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von Siebi » Sonntag 22. September 2013, 21:22
Wäre eine Rückkehr zur Nicht-Benotung denkbar?
Btw. Hier wurde der Rensen wegen seinen Noten hinterfragt. Dessen Notengebung finde ich okay, weil es subjektives Empfinden ist, die Noten so zu geben. Wenn ich ein Magazin über längere Zeit lese, weiß ich nach kurzer Zeit, wie ein Redakteur tickt, ob dessen Geschmacksknopsen den eigenen Vorlieben entsprechen. Anhand dessen subjektiver Note kann ich in Kürze gut ablesen, ob das was für meine Ohren ist oder eben nicht. Von daher finde ich diese Art Orientierungshilfe durchaus okay, muss aber nicht immer korrespondieren.
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Siebi
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von firestarter » Sonntag 22. September 2013, 21:37
Ich komme übrigens mit dem 15 Punkte-Schema bei musikreviews.de ganz gut zurecht:
1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
Und gute Reviews schreiben die auch noch dazu.
Zuletzt geändert von firestarter am Sonntag 22. September 2013, 21:38, insgesamt 1-mal geändert.
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firestarter
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von Holger Andrae » Sonntag 22. September 2013, 21:37
Siebi hat geschrieben:Wenn ich ein Magazin über längere Zeit lese, weiß ich nach kurzer Zeit, wie ein Redakteur tickt, ob dessen Geschmacksknopsen den eigenen Vorlieben entsprechen. Anhand dessen subjektiver Note kann ich in Kürze gut ablesen, ob das was für meine Ohren ist oder eben nicht. Von daher finde ich diese Art Orientierungshilfe durchaus okay, muss aber nicht immer korrespondieren.
War das allgemein gemeint oder kannst du das bei uns auch schon?
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Siebi » Sonntag 22. September 2013, 21:54
Holger Andrae hat geschrieben:Siebi hat geschrieben:Wenn ich ein Magazin über längere Zeit lese, weiß ich nach kurzer Zeit, wie ein Redakteur tickt, ob dessen Geschmacksknopsen den eigenen Vorlieben entsprechen. Anhand dessen subjektiver Note kann ich in Kürze gut ablesen, ob das was für meine Ohren ist oder eben nicht. Von daher finde ich diese Art Orientierungshilfe durchaus okay, muss aber nicht immer korrespondieren.
War das allgemein gemeint oder kannst du das bei uns auch schon?
Kann ich bei Euch, weil ich schon lange vor meiner Forums- und eigener Schreibzeit eines kleinen Mags hier lese. Meine Ohren agieren z.B. meist holgnah, bei der neuen In SOLITUDE wohl nicht, kenne nur das Titellied, oder Orchid, wo wir ganz weit auseinander liegen oder eben BROKEN HOPE, wo ich generell anders als die bewertenden Reds höre. Trotzdem nimmt man das zur Kenntnis.
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von Holger Andrae » Sonntag 22. September 2013, 22:05
Siebi hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Siebi hat geschrieben:Wenn ich ein Magazin über längere Zeit lese, weiß ich nach kurzer Zeit, wie ein Redakteur tickt, ob dessen Geschmacksknopsen den eigenen Vorlieben entsprechen. Anhand dessen subjektiver Note kann ich in Kürze gut ablesen, ob das was für meine Ohren ist oder eben nicht. Von daher finde ich diese Art Orientierungshilfe durchaus okay, muss aber nicht immer korrespondieren.
War das allgemein gemeint oder kannst du das bei uns auch schon?
Kann ich bei Euch, weil ich schon lange vor meiner Forums- und eigener Schreibzeit eines kleinen Mags hier lese. Meine Ohren agieren z.B. meist holgnah, bei der neuen In SOLITUDE wohl nicht, kenne nur das Titellied, oder Orchid, wo wir ganz weit auseinander liegen oder eben BROKEN HOPE, wo ich generell anders als die bewertenden Reds höre. Trotzdem nimmt man das zur Kenntnis.
Verstehe.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von ishina » Montag 23. September 2013, 14:49
Jesus hat geschrieben:... aber im Prinzip verkommt eine Zehnerskala sehr schnell zu einer 4-Punkte-Skala: 10 = perfekt, 9 = sehr gut, 8= gut, 7 bis 0 = der Rest.
