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von Siebi » Sonntag 28. Dezember 2014, 21:33
Nils Macher hat geschrieben:Siebi hat geschrieben:Ab jetzt also 14 unmetallische Platten? Bin gespannt, ob ich ein- oder gar mehrmals Beifall spendiere.
Ab jetzt nur noch Black/Death und Prog 
Opeth is' ja bekanntlich nicht meins, kommt sicherlich noch. Gespannt bin ich auf die Progschätze. Death Metal is' immer gut und bei den Schwarzies bin ich meist opethisch außen vor, einzig die Funereal Presence-Scheibe weiß mir zu gefallen.
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Siebi
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von iwill zaehnchen » Sonntag 28. Dezember 2014, 21:56
Nils Macher hat geschrieben:Und weil es so schön ist, gleich die nächste Scheibe hinterher. Platz 19 THE COMMITEE - "Power Through Unity"  Black Metal aus Belgien, mit multinationaler Besetzung. Wenn mich nicht alles täuscht, mein einziges belgisches Schwarzbrot. Es schmeckt jedenfalls überhaupt nicht wie seine französischen Nachbarn, klanglich passt "Power Through Unity" noch am ehesten in deutsche oder nordamerikanische Atmospheric-Black-Metal-Schubladen. Doch THE COMMITTEE besorgt die Atmosphäre nicht durch einen Low-Fi-BURZUM-Aufguss, sondern vor allem durch die gelungene Kombination von gutem Drumming, toller Gitarrenarbeit und einem Gesang, der für Genre-Verhältnisse recht schlürfend ausgefallen ist. Klingt auf Albumlänge einfach total überzeugend und zeigt, dass man auch mit einfachen Mitteln großartige Musik machen kann. Tendentiell eher doomig als rasend angehaucht, wobei die Bassdrum überwiegend durchknattert wie eine Zündapp KS 750. Ist wirklich ein feines Teil. Auf die Band hat Rüdiger in seinem letzjährigen Resümee aufmerksam gemacht, und dafür bin ich sehr dankbar Dass die Band gerne mit totalitärer Ästhetik kokettiert und über historische Themen sing, sollte man vor allem bei 'Katherine's Chant' im Hinterkopf behalten. Die dort aufspielende Melodie ist nämlich sehr geläufig. Was erst als tiefes Gegrummel am Bass beginnt, entwickelt sich zu einem pechschwarzen Marsch über blutigen Boden. Ganz großes Kino! Rüdiger hat bei uns die Vorgänger-EP besprochen, ein Review dieses Albums fehlt leider. Sollte man mal ändern. Anspieltipps: Katherine's ChantBy My Bare Hands
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von iwill zaehnchen » Sonntag 28. Dezember 2014, 22:02
Korrektur: iwill zaehnchen hat geschrieben:Nils Macher hat geschrieben:Und weil es so schön ist, gleich die nächste Scheibe hinterher. Platz 19 THE COMMITEE - "Power Through Unity"  Black Metal aus Belgien, mit multinationaler Besetzung. Wenn mich nicht alles täuscht, mein einziges belgisches Schwarzbrot. Es schmeckt jedenfalls überhaupt nicht wie seine französischen Nachbarn, klanglich passt "Power Through Unity" noch am ehesten in deutsche oder nordamerikanische Atmospheric-Black-Metal-Schubladen. Doch THE COMMITTEE besorgt die Atmosphäre nicht durch einen Low-Fi-BURZUM-Aufguss, sondern vor allem durch die gelungene Kombination von gutem Drumming, toller Gitarrenarbeit und einem Gesang, der für Genre-Verhältnisse recht schlürfend ausgefallen ist. Klingt auf Albumlänge einfach total überzeugend und zeigt, dass man auch mit einfachen Mitteln großartige Musik machen kann. Tendentiell eher doomig als rasend angehaucht, wobei die Bassdrum überwiegend durchknattert wie eine Zündapp KS 750. Dass die Band gerne mit totalitärer Ästhetik kokettiert und über historische Themen sing, sollte man vor allem bei 'Katherine's Chant' im Hinterkopf behalten. Die dort aufspielende Melodie ist nämlich sehr geläufig. Was erst als tiefes Gegrummel am Bass beginnt, entwickelt sich zu einem pechschwarzen Marsch über blutigen Boden. Ganz großes Kino! Rüdiger hat bei uns die Vorgänger-EP besprochen, ein Review dieses Albums fehlt leider. Sollte man mal ändern. Anspieltipps: Katherine's ChantBy My Bare Hands
Ist wirklich ein feines Teil. Auf die Band hat Rüdiger in seinem letzjährigen Resümee aufmerksam gemacht, und dafür bin ich sehr dankbar 
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von salisbury » Montag 29. Dezember 2014, 01:04
Nils Macher hat geschrieben:Noch ein bisschen Echtstahl zum Wochenausklang.
