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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Rüdiger Stehle » Freitag 6. Januar 2012, 13:46
salisbury hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Wenn die Leute irgendwann anfangen, nur noch Prog toll zu finden, dann habe ich immer Angst, dass das was mit "Erwachsenwerden" zu tun hat.
Das ist ja noch falscher als COG klingt wie DREDG  !
Bei dir habe ich die Angst auch nicht. Wer "Heart Of Steel" ganz oben in seinen 80er-Charts hat, der läuft wirklich nicht Gefahr, erwachsen zu werden. Außerdem wirst du ja - bedingt durch guten Umgang - eher wieder metallischer als noch proggiger. Ich sag das jetzt mal ein bischen provokativ, bitte nicht böse nehmen: Wo ist denn bitteschöne die ganze schöne Rebellion, wenn immer immer wieder die alten Schemen und Muster aufgenommen und marginal anders wieder zusammengesetzt werden. Das hab ja grad bei STEELWING gemerkt. Same old riffs, same old melodies, Art und Weise des Gesangs und Songaufbaus.
Da will ich dir nicht widersprechen. Deswegen kommen diese Retrobands - obwohl ich deren Stil ja an sich wirklich toll finde - auch niemals ganz nach vorne, in die Jahresbestenlisten oder in den Bereich von 9+ Punkten. Ich höre das gerne, ich mag das, ich finde das schön, aber zur wirklichen, großen Begeisterung, da müssen Originale her. Immer. Schnarch! Rebellion ist doch Veränderung und ein Teil der Metalszene hasst Veränderung. Auf den Szenefestivals spielen dann meist alte Bands von vor 30 Jahren oder die, die eben so klingen! Das finde ich eher Anti-Rebellion. Da kann ich auch nach Wildbad-Kreuth zum CSU-Treffen. Dagegen hab ich auch gar nix, aber ich finde das Visionäre, Das Rebellische und auch das "sich jung und stark fühlen", wenn ich sowas wie AMPLIFIER, PAIN OF SALVATION oder Rose Kemp höre. Oder VEKTOR. Socle Musik zu hören ist wie Spielen, Forschen, Zusammenhänge verstehen etc. Also grad das Gegenteil vom routinierten Erwachsenwerden... Bei STEELWING und RAM, da spür ich meinen Rücken, suche nach grauen Haaren und hab den Drang, nach draußen zu gehen...
Ich habe das "Rebellische" ja ganz ausdrücklich nicht auf die Musik bezogen (das ist bei den traditionellen Spielarten des Metal natürlich längst gegessen), sondern auf das subkulturelle, rollenspielerische, eskapistische Element. Einfach den Drang zu haben, sich als Gesamtheit aus dem Lauf der Zeit, der Realität, dem Hier und Jetzt herauszunehmen und in einer zeitlosen Parallelwelt zu existieren, wo das Geschehen in der Realität keinen interessiert, sondern die Zeit von Album zu Album gerechnet wird. Bei Rose Kemp, finde ich das Element irgendwie auch. Die ist wohl ihr eigener Planet für sich. Aber bei AMPLIFIER und P.O.S. fehlt mir das komplett. Auch bei klassischen Genreproggern. Die sind halt tolle, meinetwegen auch innovative Musiker, die versuchen, musikalisch neues zu erschaffen, aber sie inszenieren sich nicht als Gesamtkunstwerk wie ein KING DIAMOND, wie IMMORTAL, wie MANOWAR, wie WATAIN, wie KISS, wie RUNNING WILD, wie CRIMSON GLORY, wie hunderte Metalbands. Es braucht jetzt auch keiner anfangen, Prognasen aufzuzählen, die sich auch so inszenieren. Wird es sicher geben, da hab ich keinen Zweifel. Aber die Tendenz ist halt schon sehr merklich, dass die Mehrheit der Prog/Alternative-Rock-Szene, das Rollenspielertum nicht in dem Maße pfelgt, wie es die Metalszene tut, und das fehlt mir halt. Ich brauche das ein Stück weit. Wenn du meine zwanzig absoluten Lieblingsbands anschaust, dann ist da keine einzige dabei, die sich nicht massiv über die Musik hinaus als Gesamtkunstwerk inszeniert hat. Und außerdem ist auch keine einzige dabei, die man nicht als eigenständig bezeichnen könnte.
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von Frozen » Freitag 6. Januar 2012, 13:47
Rüdiger Stehle hat geschrieben:@ Frozen: Die Songüberschneidung ist 'Trail Of Diamonds'. Eine kommt vielleicht noch dazu. Bei den anderen Bands habe ich andere Songs gewählt.
