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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Holger Andrae » Montag 24. November 2025, 23:11
Pillamyd hat geschrieben:Platz 15 Black Sabbath | Master Of RealityGenre: Heavy MetalVÖ: 1971Während ich diese Zeilen tippe, habe ich gerade die neue Doku über Ozzy gesehen und bin sichtlich ergriffen davon. Dass der Mann nicht richtig zur Ruhe gekommen ist, nachdem er zurück nach England gezogen ist und seinen Bühnenabschied absolut gemeistert hat, tut mir mit am meisten leid. Was Ozzy und natürlich die Band im Gesamten für unsere alles geliebte Musik getan hat, kann man kaum gezielt an einem Album festmachen. Verschiedenste Alben gelten als Blaupause für so viele verschieden Stilrichtungen. In der Breite bekommt man so viele verschiedene Antworten auf die Frage, welches das Lieblingsalbum ist. Ich habe mich für meine Top 100 Liste für „Master Of Reality“ entschieden. Das liegt mitunter an dem prägenden Anfangsriff von „Sweet Leaf“. Kennt ihr das? Immer wenn dieser Song irgendwo ertönt, breche ich auch mal Gespräche ab nur um das Riff zu frönen und um mit Ozzy die ersten Worte zu singen: „All Right Now!“. Da geht es einfach mit mir durch. Da ist so eine Vertrautheit im Spiel, dass es schwer in Worte zu verpacken ist. Die Ganzkörpergänsehaut übermannt mich und mir wird bewusst, warum ich diese Musik so sehr liebe. Das Iommi zum Teil seine Gitarren tiefer stimmte, hatte den großartigen Nebeneffekt, dieses Album so wunderbar heavy und dunkel klingen zu lassen. Diese heaviness spürt man dann auch im Riffing des großartigen „Children Of The Grave“ oder dem tollen Abschluss von „Into The Void“. Irgendwo las ich einmal, dass die Aufnahmen eine Katastrophe gewesen sein sollen, obwohl die Band endlich einmal Zeit hatte in Ruhe an ihre Songs zu feilen. Ozzy kam wohl bei den Aufnahmen zu „After Forever“ nicht hinterher, weil er da ziemlich viele Wörter in kurzer Zeit umzusetzen hatte. Ich schätze aber, dass die Band sich den Druck auch selber machen musste. Man kann sich bei der Band gar nicht oft genug für diese essentielle und musikhistorisch wichtige Alben bedanken und diese Dankbarkeit strömt durch jede Faser, wenn ich die Musik höre. Diese Stundenlange Zufriedenheit während des Hörens. Es macht die Welt um einiges besser… Deshalb bleibt nur noch zu sagen: Danke Ozzy, Tony, Geezer und Bill!!! Hörbeispiele:Sweet LeafInto The Void
Jetzt mache ich mich unbeliebt. Das ist von den Klassikern, mein ungeliebteste Sabs. Zu viel Wüste, zu viel Staub und zu viel von dem Doom-Sound, den St.Vitus oder The Obsessed so gern spielen, Aber diese beiden Bands finde bei mir ja auch nicht statt. Scheinen die Ohrend da ja doch durchgängig gleich komisch zu ticken. Ich weiß, dass viele zum Beispiel 'Sweet Leaf' komplett abfeiern. Ich nicht. Läuft natürlich trotzdem immer wieder, aber das Ergebnis ist immer das gleiche. Zu viel Müffel vor dem Schnüffel.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Holger Andrae » Montag 24. November 2025, 23:17
Pillamyd hat geschrieben:Platz 14 Uriah Heep | Very 'Eavy...Very 'UmbleGenre: Hard RockVÖ: 1970Im Laufe ihrer mehr als 50 Jahre bestehenden Karriere hat die Band einen ganzen Pool an bahnbrechender Musik veröffentlicht. Auch in späteren Jahren der Karriere kamen da wunderschöne Alben zustande. Der nie enden wollende Herbst erlebt die Band auch heute, in all den starken Veröffentlichungen der letzten Jahren. Und trotzdem ist die frühe Karriere der Band stets mit einem Ausrufezeichen zu versehen und kaum wegzudiskutieren. Das Debüt startet gleich mit einem der härtesten Songs in der gesamten Karriere. „Gypsy“ ist ein von doomigen Elementen durchzogener, melodischer harter Rocker. Prägnante Riffs treffen auf einprägsamen Gesang. Ausgedehnt in knapp 7 Minuten ist der Song so kurzweilig, wie nur möglich. Das immer wieder zurückkehrende Riff bereitet unglaubliche Freude. Für eine Hard Rock Gruppe wirkt die Band manchmal richtig ruppig. Ist sich aber nicht zu schade die Ursprünge miteinfließen zu lassen. Es schwingt immer wieder ein in whiskeygetränkter vernebelter Dickicht an Blues mit. Wird manchmal sogar recht kitschig wie in „Come Away Melinda“. Den Höhepunkt dessen ist mit Sicherheit der „Lucy Blues“. „Dreammare“ führt wieder zurück zu diesem Gefühl, dass das Album insgesamt einen sehr harten Eindruck macht. Wenn