25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Raphael Paebst » Mittwoch 17. Februar 2016, 17:26

Also wenn das schon deine Nr. 15 ist, bin ich echt gespannt, was da noch alles kommt. Bei mir hat die ARMORED SAINT es zwar auch nicht auf das ominöse Treppchen geschafft, aber wie du schon angemerkt hast, letztendlich sind solche Platzierungen immer auch ein Stück Willkürlich und spiegeln mehr wieder, wie oft ich eine Scheibe gehört habe. Da lagen bei mir letztes Jahr ein paar Italiener deutlich vorn, was "Win Hands Down" ja aber nicht schlechter macht, sondern eher zeigt, dass ich sie noch viel zu selten gehört habe.
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 18. Februar 2016, 00:37

Dann wollen wir mal noch mal alles zusammenfassen, was du hier bisher gepostet hast:

25.
MORGOTH
Mir gefällt die Morgoth auch durchaus gut bis sehr gut. Hätte nicht gedacht, dass das ohne den Herrn Grewe für mich so gut funktioniert und wollte daher zuerst nicht so recht an die Scheibe ran, aber als ich die Herrschaften dann live aufm Summer Breeze gesehen habe, hab ich meinen Frieden mit der Konstellation gemacht und komme jetzt richtig gut mit dem Album klar. Wenn man ehrlich ist, merkt man es eh kaum, dass da jetzt der Jagger statt dem Grewe singt. Der hat den Morgoth-Gesangsstil schon echt gut drauf. Doch, ein sehr starker Auftakt für deine Jahrescharts.

24.
LORD FIST
Die Band kenne ich bisher nur vom Namen her, habe mir jetzt aber mal die Hörproben zu Gemüte geführt. Die sind ziemlich überzeugend. Der Gitarrensound ist sehr geil und passt perfekt zum speedigen, leicht thrashigen NWoBHM-Sound. Auch der Sänger ist stark. Ein bisschen erinnert mich das an Blitzkrieg. Road Ravens hat gar einen kleinen Tysondog-meets-Manilla-Road-Touch, irgendwie, irgendwo... ja, auch Heavy Load ist kein falscher Vergleich. Doch, das merke ich mir mal vor. Kann gut sein, dass ich die mal eintüte. Das Artwork gefällt mir auch.

23.
KHEMMIS
Wieder ein sehr, sehr hübsches Artwork. Hat was Moorcock- und Hawkwind-mäßiges. Musikalisch schwer doomig zum Einstieg, dann allerdings mit fein gesponnenen melodischen Leads. Verheißungsvolles Klangbild. Der Beat geht in den Nacken. Klingt irgendwie finnländerisch, wenn auch coloradischer Herkunft. Shit, der Siebinger hat da tatsächlich ein bisschen was in der Hinterhand, was Rabenvogel wohl doch zum 2015er-Nachlegen bringen wird. Das ist Doom, der nicht van-der-Stange klingt und richtig viel Musikalität mitbringt. Witzig, wenn hier und da in den Leads gar Jeff-Waters-Stilistika aus dem Doomsound blitzen. Gesanglich auch stark. Doch, die ist dann wohl auch auf der Liste. Nein, falsch, die ist geordert. Der Marketplace hatte sie für 'nen Zehner aus USA.

22.
CATTLE DECAPITATION
Hah, endlich mal Metal, den ich als militanter Carnivorus aus ideologischen Gründen ablehnen muss! Nein Quark, suum cuique, wie wir Lateinschüler sagen. C.D. mag ich eigentlich ganz gerne, obwohl Ballerei im Exzess. Dafür mag ich es, wie der Mann seine Stimme einsetzt. Das ist schon spannend. Auch die Bassparts sind manchmal Aufsehen erregend. Wenn die Effekte auf der Stimme zu derb und gurgelig sind, geht's mir aber auch mal zu weit. Für mich eine interessante Band, die durchaus ihren Charme hat, die mich aber vom Gesamtpaket her nie genug angesprochen hat, um wirklich intensiver einzusteigen.

