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von salisbury » Samstag 7. Mai 2022, 14:29
GARY MOORE - Victims Of The Future  Kommen wir jetzt mal zu einem meiner großen Favoriten aus '83. "After The War" war zusammen mit "Back In Black" und "Appetite For Destruction" meine erste selbst gekaufte Hard Rock/Metal-LP. Gary Moore war ein Liebling meines Gitarrenlehrers (und wurde auch schnell meiner) und wir haben einige seiner Stücke durchexerziert. Das ist natürlich eine ganz andere Beschäftigung mit Musik als einfach nur Hören. Interessant ist, dass ich bis vor Kurzem keinen weiteren GARY MOORE-Tonträger besaß, obwohl viele seiner Lieder, auch die späteren bluesigen, einen hohen Stellenwert besitzen. Es hat damals aber immer gereicht, die Musik auf Cassette haben. Wie zum Beispiele 'Empty Rooms', eine wunderbare, traurige Ballade über die Leere, die man empfindet, wenn der/die Geliebte nicht mehr anwesend ist. 'Loneliness is your oooooonly friend...'. Ich war etwas überrascht, dass der Song schon so früh in den 80ern kommt, aber es war auch klar, dass keine Liste ohne diesen Song eingereicht werden kann. Am Ende war es Rang 14/25. Der Rest von "Victims Of The Future" war dann aber Neuland. Das '82er-Album "Corridors Of Power" fand ich insgesamt viel zu seicht, aber es hatte mit 'End Of The World' schon einen Song anderer Machart. Und solche Songs gibt es auf "Victims Of The Future" so einige. Zupackender Hard Rock mit satten Riffs, großartigen Soli (Moore zeigt sich hier oft als Shredder) und eingängigen Refrains wird hier geboten. Hört einfach mal 'Murder In The Sky' (meine 22/25; Überschneidung) und seid begeistert. Oder 'Victims Of The Future', das wir an dem Tag auch gehört haben. Garys Musik hat immer einen Touch Melancholie, auch bei den harten Songs, und ich fühle, wie er seine ganze Seele in die Musik legt, als Gitarrist, aber auch als Sänger. Das Album ist zudem sehr vielfältig. Ich liebe noch 'The Law Of The Jungle', wo Gary total nach Ozzy klingt. Oder das AOR-ige 'Hold On To Love'. Ein paar schwächere Songs verschmerze ich bei solchen Highlights dann gerne. Absolute Empfehlung meinerseits! Murder In The SkiesEmpty RoomsVictims Of The Future
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von Jens Wilkens » Sonntag 8. Mai 2022, 09:43
MERCYFUL FATE "Melissa" Ich höre gerade "Melissa". Ich fand das Album immer sehr stark. Mein Erstkontakt mit dem Universum MERCYFUL FATE/KING DIAMOND war aber "Them", das damals gerade aktuell war. Das Artwork hat mich sofort fasziniert, ein Bekannter hat mir dann netterweise die LP - nicht ohne Warnung bezüglich des Gesangs - ausgeliehen. Sofort war mein Interesse geweckt. Die Gitarren gehören auch heute noch zum Besten, was der Metal zu bieten hat. Die Stimme des Königs war natürlich gewöhnungsbedürftig, aber das waren natürlich Gesangslinien, die man sonst nirgendwo hören konnte. Drei Durchgänge und ich war Fan.
Die CD von "Melissa" sah ich dann wenige Monate später in einem Second Hand-Laden auf dem Dorf bei Flensburg. Die CD stach optisch heraus, denn es war eine Roadrunner aus der Slimline-Serie. Auf dem Backcover konnte man lesen, dass King Diamond am Gesang zu hören war. CD gekauft, aufgelegt und und ein neuer Fan war gewonnen. Schwer zugänglich fand ich die Musik eigentlich nie. Das Duo Denner/Shermann ziehe ich heute noch jedem anderen vor. Das mit dem Prog Metal stimmt auf jeden Fall. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass King Diamond mit MERCYFUL FATE die Energie des Punk und die Musikalität des 70er Progressive Rock verbinden wollte.
