Ich hatte hier nach der "Necrophobic" eine kleine Pause gemacht. Ich wollte da noch nicht etwas zur "Opeth" schreiben, bevor mein Ranking nicht vollständig war, sonst wäre es ersichtbar gewesen, dass die "Opeth" keinen Platz hat
Havoc hat geschrieben:Platz 4
OPETH – The Last Will And Testament
Also dann mal zur Opeth...
Nach den ersten Durchläufen, dachte ich echt noch, das Ding hätte eine Chance auf eine Platzierung.
Akerfeldt grwolt wieder?
Anderson läuft als Gast auf? (war mir übrigens schon länger bekannt, so richtig erwähnt hat das aber keiner.
Das Album ist ein Konzeptalbum?
Was zur Hölle soll mir also an diesem Album nicht gefallen?
Nun ja, da gäbe es schon noch ein paar Optionen, warum nicht. Zum Beispiel, dass die Ausrichtung der letzten Alben (bis auf "Pale Communion") nicht meine bevorzugte ist.
Jetzt kann man alles bedenken und Meinungen auseinanderbröseln. Die einen finden "Opeth" mache da das gleiche wie in den letzten Jahren + growls. Die anderen fühlen sich an "Ghost Reveries" und "Watershed" erinnert. Die Wahrheit wird da irgendwo dazwischen liegen.
Etwas befremdlich finde ich die Aussage des Masterminds, die Band würde von teilen der Fans nur auf die Growls reduziert werden - fühle mich angesprochen. Aber was erwartet er denn, wenn er nach über 10 Jahren seine Kehle wieder auspackt?
Da stelle ich mir dann eher die Frage, ob die Bands sich nicht ins eigene Fleisch schneidet, wenn das dann wieder plötzlich Thema bei den Fans ist, die gedacht haben, es gäbe nie wieder Growls auf einer "Opeth" Scheibe.
Etwas bewirken die Growls nach meinem Gefühl. Das Songwriting und eben das Endprodukt wirkt freier und nicht so starr wie die letzten Alben. Auch die Produktion finde ich famos. Das Konzept ist ziemlich toll. Und für mich sehr wichtig, gab es jemals einen passenderen Gast als Ian Anderson? Ich finde seine Beiträge unfassbar stark.
Und auch die Länge finde ich angenehm. Es gibt Teile des Albums die sofort sitzen, aber dann auch die, die etwas länger brauchen. Der neue Schlagzeuger bringt manchmal etwas hektik rein, aber irgendwie trägt es zu der oben beschriebenen Lockerheit bei.
Warum ist denn dann das Album nicht in meiner Top 10?
Nun, es ist eigentlich wie immer. Ich fand alles andere halt irgendwie dann doch noch stärker und überraschender.