Streaming

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Re: Streaming

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 22. Oktober 2025, 15:09

Enis, ich bin da 100% bei dir, in allen Punkten, bis auf den einen, dass ich eben nichts davon halte, als Band oder Label über den Zustand zu jammern, wenn ich dann doch mitschwimme:

Natürlich ist das Vergütungsmodell für kleine Künstler bei Spotify ein schlechter Witz. Natürlich ist Bandcamp viel fairer (nutze ich auch häufig, aber halt nur, wenn sie mir Tonträger bieten möchten; für Downloads zahle ich nur im Extremfall). Natürlich sollte der Monatsbeitrag des Spotify-Users ausschließlich unter den Leuten verteilt werden, deren Musik der User auch tatsächlich hört, etc... etc... Natürlich ist der Musikkonsum der Mehrheit der Menschen für den Musiknerd kurz vor unerträglich (wobei das in Teilen immer so war, mit den Radio- und Singlehörern, die sich nie was selbst gekauft haben und auch von jedem Album nur die Hitsingle kennen).

Trotzdem: Der Künstler muss das nicht tun. Die Bedingungen sind klar. Es ist letztlich für ihn im Wesentlichen ein "Verschenken für Verfügbarkeit"-Modell. Also letztlich einfach Werbung, die man sich durch die Einräumung von Nutzungsrechten erkauft. Nicht mehr, nicht weniger. Aber das weiß ich, wenn ich mich dazu hergebe, meine Musik dort zu präsentieren, und offenbar erhoffe ich mir durch diese Werbung einen Vorteil (Werbung, Präsenz, Ticketverkäufe...), der mir diese Gegenleistung wert ist. Wenn er das nicht ist, dann muss ich es lassen, und dann kann ich es auch lassen, weil offenbar der Nutzen nicht im sinnvollen Verhältnis zur Gegenleistung steht.

Man hat immer auch andere Möglichkeiten, auch wenn sie beschwerlich sein mögen. Ich bin doch in derselben Situation, mit dem Buch, das ich schreibe und irgendwann - hoffentlich halbwegs bald - veröffentlichen möchte. Ich kann E-Books machen, ich kann Print-on-Demand im Eigenverlag machen, ich kann mich bei drölfzig Verlagen und Agenturen bewerben, um jemanden zu finden, der das für mich drucken und vermarkten lässt, ich kann Booktok- oder Bookstagram-Formate nutzen, nur um ins Gespräch zu kommen, und dafür den Content verschenken wie bei Spotify. Oder ich kann halt 3000 Euro hernehmen, 100 Bücher drucken lassen, und versuchen, sie mit 5,- Euro Gewinn pro Stück an Leute zu bringen, die sich dafür interessieren, was ich geschrieben habe, und am Ende den Rest der Auflage behalten oder verschenken. Gefällt es den Leuten und die Buschtrommeln tragen es weiter, dann gibt es mit viel Glück eine Zweitauflage. Meine Tendenz geht recht deutlich zur letzteren Option, denn dann muss ich mich über nichts und niemanden beschweren, habe selber die Kontrolle über das Was, Wie und Wann, und habe ein herzliches "fuck you!" für den Zeitgeist im Köcher. :grins:

Wenn ich aber meine, das Lied des Zeitgeistes mitjodeln und überall präsent sein zu müssen, weil mir die nicht zeitgeistigen Wege nicht erfolgversprechend genug erscheinen, dann meine ich, dass ich mich dann halt nicht über den Zeitgeist beschweren sollte, denn ich fördere durch mein Mitschwimmen exakt die Entwicklung, obwohl ich sage, dass ich sie schlimm finde. Das ist für mich inkonsequent. Das ist, wie wenn ich über die schlechte Qualität von Fastfood jammere, aber aus Bequemlichkeit doch immer zu den entsprechenden Ketten renne, weil ich eben wenig Zeit für selber kochen habe und der Mägges am Weg liegt.

Ich wünsche mir auch die KI-, Trigger- und Sample-freie Tonträgerzeit zurück. Ich wünsche mir auch, dass jeder, der gerne Musik hört, auch bereit wäre, einen angemessenen Preis dafür zu bezahlen, Spotify bekommt von mir aber auch keinen Cent und keinen Song. Ich habe auch noch niemals etwas gekauft, weil ich es bei Spotify kennen gelernt habe, und die Gesamtspielzeit des Portals auf meinem Rechner wird im Zweifel unter 5 Stunden liegen, über die letzten Jahre. Wenn ich es mal nutze, erdulde ich seine Werbung. Das bekommen die von mir. Nicht mehr, nicht weniger. Trotzdem wird es halt davon nicht weggehen. Müssen wir damit leben.
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Re: Streaming

Beitragvon Martin Schneider » Mittwoch 22. Oktober 2025, 16:00

Ich möchte ein Buch vorbestellen 😉
Um den Überblick über unser Lesezimmer zu behalten, nutze ich mittlerweile eine Bibliotheks-Software. Da darf ein echter und signierte Stehle nicht fehlen!
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Re: Streaming

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 22. Oktober 2025, 16:05

Martin Schneider hat geschrieben:Ich möchte ein Buch vorbestellen 😉
Um den Überblick über unser Lesezimmer zu behalten, nutze ich mittlerweile eine Bibliotheks-Software. Da darf ein echter und signierte Stehle nicht fehlen!