@ Dream Theater: Obwohl ich die sehr gut finde, ist sie von meinen Top-20 doch noch richtig weit entfernt. Wobei das keinen überraschen wird. Der Vergleich mit Arch/Matheos ist interessant, wobei es mich nicht wundert, dass DT besser abschneidet. Kann halt echt nicht jeder mit dem Gesang von John Arch.
@Trail of diamonds: Aber ich geh jetzt mal davon aus dass er bei dir nicht auf der 1 steht  Dafür ist deine Auswahl zu gross. @DT: Ehrlich gesagt habe ich eher mit dem Gesang von LaBrie Probleme. Wohingegen mich ja genau wegen John Archs starker Stimme mit Fates Warning angefangen habe, und vom Spectre Within ähnlich begeistert bin. Und die Awaken the Guardian fehlt mir ja noch, die soll ja angeblich noch besser sein. Trotzdem, so wie ich das sehe gehört DT zum engeren Favoritenkreis, während A/M eher Aussenseiter ist. Ich freue mich aber dass ich hier nicht als einziger Spellcaster drin habe und dabei erst noch der Song Überschneidungen findet. Für mich eins der Highlights des Powermetal Jahres.
Top 5 Jahr 20151. ENFORCER - From Beyond 2. VISIGOTH - The Revenant King 3. ARMORED SAINT - Win Hands Down 4. SATAN - Atom by Atom 5. HORACLE - Dead Eyes Revelations MEINE SAMMLUNGCurrent Taste: Traditional Heavy Metal
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von Rüdiger Stehle » Freitag 6. Januar 2012, 13:56
Frozen hat geschrieben:@Trail of diamonds: Aber ich geh jetzt mal davon aus dass er bei dir nicht auf der 1 steht  Dafür ist deine Auswahl zu gross.
Die Größe der Auswahl macht den Song ja nicht schlechter.  Er wird am Ende wohl auf Platz 3 landen, obwohl ich das Album insgesamt nicht in den Top-20 habe. Dazu fand ich den Vorgänger im direkten Vergleich dann doch zu deutlich stärker, und es fehlte der Überraschungseffekt, den "Wake The Sleeper" zehn Jahre nach "Sonic Origami" hatte. Ich habe ganz vorne sehr oft Bands, bei denen ich nicht mit einer Großtat gerechnet hätte. @DT: Ehrlich gesagt habe ich eher mit dem Gesang von LaBrie Probleme. Wohingegen mich ja genau wegen John Archs starker Stimme mit Fates Warning angefangen habe, und vom Spectre Within ähnlich begeistert bin. Und die Awaken the Guardian fehlt mir ja noch, die soll ja angeblich noch besser sein.
Mit LaBrie habe ich zwar keine Probleme, aber ich finde John Arch auch 1000x toller, weil er halt völlig eigenständig ist. "Spectre" und "Guardian" schenken sich nicht allzu viel finde ich. Beide sind großartig. Trotzdem, so wie ich das sehe gehört DT zum engeren Favoritenkreis, während A/M eher Aussenseiter ist. Ich freue mich aber dass ich hier nicht als einziger Spellcaster drin habe und dabei erst noch der Song Überschneidungen findet. Für mich eins der Highlights des Powermetal Jahres.
Die SPELLCASTER finde ich auch super, wird aber nicht in meiner Jahresliste auftauchen. Es mag unfair sein, aber irgendwie haben junge Bands im klassischen Stil bei mir immer einen kleinen Malus. Nicht in der Bewertung, aber auf jeden Fall, wenn es darum geht, im direkten Vergleich zu Bands zu bestehen, welche entweder als junge Bands neue Wege gehen, oder aber als alte Bands ihren alten Stil spielen, den sie einst mit erschaffen haben. Das ist die Originalitätsgeschichte, die ich auch in meiner Antwort an Sally meinte. Trotzdem ist die Spellcaster eine tolle Scheibe, die ich auch vom Fleck weg verhaftet habe.
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von salisbury » Freitag 6. Januar 2012, 14:02
Rüdiger Stehle hat geschrieben: Die sind halt tolle, meinetwegen auch innovative Musiker, die versuchen, musikalisch neues zu erschaffen, aber sie inszenieren sich nicht als Gesamtkunstwerk wie ein KING DIAMOND, wie IMMORTAL, wie MANOWAR, wie WATAIN, wie KISS, wie RUNNING WILD, wie CRIMSON GLORY, wie hunderte Metalbands. Es braucht jetzt auch keiner anfangen, Prognasen aufzuzählen, die sich auch so inszenieren. Wird es sicher geben, da hab ich keinen Zweifel. Aber die Tendenz ist halt schon sehr merklich, dass die Mehrheit der Prog/Alternative-Rock-Szene, das Rollenspielertum nicht in dem Maße pfelgt, wie es die Metalszene tut, und das fehlt mir halt. Ich brauche das ein Stück weit.