21.
AMPUTORY
Auch das weiß zu gefallen. Sehr feiner Death Metal der alten, hinterhältig schlurfenden Schule. G4-Metal: Geifernd, gallig, gurgelig, gnadenlos. Auch hier wieder ein super Artwork. Sensenmann, Galgenmann, Kreuzmann, Dolchmann. Ich höre neben den von dir genannten Landsleuten der Delinquenten auch ein bisschen Autopsy und Grave. Wirklich starker Sound, und auch hier bin ich kurz vor einer weiteren Listenerweiterung.

20.
ADRAMELCH
Mit dem peripheren Blutgefäß des borealen Paarhufers hast du hier die zweite Scheibe am Start, die ich auch in der Sammlung habe. Die finde ich auch toll, aber ich muss es zu meiner Schande gestehen, dass ich es bisher nicht geschafft habe, ihr so viel Zeit zu widmen, wie ich das gerne tun würde. Deshalb ist sie auch in meinen Jahrespolls bisher nicht vertreten, was ich schade finde, denn die gefühlvollen Arrangements, die leideschaftlichen Vocals und das smoothe Klangbild sind schon richtig stark. Etwas Epik, etwas Neoprog, entspannte Gitarrensounds, viel Seele. Doch, ein definitives Jahreshighlight, das in meiner Liste an sich auch eine Rolle spielen hätte sollen.

19.
MOTÖRHEAD
Wenn eine neue Motörhead kam, dann war die für mich immer chartrelevant und so natürlich auch 2015. Zumal "Bad Magic" auch eine der besten Lemmy-Scheiben der letzten Jahre ist. Die Tragik, dass es nun das unumstößliche Abschiedsalbum des Meisters ist, lässt es vielleicht noch wertvoller werden, auch wenn momentan immer eine kleine Träne im Knopfloch ist, wenn sie läuft. Der Charme des Dings ist unbändig, und es bläst den Großteil der um die selbe Zeit erschienenen anderen Legendenscheiben ziemlich klar an die Wand. Lemmy forever!

18.
BLACKSLASH
Ja, das ist ein toller SMB-Tipp gewesen, auch wenn ich bei Schwabenstahl aus rein patriotischer Pflichterfüllung immer schon sehr schnell Gewehr bei Fuß stehe. Aber die wären auch gut, wenn sie keine Schwaben wären. =) Ich hör da ein bisschen NWoBHM, etwas Jag Panzer, ein bisschen Tad Morose und auch ein bisschen 80er-Schwabenstahl. Und eine Band, die mir auf der Zunge liegt, aber nicht einfällt. Toller Gesang. Es freut mich sehr für die Band, dass die Scheibe sehr gut zu laufen scheint.

17.
DARK QUARTERER
Hammerscheibe, Hammerband, Hammerhammerhammer... Viel mehr kann und will ich da eigentlich gar nicht schreiben. Gianni Nepi und seine Mannen sind etwas ganz besonders einzigartiges und ich werde nie den Moment beim zweiten KIT vergessen, als ich dieses skurrile Trio erstmals auf einer Bühne sah. Ganz, ganz große und originelle Musikalität, die kreativ und in Sachen Charisma frühen Deep Purple und Uriah Heep das Wasser reichen kann, ohne zu nah an jenen Bands zu stehen; und zudem mit weitaus weniger kommerziellem Ansatz.

16.
WAR AGENDA
En Leo aufm Cover, widdr Südwestmetall AG, bei MDD uffm Label. Da isch ja dann schon wieder mal Interesse geweckt, vor allem auch weil mir die Band bis dato gar nichts gesagt hat. Die Riffs sind ja mal ultra fieß. Der Gesangsstil erinnert mich ein wenig an den jungen Gerre, was ich als Kompliment meine, und auch ansonsten könnte ich mir einen Vergleich mit einer Mischung aus Tankard und Warrant (D) vorstellen. Auch hier gilt: Vorgemerkt! Bei nächsten Börs'chen mal beim Lachsack vorbei schauen.

