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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Frozen » Mittwoch 1. Juli 2015, 17:29
Peter Kubaschk hat geschrieben:Na ja, vielleicht ist die Fragestellung dafür doch nicht ganz richtig. Denn die Jüngeren hier lernen die Alben ja spät nach Erscheinen kennen, aber relativ früh, wenn sie anfangen sich mit Metal zu beschäftigen. Also mitten in der "Sozialisation".
Passt so nicht zwingend, gerade bei Priest kann ich da mitreden. Die "Painkiller" kenne ich sicher 15 Jahre, aber ich habe bis vor relativ kurzem fast nur die alten Priest Sachen gehört, bis und mit "British Steel". "Screaming for Vengeance" "Defenders of the Faith" und "Painkiller" höre ich erst seit wenigen Jahren. Das ist auch in meinen alten Top 100 Threads nachlesbar. Aber ich habe zwei Beispiele die auch für mich Jüngling absolut zählen: CCR hat mir mein Vater seit kleinstalter vorgespielt. Als ich anfing zu sammeln, habe ich seine alten Platten durchsucht und durchgehört, und sieh da, da war "Willy and the poor boys" der Hit. Die Platte ist leider völlig vernachlässigt kaputt gegangen, aber die B Seite hör ich mir immer noch regelmässig an. Und für die A-Seite gibts Youtube ^^ Die Platte ist glaub bis heute meine älteste, und passend dazu eine meiner frühesten Musikerinnerungen, sogar noch vor Status Quo. Und Uriah Heeps "Magician's Birthday" lief teils im Auto, noch als Kassette. Das Band suche ich auch seit ich sammle, irgendwo in unserer Hütte ist es, aber wo unsere Bänder sind... keine Ahnung leider. Heep hats mir erst mit "Into the Wild" angetan, also noch nichtmal so lange wie ich hier angemeldet bin (2010?), und plötzlich hab ich die alten Sachen angehört und sie passen nach wie vor. Die einzige LP die bei mir öfter läuft als "Magician's Birthday" ist Nightcrawlers "Soldier in Time", die ich aber auch erst kenne seit Holg sie mir vorgesamplert hat, die gilt hier also nicht. Also unterm Strich kann ich meinen Vater für die Ursprünge meines Geschmacks verantwortlich machen, obwohl ich bis vor einigen Jahren nichtmal kapiert habe, was er mir da vorspielte, in Erinnerung ist mir lediglich sein Vortrag jeweils wenn das Zeug lief. Bei solchen Klassikern kann ich ihn teils sogar überreden an die Konzerte zu kommen. Hoffe das klappt auch für Uriah Heep im Dezember.
Top 5 Jahr 20151. ENFORCER - From Beyond 2. VISIGOTH - The Revenant King 3. ARMORED SAINT - Win Hands Down 4. SATAN - Atom by Atom 5. HORACLE - Dead Eyes Revelations MEINE SAMMLUNGCurrent Taste: Traditional Heavy Metal
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von Jhonny » Mittwoch 1. Juli 2015, 19:37
Black Sabbath mit Ozzy kenne ich schon ewig, aber wirklich schätzen gelernt habe ich sie auch erst relativ spät. Da standen sogar schon 1-2 Alben in der Sammlung, bis es wirklich "klick" gemacht hat. Davor habe ich das immer eher als Aufwärmübung für die Dio-Phase gehalten Daher war das von Holg vorgeschlagene Band-Packet bei mir schon irgendwie zutreffend.
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von salisbury » Donnerstag 2. Juli 2015, 01:53
Peter Kubaschk hat geschrieben:Ja, aber warum schaust du dabei (fast) ausschließlich auf neue Alben und so selten auf die Originale? Gerade bei deinem derzeitigen Retro-Wahn ist mir das irgendwie ein Rätsel.