Wenn du meine zwanzig absoluten Lieblingsbands anschaust, dann ist da keine einzige dabei, die sich nicht massiv über die Musik hinaus als Gesamtkunstwerk inszeniert hat. Und außerdem ist auch keine einzige dabei, die man nicht als eigenständig bezeichnen könnte.
Die Liste der Progbands, die sich inszinieren ist endlos! Diese Bands haben doch erst mit der Selbstinszinierung angefangen! Selbstinszinierung gehört mit zu Definition des (alten) Prog. Keine Band hat sich mehr selbst insziniert ale GENESIS. Woher stammt denn deren legändärer Ruf? Und in (fast) jeder Progband steckt ein bischen Genesis, nicht nur musikalisch. Menschen wie Daniel Gildenlöw müssen sich hingegen gar nicht groß selbst inszinieren. Es reicht, ihre Musik zu hören und die Texte zu lesen. Ich brauch da überhaupt nix visuelles mehr, weil die Phantasie schon alles liefert. Bei meinen Top20 Lieblingsbands ist auch keine dabei, die nicht absolut einzigartig ist. Dasselbe gilt für die meisten hier, auch Loenz und Havoc, die am liesten Prog hören.
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von Jhonny » Freitag 6. Januar 2012, 14:12
Rüdiger Stehle hat geschrieben:4 Überschneidungen bei den Top-10-Alben.
Bei der Manilla Road findest du tatsächlich den Titelsong am besten? Interessante Wahl.
bin auf deine Top 10 gespannt. Ich finde den Titelsong sehr stark, merke aber auch, dass ich weniger Song-fixiert höre als früher. Deshalb ist die Song-Auswahl bei mir nicht so entscheidend. Frozen hat geschrieben:@Jhonny: Drei Albenüberschneidungen, aber wahrlich, deine Songauswahl ist... "speziell" ^^ Während ich mit 24-7-29 noch durchaus viel anfangen kann (wie mit dem ganzen Album), so gehört Robin Hood für mich nichtmal in eine Top 100, Plague and Fire ist eher ein Mittelmasssong und The Setting of the Sun ist einer der schwächeren songs auf der Jag Panzer. Also wir sind uns einig dass wir uns nicht einig sind 
Songs sind mir nicht so wichtig. Im Verhältnis zumindest. "Robin Hood" ist alles was ich von Edguy hören will - catchy, melodisch, cheesig. "Plague And Fire" ist ne Mercyful-Fate-Verbeugung - das muss ich also gut find. Die Jag Panzer fand ich ja nicht schwach, aber nicht überragend, "Enttäuschung" ist daher kaum so schwer zu nehmen. Und den Song finde ich schon stark. Ich hatte etwa 15 ernstzunehmende Alben in 2011, jede davon hätte mindestens ne 7,5 oder 8 bekommen, deshalb wars bei mir nur schwer, Sachen rauszuhauen (Jag Panzer und Vicious Rumors sind als letzte rausgeflogen aus der Top 10). Sooo überragend fand ich das Jahr aber, trotz starker Überraschungen wie Hell, Argus oder Portrait dann nicht. Von Jag Panzer, Iced Earth, Arch / Matheos (=gute Fates Warning) oder Manilla Road hätte ich z.B. noch mehr erwartet. Die haben mich alle ein wenig enttäuscht. Auf hohem Niveau. Arch / Matheos hätte ich z.B. trotzdem noch 8,5 oder 9 Punkte gegeben, den anderen auch jeweils 8 oder 8,5. Scheiben, die weniger als 7 Zähler von mir bekommen würden kaufe ich fast nie (außer bei so Overstock-Sachen z.B.) Dream Theater war der Überflieger 2011 und die große positive Überraschung. Ich hätte nicht gedacht, dass sie bei mir noch mal Rang 1 einnehmen in nem Jahres-Abschluss.
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von Rüdiger Stehle » Freitag 6. Januar 2012, 14:21
salisbury hat geschrieben:Bei meinen Top20 Lieblingsbands ist auch keine dabei, die nicht absolut einzigartig ist. Dasselbe gilt für die meisten hier, auch Loenz und Havoc, die am liesten Prog hören.