ich das bedenke und wann das Album das Licht der Welt erblickt hat, dann komme ich nicht daran vorbei zu sagen, dass sich allein musikhistorisch das Album nicht hinter einem Album wie „Black Sabbath“ zu verstecken braucht. Ich rechne auch diesem Album einen hohen Anteil daran an, wie sich unsere Musik entwickelt hat. Da kommt es mir etwas unter. Aber wenn die Band keinen Einfluss auf die frühen JUDAS PRIEST Alben hatte und das hier besprochene Album keine Weiterentwicklung des bis dato handvollen Proto Metal im Gesamten war, dann weiß ich auch nicht. „I’ll Keep On Trying“ schlägt in die gleiche Kerbe wie „Gypsy“ und untermauert den Eindruck nochmal in seiner ganzen Ausstrahlkraft. Wie ich finde ein nicht zu unterschlagenes Album. Man kann es gar nicht genug ansprechen, da ich es wirklich so empfinde, als würde dieses Album immer den Kürzeren ziehen. Hörbeispiele:GypsyI'll Keep On Trying
Spannend, denn bei Uriah Heep wüsste ich nicht, welches Album ich nehmen soll. Momentan stehe ich total auf die neueren Sachen, weil die so herrlich frisch klingen, aber das hier ist natürlich auch toll. Eine Tatsache, die ich erst spät verstanden habe. Das Vinyl hat mir mein Dad damals als Japan-Vinyl von einer seiner Resien nach Tokyo mitgebracht, weil er das Cover so cool fans. Da war ich wohl 15 und gerade auf dem Pfad der harten Fidnung mit Saxon, Accept und ähnlichen Geschwadern. Da lief die Scheibe wenige Male und verschwand dann Jahre ungehört im Schrank. Erst in den 90ern habe ich das wirklich schätzen gelernt und 'Gypsy' ist einfach mal ein Riff-Monster. Doppelt, wenn man auf VÖ-Jahr schaut. Dazu dann das wunderbare 'Come Away Melinda'. Ein Song, an dem ich mich nie satt hören kann und jedes Mal bedauere, dass er nicht länger ist, Die Melodieführung ist einfach sensationell.
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von Holger Andrae » Montag 24. November 2025, 23:20
Pillamyd hat geschrieben:Platz 13 Scorpions | Taken By ForceGenre: Hard Rock VÖ: 1977Ein Album, das einen richtig heftigen Begeisterungssturm bei mir ausgelöst hat. Daraufhin folgte eine intensive Beschäftigung mit der Band. Ich war noch vor ein paar Jahren kein großer SCORPIONS Anhänger. War sogar eher genervt von einem Klaus Meine, der immer und überall erwähnen muss(te) mit wem die Band schon alles aufgetreten seien und vor was für einem Millionenpublikum man gespielt hätte. Für mich wirkte das immer, wie wenn die Band nur zurückblickte, weil man das neue Album ja nur vermarkten müsse und man selbst keine Gründe gefunden hat in das neue Album reinzuhören. Aber lassen wir das.. Ich habe es aber irgendwann geschafft, die Musik für sich sprechen zu lassen und da hat mich Schenker, Meine und Co. doch ordentlich stumm werden lassen. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass „Taken By Force“ innerhalb kürzester Zeit mir so den Kopf verdrehen würde und bei mir schlussendlich, auch in der Top 100 so weit oben landen würde. Für mich klingt die Band auf „Taken By Force“ so bissig, wie niemals zuvor und danach. Gleich der Opener haut dir mit mahnenden Gitarren ein ums andere Riff um die Ohren. Allen herausragenden Songs, die jeder natürlich kenne sollte, ist es doch vor allem Uli Jon Roth der hier, wie ein Diamant aus allem hervorsticht. Diese Art des Gitarrenspiels ist an Unfassbarkeit kaum zu überbieten. Wie kann man so druckvoll und gleichzeitig so geschmeidig spielen? Das ist die Frage, die ich mir immer und ständig stelle. Egal ob „We’ll Burn The Sky“ oder das über alles herausstechende „The Sails Of Charon“. Diese unvergleichliche lockere Schlaghand - diese Leichtfüßigkeit hört man zu jeder Sekunde heraus und es ist für mich bis heute ein Rätsel wie daraus so zwingende, herausragende Riffs und Soli entstehen konnten. So kräftig, so beherrscht, so atemberaubend. Uli hat einen unwiderstehlichen Signature Sound. So klang die Band nie wieder. Hörbeispiele:The Sails Of CharonYour Light
Hier finde ich mich komplett wieder. Das war meine Scorpions-Entjungefrung als Kassette gefolgt vom unschlagbaren "Tokyo Tapes"-Wunderwerk. Ist wohl mein liebstes Studiowerk der Band im Triumvirat mit "Lovedrive" und "Blackout", wobei die beide ja komplett anders klingen. Nicht zuletzt auch wegen Roth - Schenker - Jabs, die ich alle sehr mag. Aber Uli ist einfach schon damals in andere Sphären unterwegs gewesen. Knaller!
