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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Pillamyd » Montag 28. Februar 2022, 22:01
Havoc hat geschrieben:Habe das Heft März 2006 mal hervorgekramt. Der Artikel heißt 'Metal und Religion'...'Die dunkle Seite des Metal'. Es folgen acht Seiten. Unter anderem ein langes Interview mit Martin Eric Ain. Dann folgt noch ein Interview mit dem Black Metal Fotograf Peter Beste sowie natürlich viele coole Fotos.
Ich hab beschlossen mir das Heft einfach nochmal zu besorgen.
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Pillamyd
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von Eike » Sonntag 25. Februar 2024, 20:50
Im "Musikexpress 3/2024" finden sich 100 Kurzeinträge zu einflussreichen Musikerinnen in der Populärmusik der letzten rund 100 Jahre.
Dadurch konnte ich noch einige interessante Lauschtipps erhalten:
MAMIE SMITH (ab 1920), UMM KULTHUM (ab 1924), MEMPHIS MINNIE (ab 1929), JUTTA HIPP (ab 1945), SYLVIA ROBINSON (ab 1951), DOROTHY ASHBY (ab 1956), DELIA DERBYSHIRE (ab 1963), ALICE COLTRANE (ab 1968), LAURIE SPIEGEL (ab 1970), STEVIE NICKS (ab 1973), POLY STYRENE (ab 1975), ESG / EMERALD, SAPPHIRE & GOLD (ab 1978), ANA DA SILVA (ab 1979), GUDRUN GUT (ab 1979), SOLANGE KNOWLES (ab 2002).
Auf die bekanntesten Namen, mit denen das Heft beworben wird, will ich hier gar nicht eingehen; viel interessanter und spannender finde ich nämlich die Breite und Tiefe im Spektrum dieser Kurzvorstellungen: Horizontöffnend und inspirierend!
Music is the only religion that delivers the goods. (Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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von Eike » Dienstag 23. April 2024, 10:26
I don't always stan fan sites / fan zines, but when I do I REALLY do: https://youtu.be/V-LJDbsRdM4
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von Eike » Mittwoch 12. Juni 2024, 02:10
Ist zwar sechs Jahre alt und ziemlich hart zugespitzt, aber schon was dran: https://youtu.be/iQnX4swDq-4
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von Holger Andrae » Mittwoch 12. Juni 2024, 08:25
Hm, ich sage jetzt mal nichts zu "Qualität" des Videos, sondern nur was zum gesagten Inhalt. Ich selbst habe nur noch das Deaf Forever im Abo und lese dies auch in der Regel beinahe komplett. Rock Hard und Metal Hammer kaufe ich nie und beim Durchblättern im Supermarkt, finde ich niemals Gründe diese beiden Hefte heute noch zu kaufen. Beim Eclipse, Rocks und derartigen Heften kann es sein, dass ich themenbezogen schon mal zuschlage. Fanzines scheint es immer noch zu geben, aber da habe ich den Bezug zu verloren. Ein neues Snakepit landet aber noch immer in der Sammlung. So viel zu meinem Jetzt-Stand. Beide sagen, den großen Heften würden innovative Inhalte fehlen. Interviews und Reviews seien überflüssig, da man diese im Internet lesen kann. Ich gehe soweit mit, dass stereotype Interviews stinkend langweilig sind. Das liegt in der Regel aber an beiden Seiten. Man muss abseitige Fragen stellen, aber der Musiker muss auch interessante Antworten geben. Es liegt nicht nur am Schreiber. Ich habe das Gefühl, viele Musiker haben auch einfach wenig zu sagen. Was die beiden nach meinem Empfinden komplett übersehen - oder eben generationsbeding völlig anders bewerten - ist die Notwendigkeit von Reviews und das Vorstellen von Newcomern. Natürlich kann man das meiste im Netz sogar vorab anhören, aber bei der Masse benötige ich einen Kompass, Anregungen oder Tipps, was ich denn mal anchecken sollte. Damit ein Magazin für mich so ein Kompass wird, benötigt es eine Bindung, die für mich eben nur über das Gesamtkonzept und die Ausrichtung einzelner Redakteure kommen kann. Das Rock Hard, welches über gut zwei Dekaden meine Mainstream-Bibel war hatte mich spätestens mit dem Split komplett verloren. Boris Kaiser