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von Havoc » Donnerstag 11. Januar 2024, 21:49
Das was du zu den obigen Bands geschrieben hast kann ich alles gut verstehen. Ja. Das habe ich sogar so erwartet. Ist halt nicht so dein Sound. Am interessantesten finde ich aber das, was du zu Primordial geschrieben hast... Holger Andrae hat geschrieben:Ich habe ein sehr ambivalentes Verhältnis zu Primordial. Das ist nämlich eine Band, die ich bei aller Qualität, für eine Hype-Band halte. Klar, Alan ist ein charismatischer Frontmann, der mich auch schon zwei Mal voll abholen konnte. Ebenfalls klar ist die Tatsache, dass sie eine beinahe perfekte Kombination aus gaelischen Schlachtepen und Heavy Metal zelebrieren. Jetzt kommen meine Widerborsten: Musikalisch klingt vieles furchtbar ähnlich und lamgweilt mich nach ein paar Songs, livehaftig ist es auch immer die gleiche Show, die zwar fesselt, irgendwann aber völlig einstudiert wirkt. Hinzu kommt der Umstand, dass Mister Averill eine Weile lang zu jedem Thema entwede als Experte befragt oder ungefragt als selbst erkorener Experte seine Meinung äußern musste. Das ist in letzter Zeit weniger aufdringlich gewesen, aber er ist der Danko Jones des dunklen Metal.
Hype-Band? Puh. Auch das kann ich in Ansätzen nachvollziehen, finde diese Einschätzung aber irgendwie etwas zu hart. Denke es liegt allen voran an Alan, dass du das so siehst. Er ist tatsächlich sehr präsent. Aber von der Musik her ist das eigentlich alles andere als eine Hype-Band. Die Musik ähnelt sich sicher, aber ich finde sie bereiten es doch immer wieder ein wenig anders auf. Das neue Album z.B. hat so einen geilen Sound...und es ist tatsächlich gerade Alan, der das Album noch mal auf ein höheres Level hievt. Unglaublich wie emotional er hier singt. Mehr Metal geht kaum. Zudem ist die Band extrem eigenständig. So klingt sonst niemand. Aber das kann man natürlich auch anders sehen. Wollte eigentlich nur zum Ausdruck bringen, dass ich hier eher erwartet hätte, dass du das Album und die Band etwas positiver siehst. Weiterhin kann ich den Hype-"Vorwurf" tatsächlich gut verstehen, aber ich komme zu dem Ergebnis, dass es letzten Endes keine solche ist. 
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von Havoc » Sonntag 22. Dezember 2024, 23:42
Tradition ist Tradition…auf ein Neues! Es nutzt ja nix! Und natürlich muss ich heute schon starten, damit es auch schön aufgeht bis zum 31.12.2024. Und nicht erst am 23.12. wie ich letztens verlautbart habe. 17 Alben gingen in diesem tollen VÖ-Jahr ins Rennen. Sieben ebenfalls richtig starke Alben mussten in die Röhre gucken. Auflösung am Ende. Los geht´s. Wie immer jeden Tag ein Album bis Silvester.Platz 10NILE – The Underworld Awaits Us All Bereits seit dem Jahre 2002 bin ich ein Fan dieser Band. Nichts im schnellen brutalen Death Metal holt mich so dermaßen ab wie diese Ägypt…äh…Amerikaner. Neben der technischen Finesse und den sehr guten Sängern (u.a. Sanders ultratiefen Growls aus den untersten Katakomben) ist es natürlich diese besondere Atmosphäre die aufgebaut (und auch gerne wieder zertrümmert wird), was die Band so besonders macht. Nach den frühen Klassikern hielt die Band zwar stets ein hohes Niveau, aber nicht jedes der nachfolgenden Alben konnte den Level der alten Heldentaten halten. Die neue Scheibe kommt da allerdings echt wieder sehr nah dran. Vor allem gefällt mir hier auch die Produktion ganz hervorragend. Das ist nicht so steril wie auf z.B. einer „At The Gate Of Sethu“. Es wirkt erdiger und wärmer. Zudem gibt es immerhin auch kleine Neuheiten…wie z.B. ein wenig Female-Chorgesang, auch wenn dieser anfangs etwas seltsam wirkt. Was fehlt ist vielleicht ein richtiger Hit. Dafür entschädigen aber die längeren verdammt mächtigen Epics wie „True Gods Of The Desert“ und der Titeltrack. Weiterhin ist auch das Cover und das ganze Artwork sehr schick gestaltet. Das Album hat es in diesem Jahr immerhin geschafft für eine kleine NILE-Euphorie zu sorgen. Auch deswegen konnte sich das Album, knapp vor einigen anderen echt ziemlich heißen Eisen, einen Platz in den Top Ten sichern.
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von Pillamyd » Montag 23. Dezember 2024, 00:04
Lücke, nicht nur in diesem Jahr. Sondern auch allgemein, weil mir da noch so das ein oder andere Scheibchen fehlt. Stand auf der Liste, habe ich aber zeitlich einfach nicht mehr geschafft und da musste ich dann abstriche machen. Cooler Einstieg! Löst defintiv die Lust aus, mir das Ding mal zu gönnen. Weiter so! 