"Don't Break The Oath" ist meiner Meinung nach aber noch einmal eine Steigerung. Bis auf "Gypsy" höre ich nur Meisterwerke. Auf der "Melissa" gefallen mir "At The Sound Of The Demon Bell" und "Satan's Fall" nicht so gut wie die anderen Stücke, obwohl der Spannungsbogen von "Satan's Fall" eigentlich faszinierend ist. "Evil" und "Black Funeral" sind meine Lieblingssongs.
Über die Jahre hat sich an meiner Rangliste der fünf besten Alben nichts geändert: 1. MERCYFUL FATE "Don't Break The Oath" 2. KING DIAMOND "Abigail" 3. KING DIAMOND "Conspiracy" 4. MERCYFUL FATE "Melissa" 5. KING DIAMOND "Them"
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von salisbury » Sonntag 8. Mai 2022, 13:01
Danke für Deine Eindrücke, Jens  . Ich werd's weiter versuchen mit MERCYFUL FATE und "Don't Break The Oath" ist '84, liegt also schon bereit zur Erst-Erlauschung. 1983 gab es jenseits der metallisches Sphäre so einige weltberühmte Rock- und Popalben, die zumindest ich bei der Erstellung einer Bestenliste nicht aussparen konnte. Ich werde also hin und wieder mal eines von diesen Alben einstreuen.  Meine Einstellung zu U2 ist neutral bis gut. Eine Schallplatte von U2 steht schon lange in meinem Schrank, das ist "Rattle And Hum", das Livealbum aus 1988. Das war also kurz bevor ich mich langsam metallischeren Klängen zuwendete. Es lief damals regelmäßig und auch heute immer mal wieder. An weiteren U2-Alben bestand aber nie Interesse, obwohl ich die meisten großen Hits der Band mag. An "War" kommt man aber nicht sein Leben lang vorbei. Und viele nicht-metallische 83-Listen nennen dieses Album weit oben. Die erste Hälfte des Albums finde ich tatsächlich sehr stark. Es fängt mit dem Überhit 'Sunday Bloody Sunday' an, groovet sich in supercooler Weise durch 'Seconds', holt mit 'New Year's Day' zum Höhepunkt aus und fetzt flott mit 'Like A Song...' weiter. Danach wird es aber rapide schlechter. Manchmal versucht man, nach DURAN DURAN zu klingen, aber ich finde das misslingt. 'The Refugee' find ich z.B. furchtbar. Von der zweiten Hälfte will ich eigentlich nur noch 'Surrender' hören. Fazit: Ich bin zwiegespalten, aber doch froh, das Album im Regal zu haben, weil eben ein paar unsterbliche Klassiker drauf sind. Und den besten Song haben wir in der Runde auch gehört, es war aber nicht mein Pick. New Year's DayLike A Song
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von salisbury » Sonntag 8. Mai 2022, 16:04
TRIUMPH - Never Surrender  Ich würde sagen, TRIUMPH ist eine der schönsten Entdeckungen meiner 80er-Zeitreise. Das kannte ich zuvor nur vom Namen, eventuell hat man mal was von gehört, aber niemals mit Nachhall. Aber schon "Progressions Of Power" (1980) hat sich in men Herz gespielt und war mit dem wunderbaren 'In The Night' in meinen Charts vertreten. "Allied Forces" 1981 fand ich dann sogar noch besser, der Titelsong ist "richtiger" Heavy Metal, schnell, riffend, intensiv, grandios; aber auch von diesem Album habe ich mit 'Ordinary Man' dann wieder den Drama-Song gepickt. Ich bin mittlerweile ein großer Fan von Rick Emmetts Gesang geworden, auch wenn er hin und wieder in quietschige Höhen geht. Ich muss sagen, "Never Surrender" ist für mich keinen My schlechter als "Allied Forces". Es ist zwar etwas softer, hardrockiger, aber ab der ersten Sekunde TRIUMPH wie ich sie so sehr mag, geprägt von smartem Songwriting und der emotionalen Stimme. Auch der