Das ist vielleicht auch der fairste Zugang von allen. Bei den Schulnoten sind die unteren 50% der Punkteskala ja auch mit einer Note ("Nicht genügend") zusammengefasst. Das ist die zutreffende Bewertung für ein Album, das vom eigenen Empfinden her ein klares "Nein, das war nichts." auslöst. Darüber gibt es noch die groben Kategorien "Kann ich mir anhören", "Finde ich stellenweise gut", "Hier gefällt mir Einiges", "Hier begeistert mich Einiges", "Hier gibt es nichts Substantielles mehr auszusetzen". Und schon bist du wieder bei einer "zehnstufigen" Skala. Ob es nötig ist, die unteren 50% noch danach zu unterscheiden, wie schlecht das Album nun ist, darüber lässt sich streiten.
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von Jesus » Montag 23. September 2013, 15:28
ishina hat geschrieben:Bei den Schulnoten sind die unteren 50% der Punkteskala ja auch mit einer Note ("Nicht genügend") zusammengefasst.
Naja, zwischen einer Schulnote 4 und einer 6 gibt es immer noch Unterschiede. Zudem bewerten wir nicht mit Schulnoten, sondern mit einer Zehnerskala. Wer Musik mit Noten von 1 bis 6 bewerten will, kann das gerne tun, aber bitte nicht die beiden System miteinander vermischen. ishina hat geschrieben:Das ist die zutreffende Bewertung für ein Album, das vom eigenen Empfinden her ein klares "Nein, das war nichts." auslöst.
Aber eine 5,5 oder 6 ist nicht "nichts", sondern immer noch ein überdurchschnittliches Album, also besser als die Hälfte aller veröffentlichten Alben. ishina hat geschrieben:Ob es nötig ist, die unteren 50% noch danach zu unterscheiden, wie schlecht das Album nun ist, darüber lässt sich streiten.
Die Noten unterhalb der 7 sind aber mehr als 50% der Skala und obwohl sicherlich alles von 0 bis 4,5 Punkten niemanden zum Kauf anregen wird, existieren diese Schritte auch nicht ganz ohne Grund. Wer keinen Unterschied macht und alles unter 7 als gleichermaßen schlecht darstellt und somit eine 4-Punkte-Skala daraus macht, braucht kein Zehnersystem. Da reicht ein Fünfersystem mit "sehr gut", "gut", "mittelmäßig", "unterdurchschnittlich" und "schlecht". Und schon sind wir wieder bei den Schulnoten, die in manchen Ländern nur von 1 bis 5 gehen.
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Jesus
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von Oliver Passgang » Montag 23. September 2013, 15:33
Jesus hat geschrieben:ishina hat geschrieben:Das ist die zutreffende Bewertung für ein Album, das vom eigenen Empfinden her ein klares "Nein, das war nichts." auslöst.
Aber eine 5,5 oder 6 ist nicht "nichts", sondern immer noch ein überdurchschnittliches Album, also besser als die Hälfte aller veröffentlichten Alben.
Unsere Statistik sagt da etwas anderes, würde ich wetten. Das liegt natürlich daran, dass wir es eben nicht so auslegen. (Hauptproblem: Wie will man verkaufen, dass eine 6,0 ein überdurschnittliches und somit lohnenswertes Album sein soll?) Letztlich sind die Zahlenspielereien doch eh irrelevant, solange man die entsprechenden Zuschreibungen dabei hat: Und die stehen bei uns bei jedem Review rechts an der Seite. Da kann man dann gerne nachlesen, was eine 8,0 nun zu bedeuten hat.
Oh you ironic pop-rock fucks DON'T YOU FUCK WITH METAL!!!
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von Jesus » Montag 23. September 2013, 15:46
Oliver Passgang hat geschrieben:Unsere Statistik sagt da etwas anderes, würde ich wetten. Das liegt natürlich daran, dass wir es eben nicht so auslegen. (Hauptproblem: Wie will man verkaufen, dass eine 6,0 ein überdurschnittliches und somit lohnenswertes Album sein soll?)
Eben das meine ich ja: Von Anfang an werden durchschnittliche Alben mit 7 Punkten bedacht, jeder orientiert sich daran und plötzlich bedeutet 7 bis 7,5 "Durchschnitt" und alle Noten unterhalb haben keinerlei Bedeutung mehr. Das Internet schimpft dieses Verschieben des arithmetischen Mittels Four Point Scale und genau das macht die Zehnerskala mehr und mehr bedeutungslos.