15.
ARMORED SAINT
Auch bei mir in den Charts vertreten und in der Tat ein grandioses, und in dieser Klasse durchaus überraschend geniales Comeback einer großartigen Band. Man merkt den Alben dieser Band einfach an, dass die Truppe eine Herzensangelegenheit ist und keine große Band, die abliefern muss. In Pasadena hatte ich mal eine liebe Großtante. Leider schon lange verstorben. Aber die Zitronen und Orangen aus ihrem Garten waren unvergesslich. Die war nach dem Krieg Haushälterin bei Bob Hope.



SALDO:

11x Siebi-Charts, davon 6x auch in der Rabensammlung und davon 3x auch in den Rabencharts. Eine weitere ist bestellt, zwei weitere wandern auf den Einkaufszetteln. Mir deucht, dass deine Liste meinen Geschmack doch sehr, sehr gut trifft, bisher.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet.
Háv. 38
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Pillamyd » Freitag 19. Februar 2016, 11:47

War Agenda | Night Of Disaster
Das klingt verdammt gut. Vor allem aber auch sehr frisch. Hätte jetzt auch nach den ersten Tönen gedacht, die Band kommt aus Amerika. Aber man weiß ja wem man das Denken überlassen sollte.
Das ist echt super und macht verdammt viel Spaß. Sehr abwechslungsreich ohne zu übertreiben und es verwässert klingen zu lassen. Top!!!

Armored Saint | Win Hands Down
Baam!!! Mehr will ich noch nicht zu sagen *hüstel*
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Havoc » Sonntag 21. Februar 2016, 13:59

20. ADRAMELCH
17. DARK QUARTERER


Hier interessieren mich bisher nur diese beiden Alben. Wobei mir ein Album von DARK QUARTERER vielleicht auch reicht.
Von ADRAMELCH habe ich die starke "Broken History". Würde mich ja schon mal interessieren wie die Nachfolger so klingen.
Hat aber irgendwie nie allererste Priorität. Und im Internet höre ich mir kein komplettes Album an. Sowas mache ich einfach nicht. ;-)
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Siebi » Sonntag 21. Februar 2016, 14:43

Rüdiger in wide and bright Epicness mit wunderbaren Worten. Danke schön. Pilla hört und meint fleissig weiter mit, recht so.

Havoc ist auch dabei, sehr gut. Eine Frage, wie kommst Du an neue Musik? Hörst Du im Laden rein oder reiner Blindkäufer oder anhand von Reviews und Meinungen im Netz? Obwohl, Du schreibst "kein komplettes Album", das wird die Antwort implizieren, habe ich überlesen. Aber warum hörst Du kein ganzes Album im Netz an?

Im Labor läuft aktuell nur noch Spotify. Da sind so viele Scheiben in guter Qualität vorhanden, man bekommt schnell einen Eindruck, ob eine neue VÖ als Kauf in Erwägung gezogen wird. Nutze es nur im Labor, aber das ist, neben bandcamp und YT, eine tolle mögliche Quelle für einen Musikinteressierten.
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Raphael Paebst » Sonntag 21. Februar 2016, 15:24

Havoc hat geschrieben:
20. ADRAMELCH
17. DARK QUARTERER


Hier interessieren mich bisher nur diese beiden Alben. Wobei mir ein Album von DARK QUARTERER vielleicht auch reicht.

NEIN!!! Da brauchst du definitiv mehr. Zumal, je nachdem, welches Album du hast, die Unterschiede einfach gravierend sind.
Havoc hat geschrieben:Von ADRAMELCH habe ich die starke "Broken History". Würde mich ja schon mal interessieren wie die Nachfolger so klingen.