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von Holger Andrae » Montag 24. November 2025, 23:24
Pillamyd hat geschrieben:Platz 12 Saxon | Power And The GloryGenre: Heavy Metal VÖ: 1983Es hat eine Weile gedauert, bis ich „Power And The Glory“ wirklich zu schätzen gelernt habe. Es stand eine lange Zeit im Schatten von „Wheels Of Steel“, „Strong Arm…“ und „Denim And Leather“. Aber das hier gewählte Album hat sich irgendwann durchgemogelt und ist zu einem absoluten Favoriten mutiert. Das soll den anderen selbstverständlicherweise in keiner Hinsicht irgendetwas absprechen. Aber ich habe selbst lange gerätselt, warum das ausgerechnet mit „Power And The Glory“ passierte. Wenn man sich ein wenig umschaut und sich ein Bild macht, ist das Album nicht bei jedem so hoch im Kurs und nach dem Lauf der Band, auch das erste, dass mal richtig harsche Kritik einstecken musste. Für mich strahlt das Album eine massive Dichte im Sound aus und irgendwie klingt es erwachsener als zuvor. Aber ich halte es für ein Ausschöpfen an Erfahrungen im Songwriting und trotz allem klingt das Album locker aus der Hüfte geschossen. Ich verspüre auch massive „Point Of Entry“-Vibe. Ein Album, das trotz seiner Knackigkeit im Songwriting irgendwie in einer Epik mündet, die gar nicht so riesig an die große Glocke gehangen wird, aber durchaus spürbar ist. Natürlich erfährt die Epik in „The Eagle Has Landed“ seinen Höhepunkt, aber ich meine das gar nicht auf einen Song bezogen. Vielleicht ist es gerade dieser Farbklecks, mit denen manche ein Problem haben. Verstehen möchte ich das trotzdem nicht so ganz. Ich finde das Album im Klang sehr druckvoll, Außerdem hat es Songs wie „Nightmare“. Sehr ungewöhnlich, aber ich schätze diesen Song sehr, weil er so mutig daherkommt. In den vielen Jahren hat sich herausgestellt, dass ich, wenn ich zu frühen SAXON greife, ich immer an diesem Album kleben bleibe. Das ist in den 90ern und 00ern noch ganz anders, da greife ich gern mal zu verschiedenen Alben. Das klingt jetzt so, als hätte ich die weiter oben erwähnten Alben gar nicht so gern. Ist aber definitiv nicht so! Ein großer Manko in meiner Metal Vita: Ich habe die Band nie live sehen können. Wie gern würde ich mal „The Eagle Has Landed“ live erleben. Für viele wahrscheinlich eine ausgelutschte Nummer. Ich werde davon nicht satt. Hörbeispiele:Power And The GloryNightmare
Und erneutes Kopfnicken. Mein absolutes Lieblingswerk der Band. Klanglich auch heute noch nicht antiquirt. Der Titelsong allein pulversiert noch immer alles, was heute als "hart" gilt und der landende Igel ist ja beinahe Epik-Metal. Sicher, die Alben davor sind auch allesamt bockstark, aber ich lege am häufigsten diese auf. Komischwerweise war danach dann aber meine Begeisterung für Saxon verflogen. Mag unter anderem an "Crusader" gelegen haben, aber auch an den parallel verlaufenden Musikströmungen. Ändert aber nichst an der Wichtigkeit der Frühwerke dieser Band, die ich zumindest live immer mal wider gern anschaue. Bockt!