Platz 15 RIOT V - "Unleash The Fire"
Oh, ich dachte die wär höher. Ja, im Prinzip ist das Euro-Metall. In einer Linie mir den Schnarchplatten von IRON SAVIOUR, GAMMA RAY, U.D.O. und was es da da noch alles gab. Klischees, Riffs von vor 30 Jahren, Dideldü und dideldumm. Da beschwert sich aber nie einer drüber. Und ich sach, von diesen Bands gibt es auch ein unauslöschliche Schwemme. Voll nervig. Aber böse ist ja nur der böse Retro-Rock. Und immer diese Heldenverehrung vor den toten Musikern. Und keiner sagt, dass dieser Typ fehlt? Will aber keinem den Spaß verderben. Weiterhören... 
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von Rüdiger Stehle » Montag 29. Dezember 2014, 01:12
Sir, Major Tom, Sir! Wenn wir uns die von dir hier genannten Bands anschauen, dann sind die nicht retro, sondern das sind Bands und/oder Projekte von Musikern, die eben diesen Stil vor ca. 30 Jahren (mit) ersonnen und geprägt haben. Das ist nicht retro, das ist alt und dem Leisten treu.
Witzigerweise finde ich im Anflug bemühter Objektivität die Tausende von Retro-Power-, Retro-Melodic-, Retro-Black/Thrash-, Retro-Thrash-, Retro-Speed-, Retro-True-Combos genau gleich öde wie die ganzen Retro-70s-Combos. Nur liegt einem einerseits der eine Stil halt näher, so dass man ein Stück weit auch an Generika seinen Spaß hat, und andererseits fragt man sich da nicht, warum das trotz aller Ton gewordenen Unoriginalität plötzlich Tausende von Schreibern und Fans feiern, weil sie das eben nicht tun, sondern nur drei Handvoll.
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von salisbury » Montag 29. Dezember 2014, 01:25
Ich kann halt einfach nicht verstehen, wie man sich 30 Jahre lang null verändern kann. Übrigens, wenn BLUES PILLS, GRAVEYARD, YEAR OF THE GOAT und Co es nicht. schaffen, sich in den nächsten Jahren zu verändern und so zu verändern, wie ICH es mag, such mir andere  . Ich bin halt schnell gelangweilt von always the same shit... 
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von Rüdiger Stehle » Montag 29. Dezember 2014, 01:44
salisbury hat geschrieben:Ich kann halt einfach nicht verstehen, wie man sich 30 Jahre lang null verändern kann.
Das kann man speziell RIOT ja nun wirklich nicht vorwerfen... Übrigens, wenn BLUES PILLS, GRAVEYARD, YEAR OF THE GOAT und Co es nicht. schaffen, sich in den nächsten Jahren zu verändern und so zu verändern, wie ICH es mag, such mir andere  . Ich bin halt schnell gelangweilt von always the same shit... 