Ich hab das nicht erwähnt, weil ich meinte, dass das nur bei mir so sei und bei anderen nicht, sondern weil du neueren Metalbands der traditionellen Genres die Einzigartigkeit abgesprochen hast. Es diente also nur als Hinweis darauf, dass das ja nur die ausgewiesenen Retrobands wie eben RAM oder STEELWING oder ENFORCER betrifft. Ich denke, dass wir uns da ja auch einig sind. Du findest ja selbst genügend reinrassige Metalbands toll und einzigartig. Die Liste der Progbands, die sich inszinieren ist endlos! Diese Bands haben doch erst mit der Selbstinszinierung angefangen! Selbstinszinierung gehört mit zu Definition des (alten) Prog. Keine Band hat sich mehr selbst insziniert ale GENESIS. Woher stammt denn deren legändärer Ruf? Und in (fast) jeder Progband steckt ein bischen Genesis, nicht nur musikalisch.
Ja, aber das wirkt ganz anders auf mich. Ich kann's nicht besser beschreiben. Was die Bands der Sechziger und Siebziger angeht, brauchen wir eh nicht diskutieren. Da stelle ich auch gar nicht die Frage, ob jetzt GENESIS Prog, HAWKWIND Psychedelic und BLACK SABBATH Metal sind. Das sind die großen Altvorderen der Rockmusik, jenseits von Genres und allen anderen Fragen der Schubladisierung. Was ich meinte, ist der moderne Prog Rock und Prog Metal der Jetztzeit. Klar inszenieren die sich auch. Aber ganz anders als es die meisten Metalbands tun. Es gibt kein Patentrezept, wie man das beschreiben kann. Es gibt halt - letztlich fast völlig unabhängig davon, was sie rein musikalisch spielen - Bands, die sich nach Metal anfühlen und Bands die das nicht tun. So gesehen, fühlt sich für mich FIELDS OF THE NEPHILIM oder der ältere Johnny Cash teilweise mehr nach Metal an als all die Progbands, die wir so im Soundcheck haben. Obwohl es rein musikalisch betrachtet genau umgekehrt sein sollte. Sorry, ich kann das halt nicht ändern. Das ist nicht rational begründet und alle Versuche der logischen Erklärung werden scheitern. Das mit der Inszenierung war auch nur ein untauglicher Versuch etwas in Worte zu fassen, was sich nicht fassen lässt. Wenn mir Musik kein Metal-Feeling bescheren kann, dann ist sie für mich eben bestenfalls "toll", aber sie funkt trotzdem nicht voll auf meiner Wellenlänge. 
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von Frozen » Freitag 6. Januar 2012, 15:03
Rüdiger Stehle hat geschrieben:@DT: Ehrlich gesagt habe ich eher mit dem Gesang von LaBrie Probleme. Wohingegen mich ja genau wegen John Archs starker Stimme mit Fates Warning angefangen habe, und vom Spectre Within ähnlich begeistert bin. Und die Awaken the Guardian fehlt mir ja noch, die soll ja angeblich noch besser sein.
Mit LaBrie habe ich zwar keine Probleme, aber ich finde John Arch auch 1000x toller, weil er halt völlig eigenständig ist. "Spectre" und "Guardian" schenken sich nicht allzu viel finde ich. Beide sind großartig.
Wenn das nicht nochmal ein Ansporn ist, sich die guardian zu holen. Aber ich will sie auf LP wie die Spectre. Jhonny hat geschrieben:Frozen hat geschrieben: @Jhonny: Drei Albenüberschneidungen, aber wahrlich, deine Songauswahl ist... "speziell" ^^ Während ich mit 24-7-29 noch durchaus viel anfangen kann (wie mit dem ganzen Album), so gehört Robin Hood für mich nichtmal in eine Top 100, Plague and Fire ist eher ein Mittelmasssong und The Setting of the Sun ist einer der schwächeren songs auf der Jag Panzer. Also wir sind uns einig dass wir uns nicht einig sind
Songs sind mir nicht so wichtig. Im Verhältnis zumindest. "Robin Hood" ist alles was ich von Edguy hören will - catchy, melodisch, cheesig. "Plague And Fire" ist ne Mercyful-Fate-Verbeugung - das muss ich also gut find.