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von Pillamyd » Dienstag 25. November 2025, 13:25
Holg zu Chinatown:
Auf den ZZ TOP Vegleich wäre ich nie gekommen, verstehe ihn aber im Nachhinein gut. Ich war mir gar nicht so genau sicher, wie du zu dieser Scheibe stehst. Klar, zu THIN LIZZY im Allgemeinen schon. Aber auf die Scheibe bezogen eben nicht. Interessante Aussagen. Allemal.
Holg zu Master Of Reality: Die Meinung war mir wohl bekannt. Da gehen die Meinungen bekannterweise auseinander. Das stimmt.
Holg zu Very 'Eavy...Very 'Umble: Da bist du sicher nicht der einzige und es gibt eine handvoll Alben der Band, die ich hier ebenfalls erwähnen hätte können. Mit ein bisschen Überlegung wäre die Wahl wohl auf "Sonic Origami" gefallen. Ich liebe diese Scheibe, aber auch danach sind saustarke Alben erschienen. Das stimmt wohl. Dass du "Come Away Melinda" erwähnst freut mich. Den Song habe ich wohl zu schnell abgearbeitet.
Holg zu Taken By Force und Power And The Glory: Da reicht es zufrieden den Kopf zu nicken. Wobei...ja "Crusader" war ja für viele auch so ein seltsames Ding. Toller Titeltrack und dann flacht das Ganze sehr schnell ab und ist um einiges schwächer. Aber die Band haute für mich erst wieder 1992 in die Vollen. Da sind schon einige recht seltsame Alben entstanden. Wobe ich da wohl auch, wohl auch recht alleinstehend mit der Meinung, die "Rock The Nations" am gelungensten finde.
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von Martin Schneider » Dienstag 25. November 2025, 19:05
Pillamyd hat geschrieben:Echt? Das liest man nicht so oft. Na dann hoffe ich, dass dir das dir das genug gibt, dich dann weiterhin mit frühen EXODUS zu beschäftigen. Kannst ja gerne dann mal deinen Eindruck mitteilen (hier oder im Band Thread). Das würde mich jetzt tatsächlich interessieren 
Ich bin halt erst Anfang der 2000er richtig dazu gekommen, mich mit härterer Musik zu befassen. Wenn man dann die knallenden Produktionen von heute gewohnt ist, dann klingen die 80er Sachen oft schon etwas "unterproduziert". Zum Beispiel meist deutlich leiser aufgenommen. Ich hab mir vor kurzem die ersten beiden TESTAMENT-Scheiben beim Trainieren reingezogen. Die waren so leise, dass ich kaum was gehört hab, obwohl ich alles auf Anschlag hatte. Wenn man damit aufgewachsen ist, dann fällt das einem vielleicht gar nicht so auf oder stört nicht. Meine erste DEATH ANGEL-Scheibe war "The Art Of Dying". Der Sound da ist mit den ersten drei Alben kaum zu vergleichen. Das macht die ersten drei Scheiben nicht weniger genial - mittlerweile liebe ich die auch - aber wenn ich mir einen von denen zuerst geholt hätte, wäre es vielleicht auch meine letzte gewesen. Lange Rede kurzer Sinn: Daher zäume ich das Pferd gerne von hinten auf. Sollte ich bei TESTAMENT vielleicht auch so machen. Bei EXODUS weiß ich, dass ich die klasse find, daher gehts jetzt auch an das alte Zeugs 
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von Pillamyd » Dienstag 25. November 2025, 21:45
Ah, danke für das erklären. Ich verstehe die Herangehensweise. Irgendwie cool. Ja, dass vieles manchmal leise rüberkommt verstehe ich. Das hatte ich bei dem ein oder anderen Album Anfangs auch immer wieder mal. Aber je mehr Plastik ich in heutige Produktionen wahrnahm, desto mehr wusste ich den alten Klang mancher Scheiben echt zu schätzen. Da hat irgendeine Sensibilisierung für puren Klang stattgefunden und heutzutage wäre ich froh, wenn es eine Rückbesinnung geben würde.
Es gibt Alben damit komme ich klar, wenn ich die Songs so stark finde, dass sie mich den Klang vergessen lassen. Aber das ist halt größtenteils anders.