Danke... ist vorgemerkt... ich melde mich dann, wenn es soweit ist.
:D
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Re: Streaming

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 22. Oktober 2025, 17:28

Ich nehm auch ein Buch...sollte ich das nicht eh schon erwähnt haben :grins:

Rüdiger Stehle hat geschrieben:dass ich eben nichts davon halte, als Band oder Label über den Zustand zu jammern, wenn ich dann doch mitschwimme:


Aber die Frage lautet für mich immer noch:
Was kann eine Band denn sonst machen, sich außer zu fügen? Jede Band strebt doch nach Weichreite und Anerkennung. Wenn man nicht gerade das Geld aus der Portokasse über hat, dann müssen Kosten ja auch irgendwie gedeckt werden. Warum ist es dann jammern, wenn einem nichts übrig bleibt, als zähneknirschend den Murks mitzumachen, weil es ein so verdammter Rattenschwanz ist, den man ja Jahrelang versäumt hat und selbst gar nichts für den Zustand kann. Ich sehe das im Übrigen nicht immer als jammern an. Sondern durchaus auch mal als berechtigte Kritik von Künstlern und Bands. Das übrigens für mich eher der Beweis dafür ist, dass das Ketten von Dingen sind, auf die wenig Einfluss herrscht, weil sich Klausel XY auf B bezieht, welches auf Grundlage von Klausel A.1 besteht...oder so.
Ich glaube jedenfalls immer noch, dass den meisten gar nichts übrig bleibt und das ist natürlich ein Kompromiss und sicherlich nicht konsequent genug. Aber ich erachte es irgendwie als falsch, genau das den Bands zum Vorwurf zu machen.
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Re: Streaming

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 22. Oktober 2025, 18:33

Pillamyd hat geschrieben:Ich nehm auch ein Buch...sollte ich das nicht eh schon erwähnt haben :grins:

:dafuer:

Pillamyd hat geschrieben:Aber die Frage lautet für mich immer noch:
Was kann eine Band denn sonst machen, sich außer zu fügen?

Wenn man sich fügt, ändert sich halt nichts, weil der Monopolist hat, was er will (breites Angebot) und dir seine Bedingungen aufdrückt (Nasenwasser für dein Werk). Zögen sich weite Teile des Undergrounds auf Anbieter zurück, die fairere Streaming-Angebote anbieten, könnte der Platzhirsch ggf. Kunden an jene verlieren, oder seine Bedingungen anpassen. So lange alle mitmachen, weil sie beim Platzhirsch vertreten sein wollen, hat er keinerlei Not, etwas zu ändern. Das ist jetzt idealistischer Grassroots-Stoff, aus dem Träume sind, aber wie denn sonst, soll etwas besser werden? Nur durch Bands und Fans, die sich von den Platzhirschen abwenden, weil sie Ausbeuter sind. Ich mutiere zum Revoluzzer, scheint mir... :-D

Pillamyd hat geschrieben:Jede Band strebt doch nach Weichreite und Anerkennung.

Anerkennung sicherlich. Reichweite, jo, im Zweifel nicht jede, jedenfalls nicht um jeden Preis. Nicht jede Band ist bereit, sich an jede weitere Reichweiten generierende Mainstream-Anforderung anzubiedern. Aus der Perspektive des Kunstliebhabers, sollte im Vordergrund stehen, die eigene künstlerische Vision an die dafür empfängliche Zielgruppe zu bringen, ohne sich zu verbiegen oder anzubiedern. Hast zu Glück, geht es auch wirtschaftlich auf, hast du Pech, bist du dir wenigstens treu geblieben. Ich hab da einen Schopenhauer-Blick auf Kunst und Kultur. Der Umstand, dass damit Geld zu verdienen ist, hat irgendwie die Kunst verdorben. Jedenfalls ist es nicht der nobelste Ansatz, sich einer Kunstform hinzugeben, wenn man die schwarzen Zahlen im Fokus hat.

Pillamyd hat geschrieben:Wenn man nicht gerade das Geld aus der Portokasse über hat, dann müssen Kosten ja auch irgendwie gedeckt werden.