Klang ist top! Vor allem von 'A World Of Fantasy' (Lied 2) bis zum Titelsong (Lied 7) finde ich alles fantastisch, immer mal wieder mit sehr schönen Akustikgitarren garniert. Auch der Abschluss mit 'Writing On The Wall' und dem träumerischen 'Epilogue (Resolution)' bereitet grade eben Gänsehaut. Da das Album so homogen ist und sich ohne Schwächen durchhören lässt, war es nicht so einfach, einen besten Song zu picken. Am Ende hat es der Hit 'All The Way' (Rang 23/25) gemacht. Was für ein Ohrwurm! Dass es eine korrekte Wahl war, wurde dadurch bestätigt, dass es eine Überschneidung war. Aber über 'A World Of Fantasy', 'Battle Cry' oder 'Never Surrender' hätte ich mich genauso gefreut. So ne schöne Band! All The WayNever Surrender
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von Jens Wilkens » Sonntag 8. Mai 2022, 16:32
Ich stimme Dir bei "Never Surrender" in allem zu. Ein sehr homogenes und absolut hochklassiges Album. Der einzige Song, der bei mir nicht zündet, ist 'When The Lights Go Down'. Alle anderen Stücke sind großartig. "Allied Forces" hat natürlich die drei Songs 'Magic Power', 'Fight The Good Fight' und 'Ordinary Man', die zu den zehn besten Hard Rock-Songs aller Zeiten zählen, aber "Never Surrender" ist genauso gut. Beim ersten Durchlauf ist das Album vielleicht etwas unauffälliger. Ich denke auch, dass die Produktion makellos ist. Die Platte wird nie langweilig, und es gibt auch Hits ('Writing On The Wall', 'Never Surrender', 'A World Of Fantasy'). Gerade letzte Woche habe ich "Never Surrender" wieder gehört. Toll, dass das Album hier vorgestellt wird! Komisch, dass TRIUMPH in Europa nie die großen Erfolge feiern konnte und vielen sogar unbekannt ist. In Kanada kam das Album übrigens schon 1982 raus.
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von salisbury » Donnerstag 26. Mai 2022, 17:28
Queensryche - Queensryche EP  Kommen wir nun wieder zu einem Album, dem ich schon relativ früh begegnete. Nun, viele Fans meiner Altersklasse hatten ihren queensrychigen Erstkontakt wohl mit "Operation Mindcrime". Hat man sich in das Album erstmal reingefummelt, möchte man dann auch andere QR-Werke errkunden. Ich denke, die Debüt-EP war dann auch schon als nächstes dran bei mit. Ja, die Stimme ist noch sehr spitz und schnittig, die Kompositionen sind rauer, aber die QR-Klasse ist schon früh voll entfaltet. So waren für mich auch gleich zwei Songs ohne Nachdenken auf der Liste, nämlich der "Titelsong" (also 'Queen Of The Reich') und 'The Lady Wore Black'. Auch die anderen drei sind top, aber hier gibt es Tage und Launen, an denen ich diese auch wegzappe. Die beiden Genannten gehen allerdings immer. Die Lady landete bei mir auf Rang 17/25 und war eine Überschneidung. Die Queen musste leider geopfert werden, gehört haben wir sie dennoch, sogar als Überschneidung  . The Lady Wore BlackQueen Of The Reich
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von salisbury » Freitag 27. Mai 2022, 16:31