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von Holger Andrae » Dienstag 25. November 2025, 22:55
Pillamyd hat geschrieben:Platz 11 Antimatter | Leaving EdenGenre: Dark Rock VÖ: 2007Ich habe einiges schon öfters geschrieben... ...aber dieses Album war mein Soundtrack zum Zugfahren, als ich 2 Jahre lang jeden Tag nach Stuttgart gurken musste. Im Winter hat das Ding mein Herz erobert und ich erinnere mich heute noch gern an die Zugfahrten. Da gab es nur mich, das Album und das Geruckel im Zug. Alles andere war egal. Diese 48 Minuten gehörten nur mir. Großartiges, intensives Album. Ich habe dieses Album aufgesogen wie eine Schwamm und kann das Ding wahrscheinlich rückwärts mitsingen. 2007 erschien das erste Album ohne Duncan Patterson. Moss hat alles im Alleingang geschrieben. Bis heute ist es für mich unbegreiflich, wie man solch emotionalen Songs schreiben kann. Es hat so viel Tiefe und ist so prägnant in seinem Wesen. Es ist kaum in Worte zu fassen. Der Gesang ist nochmal gereifter und diesmal singt auch nur Moss auf der Scheibe. Die Songs sind auf den Punkt komponiert. Die Produktion ist so direkt, so warm, so basisch, so persönlich. Meiner Meinung nach ist Moss hier das Meisterwerk gelungen. Was sich schon auf den Alben zuvor angekündigt hat, gelingt hier in Perfektion. Ich könnte seitenlang über die Songs schwelgen. Aber man muss es gehört haben. Live dann auch noch das komplette Album dargeboten zu bekommen war die Kirsche auf der Sahnetorte. Es gibt kaum ein Album, dass ich als so intensiv empfinde, dass es manchmal schwer ist, es zu hören. Es gab nicht wenige Situationen, in denen ich abbrechen muss. Trotzdem ist von der Faszination nichts verschwunden. „Leaving Eden“ wirkt immer noch genauso, wie vor 15 Jahren, als ich es das erste Mal gehört habe. Für mich das Nonplusultra in der Diskographie. Da geht nichts drüber. Quasi eine 20/10. Ein Album. Nein, eine Band die viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Hörbeispiele:GhostsLeaving Eden
Ich besitze nur "Planetary Confinement" und auch dieses Album läuft relativ selten. Das liegt natürlich auch daran, dass es extrem intensive und stimmungsbildende Musik beinhaltet. Von daher hatte ich das Reinhören in die hier verlinkten Songs damals erstmal weggeschoben, da ich ähnliches erwartete und ich nicht in der Stimmung für solche Musik war und außerdem denke, dass ein schlichtes Online-Anhören solcher Musik nicht wirklich gerecht wird. Jetzt liefen die beiden Songs je zwei Mal unterm Kopfhörer, aber ich war nebenher auch mit anderen Dingen beschäftigt. Es ist genau so gekommen, wie ich es befürchtet hatte. Ich erkenne die Tiefe, aber sie erreicht mich in diesem Moment nicht. Vielleicht wiil ich es auch einfach nicht zulassen, denn die letzten sechs Wochen des Jahres besitzen für mich eine gewisse Schwere. Dabei möchte ich es belassen.
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von Holger Andrae » Dienstag 25. November 2025, 23:01
Pillamyd hat geschrieben:Platz 10 Pur | SeiltänzertraumGenre: Pop/RockVÖ: 1993600.000 Mal ging die Platte in 3 Monaten über die Theke. Ein Jahr später wuchs die Zahl auf 1,2 Millionen verkauften Einheiten. 128 Wochen in den Charts, zeitweise mit 3 Alben gleichzeitig. Über eine Millionen Konzertbesuche bei 120 gespielten Konzerten zum Album. Beeindruckende Zahlen. Ja, jetzt müssen ganz viele hier wahrscheinlich ganz stark bleiben. Aber eigentlich ist mir das völlig egal, denn ich werde die Wichtigkeit dieser Musik, was sie in mir auslöste und welchen Weg sie mir bereitete mit Sicherheit nicht verleugnen. Als dieses Album rauskam, war ich 2 Jahre alt. Die Erinnerung? Nicht vorhanden. Mit dem aufgezeichneten Konzert in Heilbronn, dass 1994 rauskam, habe ich aber wunderbare Erinnerungen. Keine Ahnung wie oft ich das Teil in den Rekorder eingeworfen habe oder damals einwerfen ließ, weil ich das immer und wieder sehen wollte. Ich wurde wach damit und ich schlief damit ein. Daher kommt wohl die Faszination für die Musik im Allgemeinen und meine Begeisterung für Konzerte. Das erste folgte dann im damals noch unter dem Namen stehende Gottlieb Daimler Stadion in Stuttgart 1998. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich zum ersten Mal den Boden unter mir vibrieren spürte und ich meinen Vater ganz verdutzt angeschaut habe und er mir dann erklärte, Warum das auf einem Konzert so sei. Schnell habe ich mich dran gewöhnt. Ich saß ab dem Moment als die Band die Bühne betreten hatte, 3 volle Stunden auf den Schultern meines Vaters und muss das ziemlich heftig genossen haben. Es folgten weitere Konzerte der Band über die Jahre, wie das heftigste Open Air Konzert, das ich bis heute erlebt habe. 2001 am Münsterplatz in Ulm. Bockelheiß. In der Spitze waren es 34 Grad. Die Feuerwehr holte sogar die Schläuche raus und spritzte große Mengen Wasser in die Luft, die uns für kurze Zeit abkühlen sollte. Vorbands und Band verteilten Wasserflaschen. Ich erinnere mich, dass es hieß das Konzert würde dann auch noch später starten, weil der Gottesdienst am heiligen Sonntag unbedingt beendet werden musste. Nun, aber genug von einschneidenden Konzerterlebnissen. Ihr merkt, da hängen viel Erinnerungen dran. „Seiltänzertraum“ ist ein beeindruckendes Album. Zum ersten Mal hörte sich das produzierte Album auch an wie eines. Professionell bis zum Anschlag. Teilweise im Weltbekannten Nashville aufgenommen. In den Songs stecken so viele wunderbare Feinheiten drin, die mich auch heute noch begeistern und die mich immer wieder erinnern und freudig lauschen lassen. Die Band fand die richtige Balance zwischen Leichtigkeit und Anspruch. Die perfekte Symbiose für die Liveauftritte mit denen die Band zu Recht bekannt wurde. Aber auch, dass sich die Band an ein Thema ran wagte, wie es in „Noch Ein Leben“ der Fall war (einen wahren Bandnahen privaten Vorfall zu verarbeiten), ist schon etwas Besonderes in der Art. Der Titelsong zum Beispiel hat eine unfassbar starke Komposition mit viel groove, blubbernden Bass und einen wirklich starken Text. Insgesamt ist „Seiltänzertraum" das wohl gitarrenbetonteste Album der Band bis heute. Etwas fröhlicher und verspielter geht es dann in „Hey Du“ weiter. „Der Mann Am Fenster“ umfasst eines der wenigen Texte die Engler nicht geschrieben hat. Bis heute wohl der dritte Text den er nicht im Alleingang geschrieben bzw. übernehmen lies. Der Text zu dem Song stammt aus der Feder von Reinhard Mey, für den sie damals schon immer mal wieder Musik eingespielt haben. Was die Band da komponiert hat, ist so zielorientiert, atmosphärisch so passend. Ein richtig toller Song für blutrote Sommerabende. „Heimlich“ der die Geschichte einer Frau erzählt, die nur für die Familie lebt und selten an sich denkt und sich nach alten Zeiten zurücksehnt. „Nie Genug“ mit der für mich ebenfalls stärksten Komposition der Band mit gesetzter Kritik an die katholische Kirche und den eigenen Vorlieben und unstillbaren Sehnsüchten. Ich finde es genial, wie er den Faden zur Musik spannt, um auszudrücken, was einen Glücklich macht. Was er sich bei „In Dich“ gedacht hat, weiß ich nicht. Aber sowas ähnliches hatte er ein paar Jahre zuvor ja auch schon für Maffay geschrieben. Trotzdem ist es eine Stärke eines Texters wie Englers, mit solch Worten einen singbaren Text zu verfassen. „Tagverdrossen senkt sich dichter Schleier namens Nacht“. Er selbst beschrieb das auch mal selbst als verquastes Deutsch. Dass niemand so im normalen Alltag kommunizieren würde, sei ihm durchaus bewusst, es aber für die Sache absolut treffend fände und das ist absolut richtig. Den Mut zu haben, aber so über seine eigenes Schaffen zu sprechen, finde ich selbstbewusst und mutig. Das sind sicher alles beweise dafür, dass die Band mehr ist als „Lena“, „Freunde“ oder „Ein Graues Haar“. Sicher, die noch zu Anfangszeiten spürbaren Art/Prog und Krautrock Einflüsse sind verschwunden. Aber die Band hat mit harter, über Jahre hinweg unbelohnter Arbeit, viel Livepräsenz eine ganz spezielle Eigendynamik und einen Signature-Sound der viel Anklang gen Mainstream stattfand entwickelt. Und eines dieser Ergebnisse…nein das erste vollkommen überzeugende Ergebnis war dieses Album. Vielleicht auch bis heute das Beste der Band. Die Band ist da angekommen, wo sie hinwollte, und der Rest war ein beeindruckender Selbstläufer. Die Band beschrieb einmal, dass es bis „Abenteuerland“ nie weniger wurde, gar immer mehr wurde. Immer höher ging, immer schneller wurde. Und das ist