Weiß nicht, ob für kleine Underground-Bands Spotify ein probates Mittel ist, das zu erreichen. Außerdem frage ich mich tatsächlich, ob die Kosten gedeckt sein müssen. Für mich ist das erst einmal ein fragwürdiger Denkansatz, als Künstler den Anspruch zu haben, dass das Ausleben der eigenen kreativen Vision irgendwie kostendeckend sein müsste. Ist es nicht zuvorderst Freude am Ausdruck, und Ausleben einer Leidenschaft? Hobbies kosten nun mal Geld. Ist ja im Sport auch so... Von 100.000 Fußballern verdienen 100 irgendwann mal ernsthaft Geld mit ihrem Hobby.

Pillamyd hat geschrieben:Warum ist es dann jammern, wenn einem nichts übrig bleibt, als zähneknirschend den Murks mitzumachen, weil es ein so verdammter Rattenschwanz ist, den man ja Jahrelang versäumt hat und selbst gar nichts für den Zustand kann.

Ich frage mich halt, ob es so ist, dass einem nichts anderes übrig bleibt. Ich picke einfach mal eine Band heraus, die letztes Mal bei uns auf der Bühne war, eine Eigenpressung am Markt hat, und die bei Spotify vertreten ist: SOULTRACE; immerhin mit Leuten an Bord, die auch schon bei BRAINSTORM, U.D.O., SINNER u.a. waren. Habe sie eben bei Spotify aufgerufen. Dort steht: "45 monatliche Hörer", ihr meistgespielter Titel hat 1300 Spins, alle anderen keine Spin-Angabe. Nach deinen Angaben, verdient die Band also durch ihre Präsenz nichts, und die 45 Leute, die sie dort hören, sind im Zweifel persönliche Kumpels, oder Leute, die auf einem Gig waren. Was gewinnt eine solche Band durch ihr Vertretensein? Geld? Nein. Neue Hörer? Fraglich. Selbst wenn: Was gewänne sie durch die neuen Hörer? Mehr vom Nichts. Ich halte es da für viel sinniger, auf Facebook, Instagram, TikTok, oder eben in Metalforen, eine Community zu pflegen, und für die Leute ansprechbar zu sein. Jedenfalls halte ich es für wahrscheinlicher, dass jemand beim Gig eine CD nicht kauft, "weil er das ja bei Spotify hören kann", als dass jemand geht, und die CD kauft, "weil er das zufällig bei Spotify in die Playlist bekommen hat. Was hat eine Band dieser Größe von Spotify? 50 Cent nach drei Jahren, und keine verkaufte CD mehr? Warum also Wert auf Präsenz an jenem Ort legen?

Pillamyd hat geschrieben:Ich sehe das im Übrigen nicht immer als jammern an. Sondern durchaus auch mal als berechtigte Kritik von Künstlern und Bands. Das übrigens für mich eher der Beweis dafür ist, dass das Ketten von Dingen sind, auf die wenig Einfluss herrscht, weil sich Klausel XY auf B bezieht, welches auf Grundlage von Klausel A.1 besteht...oder so.

Nein, es ist nicht immer Jammern, und natürlich ist die Kritik berechtigt. Aber wenn man will, dass sich was ändert, muss man halt auch bereit sein, Konsequenzen zu ziehen und diese dann ggf. auch öffentlich zu machen. Wenn Hansi Kürsch süffisant sagt, dass er von den Spotify-Tantiemen einmal im Jahr mit seiner Frau essen gehen kann, dann ist das ein Ansatz, kein Jammern, aber halt auch keine Konsequenz, denn Blind Guardian ist bei Spotify weidlich vertreten.

Pillamyd hat geschrieben:Ich glaube jedenfalls immer noch, dass den meisten gar nichts übrig bleibt und das ist natürlich ein Kompromiss und sicherlich nicht konsequent genug. Aber ich erachte es irgendwie als falsch, genau das den Bands zum Vorwurf zu machen.

Einen Vorwurf mache ich ganz generell niemandem. Steht mir gar nicht zu, das zu tun. Ich versuche nur zu reflektieren, welche Konsequenzen welches Verhalten hat, und ob es mir schlüssig erscheint. Ob Wort und Werk sich ergänzen, oder widersprechen. Selbst wenn das nicht der Fall ist, mache ich keiner Band einen Vorwurf. Aber man kann halt - rein logisch - nicht erwarten, dass sich an dem als Missstand erfundenen Zustand etwas Nennenswertes ändert, so lange bei gleichbleibenden Konditionen weiterhin jeder bei Spotify vertreten sein will.