Ich weiss nicht wies dir geht, aber es gibt für mich in jedem Album einige Songs, auf die ich individuell ab und zu Lust habe. Andere haben das nicht. Robin Hood ist, ähnlich wie schon Superheroes, zwar cheesy, catchy und melodisch, aber dabei einfach zu schwach. Songs von den Alben die vorher kamen, also alles Mandrake oder älter, schlägt das mit links. Und im duzend. Ich habe so gegen 50 Alben, von denen der Grossteil zwischen 7 und 8.5 schwirrt. Edguy erreicht die 7 bei mir aber nicht, nichtmal annähernd, ich würde sagen 6 ist etwa was ich ausgeben würde. womit ich weder beim ersten noch bei den darauffolgenden Durchgängen etwas anfangen kann, kann nicht auf eine gute Note kommen, denn 7.5 heisst ja immer noch gut. 6 heisst unter Umständen brauchbar, für mich aber nicht erwähnenswert - Robin Hood und du wären jetzt eben dieser Umstand. Noch zum vergleich: Die neuen Hammerfall und Anthrax Scheiben wären wahrscheinlich 4 oder 4.5, was bei mir schon fast Absturz ist. Ich bewerte aber aus Respekt vor den letzten Werken der Bands nicht gern so tief, und daher werd ich sie auch z.B. auf MS.de nicht bewerten.
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von salisbury » Freitag 6. Januar 2012, 15:24
@Rüdiger: ich glaub wir verstehen uns schon. Ich wollte nur klarstellen, daß das Hören von "verkopfter Musik" - wie manche da gerne nennen, nichts mit den Drang, erwachsen zu werden und kindliches abzulegen zu tun hat. So nach dem Motto, "huch, ich bin über dreißig und hör immer noch sowas Primitives wie Metal??? Das muss man jetzt aber mal ändern und Prog hören..." Sowas oder so ähnliches schwang bei Deiner Aussage mit oder ich habs völlig falsch aufgefasst. Ich und ich denke unsere Progfraktion im Forum hört die Musik aus demselben Drang und Lebensgefühl raus wie Du und Holg ud Germon die ganzen Trad-Metal-Bands, wir lassen uns genauso von der Musik abholen und aufsaugen wie Du bei CIRITH UNGOL und manche andere Menschen, die Musik lieben, vielleicht beim Weihnachtsoratorium. Glaub nicht nicht, daß man bei AMPLIFIER nicht das kribbelnede Gefühl in der Magendgegend haben kann, wenn der Bass Dir durch die Knochen pumpt und und am liebsten würde ich niederknien und zum Octopus beten genauso wie Joey de Maio die Metalgötter beschwört. Hört sich das nach Erwachsensein an? Lies mal die History des Prog-Rock, die das 'Ecliped' im Laufe des Jahres so wunderschön und umfassend aufgearbeitet hat. Das ist nicht nur eine auflistende History sondern fängt auch wunderbar bebildert ein, um was es bei der ganzen Geschichte geht.
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von salisbury » Freitag 6. Januar 2012, 15:34
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Mit LaBrie habe ich zwar keine Probleme, aber ich finde John Arch auch 1000x toller, weil er halt völlig eigenständig ist. "Spectre" und "Guardian" schenken sich nicht allzu viel finde ich. Beide sind großartig.
Böse Zungen behaupten ja, Herr Arch missachtet jegliche Gesetze der Harmonie- und Melodielehre. Wenn man das so sieht, ist das schon auch Rebellion... 
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von Jhonny » Freitag 6. Januar 2012, 16:28
@Frozen: Hmm... wieso kaufst du dann die Alben wenn du sie so schwach findest? Das würde mich irgendwie nerven, glaub ich. Der große Teil meiner Sammlung gefällt mir so gut, dass ich fast jedes Scheibchen sofort wieder hören würde. Da kriegt wenig unter 7 Punkten.
Klar gibt es Bands wie Edguy, Dream Theater oder Iced Earth wo ich Neuerscheinungen immer kaufe, auch wenn sie nicht soo stark sind. Aber abgesehen vom Barlow-ist-wieder-da-Album von Iced Earth (die ich mir logischerweise erst Jahre später deutlich günstiger gekauft habe) war da bei meinem Dutzend Lieblingsbands auch nie eine Scheibe dabei, wo ich unter 7 Punkten austeilen würde. zur Komplettierung kaufe ich jede Studio-Scheibe meiner Lieblingsbands, aber neu? Muss das auch einigermaßen gut sein. Selbst einen Totalausfall von meinen absoluten Faves, Iron Maiden oder Dream Theater, würde ich wohl nur schweren Herzens neu kaufen.
Ich hab nicht unbegrenzt Platz für CDs - und erst recht nicht unbegrenzt Geld. Da muss der größte Teil der Sammlung schon qualitativ hochwertig sein. 6 Punkte sind mir da für einen Kauf deutlich zu wenig.
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