Diskografiequalitätsdichte

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Diskografiequalitätsdichte

Beitragvon enemy-of-reality » Montag 27. August 2012, 17:26

Peter Kubaschk hat geschrieben:
enemy-of-reality hat geschrieben:
Peter Kubaschk hat geschrieben:
enemy-of-reality hat geschrieben:
Peter Kubaschk hat geschrieben:Also für mich ist "When Dream And Day Unite" in jeder Beziehung perfekt. Das Artwork passt exzellent zur Musik, die Produktion war anno 89 natürlich auch nicht state-of-the-art, aber sie fängt hervorragend die Unbekümmertheit ein, mit der die Band dort spielt und ist im Kontext der Zeit, in der die Scheibe veröffentlicht wurde, zu sehen. Da habe ich absolut gar nichts zu meckern. Dazu kommen die besten Songs aller Zeiten. Wenn ich dieses Album nicht als perfekt werten kann, welches denn bitte dann?

Kubi, könnte die Produktion der Scheibe besser sein? Ja oder nein?


Nein, für mich nicht.

Oh, come on. Du willst mir ernsthaft erzählen, dass die Scheibe, wäre sie in einem Top-Studio von einem Top-Produzenten und mit Top-Equipement aufgenommen und von einen Top-Mann abgemischt worden, nicht besser klingen würde?


Fast immer, wenn eine Scheibe, die ich seit 10, 15, 20 Jahren kenne, neu gemixt und/oder neu gemastet wird, finde ich das Original besser, sofern ich es kenne. Von daher sage ich: sie würde nicht besser klingen, sondern anders. Ob mir das besser gefällt, kann ich nicht beurteilen, denn es gibt dieses "anders" ja nicht.

Kubi, ich sprach vom Aufnehmen, nicht vom remixen oder remastern. Und zu Punkt 2: Du kannst es nicht endgültig beurteilen, weil es dieses "anders" nicht gibt, schon klar. Du kannst aber Mutmassungen über die Wahrscheinlichkeit anstellen. Ich kann auch nicht mit Sicherheit sagen, dass Usain Bolt die 100m bei der Olympiade langsamer gelaufen wäre, wenn er 100 kg schwerer gewesen wäre - aber ich vermute es mal ganz stark ;-) Und solange ich nicht mit Sicherheit sagen kann, dass etwas nicht mehr verbessert werden kann, ist es für mich einfach nicht perfekt.
Und damit klink ich mich jetzt aus, ich hab gesagt, was ich zu sagen hatte.
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Re: Diskografiequalitätsdichte

Beitragvon enemy-of-reality » Montag 27. August 2012, 17:27

Rüdiger Stehle hat geschrieben:@ Enemy:
Ich glaube, dass du mit der Notenbeschreibung das selbe Problem hast, das öfters mal jemand hat, der den Ansatz einer objektivierenden Musikkritik verfolgt. Den haben wir ausdrücklich ausgeschlossen und daher unsere Noten rein subjektiv definiert. "Ein Album, das in jeder Hinsicht perfekt ist." heißt also immer und ausschließlich: "Ein Album, das für den bewertenden Rezensenten in jeder Hinsicht perfekt ist." bzw. "Ein Album, das zu 100% dem Geschmack des Rezensenten entspricht". Nicht mehr, nicht weniger.

Ist akzeptiert, Rüdiger. Allerdings könnte ich, wäre ich bei euch Redakteur, in diesem Fall niemals die Höchstnote vergeben ;-)
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Re: Diskografiequalitätsdichte

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 27. August 2012, 17:38

enemy-of-reality hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:@ Enemy:
Ich glaube, dass du mit der Notenbeschreibung das selbe Problem hast, das öfters mal jemand hat, der den Ansatz einer objektivierenden Musikkritik verfolgt. Den haben wir ausdrücklich ausgeschlossen und daher unsere Noten rein subjektiv definiert. "Ein Album, das in jeder Hinsicht perfekt ist." heißt also immer und ausschließlich: "Ein Album, das für den bewertenden Rezensenten in jeder Hinsicht perfekt ist." bzw. "Ein Album, das zu 100% dem Geschmack des Rezensenten entspricht". Nicht mehr, nicht weniger.