würde ich anderswo noch lesen, aber diese gesichtslosen neuen Schreiber erreichen mich nicht. Da könnte jetzt auch ein Psychotic-Waltz-Special - wahrscheinlich vom Rensen - kommen. Ich würde es nicht kaufen. Dann muss ich die Frage in den Raum stellen, welche innovativen Inhalte sich die beiden jungen Menschen in dem Video den wünschen? So ein offenbar wild drauf los geschossenes, unüberlegtes Geplauder, wie im Video? Wohl kaum. Sie reden von Szene-Specials. Okay, wie sollen die aussehen, wie viele kann man da machen? Ich finde zum Beispiel, dass das im Video als völlig veraltet bezeichnete Deaf Forever da schon sehr viel "innovatives" macht. Ja, es sieht altmodisch aus, aber das macht für mich den Charme aus. Darf man natürlich anders sehen. Unseren eigenen Content bewerte ich hier jetzt mal nicht. Das können andere besser.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Pillamyd » Mittwoch 12. Juni 2024, 09:48
Mal abgesehen davon, dass ich diesen Kanal seit seiner "Rock Am Ring"-Kritik und den abartigen Beleidigungen der Besucher dieses Festivals, schon nicht mehr ernst nehmen kann, bin ich erschrocken, wie ähnlich sich dieses Video ähnelt. Und da liegen Jahre dazwischen. Da hat sich nicht viel geändert. Keine Entwicklung.
Kritik ist ja immer schön und gut. Aber wenn ich mir das anschaue finde ich es fast schon unerträglich. Dass das Internet in vielen Fällen schneller ist, als Printmagazine, ist nichts Neues. Innovationen hin und her. Kritische Fragen werden doch durchaus gestellt und Bands auch konfrontiert. Das hat ein Götz schon mit Kiske gemacht, mit DeMaio, Watain und weiß der Geier noch wen. Noch zu RockHard Zeiten. Wenn ich dann höre und mir anschauen muss, dass sich Journalisten in Printmagazinen sich dann meist selbst in den Vordergrund drängen zu wollen muss ich laut auflachen. Ebenfalls wenn sie sagen, dass die Distanz zu Bands und Labels fehlt. Der hat die Szene in keinster Weise im Fokus behalten.
Für mich ist das viel Gerede ohne tieferen Inhalt. Durch die Oberflächlichkeit kommt es mir sogar so vor, als hätte man irgendwann einmal eine Kritik aufgeschnappt und labert denen hinterher. Ich brauche keine Innovationen. Ich muss beim lesen das Gefühl haben, dass da Herzblut stattfindet. Das habe ich persönlich zum Beispiel beim "Deaf Forever". Die ganzen "Forgotten Jewels", die nerdigen Listenwahn, die ganzen Musiker die ihre Einflüsse niederschreiben. Metalheads die ihre Kutten vorstellen. Das ist das was ich lesen will. Und als ob es so Specials wie über die Szene nicht schon gegeben hätte. Der Nachruf von Tony Clarkin im letzten Heft zum Beispiel.
Ähnlich wie bei Holger, ist so ein Heft für mich auch eine Kompass. Gilt übrigens für diese Seite und das Forum ebenfalls. Ein heranführen, ein Interesse wecken an eine Band, an ein Album. Es gibt kaum ein Heft, dass ich komplett durchlese, wie das vom "Deaf Forever". Es gibt kaum mehr Artikel, die ich mehr lese als hier.
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 12. Juni 2024, 10:45
Ich finde es dezent bizarr, dass die beiden genau das tun, was sie anderen vorwerfen, nämlich sich selbst in den MIttelpunkt zu stellen, um anderer Leute Arbeit publikumswirksam geringzuschätzen (sinngemäß: "Schreiben ist ja so schwierig nicht, haben wir auch schon gemacht." ... I bet!).
Manche Dinge sind natürlich gleichwohl zutreffend:
1) Metal-Journalismus ist oft nicht Journalismus im engeren Sinne, sondern Schreiben von Fans für Fans.
2) In dem Moment wo Anzeigen aus der Branche ein Magazin finanzieren, die auch Gegenstand der Berichterstattung ist, gibt es natürlich grundsätzliche Zweifel an der journalistischen Unabhängigkeit.
3) Fraglos ist eine Rezension eines Schreibers, zu dem man keinen inneren Bezug hat (den man also nicht aus Leseerfahrung "einschätzen" kann), oft nicht sonderlich hilfreich für den Leser.
