Der Gruppentherapie Thread

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Re: Der Gruppentherapie Thread

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 4. April 2024, 09:51

Jo, klar. Möglich....
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Re: Der Gruppentherapie Thread

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 4. April 2024, 12:19

Das Phänomen an sich gibt es ja schon eine ganz Weile, dass sich eine Metalband an einen Pop- oder Singer/Songwriter-Hit wagt. Wenn man ganz ehrlich ist, schon in den Achtzigern.

Saxon hat ja auch eine wunderbare Coverversion zu 'Ride Like The Wind' gemacht und bis heute im Liveprogramm, Judas Priest widmete sich 'Diamonds & Rust' und 'The Green Manalishi', Megadeth mit 'These Boots'...

Ich glaube in den meisten Fällen wird es so sein, dass die Bands ihren Fans zeigen wollen, dass es auch gute Musik außerhalb des Metals gibt, und dass sie einen Song würdigen wollen, der ihnen sehr viel bedeutet. Zumindest würde ich das bei Bands mit gefestigter Fanbase und eigenen bemerkenswerten Songwriting-Talenten in der Regel zuvorderst annehmen.

Dass eine Band, die selbst weiß, nur 08/15 zu sein und überschaubar gutes, eher einförmiges Songwriting zu haben, auch mal einen Coversong braucht, um live überhaupt Stimmung zu erzeugen, das gibt es sicherlich auch, doch das ist natürlich der Punkt der Karriere, an dem man sein Schaffen überdenken sollte. In die Kategorie würde ich Dragonforce nun nicht einsortieren.

Dass man ernsthaft die Fanbase eines Megasellers auf diese Weise knacken wird, das werden - so schätze ich - die wenigsten covernden Bands für realistisch halten. Das kann man ggf. eher erreichen, wenn man eine Genregröße im stilistischen Nahbereich covert. Da kann das funktionieren.

Ich hab mir gerade beide Versionen von "Wildest Dreams" nochmal angehört, die von Dragonforce und die von Frau Swift. Durch das völlig irrsinnige Tempo und die völlig andere Instrumentierung, die auch auf die Hooklines durchschlägt, ist das Ding ja kaum wiedererkennbar... für einen Swift-Laien jedenfalls... Auch wenn die Swift-Version weitaus weiter von meinen Hörgewohnheiten weg ist, finde ich sie unterm Strich interessanter. Die Coverversion passt aber auch zu Dragonforce und Zielgruppe.
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Re: Der Gruppentherapie Thread

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 4. April 2024, 12:47

Das Original ist einer meiner liebsten Swift Songs.

Die DragonForce Version gibt mir kaum was.
Aber ich finde es legitim, das zu covern. Ich muss es ja nicht mögen.

Dabei gefallen mir eigene DragonForce Songs schon immer wieder mal.
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Re: Der Gruppentherapie Thread

Beitragvon frankjaeger » Donnerstag 4. April 2024, 16:28

Die Drachenkraft ist vor allem live eine solche.
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Re: Der Gruppentherapie Thread

Beitragvon Jhonny » Freitag 5. April 2024, 09:42

frankjaeger hat geschrieben:Die Drachenkraft ist vor allem live eine solche.


Ich fand sie live schon überragend. Allerdings war ich da auch 17.
Da habe ich die EDGUY-Headliner-Tour gesehen. Vorgruppen waren DRAGONFORCE und eine ganz unbekannte Truppe namens SABATON.
Krass, wie sich die Größenverhältnisse aller Bands geändert haben.
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Re: Der Gruppentherapie Thread

Beitragvon Loomis » Freitag 5. April 2024, 11:42

Jhonny hat geschrieben:
frankjaeger hat geschrieben:Die Drachenkraft ist vor allem live eine solche.


Ich fand sie live schon überragend. Allerdings war ich da auch 17.
Da habe ich die EDGUY-Headliner-Tour gesehen. Vorgruppen waren DRAGONFORCE und eine ganz unbekannte Truppe namens SABATON.
Krass, wie sich die Größenverhältnisse aller Bands geändert haben.

Auf der Tour war ich damals auch, in Kaufbeuren. Wo warst Du dabei?
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Re: Der Gruppentherapie Thread

Beitragvon Jhonny » Freitag 5. April 2024, 17:33

Loomis hat geschrieben:
Jhonny hat geschrieben:
frankjaeger hat geschrieben:Die Drachenkraft ist vor allem live eine solche.


Ich fand sie live schon überragend. Allerdings war ich da auch 17.
Da habe ich die EDGUY-Headliner-Tour gesehen. Vorgruppen waren DRAGONFORCE und eine ganz unbekannte Truppe namens SABATON.
Krass, wie sich die Größenverhältnisse aller Bands geändert haben.

Auf der Tour war ich damals auch, in Kaufbeuren. Wo warst Du dabei?


In Lichtenfels war ich :)
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Re: Der Gruppentherapie Thread

Beitragvon kingdiamond » Freitag 5. April 2024, 23:40

Da musste ich glatt mal schauen… auf der Karte von mir steht nur „EDGUY & Guests“… 04.03.2006 in Fulda gewesen. 21,90€ ;-)
Heimspiel also für TS.