MANOWAR - Into Glory Ride  Mein erstes und sehr frühes MANOWAR-Erlebnis war "Kings Of Metal". Auch ich war damals als junger Jünger zumindest eine Zeitlang der Meinung, dass es keinen besseren Metal gäbe als den der Kings. Das war schon ein ganz besonderes Hörerlebnis. MANOWAR ist seitdem eine Konstante, einfach nicht wegzudenken aus meinem metallischen Lebenslauf. Mein damals bester Freund und Bandkollege war riesiger MANOWAR-Fan, was auch prägend war. Wie bei vielen Bands hatte ich allerdings auch von MANOWAR längst nicht alles und "Into Glory Ride" ist tatsächlich erst weitaus später in meine Sammlung gewandert. Oft habe ich das Album bis vor kurzem auch nicht gehört. Anders als das '82er Debut "Battle Hymns", das schon seit Urzeiten eine wichtige Rolle spielt, musste ich mir "Into Glory Ride" tatsächlich eine Zeitlang erschließen, so richtig eigentlich erst in derr Vorrbereitungsphase für die Charts. Tatsächlich bin ich ja nicht der allergrößte "Epic"-Fan und manche Songs sind schon ganz schön überladen ('Gates Of Valhalla'). Zwei Songs kann auch bis heute nicht leiden, ('Warlord' und 'Hatred'). Und dennoch ist mir IGR langsam ans Herz gewachsen. Dieser Pathos, diese Überzeugung, man fühlt sich einfach gut, stark, jung, wenn man diese Mucke hört. Gerade der Gesang auf IGR ist absolut erhaben! So konnte die Liste bis zum Ende nicht ohne zwei Songs abgegeben werden. 'Secrets Of Steel' (#12/25) und 'Revelation (Death's Angel)' (#16/25) haben bei mir immer mal wieder die Plätze getauscht, einmal pathetisch, einmal flott, je nach Laune fand ich den einen, dann den anderen besser. Beide waren Überschneidungen. Wir haben übrigens bis auf 'Warlord' das ganze Album gehört. Ist schon ein ganz großer Klassiker, diese "Into Glory Ride"! Secrets Of SteelRevelation (Death's Angel)
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von salisbury » Samstag 4. Juni 2022, 20:44
DEF LEPPARD - Pyromania  Ich muß gestehen, zu DEF LEPPARD habe ich bislang noch nie eine Beziehung aufbauen können, und es ist schwer zu sagen, warum. Denn ich mag ja auch andere kommerziell ausgelegte Hardrock-Bands wie BON JOVI, EUROPE, GUNS'N'ROSES, AEROSMITH und die Leoparden habe ich ähnlich früh kennen gelernt. Aber irgendwie stimmte die Chemie nicht. Ähnlich ging es mir mit KISS, doch da kam dann mit 'Creatures Of The Night' (1982) eine Erleuchtung. Doch leider bleibt diese mit DEF LEPPARD aus. Mir ist bewusst, dass gerade "Pyromania" von einigen Powermetal.de-lern sehr geschätzt wird und auch deshalb lief das Album hier immer wieder zur Chartsvorbereitung. Aber meist an meinen Ohren vorbei. 'Rock Rock (Till You Drop)', 'Photograph', 'Rock Of Ages', 'Action Not Words', das gibt mir gar nichts, die Musik iist meist dezent langweilig. Ich weiß nicht, ob der Vergleich angebracht ist, aber MÖTLEY CRÜE's "Shout At The Devil" gibt mir mit der etwas dreckigeren, direkteren, klareren Herangehensweise deutlich mehr. Und dennoch hatte ich einen Song von DEF LEPPARD auf meiner langen Auswahlliste, und zwar 'Too Late For Love'. Der weckt Erinnerungen an die Jugend, wurde von der lokalen Coverband meines Gitarrenlehrers gespielt und ist einfach ein Ohrwurm deluxe. Ich finde auch, der Song passt gar nicht zum Rest des Albums. Falls noch zwei ganz gute Songs aus dem Album nennen müsste, würde ich noch 'Die Hard The Hunter' und 'Comin' Under Fire' auswählen. Zu meiner großen Überraschung hat aber keiner aus der Gruppe einen Song von "Pyromania" ausgewählt. Zumindest bei Peter hätte ich fest damit gerechnet. Too Late For LoveComin' Under Fire
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von Peter Kubaschk » Samstag 4. Juni 2022, 20:48
Ja, war bei mir auf der Zielgeraden rausgeflogen. 'Billy's Got A Gun' und 'Photograph' waren in den Top30 bzw. Top40.
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