4) Gerade im Printbereich sind Rezis natürlich oft wahnsinnig kurz, wobei manche genau das mögen, und bei meinen Rezis mit drei DIN-A4-Seiten einschlafen.
Andererseits denke ich, dass all dies dem Leser von Metalmags (online wie print) sehr bewusst ist, und dass er genau dieses subjektive, emotionale Schreiben von Fans für Fans sucht. Mich stört es in dem Zusammenhang allenfalls, wenn der Schreiber subjektive Wertungen als objektive Tatsachen präsentiert. Ich finde, so ehrlich darf man sein, aber mir ist klar, dass Ranting mit Subjektivierungen nicht so gut funktioniert und dass viele eben auch auf Ranting stehen. Aber auch für diese Klientel gibt es, vor allem online, genügend Formate.
Die Rezension als Kaufempfehlung wirkt bei mir auch nurmehr selten. Mich interessiert eher die Rezeption eines Albums generell. Kaufempfehlungen kommen bei mir fast ausschließlich aus Foren- und Real-Life-Spielen um Musik, weil mein Kaufplan ja ohnehin zu 95% dadurch determiniert ist, dass ich 200 oder 300 Diskographien komplett halten "muss".
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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von Holger Andrae » Mittwoch 12. Juni 2024, 14:25
Unabhängig davon, wie man jetzt das Video findet, ist die Realität der massiv stagnierenden Abverkauf ein Fakt. Ist das so, weil ein Großteil der jungen Leute so denken? Holt man sich heute die Streaming-Anregungen über verlibkte Playlisten und algorhythmische Vorschläge? Damit würde man sich nach meiner altmodischen Meinung ein Stück weit zurück zur zufälligen Beschallung eines Radios bewegen. Vielleicht sehe ich das aber auch zu einseitig.
Dass das Deaf Forever in genau diesen Zeiten mutig mit einem neuen altmodischen Printzine erfolgreich ist, bestätigt dann meine These weiter oben.
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von Jhonny » Mittwoch 12. Juni 2024, 17:32
Viele jüngere Leute freuen sich tatsächlich, dass der Algorithmus bei YouTube oder Spotify ihnen neue Musik vorspielt. Das ist für mich tatsächlich ganz schwer zu verstehen, da ich ja selbst bestimmen will, was ich höre, aber mir sagen das Leute immer wieder, wie sie das schätzen.
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von Havoc » Donnerstag 13. Juni 2024, 21:55
Jhonny hat geschrieben:Viele jüngere Leute freuen sich tatsächlich, dass der Algorithmus bei YouTube oder Spotify ihnen neue Musik vorspielt. Das ist für mich tatsächlich ganz schwer zu verstehen, da ich ja selbst bestimmen will, was ich höre, aber mir sagen das Leute immer wieder, wie sie das schätzen.
Das ist denke ich leider tatsächlich so. Einerseits vielleicht Faulheit, aber andererseits haben viele auch gar keinen eigenen Geschmack mehr in dem Sinne. Die hören einfach Alles. Selbst Blasmusik läuft da in der Playlist, ohne dass das jemandem seltsam anmuten würde. Dann Schlager, Metallica, Techno..... Holger Andrae hat geschrieben:Dass das Deaf Forever in genau diesen Zeiten mutig mit einem neuen altmodischen Printzine erfolgreich ist, bestätigt dann meine These weiter oben.
Ich kaufe seit Längerem auch nur noch das DF. Anfangs nach dem RockHard-Split war ich ja etwas skeptisch und fand das DF etwas zu altbacken und metallisch. Meine Meinung hat sich aber inwzischen geändert, was aber sicherlich auch damit zusammen hängen könnte, dass auch ich mich in den letzten Jahren wieder deutlicher in Richtung Metal bewegt habe...und etwas weg von "seichteren" Sachen. Kaufe jedenfalls seit ca. 4-5 Jahren fast jedes DF und kaum mehr RH. Was mich ansonsten aber noch ein wenig wundert bei anscheinend so rückläufigen Käufen...es gibt gefühlt mehr Magazine denn je. Ist ja eigentlich bei Musik und CDs auch so. Der Markt wird überschwemmt. Wie kann das eigentlich sein, wenn doch anschenend kaum Jemand mehr irgendwas Physisches kauft?
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Havoc
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