Gerade der Underground könnte hier viel bewegen, weil er im Gegensatz zu den Großen viel weniger zu verlieren hat, wenn er nicht bei Spotify ist, und in Summe eben doch einen wesentlichen Teil der Attraktivität des Portals generiert, weil die Leute das Gefühl haben, dass es ihnen Zugriff auf "alle Musik der Welt" gäbe.
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Re: Streaming

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 22. Oktober 2025, 18:52

Wichtig zu ergänzen ist mir noch, dass ich dir hier gar nicht widersprechen möchte. Deine Position ist nachvollziehbar und für viele Bands mag es sicher auch sinnvoll sein, so vorzugehen.

Trotzdem denke ich, dass es gut wäre, wenn mehr Künstler und auch streamende Fans einfach mal in Erwägung zögen, nicht bei Spotify & Co. vertreten zu sein, und sich auch darüber zu erklären, warum sie das nicht sind, und was sie stattdessen zu bieten haben.

Grassroot-Stoff halt. Aus dem sind Träume...
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Re: Streaming

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 22. Oktober 2025, 20:03

Da ich gerade zu der oben angerissenen Recherche Spotify angeworfen hatte, stelle ich nun mit einiger Abscheu fest, dass dir dieser Laden in die auf das gewählte Stück folgenden Random-Playlist tatsächlich ungefragt und ungekennzeichnet AI-generierte Musik hineinspült. Das ist nun wirklich einigermaßen widerlich, und ich habe mich entschlossen, die App darob zu deinstallieren. Goodbye and good riddance!
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Re: Streaming

Beitragvon Dead_Guy » Mittwoch 22. Oktober 2025, 22:32

Ich nutze jetzt die letzten Tage meines Testmonats von qobuz und bin angenehm überrascht: zwar mit 18,99 recht teuer alledings bleibt deutlich mehr beim Künstler, die Audioquulität ist erstaunlich gut, man kann Sachen kaufen (ok brauch ich nicht, wenn ich was kaufe dann physisch) und es gibt eine art Online-Heft wo man Entdeckungen mitnehmen kann. Menü ist genauso schwer zu bedienen wie bei Spotify, Musikangebot ist recht ähnlich breit aufgestellt, 90-95% von dem was es bei Spotify gibt plus einiges was es dort nicht gibt. Dazu kann man fehlende Alben melden wenn es die bei anderen Streaming-Diensten gibt, in wie weit das was bringt weiß ich noch nicht, habs noch nicht probiert.
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Re: Streaming

Beitragvon kingdiamond » Donnerstag 23. Oktober 2025, 04:01

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Da ich gerade zu der oben angerissenen Recherche Spotify angeworfen hatte, stelle ich nun mit einiger Abscheu fest, dass dir dieser Laden in die auf das gewählte Stück folgenden Random-Playlist tatsächlich ungefragt und ungekennzeichnet AI-generierte Musik hineinspült. Das ist nun wirklich einigermaßen widerlich, und ich habe mich entschlossen, die App darob zu deinstallieren. Goodbye and good riddance!


Also das macht der Algo bei mir nie. Nach einem Album kommt direkt immer ein Song der gleichen Band von einem anderen Album und dann Artverwandtes.
Ich höre ja keine „Random-Playlists“ bewusst. Es kommt aber vor, dass ich mal einschlafe und bei Spotify läuft grad ein Album durch. Da kann ich ja die Titel nachvollziehen, die kamen. Da wäre mir sowas auch nicht aufgefallen.

Zur allgemeinen Diskussion:
Ich gebe Rüdiger bei seiner „nüchternen“ Betrachtung in nahezu allem Recht. Aus „moralischer“ Sicht natürlich auch Pilly.

Ich habe es glaube schon mal erwähnt. Ich konsumiere auf Spotify völlig ohne schlechtes Gewissen alles was ich möchte. Viele Bands hätte ich sonst nie entdeckt oder angetestet. Einige davon bekommen auf anderem Wege von mir Geld (Merch, CDs, Konzerte, Weiterverbreitung). Das ist Teil des Konzeptes. Ansonsten würde ich in meinen „musikalischen Altbeständen“ schmoren und wohl auch wenig neue Sachen „blind“ unterstützen.
Meine Entdeckungslust meiner Anfangstage ist mit Spotify zurückgekehrt.

Aber klar: gäbe es Plattformen, die meinen monatlichen Beitrag nehmen würden und direkt auf die von mir gehörten Künstler aufteilen würden, das wäre natürlich noch besser!

Wenn ihr eine „faire Plattform“ gründen wollt, ich wäre dabei. Bräuchten nur ein paar Fachleute in allen Bereichen. Ich übernehme gerne Aufgaben in der Buchhaltung und im Vertrieb, hehe. ;-)
Die Belohnung für Geduld ist Geduld!
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Re: Streaming

Beitragvon Eike » Donnerstag 23. Oktober 2025, 04:26

Pillamyd hat geschrieben:Ich halte da Bandcamp für das weitaus bessere Modell, weil es so viel mehr Vorteile für den Künstler bringt.

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(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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