Hm, schwer zu sagen. Es gibt einfach zu viele tolle Musik und zu wenig Zeit. Zudem bin ich da eigentlich relativ bequem. Seitdem ich viel für diese Seite hier mache, lass ich mich von hier aus natürlich vollstopfen mit fast immer neuer Musik. Und das Angebot höher ist als die Nachfrage ist dadurch der Bedarf gedeckt. Zur "Echtheit": Das war für mich irgendwie nie wirklich das große Kriterium. BLUES PILLS (nur ein Beispiel) ist mir echt genug. Die kommen immer mal wieder auf Tour, die kann man sehen, die sind jung und dynamisch, mitreissend, die Alben klingen gut, was wil ich mehr? Darüberhinaus wüsste ich nicht einmal, was ich stattdessen ählicheres originaleriges hören sollte. Wird ja immer mit FRUMPY und JANIS JOPLIN verglichen. Hör ich nicht raus. Heisst aber alles nicht, dass mir die alten Sachen nicht auch gefallen würden. Dann kommt aber ne anderes blaue Psychologie ins Spiel. Weil wenn ich das höre, denke ich, okay: Kenn ich ja schon, den Stil. Von BLUES PILLS. Und dann hol ich mir doch lieber was cooles Anderes als was eh schon "bekanntes" Olles  . Ich denke, so in etwa kann ich Peters Rätsel zumindest teilweise entschlüsseln 
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von salisbury » Donnerstag 2. Juli 2015, 09:05
Frozen hat geschrieben: Also unterm Strich kann ich meinen Vater für die Ursprünge meines Geschmacks verantwortlich machen
Das ist bei mir sehr ähnlich. Als Kind und Jugendlicher habe ich fast ausschliesslich alte Musik gehört. 60iger und 70iger. BEATLES, STONES, KINKS, PROCUL HARUM, MOODY BLUES, etwas später CREAM, DEEP PURPLE, LED ZEPPELIN. Das zählt ja alles nicht für den Thread, weil ich das als junger Hüpfer alles schon kannte, damit find mein Rock-Assimilation an. Allerdings erklärt dies auch meine große Vorliebe für diverse moderne Retro-Bands, die mit dem Sound dieser alten Bands spielen. Ich mag den Sound und das Feeling. Wer dies dann am Ende umsetzt, jung oder alt, Eric Clapton oder Dorian Sorriaux, ist mir relativ bums...  .
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von Raphael Paebst » Samstag 4. Juli 2015, 21:27
Das, Sally, ist genau der Punkt, den ich nie verstehen werde. Ich mag ja eine Menge von den neuen Retrobands sehr gerne, aber das würde mich nie davon abhalten, den Originalen nachzuspüren und mich über Bands aus den späten 60ern oder den 70ern zu freuen. Wenn man das alle eine Weile hört, so wenigstens mein Eindruck, fällt aber eines auf: Die neuen Retrobands gehen doch viel schematischer, strukturierter und letztendlich begrenzter an die Sache heran. Da stecken dann doch viel zu oft die klassischen Songschemata drin, die aber gerade bei den Psychedelic und Progbands früherer Tage konsequent ignoriert oder absichtlich bekämpft wurden. Deshalb denke ich, dass man schon was verpasst, wenn man diesen Sound lediglich über BLUES PILLS und Konsorten aufsaugt und den Rest ignoriert.
Ausnahmen bestätigen natürlich diese Regel, wie etwa JEX THOTH oder WITCHWOOD, die ebenfalls außerhalb gängiger Songstrukturen agieren. Was mich dabei eigentlich am meisten wundert, ist, dass du bei vielen anderen Sachen, die du so hörst, auch auf Kram stehst, der solche klassische Songstrukturen über Bord wirft. Aber dann kommst du mit so einer völlig generischen, konventionellen Truppe wie MOUNT SALEM an und lässt dir die ganze tolle Musik entgehen. Das werd ich einfach nie verstehen.
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von Holger Andrae » Samstag 4. Juli 2015, 21:43
Da bin ich völlig beim Raf. Klar, Zeit und Knete spielen immer eine Rolle, aber so gar nicht nach den Wurzeln zu fahnden, leuchtet mir nicht ein. Bei uns in den 80ern habe ich auch parallel zu den Speed- und Thrashbands zuerst mal die mir fehlenden NWoBHM-Scheiben angetestet. Nicht alle habe ich gekauft, einige nur bei Freunden gehört, aber ich wollte zumindest wissen, wie das geklungen hat. Später ging dann der Blick noch weiter rückwärts. Aktuell finde ich die retrobands ja auch cool, aber bei mir hat es noch größeres Interesse an den Originalen geweckt, die nach meinem Empfinden irgendwie auch "echter" klingen. Meist zumindest.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Jhonny » Sonntag 5. Juli 2015, 13:35
Hmm... die Retro-Truppen, die größeres Aufsehen erregen finde ich schon auch originell. BLUES PILLS, GRAVEYARD, WITCHCRAFT, ZODIAC oder auch BLOOD CEREMONY klingen für mich nicht nur wie eine Kopie der 70er.