Anders, aber toll. Analog zu DARK QUARTERER gilt, dass man da definitiv mehr, eigentlich alles, braucht, da es sich schon stark unterscheidet und jeweils auf seine ganz eigene Art fasziniert, fesselt und berührt.
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Havoc » Sonntag 21. Februar 2016, 20:54

Siebi hat geschrieben:Eine Frage, wie kommst Du an neue Musik? Hörst Du im Laden rein oder reiner Blindkäufer oder anhand von Reviews und Meinungen im Netz?


Vieles sind Blindkäufe bzw. Pflichtkäufe. Ansonsten höre ich oft kurz über amazon oder youtube in Alben rein auf die ich meist über powermetal oder das Rockhard
aufmerksam geworden bin.

Obwohl, Du schreibst "kein komplettes Album", das wird die Antwort implizieren, habe ich überlesen. Aber warum hörst Du kein ganzes Album im Netz an?


Wenn ich ein Album ganz hören würde, dann wäre die Spannung ja fast komplett weg und ich würde mich gar nicht mehr so auf das Album freuen. ;-)
Deswegen höre ich bei mir wichtigen Alben auch vorher gar keinen einzigen Ton im Netz an.
Unwissenheit kann ein Segen sein. ;-)
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Drumtier » Sonntag 21. Februar 2016, 23:05

WAR AGENDA: Thrash geht bei mir nur in geringen Dosen und noch besser live aber das hat gleich einmal einen guten Ersteindruck gemacht. Keine Spielereien, keine Experimente, einfach drauf aufs Gaspedal. Der erwähnte Gesang gefällt mir auch recht gut, besonders wie und wann er eingesetzt wird. Das Songwriting könnte vielleicht etwas mehr Experimente vertragen, das wirkt teils ein wenig zu sehr auf Nummer Sicher. Kein Fall für meine Einkaufsliste aber ein netter Snack für zwischendurch.

ARMORED SAINT: Das sind also diese berühmten ARMORED SAINT, ich weiß nicht ob ich je einen Song von gehört hab obwohls sicher einer der Bandnamen ist, den ich seit frühesten Zeiten kenne. (Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass ich sehr wohl was von ihnen gehört hab, kann mich aber an keine Musik/Reaktion darauf erinnern) Aber naja, is eh ganz nett, aber einfach nichts für mich.
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Tragic_Idol » Freitag 26. Februar 2016, 19:41

Ungesüßt? Ja warum nicht!

Morgoth:
Death Metal, der mich aber nicht so recht mitreißen will. Wirkt irgendwie etwas glatt, die Vocals wissen aber immerhin zu gefallen!

Lord Fist:
Ui, die haben Feuer unterm Hintern! Auch wenn traditioneller Metal nicht 100%ig mein Spezialgebiet ist, mir kann Zeug aus der Richtung durchaus etwas geben, vor allem wenn es so kredenzt wird wie hier - frisch, energetisch und mit toller Lead-Arbeit. Will ich mal live erleben.

Khemmis:
Die sind bei mir zumindest schon auf der Einkaufsliste! Und ich frage mich gerade... warum hab ich die noch nicht!? Gitarrenarbeit, Vocals (sowohl die cleanen als auch die harscheren), Atmosphäre - eigentlich alles auf ganz hohem Niveau. Epischer Doom wie er sein soll und ich sag schon mal Danke fürs Erinnern. ;-)

Cattle Decapitation:
Da war ich mir überhaupt nicht sicher, ob ich damit was anfangen kann, aber nach dem Hören von "Clandestine Ways (Krokodil Rot)" und "The Prophets Of Loss" kann ich zumindest teilweise Entwarnung geben. Ich weiß zwar nicht, ob ich jetzt zwingend die Platte brauche, aber so als kurzweiliger Spaß für ein Paar Songs lang taugt das durchaus. Und die schaffen es in der Tat gut Abwechslung in ihre Songs zu bekommen, hätte ich so jetzt nicht erwartet!

Amputory:
Na das läuft mir doch gleich schon viel besser rein als Morgoth. Im Gegensatz zu Morgoth schafft es das durchaus eine starke finstere Atmosphäre zu erzeugen, dazu noch der herrliche Groove und der derbe Gitarrensound. Passt! Zu Death Metal aus Finnland kann ich jetzt nicht viel sagen, aber wie Rüdiger hör ich hier auch eine dezente Autopsy-Kante raus.