Good shit langweilt mich nie. Aber ja, ich finde Bands wie Priest vom Prinzip her auch spannender als Bands wie U.D.O. Aber spannender muss nicht zwangsläufig besser sein.
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von salisbury » Montag 29. Dezember 2014, 01:50
Rüdiger Stehle hat geschrieben:salisbury hat geschrieben:Ich kann halt einfach nicht verstehen, wie man sich 30 Jahre lang null verändern kann.
Das kann man speziell RIOT ja nun wirklich nicht vorwerfen...
Ich weiss. Klaus hat mir RIOT als durchaus hörbare und wankelmütige Band vorgestellt. Und wenn dieser " Klampfer-ist-tot-Nostalgie-Shit" mit "wir müssen-klingen-wir-anno-dummemals"-Attitüte vorbei ist und die Band wieder eine Vision hat, bin ich auch wieder am Start. Im besten Falle holt mal sich den Sänger von "Inishmore" wieder. Aber ich bin nicht der einzige Fan, das ist mir klar  .
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von Peter Kubaschk » Montag 29. Dezember 2014, 02:18
salisbury hat geschrieben:Nils Macher hat geschrieben:Noch ein bisschen Echtstahl zum Wochenausklang.
Platz 15 RIOT V - "Unleash The Fire"
Oh, ich dachte die wär höher. Ja, im Prinzip ist das Euro-Metall. In einer Linie mir den Schnarchplatten von IRON SAVIOUR, GAMMA RAY, U.D.O. und was es da da noch alles gab. Klischees, Riffs von vor 30 Jahren, Dideldü und dideldumm. Da beschwert sich aber nie einer drüber. Und ich sach, von diesen Bands gibt es auch ein unauslöschliche Schwemme. Voll nervig. Aber böse ist ja nur der böse Retro-Rock.
Natürlich gibt es davon eine unfassbare Schwemme und natürlich ist davon das allerwenigste gut. Allen voran die neue U.D.O. Die ist so 'was von strunzöde, dass es kaum auszuhalten ist. Da gibt es keine Riffs von vor 30 Jahren und keine dideldü oder dideldumm, denn dann wäre die Scheibe so gut wie die neue RIOT, die eben zeigt, dass man so ein Album auch machen kann, ohne dass man sich vor Langeweile erhängen möchte. Ich rege mich über so etwas nur nicht auf, weil das verschwendete Energie ist. Und Retro-Rock ist nicht böse, sondern halt (sehr oft) schnarch langweilig. 
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von Nils Macher » Dienstag 30. Dezember 2014, 20:03
Höchste Zeit für die nächste Band ... Platz 14 DEAD CONGREGATION - "Promulgation of the Fall"  Es wird wieder derb nach den melodischen Spielchen der letzten Plätze. Die Reise führt nach Griechenland, und zwar in den dortigen Death-Metal-Underground. Dieses Jahr hatte ich hin und wieder sehr viel Spaß daran, in solchen Szenen etwas zu buddeln und "Promulgation of the Fall" hat mich belohnt. Wie es scheint, gibt es nämlich sehr viel Death Metal für meinen Geschmack. Schön angeschwärzt, doomig, nicht zu technisch darf es sein. Und dennoch kein stumpfes Geholze, dem die Riffs und Tempowechsel abgehen. All das tun bzw. lassen diese Griechen, so dass das wohl das Heath-Metal-Album mit den meisten Durchläufen in letzter Zeit bei mir ist. Gefällt mir sogar besser als die diesjährige TEITANBLOOD, Zielgruppe dürfte in etwa die gleiche sein. Gitarrist und Sänger A.V. spielt übrigens bei PROCESSION Live-Gitarre. Samstag sehe ich die Truppe zum ersten Mal live, mit dem irischen Abrisskommando ZOM im Vorprogramm. Das wird witzig! Anspieltipps: Promulgation of the FallImmaculate Poision
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