hörbar und spürbar. Ich würde nämlich trotz allem behaupten, dass da rein musikalisch trotz mancher überbordender Kritik des Kitsches und Schmalzes, sich einen hohen Anspruch erfüllte und die Band aus Vollblutmusiker besteht. Wer das verneint, ist nur auf bashing aus und das nehme ich sowieso nicht mehr für voll. Und trotzdem werde ich nicht verneinen, dass die nächsten Schritte nochmal drastischer waren und spätestens ab 2012 deutlich angepasster wurden. Die Band erlebte 2015 einen neuen Aufschwung, ich möchte sagen einen zweiten Herbst. Die Musik wurde aber angepasster an den neumodischen Kram und wurde leider zu Teilen auch austauschbarer, auch wenn ich dann immer noch auf jedem Album 2 bis 3 Titel entdeckt habe, die ich gut finde, die aber live dann völlig übergangen werden. Hinzukommt, dass sich aber auch immer mehr Komponisten unter den Hauptsongwritern gesellten, die den typischen PUR Klang deutlich verwaschener klingen lies. PUR bekam so etwas wie eine von außen her wirkliche Anerkennung, dafür ging der Signature-Sound aber deutlich flöten. Auch ist der Vorwurf gar nicht einmal so unberechtigt, dass die Texte Englers, immer mehr eine Form angenommen hat, die einen direkteren privateren Bezug haben und dadurch im Gegensatz zu älteren Songs der Band, bei denen das sicherlich auch der Fall ist einfach gläserner wirken. Das Verquaste weichte immer mehr und leider berechenbarer. Ich wünsch mir tatsächlich ein so mutiges Album wie es noch 2003 der Fall war, das letzte Album, bei dem die Band wirklich Mut bewies und bei dem ich die Texte wirklich stark finde („Saz“, „Der Kreis“, „Letzte Ausfahrt“, „Leicht“). Ich bin am Ende angelangt und bin mir ziemlich sicher, dass wer es bis hierhin ausgehalten hat, auch mal reinhören darf. Ich bin hier ziemlich abgeschweift, dessen bin ich mir bewusst. Aber wenn ich über diese Band spreche, dann versuche ich schon auch immer, der Lächerlichkeit der Abwertung gegenüber der Band zu entkräften. Das werde ich in diesem Leben nicht mehr hinbekommen, aber ich werde dessen aber auch überhaupt nicht müde. Im Grunde ist der Bund zur Band aber so stark, dass ich das automatisch mache und nicht aus dem Grund der Überzeugungsarbeit, auch wenn das so rüberkommen mag. Ich habe hier einfach sehr viele nostalgische Erinnerungen dran und die Band ist mir in vielerlei Hinsicht einfach unglaublich wichtig, obwohl ich sie in den letzten Jahren öfters einmal an mir vorbeikomponiert haben. Ich merke hier immer, dass ich sowas wie Guilty Pleasure schon auch quatsch finde. Das ist schon auch ein Teil meines Lebens und ich bin mir einfach ziemlich sicher, dass mein Musikinteresse nicht von ungefähr kommt. Aber ich wiederhole mich und das ist auch ein Thema für sich. Ich lege die Band immer noch gerne auf und überlege tatsächlich nächstes Jahr mal wieder ein Konzert zu besuchen. Hier kann ich mir nämlich gut vorstellen, dass es dafür nicht mehr viele Gelegenheiten geben könnte. Der Hauptkomponist ist seit Jahren leider fies krank und tritt nur noch marginal auf. Und der Sänger hat wohl mächtige Arthrose und wirkte auf dem letzten Riesenkonzert auf Schalke nicht mehr so richtig agil. Es wäre ein verdienter Ruhestand. Was bleibt sind viele Erinnerungen, auch live. Hörbeispiele:SeiltänzertraumNie Genug
Wow! Natürlich wusste ich, dass Du die Band sehr magst, aber dieser Text hat mich dann doch eiskalt erwischt. Ich habe die Band zwei Mal für Autogrammstunden "betreut" und fand sie beide Male extrem nett. Keine abgehobenen Super-Prolls. Das war angenehmes Miteinander, hat aber natürlich nicht dazu geführt, dass ich mich ernsthaft mit der Musik beschäftigt habe. Das war mir dann schon eine Spur zu seicht als Rock und zu dicht an Schlagermusik. Dass die Texte teils dann doch tiefer gehen, wusste ich nicht. Die beiden verlinkten Songs belegen dies aber und haben mich dahingehend auch überzeugen können. Meine Musik wird es trotzdem nicht. Noch ein paar Worte zur Kategosirierung "Schlager". Sicherlich verbinden wir damit immer automatisch etwas Schlechtes. Dabei muss es das gar nicht sein, denn in der Wortherleitung stammt es ja von Beat-Musik ab. Und wer zum Beispiel mal Udo Jürgens live erlebt hat, weiß, wie sehr Rock'n'Roll das sein kann.