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Jesus
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von Peter Kubaschk » Montag 23. September 2013, 15:52
Jesus hat geschrieben:Jetzt habe ich mir doch tatsächlich diesen Thread durchgelesen. Seufz. Was habe ich dabei gelernt? Kein Notensystem ist perfekt. Das von Holg präferierte Zwanzigersystem ist mir zu willkürlich, weil dort eine 5 (von 20!) den "Durchschnitt" repräsentiert. Das verstehe ich nicht. Ebenso wie Drumtier (und im Gegensatz zu Havoc) sehe ich nichts Schlechtes an einer 6 von 10, weil das bereits ein überdurchschnittliches und somit hörens- und eventuell auch kaufenswertes Album wäre. Wenn 5 oder 5,5 das arithmetische Mittel repräsentiert, sollte es bei einem Zehnersystem wesentlich mehr Alben von dieser Sorte geben, aber im Prinzip verkommt eine Zehnerskala sehr schnell zu einer 4-Punkte-Skala: 10 = perfekt, 9 = sehr gut, 8= gut, 7 bis 0 = der Rest. Wozu es Noten unter 7,5 gibt, könnte dem einen oder anderen Leser schleierhaft werden. Ich wurde damals auf diese Seite hier aufmerksam, weil ihr keine Noten verwendet habt und das den Leser dazu zwang, die Reviews tatsächlich zu lesen. Ich möchte jetzt nicht die Umstellung kritisieren und es ist ja nun nicht meine Seite, aber Verwahrlosung zur 4-Punkte-Skala findet sehr schnell statt. Und ja, Sally hat auch recht, wenn er meint, man sollte die Noten unter 5 öfter verteilen. Und er hat davon im SC ordentlich Gebrauch gemacht. Natürlich stimme ich nicht jeder Note zu, aber er repräsentiert ja auch nicht meinen Geschmack, sondern seinen. Das 15er-System finde ich interessant; eine maue 6 von 15 klingt auch seltsamerweise nicht so abschreckend wie eine überdurchschnittliche 6 von 10. Zehntelschritte oder Prozente hingegen sind zu willkürlich. Wo ist der Unterschied zwischen 87% und 84% bzw. 8,7 und 8,4? Kann man bei so kleinen Schritten überhaupt noch einem Album 9% geben, obwohl die Musiker ihre Instrumente halbwegs beherrschen?
Das ist ja alles gut und schön, aber du beachtest bei deiner Meinung, dass der "mittlere Wert" einer Skala den "Durchschnitt" (zwei im übrigen völlig unterschiedliche Werte) repräsentieren soll, nicht, dass a) nicht jeder Redakteur jede Veröffentlichung bewertet und wir b) versuchen, dass ein Album auch einem passenden Redakteur (sprich tendenziell interessierten Redakteur) zuweisen. Da ist es doch normal, dass der Durchschnitt höher ist als der mittlere Wert der Skala. Würden alle Redakteure alle Veröffentlichungen aller für uns relevanten Genres bewerten, wären wir wahrscheinlich sehr viel näher an einem 5.5er-Durchschnitt als jetzt. Aber das ist nun einmal nicht der Fall und wird sich auch nicht ändern. Aber ganz allgemein gilt, dass ihr einfach die Rezensionen lesen sollt und die Zahl darunter eine sekundäre Spielerei ist, die für den Soundcheck notwendig ist und euch kaum mehr als eine ganz grobe Orientierungshilfe bei den Redakteuren, die ihr gut kennt, gibt. Jesus hat geschrieben:Oliver Passgang hat geschrieben:Unsere Statistik sagt da etwas anderes, würde ich wetten. Das liegt natürlich daran, dass wir es eben nicht so auslegen. (Hauptproblem: Wie will man verkaufen, dass eine 6,0 ein überdurschnittliches und somit lohnenswertes Album sein soll?)
Eben das meine ich ja: Von Anfang an werden durchschnittliche Alben mit 7 Punkten bedacht, jeder orientiert sich daran und plötzlich bedeutet 7 bis 7,5 "Durchschnitt" und alle Noten unterhalb haben keinerlei Bedeutung mehr. Das Internet schimpft dieses Verschieben des arithmetischen Mittels Four Point Scale und genau das macht die Zehnerskala mehr und mehr bedeutungslos.
Durchschnittliche Alben werden nicht mit 7.0 Punkten bedacht, denn 7.0 Punkte sind "gut".
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Peter Kubaschk
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