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von Kenneth Thiessen » Montag 23. Dezember 2024, 00:06
Bin mal wieder sehr gespannt auf das, was bei dir in den nächsten Tagen noch so kommen wird. Toller Start mit NILE, dessen diesjähriges Album ich aber leider viel zu wenig gehört habe, um es einerseits in meine Liste aufzunehmen und andererseits wirklich gut mit den Vorgängern vergleichen zu können. Müsste ich bei Gelegenheit mal wieder hören!
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von kingdiamond » Montag 23. Dezember 2024, 02:10
Cool, es geht schon los. Dachte, dass Platz 1 ggf. am 01.01. kommt, aber so passt es natürlich auch gut.
NILE… unbekannt für mich in jeglicher Hinsicht. Wüsste nicht, dass ich schonmal bewusst was von denen gehört habe. Glaube aber auch, dass es nicht so zu meinen Hörgewohnheiten passt. Daher geh ich da erstmal ungehört drüber… vielleicht hab ich irgendwann anders mal Lust drauf.
Die Belohnung für Geduld ist Geduld! Was man anfängt, muss man auch zu En
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von Havoc » Montag 23. Dezember 2024, 23:12
Platz 9SEAR BLISS – Heavenly Down Weiter geht es nun mit diesen ungarischen Urgesteinen. Was macht die Band so besonders? Kenner wissen das natürlich. Echte Metaller (also Blechbläser!) dürfen hier ihre Posaune zum Besten geben und die finstere Musik deutlich aufmuntern. Und schon erstrahlt diese schwarze Musik ähnlich bunt wie das tolle von Kris Verwimp gemalte Cover. Warum schafft es dieses Werk in meine Top Ten? Nun, weil ich finde, dass dieses Album vielleicht sogar noch einen ticken besser ist als die beiden Vorgänger. Die Melodien und besonders die erzeugte Atmosphäre sind insgesamt noch besser. Einzelne Songs herauszuheben finde ich dagegen eher schwierig. Ähnlich wie schon bei NILE fehlt vielleicht der eine große Hit. Aber in der Gesamtheit ist das einfach mehr als überzeugend. Es braucht hier einfach gar keine Hits um glücklich zu sein. Black Metal aus Ungarn ohne Posaune ist wie Gulasch ohne Paprika könnte man sagen! Tolles Album der Magyaren!
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von Pillamyd » Montag 23. Dezember 2024, 23:15
Hui, schon das zweite Album, welches ich auf der Liste hatte. Imposanter Sound auf jeden Fall. Hat mir von Anfang an getaugt. Mit der Band möchte ich mich auch noch einmal intensiver beschäftigen.
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von Martin van der Laan » Dienstag 24. Dezember 2024, 00:46
SEAR BLISS ist immer ganz großes Kino, ich liebe diese Band. Muss aber gestehen, dass ich mich mit "Heavenly Down" noch nicht so intensiv beschäftigen konnte, wie ich es gerne getan hätte. Trotz der Soundcheck-Teilnahme und meiner 8,5 Punkte für dieses Album. SEAR BLISS-Platten brauchen viel Zeit und Nachtsessions unterm Kopfhörer. Vielleicht kann ich das ja mal um den Jahreswechsel nachholen. Anyway, Genosse Havoc hat auch hier mal wieder Recht! P.S.: Auch NILE schätze ich sehr, seit "Black Seeds Of Vengeance". Mir fehlt nur leider oft die Kraft um dieses Klangmonstrum für mich zu bändigen. Für meinen durchgetakteten Alltag oft zu stressig. Leider...! Meine Eindrücke vom 2024er Album sind eher flüchtiger Natur. Aber gewohnt faszinierend.
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von Havoc » Dienstag 24. Dezember 2024, 15:13
Platz 8HAMFERD – Men Guds Hond Er Sterk Ich bin sicherlich jetzt nicht der größte Doomster unter der Sonne, aber diese Band hier hat es mir wirklich angetan. Woran das wohl hauptsächlich liegt, erahnt ihr sicherlich schon. Jawohl…Jon Aldara ist hier der Meister am Mikro. Und was er hier abzieht ist echt famos. Sowohl beim Klargesang als auch insbesondere gerade hier bei seiner Stammband mit den tiefen Growls. Einfach nur geil. Die Vorgänger waren schon extrem stark. Dennoch ist dieses kleine Epos über eine Tragödie beim Walfang auf den Faroer-Inseln vielleicht sogar ihr bisher bestes Album. Wer sonst könnte solch ein Thema besser vertonen als diese Jungs von eben dort. Die Musik ist einfach ursprünglich, natürlich und wuchtig…wie die Natur und die raue See selbst. Am Ende haben sie dann auch noch eine Original-Stimme von der damaligen Berichterstattung mit eingebunden. Wirklich toll und ergreifend. Das Album dürfte in diesem Jahr auch tatsächlich eines meiner meistgehörten überhaupt sein. Und das ist für ein Doom-Album schon sehr außergewöhnlich. Vielleicht ist es mit Platz 8 sogar noch zu niedrig gerankt, aber ich lasse es jetzt mal so. Der Einzug in die Top Ten ist jedenfalls völlig verdient und stand eigentlich auch die ganze Zeit nie zur Disposition.
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von Martin van der Laan » Dienstag 24. Dezember 2024, 15:51
Havoc hat geschrieben:Platz 8
HAMFERD – Men Guds Hond Er Sterk

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