Ist akzeptiert, Rüdiger. Allerdings könnte ich, wäre ich bei euch Redakteur, in diesem Fall niemals die Höchstnote vergeben ;-)


Das ist dann aber - glaube ich - eher eine philosophische Frage, oder nicht? Also die Frage, wie man mit dem Begriff der "Perfektion" umgeht. Ich bin selber auch nicht der Typ, der groß mit dem Begriff um sich wirft, aber mich hindert er nicht an der Vergabe der Höchstnote, weil ich einfach der Meinung bin, dass Kunstkritik immer völlig subjektiv ist und es daher keine objektive Perfektion gibt, keinen guten Sound, keinen tollen Sänger, sondern allenfalls die Wahrnehmung als perfekt, gut und toll. Meine Kriterien für die 10 sind von derlei Dingen losgelöst. Eine 10 kriegt ein Album dann, wenn es für mich ein definitiver Kandidat für den Titel "Album des Jahres" ist, und wenn es sich zusätzlich innerhalb der eigenen Diskographie der Band hinter keinem anderen Werk verstecken muss, und auch gegenüber artverwandten Bands keine Abstriche zu machen sind. Von daher: Ja, man kann sicher über den Wortlaut dieser Notendefinition diskutieren. Für mich persönlich sind aber "finde ich perfekt" und "würde ich nichts daran ändern wollen" durchaus gleichwertige Aussagen, so dass ich mit der Definition kein Problem habe.

Würde ich versuchen, objektive Bewertungsmaßstäbe anzulegen, könnte ich aber auch keine 10 geben, weil mir der musiktheoretische, soundtechnische etc... Background fehlt, um solche Dinge aus handwerklicher Sicht überhaupt beurteilen zu können. Ich merke zum Beispiel nicht, ob Abaddon neben dem Takt klöppelt, sondern nur, dass es sich für mich (trotzdem) gut anhört. Und dafür bin ich sehr dankbar.
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Re: Diskografiequalitätsdichte

Beitragvon Havoc » Montag 27. August 2012, 18:03

Rüdiger Stehle hat geschrieben:"Ein Album, das in jeder Hinsicht perfekt ist." heißt also immer und ausschließlich: "Ein Album, das für den bewertenden Rezensenten in jeder Hinsicht perfekt ist." bzw. "Ein Album, das zu 100% dem Geschmack des Rezensenten entspricht". Nicht mehr, nicht weniger.


So sehe ich das auch. Ja...momentan ist "Dead End Kings" von Katatonia für mich in jeder Hinsicht perfekt. Alle 11 Songs spitze. Auch in der Gesamtheit und Reihenfolge der Songs passt alles. Dazu ein für mich perfekter Sound und ein saugeiles Artwork. Nicht nur das Cover. Die Texte habe ich mir noch nicht so genau angeschaut. Das ist für mich aber auch nicht so wichtig. Und ich gehe zumindest im Moment davon aus, dass das wirklich mein Lieblingsalbum von Katatonia werden könnte. Und immerhin war der Vorgänger bereits mein Album des Jahres 2009. Sprich. Für mich ist das perfekt...10,0 Punkte.
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Re: Diskografiequalitätsdichte

Beitragvon firestarter » Montag 27. August 2012, 18:14

Diskographiequalitätsdichte? Spontan fallen mir da Death, Bolt Thrower und Unleashed ein.
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Re: Diskografiequalitätsdichte

Beitragvon salisbury » Montag 27. August 2012, 20:17

Havoc hat geschrieben:
Rüdiger Stehle hat geschrieben:"Ein Album, das in jeder Hinsicht perfekt ist." heißt also immer und ausschließlich: "Ein Album, das für den bewertenden Rezensenten in jeder Hinsicht perfekt ist." bzw. "Ein Album, das zu 100% dem Geschmack des Rezensenten entspricht". Nicht mehr, nicht weniger.


So sehe ich das auch. Ja...momentan ist "Dead End Kings" von Katatonia für mich in jeder Hinsicht perfekt. Alle 11 Songs spitze. Auch in der Gesamtheit und Reihenfolge der Songs passt alles. Dazu ein für mich perfekter Sound und ein saugeiles Artwork. Nicht nur das Cover. Die Texte habe ich mir noch nicht so genau angeschaut. Das ist für mich aber auch nicht so wichtig. Und ich gehe zumindest im Moment davon aus, dass das wirklich mein Lieblingsalbum von Katatonia werden könnte. Und immerhin war der Vorgänger bereits mein Album des Jahres 2009. Sprich. Für mich ist das perfekt...10,0 Punkte.


Da stimme zu, Havoc!

