hölg reist ins Jahr 1982

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Re: hölg reist ins Jahr 1982

Beitragvon Jhonny » Samstag 31. Dezember 2022, 12:40

Holger Andrae hat geschrieben: Aber die Labels verööfentlichen ja lieber Re-Releases von damaligen B- und C-Bands, die heute plötzlich von Menschen verkultet werden, deren Elten damals noch Modern Talking gehört haben.


:grins:
Ich verstehe, was du meinst - Lost Realm, Arkeyn Steel usw...
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Re: hölg reist ins Jahr 1982

Beitragvon Holger Andrae » Montag 2. Januar 2023, 19:33

Weiter geht es mit einer Band, die wir hier bereits hatten. In diesem Fall ist es aber kein weiterer Song des gleichen Albums, denn diese Truppe hat anno 1982 gleich zwei Scheiben veröffentlicht. Leider haben meine vier Mitstreiter die Klasse beider Alben nicht verstanden, sodass ich allein auf weiter Flur mit meinem Gurkenpanzer stand.

"Power Of The Hunter" fand ich damals zuerst etwas weniger zwingend, weil die Platte so einen seltsam bassigen Klang hat, aber nach kurzer Eingewöhnungszeit, hatte ich auch diese Scheibe in mein Herz geschlossen. Während auf "Filth Hounds Of Hades" noch das totale Gerumpel reigierte, scheint man innerhalb eines halben Jahres einige Sprünge beim Songwriting gemacht zu haben. Schon der über 5 Minuten lange Opener 'Walking Barefoot Over Glass' ist ein wunderbarer Beweis für diese These. Aber auch 'Used Leather', 'Set Your Back On Fire' oder 'Red Skull Rock' machen mächtig Laune. Mit der fantastischen Coverversion von 'Crazy Horses' gelingt sogar ein Semi-Hit.

Ich habe mich allerdings für den furiosen Titelsong entschieden, der das Album mit plötzlich aus den Boxen schießenden Gitarren beendet. Instant love affair!

Bild

https://www.youtube.com/watch?v=xzYi2XtjhdM
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Re: hölg reist ins Jahr 1982

Beitragvon Pillamyd » Montag 2. Januar 2023, 19:47

Diese und die "Honour & Blood" fehlt mir noch. Muss natürlich her.
Ja das Gerumpel des ersten Albums ist es nicht mehr, aber das brettert trotzdem grandios nach vorne. Da bin ich sehr gespannt auf das ganze Album. Vor allem auch weil der Sound mit dem Bass keine Übertreibung von dir war. Scheint so, als müsste man da die Boxen vorher aufwärmen, bevor man die Scheibe auflegt.
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Re: hölg reist ins Jahr 1982

Beitragvon Holger Andrae » Montag 2. Januar 2023, 20:08

Einfach mal das hier anhören und selbst entscheiden:
'Walking Barefoot Over Glass'
https://www.youtube.com/watch?v=WFF1FWmb8RY

und dann die neue Version ..

https://www.youtube.com/watch?v=9H-BSs1Ttkc
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Re: hölg reist ins Jahr 1982

Beitragvon Pillamyd » Montag 2. Januar 2023, 20:31

Ich find die neue Version nicht schlecht. Aber sie kommt dann, wie so oft, nicht ans Originale ran. Das hat Charme, das hat Spirit. Mir gefällt der rohe, drahtigere Sound des Originals besser. Kein druckvollerer Sound kann da was dran ändern.
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Re: hölg reist ins Jahr 1982

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 2. Januar 2023, 22:06

Also mit Readman gefällt mir das auf jeden Fall einen Tick besser als mit Doogie White oder ZP Theart, weil der auch ein wenig dreckiger kann, was ja durchaus auch bei seiner Hauptband angesagt ist. Der Schottkowski passt natürlich auch ganz gut. Von daher... jo... warum nicht, auch wenn natürlich nichts an der Originalversion an Algy on Vocals vorbei geht.
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Re: hölg reist ins Jahr 1982

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 5. Januar 2023, 19:19

Wenn man über das Jahr 1982 musikalisch philosophiert, kommt man unweigerlich irgendwann auf das nun folgende Album, welches ich zwei Mal in meiner Liste hatte. Die Rede ist natürlich von "The Number Of The Beast" von IRON MAIDEN. Das ist ein Album, welches gern mal auf den Sockel des vermeintlich besten Heavy-Metal-Albums gehievt wird. Dass ich das natürlich nicht unterschreiben kann, ist den meisten Anwesenden klar, denn für mich ist es noch nicht einmal das beste Album der Band. Noch nicht einmal das beste Album mit dem neuen Sänger. Diese völlig subjektive Meinung ändert natürlich wenig an der Klasse des Albums.
Ich erinnere mich noch, wie fassungslos wir alle waren, dass Paule (eine Parallele zu Exodus?) nicht mehr hinterm Minkro stand.Samson fand ich bis dahin nur ganz nett, sodass sich meine Erwartungshaltung auf dieses Album etwas im Rahmen hielt.
Gut, das Artwork und der Titel waren für den 14jährigen Luftgitarren-hölg natürlich ein Träumchen und auch der erste Rundlauf wurde euphorisch zelebriert, denn das rattenscharfe 'Invaders' eröffnete den bunten Reigen ja doch recht ruppig. Leier entpuppte sich ausgerchnet diese Nummer auf mittelfristige Sicht mal eher zum abnutzende Müffelsong, der in dieser Hinsicht aber noch vom ungewürtzten Gurkensalat namens 'Gangland' überboten werden sollte.
Damit hätten wir die Ausfälle auch schon abgefrühstückt und können uns auf die guten bis tollen Songs konzentrieren.
Ich nominiere hier das mystisch-düstere 'Children Of The Damned' als zweitbeste Nummer. Hier kommt die tolle Stimme wunderbar zur Geltung und die Melodie ist einfach sensationell. Wisst ihr alle, ne?
Dass die beste Nummer natürlich der Abschlusskracher 'Hallowed Be Thy Name' ist, steht wohl außer Frage. Nicht umsonst an manchen Tagen mein Lieblingssong der Band und in der Jahresbilanz sogar auch Platz Zwei.

Bild
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Re: hölg reist ins Jahr 1982

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 5. Januar 2023, 20:01

Ja, hier gehe ich in allem mit was du betreffend zum Album sagst.

Für mich auch nicht das beste Album der Band. Die besten Songs sind auch für mich "Children Of The Damned" und "Hallowed Be Thy Name". Vor allem live ist letzteres (den ersten habe ich noch nicht live gehört) eine unglaubliche Macht!
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Re: hölg reist ins Jahr 1982

Beitragvon Loomis » Donnerstag 5. Januar 2023, 21:48

Ausfälle gibt's da für mich nicht, auch Invaders und Gangland finde ich granatenstark!
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Re: hölg reist ins Jahr 1982

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 5. Januar 2023, 23:15

Loomis hat geschrieben:Ausfälle gibt's da für mich nicht, auch Invaders und Gangland finde ich granatenstark!

Im Verhältnis zu things to thin out later natürlich.
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