Adramelch:
Die Herren agieren schon gerne an der Grenze zum Kitsch, oder? Bin anhand des Eindruckes durch die Trailer etwas gespalten, majestätisches wechselt sich mit (für meinen Geschmack) zu schwülstigen Parts ab und beim Sänger weiß ich auch noch nicht so recht, was ich von dem halten soll, hm.

Motörhead:
Bis zuletzt waren Motörhead eben eine Konstante, die zuverlässig abgeliefert hat, einen großen Qualitätsunterschied zu z. B. "Ace Of Spades" kann ich jetzt hier zumindest nicht feststellen. Auch wenn ich nie der allzu große Motörhead-Fan war, ohne Lemmy fehlt einfach etwas. RIP.

Blackslash:
Hier könnte ich eigentlich wieder ähnliches wie zu Lord Fist schreiben, wobei letztgenannte etwas mehr fetzen. Blackslash haben dafür die besseren Melodien und den stärkeren Sänger. Passt!

Dark Quarterer:
Oh, nochmal Italien, na dann auf gehts - rein mit "Path Of Life". Sehr episch die Angelegenheit, die kurzen leicht angeproggten Schwenker passen aber nur bedingt da rein, die schnelleren Parts sind dafür schick. Sehr eigenwilliger Sänger, aber ich glaube an den könnte ich mich noch gewöhnen. Am Anfang der zweiten Hälfte treten da kurz Synth-Klänge in den Vordergrund, auch da bin ich mir noch nicht so recht sicher, wie ich das bewerten soll. Müsste ich für ein sinnvolles Urteil noch öfters hören.

War Agenda:
Thrash aus deutschen Landen kann mich leider nur selten auf Platte so wirklich überzeugen - und dabei können War Agenda leider jetzt nicht viel ändern.

Armored Saint:
Auch wenn das Album letztes jahr in fast allen (metallischen) Munden war - ich kenne keinen Ton davon. Und noch schlimmer, ich glaube ich habe noch nie bewusst Armored Saint gehört. Na dann mal zackig los und "An Exercise In Debauchery" rein! Der Sound ist auf jeden Fall druckvoll, die Riffs sind klasse und der Sänger hat einiges auf dem Kasten. Doch, da kann ich die positiven Reaktionen sehr wohl nachvollziehen.
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Re: 25 ungesüßte Scheuklappenhits 2015

Beitragvon Siebi » Samstag 27. Februar 2016, 11:23

Herzlich willkommen zur zuckerfreien Party, Herr Tragic_Idol. Super!

Machen wir locker flockig weiter mit den Hits des Vorjahrs, das Scheiben in einer Quantität wie Qualität ausspuckte analog heißer Lavasteine eines ausbrechenden Vesuvs. Ein so gesehen qualitatives heißes Eisen aus den USA sei hier nicht vorenthalten. Mrs. Davis, legen Sie bitte los, zwo, drei, vier.

14. Christian Mistress (US): "To Your Death" (Relapse)

Bild

Seit dem letzten Album “Possession” haben mich Christine und ihre männlichen Musikerkollegen so richtig am Wickel. Erdiger, natürlich klingender, Sound, gern als Retro Hard Rock verschrien. Kein okkulter Firlefanz, dafür eingängige Kompositionen und doch das ein oder andere Hakenscharmützel ins Hirn setzend. Genauso verhält es sich mit „To Your Death“. Satte basische Produktion und Spielfreude im Quadrat lassen mich am besagten Wickel abermals zappeln wie weiland Pumuckl an des Eders Leimtopf. Christines Stimme umspült so liebreizend die Öhrchen, hat genug Timbre im Kehlköpfchen und härtet zur rechten Zeit die stimmigen Songs. Well done, Lady & Gentlemen!

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