner, vielseitiger, instrumental wilder und gesanglich sehr harter Thrash. Ich höre hier auch weniger Watain als eher mal ein wenig Carcass oder Kreator und Sadus.



4.
Zu TOXIK muss ich nicht allzu viel schreiben, da die Scheibe im Juli mein Album des Monats war und ich auch in der Gruppentherapie dazu viele lobende Worte geschrieben habe. Wird im Zweifel in meinem Federnkissen auch noch auftauchen, das gute Stück. In jedem Fall eines der originellsten Werke des Jahres.
https://www.powermetal.de/content/artik ... 285-1.html
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Jens Wilkens » Samstag 7. Januar 2023, 17:56

In der Gruppentherapie zu TOXIK habe ich auch 'Judas' als Highlight ausgemacht.
Insgesamt bin ich mit dem Album aber nicht richtig warm geworden.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Samstag 7. Januar 2023, 18:18

Rüdiger Stehle hat geschrieben:SADISTIC RITUAL ist cool. Das Artwork hätte mich hier nicht zum Kauf eingeladen, da ich solche detailüberladenen Fotomontagen zwar schon spannend finde, sie aber oft für Musik stehen, die mir zu sehr ums Eck gedacht ist, also zu verschachtelt, verzettelt und verbreakt. Das ist hier nicht der Fall. Schöner, vielseitiger, instrumental wilder und gesanglich sehr harter Thrash. Ich höre hier auch weniger Watain als eher mal ein wenig Carcass oder Kreator und Sadus.


Es war bei mir auch eher die Verbindung zwischen schwarzen Thrash/Death und diesem Cover. Ich dachte direkt an "Carcass", die du ja gerade auch erwähnt hast. Aber natürlich ist es schön, wenn andere das auch toll finden.

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Zu TOXIK muss ich nicht allzu viel schreiben, da die Scheibe im Juli mein Album des Monats war und ich auch in der Gruppentherapie dazu viele lobende Worte geschrieben habe. Wird im Zweifel in meinem Federnkissen auch noch auftauchen, das gute Stück. In jedem Fall eines der originellsten Werke des Jahres.
https://www.powermetal.de/content/artik ... 285-1.html


Die Gruppentherapie habe ich gelesen. Und auch das Review dazu. Auch hier scheinen wir wohl die selbe Meinung zu teilen. Ich bin richtig froh, dass die Band so ein Teil zaubern konnte. Ich bin jedenfalls auch sehr gespannt wie es mit der Band weitergehen wird. Live würde ich mir das ganze noch wünschen.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Havoc » Samstag 7. Januar 2023, 18:35

Habe mir gerade mal den Toxik Song angehört. Puh! Schon wieder Thrash. Liege ich total falsch, wenn mich der Gesang teilweise stark an Overkill erinnert? Mit Bobby und Co. tue ich mich ja auch seit jeher echt schwer. Zwischendurch macht der Song schon mal auch Spaß, aber so richtig ist das leider nix für mich. Thrash ist bei mir aber eigentlich sowieso meistens schwierig.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Samstag 7. Januar 2023, 19:09

Overkill, Bobby?
Nee, das finde ich nicht. Es kann sein, dass du das gleich anstrengend findest. Aber ansonsten sehe ich da keine großen parallelen. Wie gesagt, der aktuelle Sänger erinnert mich wirklich sehr an Mike Sanders (der hat das erste Album "World Circus" eingesungen) und Charles Sabin (der hat "Think This" eingesungen). Mit dem ersten Sänger hat er das Schrille gemein, mit dem zweiten tatsächlich den Gesang an sich. So empfinde ich das jedenfalls.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon mike » Samstag 7. Januar 2023, 19:53

Wenn du mehr von dem Sänger hören willst, mußt du dich auf die Suche nach Xenophile machen. Die sind auch musikalisch gar nicht so weit von Toxik entfernt:

https://www.youtube.com/watch?v=bI9cgHkEBoo
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Samstag 7. Januar 2023, 20:31

Das kenne ich sogar.
Hatte ich aber ja gar nicht mehr auf dem Schirm. Auch nicht, dass hier der gleiche Sänger singt.
Da hast du was ausgegraben. Dankeschön :)
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Drumtier » Sonntag 8. Januar 2023, 12:33

Überschneidungen werden wir keine haben, ich kenne ja schon das wenigste deiner Bands überhaupt vom Namen. Aber ich habe aufgrund deiner Beschreibungen in zwei Bands reingehört. ARENA beginnt sehr vielversprechend mit einer fantastischen zarten Stimme, der Rest ist dann zwar ebenfalls gut, aber für meinen begrenzten Prog-Bedarf nicht ganz das richtige. NOCTURNAL TRIUMPH spielen die Art von Black Metal meiner Anfangstage, also schwedisch, schnell und schön (also melodisch, aber ich brauchte den Stabreim ;-) ). Werde das nicht umgehend besorgen, aber mir den Namen merken, das hat schon was.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 8. Januar 2023, 22:55

Schön das du reingehört hast. Ich hätte eigentlich gern einen anderen Song von "Arena" verlinkt und dann vielleicht auch nicht mit einer Liveaufnahme. Ich hab das Album nochmals laufen gehabt und das ist Produktionstechnisch vor allem, allererste Güte.
Aber ja, das bringt relativ wenig, wenn die Art der Musik nichts für einen ist. Cool das du trotzdem reingehört hast!
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 8. Januar 2023, 23:13

Platz 3:
Blind Illusion | Wrath Of The Gods

Bild

Blind Illusion Fans wurden 2022 heftig verwöhnt. Zumindest jene, die lange Zeit auf der Suche nach „The Sane Asylum“ waren. Die Kirsche auf der Sahnehaube ist dann natürlich dieses neue Album hier. Ich selbst bin erst drauf gestoßen, als das Album plötzlich draußen war.

Ich habe eigentlich nichts erwartet. Aber was ich dann auf die Ohren bekommen habe, ist unbezahlbar. „Wrath Of The Gods“ ist in allen belangen ein überaus gelungenes Album geworden. Das fängt beim kauzigen Biedermann an, geht über in den völlig attraktiven Gitarren bis hin zum cremigen Sound der gesamten Scheibe.

Wenn das Album läuft, frage ich mich, wie man so in der Lage sein kann diese Art von Thrash Metal zu spielen, als hätte man das Genre mit dem Album erfunden. So frisch klingt das. Ich habe immer und ständig den Mund offen, wenn das Album läuft. Egal ob beim absolut lässig humorvollen und oberknackigen, rifflastigen Song Namens „Straight As The Crowbar Flies“ oder wie das orientalisch anmutenden „Protomolecule“ oder der für das Album straight groovende Titelsong „Wrath Of The Gods“.

Alles, was auf diesem Album fabriziert wurde, ist absolut und in jeder Hinsicht eine zwingende Angelegenheit. Ein ganz großer Wurf der Band. Ich entdecke teilweise auch nach dem x-ten Durchlauf immer wieder neue Dinge auf dem Album. Sei es ein Break, ein wild tanzender Bass oder teils psychedelische Einflüsse, die dem Album die nötige Geschmeidigkeit verleihen. Manchmal kann ich es kaum fassen, was ich hier hören darf. Umso toller, dass die CD-Version mit zwei weiteren großartigen Songs aufgewertet werden. Die 50 Minuten vergehen wie im Flug und ist so kurzweilig, dass man es auch gern ein zweites, drittes oder viertes mal nacheinander auflegt.

Für mich auch hier wieder eines der Überraschungen in diesem Jahr und wird deshalb mit diesem Platz belohnt. Absolut verdient!

Protomolecule
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