Also an DRAGONFORCE kann ich mich noch erinnern, dass da SABATON davor dran waren, hätte ich nie und nimmer gewusst. Ich hab SABATON auch bis irgendwann 2018 rum überhaupt nicht musikalisch wahrgenommen. Erst als sie dann irgendwann Headliner oder Co-Headliner von Festivals waren…

DRAGONFORCE kannte ich dann aber auch nur aktiv durch das X-Box Spiel „Guitar Hero“… so richtig abgeräumt haben die meines Erachtens nie in irgendwelchen Magazinen die ich gelesen habe.
Die kann ich ja in 20 Jahren noch für mich entdecken, wie letztes Jahr irgendwelches Zeugs aus den 70ern ;-)
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Re: Der Gruppentherapie Thread

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 24. April 2024, 21:25

Ich möchte auf eine Gruppentherapie eingehen, da ich das Album endlich hören durfte. Ich bin weit entfernt hier eine gefestigte Meinung zu haben. Aber trotzdem haben mich ein paar Sachen beim lesen dann doch überrascht:

Gruppentherapie: BRUCE DICKINSON - The Mandrake Project

Es war letzte Woche so weit und ich konnte mich endlich ein wenig der Platte widmen, auf die viele seit 19 Jahren gewartet haben.

Ich muss ja gestehen, dass der erste Durchlauf ziemlich ernüchternd war. Das ändert sich gerade aber mit jedem weitern Durchlauf. Sprich, es wächst. Die Songs sind ziemlich griffig. Haben den catchy Faktor an denen man sich entlang hangeln kann und die sich festzusetzen scheinen. Das coole dabei ist dabei, dieser Überraschungseffekt. Ein Song wie "Fingers In The Wound" überrascht so dermaßen mit diesen orientalischen Klängen. Das kommt irgendwie aus dem nichts. Fühlt sich aber auch nicht an wie ein Haufen Bauklötze. Man übertreibt damit nicht bzw. fühlt sich das mehr nach spaß an, als nach einem krampfhaften Versuch zugänglich klingen zu wollen. Das ersten vier Songs haben es mir bis jetzt am meisten angetan. Vor allem "Ressurection Men" ist so dermaßen abwechslungsreich, dass ich mich jedes Mal freue, wenn der Song an der Reihe ist. Einen Unterschied, wie Tobias ihn hört, dass man ausgerechnet hier dem Bruce sein alter nicht anzuhören scheint, kann ich nicht zustimmen. Ich erkenne da keinen gravierenden Unterschied zu den anderen jüngeren Tonträgern. Ich habe damit aber auch kein großartiges Problem. Was mir gleich ins Ohr gesprungen ist, ist die musikalität auf diesem Album. Da sind einige wundervolle Dinge drauf, die sich deutlich abheben von der Hauptband. Und das ist auch gut so. Da brauch ich auch keinen Smith. Was da an Riffs und Rhythmusgedanken stattfindet überzeugt mich mehr und mehr.

Natürlich muss man auch die abgespeckte Version "Eternity Has Failed" erwähnen. Ich denke mir komischerweise die Gitarren in den Strophen immer dazu. Aber für mich ist das auch ein Highlight auf der "Book Of Souls" gewesen. Macht nichts, denn diese Version ist direkter, hat dadurch an Wumms dazugekommen. Hat ein bisschen gebraucht, bis ich das erkannt habe. Passt sehr gut auf dieses Album. Wahnsinn, dass der Song schon so lange existiert.

Was folgt, ist dann für mich wohl der größte Brecher auf dem Album. "Mistress Of Mercy" knallt durch meine Bude. So straight, so direkt, so rifflastig. Toller Refrain. Dickinson schafft es mit seinem Gesang, an alte Tage zu erinnern. Das ist schon sehr cool!

Übrigens auch gut, dass ich hier den "Konzeptgedanken" nicht in den Vordergrund stelle. Das Album hat einen, wie ich finde, einen sehr natürlichen Fluss und ich kann die Gedanken die Stephan angibt, tatsächlich nicht so recht verstehen, wenngleich ich das ziemlich spannend finde, wie seine Eindrücke dabei sind.

Das kaum über einfallslose Refrains sinniert wird, wundert mich etwas. Gut, die Wiederholungsschleifen sind nicht ganz so ausgesprägt. Aber es gibt sie. Aber anscheinend findet man die Kompositionen so stark, dass das hinten wegfällt. Vor allem das Holger den letzten Song so deutlich lobt, überrascht mich etwas. Und da kommen wir zu meiner momentanten (noch) Problemzone auf dem Album...

...die ganz deutlich an den letzten drei Songs des Albums liegen. Ich finde die alle nicht wirklich schlecht. Wo mich "Face In The Mirror" noch abholt, finde ich die beiden letzten Songs schwierig zu erfassen. Es scheint bei mir gerade ein ziemliche Barriere zu sein, dass am Schluss drei getragene Songs stehen, die ja doch schon auch deutliche Balladen sind. Das macht es zum einen für mich etwas langatmig, zum anderen habe ich bei "Face In The Mirror" das das Gefühl, es schon einmal gehört zu haben. Der Anfang erinnert mich an "The Empire Of The Clouds" und die Gesangslinien an "Tears Of A Clown". Der Song biegt noch richtig ab und hat mit besonderen Gesangslinien noch eine Überraschung zu bieten. Die Akustik ist wirklich sehr dynamisch. Aber bei "Shadows Of The Gods" und "Sonata (Immortal Beloved)" habe ich so meine Probleme das zu behalten. Aber ich bin guter Dinge.

Das wirklich schöne dabei ist, dass das Album schnell reinläuft, wächst und wächst. Vor allem: spaß macht. Ich schätze, die Langzeitwirkung wird allein dadurch schon gegeben sein, weil ich meinen Fokus weiter auf die letzten drei Songs setzen werde.

Hat das Album mit eurer Meinung noch etwas getan?
So eine Gruppentherapie ist ja wohl auch immer so ein bisschen eine Momentaufnahme...
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Re: Der Gruppentherapie Thread

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 28. April 2024, 11:12

Pillamyd hat geschrieben:
Hat das Album mit eurer Meinung noch etwas getan?
So eine Gruppentherapie ist ja wohl auch immer so ein bisschen eine Momentaufnahme...


Ich frage noch einmal?
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