Die Katas haben auch eine hohe DQD, wobei mir hier die ersten Alben den Schnitt versauen ;-)

Dance of the december souls ----> ordentlich (7)
Brave murder day ----> besser aben noch nicht so meins (7,5)
Discouraged Ones ----> Stilfindung/Stimmfindung (6,5)
Tonight decision -----> Stil/Stimme gefunden (9)
Last fair Deal -----> Stil weiter perfektioniert (9,5)
Viva Emptiness -----> Stil in Richtung Prog verändert (10)
Great Cold Distance -----> Fortführung von VE mit ein paar kleinen Verrenkungen (9)
Night is the new day ------> absolute Perfektion, in allen Belangen perfekt (10)
Dead End Kings ------ Night... getoppt! (10)

So aussem bauch raus jetzt ;-)
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Re: Diskografiequalitätsdichte

Beitragvon frankjaeger » Montag 27. August 2012, 21:12

Ich bin erstaunt. Wir lassen völlig Ahnunglose mitschreiben, die ihre absolute Ignoranz auch noch öffentlich kundtun!

Wie ich darauf komme? Na ja, es gibt hier musikalische Analphabeten, die zwei nicht entschuldbare Fehler begehen:
1. Den ersten beiden Dream Theater Scheiben nicht 10 Punkte geben
2. ketzerischerweise sogar anderen DT-Scheiben (DT ist Dream Theater und keine eurer Hinterhofkapellen, dass das mal klar ist!) eine höhere Note geben und ihr perfektes Unwissen damit auch noch zementieren, so dass es nicht als Versehen durchgehen kann!


Ich wollte mal gucken, wie es sich anfühlt als Musikfaschist. Hat einmal Spaß gemacht, aber ich glaube, auf die Dauer ist das nichts für mich. Da teste ich lieber mal Jesus' 10er-Scheiben von vor ein paar Seiten an, mag zwar nicht meines sein, aber wenn er die 10 zückt, ist es vielleicht trotzdem eine gute Erfahrung. Und zu Dream Theater sei gesagt: Ja, ich finde die ersten beiden und die Scenes haben jeweils eine 10 verdient.
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Re: Diskografiequalitätsdichte

Beitragvon salisbury » Montag 27. August 2012, 21:44

frankjaeger hat geschrieben:Da teste ich lieber mal Jesus' 10er-Scheiben von vor ein paar Seiten an, mag zwar nicht meines sein, aber wenn er die 10 zückt, ist es vielleicht trotzdem eine gute Erfahrung.


Herr General Jäger, die "Eye of every storm" von NEUROSIS und die "Panopticon" von ISIS sind wirklich wirklich richtig richtig toll toll toll!!! Und wenn Stitch UND Schaf das sagen, dann MUSS es ja toll sein.

Und wenn Du das nicht so findest wirst und ins Land der Ahnunglosen und Ignoranten verbannt :grins:
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Re: Diskografiequalitätsdichte

Beitragvon enemy-of-reality » Montag 27. August 2012, 21:54

Frank, das ist ein Diskussionsforum. Wenn da jeder mit seiner Meinung hinterm Berg hält, weil er Angst hat, untolerant zu wirken oder jemanden vor den Kopf zu stossen, wo bleibt denn dann der Spass? Dann könnt ihr hier gleich zusperren. Wenn man hier partizipiert darf man halt nicht allzu dünnhäutig sein. Wir sind doch keine Metal-Hobbits, oder? :grins:

Und zum Thema DT: Dem Debüt kann man nur die Höchstnote geben, wenn man irgendeine persönliche Beziehung zu der Scheibe hat, bestimmte Zeiten oder Erlebnisse mit ihr verbindet. Niemand, der die Band erst später kennengelernt hat, wird der Scheibe 'ne 10 verpassen (behaupte ich jetzt einfach mal ganz Musik-Nazi like ;-) )
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Re: Diskografiequalitätsdichte

Beitragvon Nils Macher » Montag 27. August 2012, 21:56

enemy-of-reality hat geschrieben:
Und zum Thema DT: Dem Debüt kann man nur die Höchstnote geben, wenn man irgendeine persönliche Beziehung zu der Scheibe hat, bestimmte Zeiten oder Erlebnisse mit ihr verbindet. Niemand, der die Band erst später kennengelernt hat, wird der Scheibe 'ne 10 verpassen (behaupte ich jetzt einfach mal ganz Musik-Nazi like ;-) )


Ich habe DREAM THEATER 2004 kennengelernt, mir das Debüt als zweite Scheibe nach der "Train Of Thought" gekauft iirc. Und ich gebe ihr 'ne "10" :P
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