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von Pillamyd » Mittwoch 26. November 2025, 10:58
Holger Andrae hat geschrieben:Wow! Natürlich wusste ich, dass Du die Band sehr magst, aber dieser Text hat mich dann doch eiskalt erwischt. Ich habe die Band zwei Mal für Autogrammstunden "betreut" und fand sie beide Male extrem nett. Keine abgehobenen Super-Prolls. Das war angenehmes Miteinander, hat aber natürlich nicht dazu geführt, dass ich mich ernsthaft mit der Musik beschäftigt habe. Das war mir dann schon eine Spur zu seicht als Rock und zu dicht an Schlagermusik. Dass die Texte teils dann doch tiefer gehen, wusste ich nicht. Die beiden verlinkten Songs belegen dies aber und haben mich dahingehend auch überzeugen können. Meine Musik wird es trotzdem nicht.
Noch ein paar Worte zur Kategosirierung "Schlager". Sicherlich verbinden wir damit immer automatisch etwas Schlechtes. Dabei muss es das gar nicht sein, denn in der Wortherleitung stammt es ja von Beat-Musik ab. Und wer zum Beispiel mal Udo Jürgens live erlebt hat, weiß, wie sehr Rock'n'Roll das sein kann.
Ich hoffe natürlich im positiven Kontext. Aber mich freut es natürlich ungemein, wenn ein Text meinerseits, so ankommt. Ich habe versucht alle Aspekte der Band darzulegen, weil es wirklich eine Band ist, die ich kenne wie meine linke Westentasche. Mit allem Für und Wider. Es gibt halt einfach ein paar Schlüsselerlebnisse, die die Band zu dem machen, was sie für mich sind. Und das meine ich so wie ich es schreibe. So eine Rückmeldung bestätigt, dass ich alles richtig gemacht habe. Zum Thema Schlager. Da hast du völlig recht. Ich reagiere da immer bloß drauf, weil ich im Falle PUR das immer als Argument vorgetragen bekomme und weiß in welchem Zusammenhang dieses Argument geäußert wird. Udo Jürgens hat tolle Texte. Für mich eines der besten Songs auf diesem Planeten dürfte "Ein ehrenwertes Haus" sein. PUR durften diesen Song in einer Geburtstagssendung von Udo Jürgens mal zum Besten geben und ich mag die Version wirklich gerne. Ein ehrenwertes Haus. Es gab den Auftritt auch mal als Mittschnitt in bewegten Bildern, den ichcauf die schnelle leider nicht finden konnte. Damals sang man sogar in TV Sendungen live. Hartmut erzählte mal, dass er für Udo gearbeitet hat und den Spot auf Udo lenken durfte. Das zählt er als wichtigen Einfluss. Ebenso hat Hartmut Anfang der 90er einen damals wichtigen Liedtexterpreis bekommen. Zwischen den ganzen Schlagergrößen dort, hat er seine Meinung zum Thema Schlager aber selbst preisgegeben und das grenzt sich dann doch deutlich ab https://www.youtube.com/watch?v=rkyo4mwt15g. Ein Udo Jürgens hat ebenso viele tiefsinnige Texte. Ein ehrenwertes Haus, ist so gesellschaftskritisch wie es nur sein konnte und auch aktueller den je. Ich wollte diesen Text immer mal wieder zur Interpretation im Deutsch oder Musikunterricht mitbringen und nutzen, hatte aber nie die Gelegenheit dazu. Du hast PUR öfters persönlich getroffen als ich. Ich bin einmal einer Autogrammstunde beigetreten um ein Album auch für einen guten Freund signieren zu lassen. Bis heute Rätsel ich über die Frage vom heutigen Ex-Mitglied Martin Ansel, der mich aus dem nichts fragte ob ich der Bruder von dem damals neuen Schlagzeuger von PUR sei. Da muss ich wohl mächtig was verpasst haben, ich habe es nicht verstanden. Da der als Spaßvogel in der Band galt, habe ich das immer damit abgetan 
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