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Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100Zu BUDGIE und TANK kann ich nicht so viel Intelligentes sagen. Beide Alben habe ich nicht in der Sammlung, das Anhören der Beispiele bewegt mich nicht so sonderlich. TANK war mir immer etwas zu räudig, zu ungeschliffen und zu eindimensional. Räudig und ungeschliffen klingt z.B. auch NASTY SAVAGE, aber in der Kombination mit eindimensional ist mir das zu viel des Nicht-so-Guten und schlecht für mein Verhältnis zu TANK, Kult hin oder her.
668 - Neighbor of the Beast
Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100Also, KREATOR - da bin ich zwischen Martin und Holger. Ich kenne und habe die Scheibe, mag sie auch ganz gern, verfalle aber nicht in Begeisterung.
BUDGIE fand ich immer interessant, aber zu mehr hat es bisher leider nie gereicht. Definitiv eine interessante Truppe! TANK war nie schlecht in irgendwelchen Hörbeispielen, aber für mich auch nie wirklich zwingend. Das sehen andere hier sicher (nachvollziehbar) anders, für mich keine Band, mit der ich mich gerade intensiver auseinandersetzen will.
Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100Habe jetzt nochmals versucht, mich mit Budgie anzufreunden, was dieses Mal deutlich besser geklappt hat. Vielleicht eine Band, bei der es albumabhängiger ist als bei anderen Truppen.
Ich muss sagen, die Scheibe landet auf dem Einkaufszettel. Schön luftiger Gitarren-Rock, der mich stellenweise ein bisschen an Wischknochen aus Asche erinnert. Was mich bei anderen Alben im Online-Check etwas gestört hatte, nämlich manchmal eine gewisse Zerfahrenheit bzw. ausgefranste Songs zu hören, ist mir hier nicht negativ aufgefallen. Auch die längeren Songs machen sehr viel Laune. Vielleicht der Beginn einer größeren Liebe ...? Zu Tank muss ich nicht viel schreiben, was ich in diesem Forum nicht schon mal geschrieben habe. Meine erste totale Fanboy-Band. Die Support Tour mit Motörhead knapp verpasst. Meine Kumpels waren da und haben mir die sensationelle 12" mitgebracht. Kurz danach kam dieses Album. Das war das erste Mal, dass ich an eine Fan-Club Adresse geschrieben habe und dann Briefkontakt mit denen hatte bis kurz nach der fünften Scheibe. Gerade die Zeit bis "Honour & Blood" war ziemlich intensiv. Es gab Fan-Magazine und immer wieder Vorabinfos per Post. Geile Einbindung in interne Dinge und nette Gimmicks. Die ersten vier Scheiben sind heilige Kühe für mich, was man den Reviews auf der Hauptseite wohl auch anmerken kann. Trotz eines ziemlich radikalen Stilwechsels vom zweiten zum dritten Album ist sich die Band mit Algy immer treu geblieben. Gut, mit dieser Reibeisen-Stimme , die aber auch Balladen intonieren konnte, war ein gewisser Rahmen gesteckt. Dass die Herren Tucker und Evans heute so einen Schindlunder mit dem Namen treiben, macht mich ein bisschen wütend, aber irgendwoher muss das Geld ja kommen. Ich lege jedenfalls lieber das unproduzierte Gerumpel von Algy auf als die Hüftschwing-Versionen der aktuellen Besetzung. Verstehe aber, wenn man das anders sieht. Anyway: Diese Platte ist Gott! Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100
Schö zu lesen. Ja, ich denke auch das es abhängig davon ist. Wie gesagt, sie sind ja bekannt dafür sich immer mal wieder etwas gewandelt zu haben. Würde mich auf jeden Fall freuen, wenn du dann weiterhin deine Eindrücke mitteilen würdest. Mit diesen ganzen Tank Formationen habe ich mich noch gar nicht beschäftigt. Dafür fehlt es mir ein bisschen an der Übersicht und noch wichtiger, dass mir noch das ein oder andere aus der frühen Phase fehlt. Das hat Vorrang.
Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100
Die Abgrenzung bei Tank ist simpel. Ohne Algy eigentlich kein Tank mehr. Schön gefällige Melodic-Metal-Scheiben, die ich mit anderem Namen vielleicht gut finden würde. Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100
Witzig, dass man sich gleich darunter vorstellen kann, wie das klingen mag. Nicht mehr so räudig und geschliffener (Frech, ich weiß. 'Tschuldigung).
Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100
![]() Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100Platz 46
![]() The Beatles | Revolver Genre: Rock VÖ: 1966 Ich habe wirklich großen Respekt davor, etwas zu diesem Album zu schreiben. Ich fühle mich dazu eigentlich kaum in der Lage. Ich kratze hier wirklich nur an der Oberfläche. Aber ich schreibe einfach was mir einfällt. Ich habe hier glaube ich schon mal von dem Compilation Album gesprochen, von dem ich dachte, es sei das blaue Album, weil die Kassette die Farbe Blau hatte, es aber einfach das rote Album war. Ich bin auf der Suche danach fast verrückt geworden, weil ich Angst hatte mich jahrelang geirrt zu haben. Dabei hätte ich ja bloß drauf schauen müssen in welchem Zeitraum „Michelle“ rausgekommen ist damals. Ja, manchmal hat man einfach ein Brett vor dem Kopf. Ein ziemlich früher Berührungspunkt, den ich ohne den Kassettenkoffer im Auto meiner Großmutter damals nicht erfahren hätte. So begleitet mich die Band eigentlich schon seit der Kindheit. Mit der Musik habe ich auch angefangen mich für die geschichtlichen Hintergründe zu interessieren. Als ich die Bücherei für mich entdeckt habe, war das der große Schwerpunkt. Also Biografien, Fotobände, VHS-Kassetten. Einfach alles was mit Musik zu tun hatte. Und dann konnte man damals ja auch noch CDs ausleihen. Und so konnte ich „Rubber Souls“ und „Revolver“ hören. Auf Albumlänge. Ich kannte ja eigentlich auch nur die Hits. Und das war schon etwas ganz anderes als noch die Alben davor. Da passierte musikalisch etwas, was ich nicht so ganz verstanden habe. Aber bei Songs wie „Taxman“, „Eleanor Rigby“ oder eben „Yellow Submarine“ war das erst einmal auch egal. Wobei ersteres schon ein ziemlich einfacher und Alt-Beatles typischer ist als der ganze Rest des Albums, wie ich finde. Die Hintergründe zu diesem Album, diese Sprünge die diese Band gemacht hat. Nicht nur auf musikalischer Ebene, wohl auch in der Persönlichkeitsentwicklung sind so gewichtig, dass man das gar nicht auslassen kann. Dazu hört man am Besten einen Song wie "Tomorrow Never Knows" der diese indischen George Harrison geschuldete Einflüsse, mit der technischen rumspielereien. Den Triablartigen psychedelisch in einen Strudel fallenden Drums. Den Spielereien mit verschiedenen Sounds. Wer sich immer gefragt hat, warum die Band nach ‚´66 wenig live gespielt hat, dürfte mit diesem Album (auch wenn das später noch massiver und schwieriger wurde) einen Hauch Ahnung davon bekommen, warum. Diese ganzen produktionstechnischen Spielereien zu der die „Beatles“ im Stande waren rumexperimentieren zu können und zu dürfen, machten das Ganze zu einer kaum live zu reproduzierbaren Produkts. Und das wollten sie ja aber auch gar nicht mehr. Das war nicht mehr die Intention. Man verbrachte lieber die Zeit im Studio. Es ist interessant welche Referenzen die Band angibt, bei der Arbeit zu diesem Album. Da werden neben elektronischen Einflüsse, die man vor allem durch Rückkopplungen und Rückwärtsschlaufen heraushört, angegeben, aber auch wie schon zuvor die indische Musik, die ja vor allem George Harrison so vorantrieb und dessen Themen nicht nur musikalisch verwoben wurde. Ich verstehe ja selbst manchmal nur Bahnhof, was sie damals schon fortgeschritten hat. Aber man hört einfach, dass da wahnsinnig viel passiert. Das klingt einfach ziemlich kraftvoll und füllig. Und sie brauchten dazu nicht mal ein Orchester, wie es schon viele zuvor und danach ausprobiert haben. Trotzdem ist es ziemlich weitsichtig, wie die Band arbeitete. Völlige Offenheit gegenüber alles was mit Musik zu tun hatte. Auch wenn es die Band weitestgehend abstritt. „Yellow Submarine“ klingt ganz klar nach: wir drehen mal den Spieß um. Die Musik relativ Beat lastig klingen zu lassen und dann einen wirklich „interpretierbaren“ Text daraufzubasteln ist schon kongenial und kann fast kein Zufall sein. Unter dem Deckmantel des Zeichentricks und der wie ich finde fast schon kindermelodietauglichen Rhythmik. Die Band machte ja auch sonst kein Geheimnis um ihren Konsum. Natürlich darf man aber auch hier wieder diese ganzen soundspielerischen Feinheiten nicht unerwähnt lassen. Und trotzdem klingt das Album immer noch so erstaunlich basisch. Es ist verrückt, wie die Pilzköpfe das Album im Gesamten so normal klingen lassen konnten. Auf die Spitze trieben sie es erst ein Album später und uferten dann auf dem übernächsten Mal so richtig aus. Für mich bleibt aber „Revolver“ genau deswegen mein liebstes „The Beatles“ Album. Hörbeispiele: Taxman Tomorrow Never Knows
Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100Was mir bei Taxman auffällt: Früher waren die Bands noch wesentlich experimenteller, was das Stereobild angeht. Hier zum Beispiel die Drums, Rhythmus-Gitarre und den Bass auf die eine Seite zu legen, Percussion und Lead-Gitarre auf die andere würde heute kaum jemand mehr so machen*. Ist aber cool.
*Bei der neuen Overlorde soll das Stereobild recht ungewöhnlich sein, die habe ich aber noch nicht gehört.
Re: Einhundert Umarmungen sind es mir wert! - Pilles Top 100Ja, das Gefühl habe ich auch, das die Experimentierfreude da ziemlich hoch war.
Aber es ist auch verrückt, was dass für einen Einfluss auf den Hörer hat. Das ist der Signature Sound den man halt gleich einer Band zuordnen kann. Ich schätze, das trägt zusätzlich zum handwerklichen Songwriting bei.
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