Aber: Sobald ich GRAVEYARD gehört hatte, wollte ich mehr BLUE ÖYSTER CULT, mehr PINK FLOYD, mehr FLEETWOOD MAC und mehr LED ZEPPELIN. Wahlweise könnte hier auch THE DOORS, JETHRO TULL, THIN LIZZY, RUSH, THE BEACH BOYS, BOB DYLAN oder THE WHO stehen... der Rock der 60er und 70er Jahre ist noch mal viel faszinierender. Die Jungs haben das alles erfunden, basierend auf Rock 'n' Roll, Blues, Gospel und Country - ohne davor schon dreihundert 70er Jahre Vinyls angehört zu haben.
Das heißt: Die Bands sind für mich Einfalltore in eine frühere Welt. Und wenn ich Interviews mit ihnen lese, dann wollen sie das auch sein.
Ganz klar, man kann nicht alle "Oldies" der Rock-Geschichte mögen. Manches hat mich auch nicht so berührt (CAROLE KING z.B. fand ich immer nur gut, und die große Faszniation vieler für MARVIN GAYE konnte mich bisher auch nicht mitnehmen). Aber "back to the roots" ist für mich ein Grundprinzip der Rock-Musik. Das ist keine Ablehnung von Neuerungen, sondern immer die Frage, wie ein Genre entstanden ist, und warum die großen Alten die großen Alten geworden sind, die noch heute zur Inspiration taugen und bewusst kopiert werden.
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von salisbury » Mittwoch 8. Juli 2015, 21:54
Raphael Paebst hat geschrieben:Das, Sally, ist genau der Punkt, den ich nie verstehen werde. Ich mag ja eine Menge von den neuen Retrobands sehr gerne, aber das würde mich nie davon abhalten, den Originalen nachzuspüren und mich über Bands aus den späten 60ern oder den 70ern zu freuen.
Junger Padavan, wie oben erwähnt kommt die Wurzel meines Musikgeschmacks genau dorther. Als Kind und Jugendlicher habe ich nichts anderes gehört, ich habe die Musik meines Vaters aufgesaugt. Und ich liebe sie heute noch sehr. PROCUL HARUM, MOODY BLUES, es gibt Tage da geht für mich nichts drüber. Und viele "Retro"-Acts mag ich, weil sie dem Geist dieser Musik nachspüren. Plus: man kann sie sogar noch live in voller Blüte sehen. Also, so blank wie du denkst, bin ich dort nicht. Und den STONES, BEATLES, DEEP PURPLE etc muss nicht nachspüren, die hab ich doch schon intus  . Aber ich bin nicht der Typ, der alles kennen und haben und nach jeder Staubcombo aus den Siebzigern suchen muss. Zudem bin ich kein Verfechter der Meinung, dass die alten Bands besser sind als die Neuen. Im Gegenteil, was Hendrix in den 60igern geklampft hat, war damals bahnbrechend, heute Anfängerlesson Grundkurs, mal übersüitzt formuliert 
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von salisbury » Dienstag 14. Juli 2015, 00:45
Kubi hat geschrieben:Ja, aber warum schaust du dabei (fast) ausschließlich auf neue Alben und so selten auf die Originale? Gerade bei deinem derzeitigen Retro-Wahn ist mir das irgendwie ein Rätsel.
Yoha, denn hör ich doch auch mal wieder die Klassiker. Gestern "OK Computer", heute "Ziggy Stardust", mal sehen, was morgen kommt 
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von Chavo89 » Donnerstag 20. August 2015, 08:03
So, jetzt fiel mir wieder was ein. Ende letzten Jahres legte ich mir ASIAs "Arena" zu. Das Teil hat mich anfangs wegen seiner Poppigkeit etwas abgeschreckt. Aber inzwischen bin ich begeistert. Bei 'Two Sides Of The Moon' bekomme ich meterdicke Gänsehaut. Ein fantastisches Album, in das ich mich sehr verliebt habe! Kann mir da jemand sagen, welches ASIA-Werk als nächstes an der Reihe sein sollte?
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