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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Kenneth Thiessen » Freitag 25. November 2022, 14:49
Ich find das Thema auch sehr interessant, hab dann auch mal eine Liste aufgestellt. Frage mich bei manchen Alben aber, wie man das bewerten kann. Ich habe das Gefühl, dass verschiedene Alben bei mir auch auf verschiedene Weise die 10-Punkte kriegen. Vierstellig ist die Liste bei mir auf jeden Fall nicht. Dafür kenne ich bisher auch noch zu wenig. Vielleicht oder sehr wahrscheinlich würde so eine Liste bei mir in zehn Jahren anders aussehen.
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Kenneth Thiessen
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von Jens Wilkens » Freitag 25. November 2022, 16:14
Ein makelloses Album muss nicht Voraussetzung für eine 10 sein. Das Gefühl spielt sicher eine große Rolle. Irgendetwas müssen die Songs haben, was anderen Veröffentlichungen fehlt. Oder das Gesamtkonzept ist so überragend, dass eine 10 Pflicht ist. So ein Fall ist etwa "Operation: Mindcrime". Alles wirkt wie aus einem Guss. Die besseren Einzelsongs hat meiner Meinung nach "The Warning", aber trotzdem kann ich beide LPs nur mit der Höchstnote bewerten. In meinem Buch ist das Debüt von CRIMSON GLORY eine klare 10, obwohl ich einen Song wie 'Mayday' ganz und gar nicht mag. Auch bei WATCHTOWERs "Control And Resistance" ist 'Life Cycles' ein Skipkandidat. Gleiches gilt für "Don't Break The Oath", denn hier ist 'Gypsy' eindeutig kein überragender Song, vielleicht sogar der schwächste der frühen Phase von MERCYFUL FATE. Dann gibt es noch Fälle der Übersättigung. 'Iron Man' kann ich einfach nicht mehr hören, aber ich würde dennoch nicht auf eine 10 für "Paranoid" verzichten wollen. Wenn ich heute eine 10 vergebe, dann vergleiche ich normalerweise ein Album nicht unbedingt mit den Klassikern der 70er und 80er, sondern mit anderen Veröffentlichungen eines Jahres. Die Gesamtdiskografie kann aber durchaus eine Rolle spielen. Die Alben von IRON MAIDEN der 2000er, so gut sie teilweise auch sein mögen, sind doch ein ganzes Stück von meinen Lieblingen "The Number Of The Beast" und "Killers" entfernt. Hier könnte ich niemals eine 10 vergeben. Es fehlt einfach das gewisse Etwas, das so beglückend sein kann.
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von Rüdiger Stehle » Freitag 25. November 2022, 19:01
Holger Andrae hat geschrieben:Dazu müsste man natürlich wissen, wie es der Künstler ursprünglich haben wollte.
Das Beispiel Candlemass zeigt aber sehr anschaulich, dass einzelne Mankos in der Regel die Höchstnote noch nicht verhindern können. Da kommt dann der persönliche Wohlfühlfaktor ins Spiel. Da sind in meiner Liste etliche Alben, auf denen ich sogar eizelne Songs nicht so stark finde, denen ich dann aber völlig subjektiv trotzdem 10 Punkte gebe. Darüber muss ich gar nicht nachdenken. "Restless & Wild" ist so ein Album. Läuft hier manchmal Ewigkeiten gar nicht und hat ein paar Stampfer an Bord, die ich heute nur gut finde. Trotzdem ist das für mich so tief im Monument meiner Sozialstation verbaut, dass eine andere Note für mich undenkbar ist. Trotzdem sind das für mich aber nicht 1000+ Alben.
Ganz auf Tausend komme ich sicher auch nicht, das war etwas übertrieben, denn es ist sicher nicht jede zehnte Platte, die ich habe ein 10er. Dazu bin ich zu sehr Komplettist und habe ganz bewusst zu viele Alben gekauft, die nur "solide" oder "nett" sind. Aber viele sind es trotzdem. Kann sein, ich versuche es mal doch noch. Ich fange gerade mal mit A an... ja... 1000 war doch ziemlich übertrieben... hätte echt gedacht, es schlägt öfters an. Wobei ich bei vielen Alben halt auch nimmer allzu viel weiß.
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von Holger Andrae » Freitag 25. November 2022, 22:15
Jens Wilkens hat geschrieben:Ein makelloses Album muss nicht Voraussetzung für eine 10 sein. Das Gefühl spielt sicher eine große Rolle. Irgendetwas müssen die Songs haben, was anderen Veröffentlichungen fehlt. Oder das Gesamtkonzept ist so überragend, dass eine 10 Pflicht ist. So ein Fall ist etwa "Operation: Mindcrime". Alles wirkt wie aus einem Guss. Die besseren Einzelsongs hat meiner Meinung nach "The Warning", aber trotzdem kann ich beide LPs nur mit der Höchstnote bewerten. In meinem Buch ist das Debüt von CRIMSON GLORY eine klare 10, obwohl ich einen Song wie 'Mayday' ganz und gar nicht mag. Auch bei WATCHTOWERs "Control And Resistance" ist 'Life Cycles' ein Skipkandidat. Gleiches gilt für "Don't Break The Oath", denn hier ist 'Gypsy' eindeutig kein überragender Song, vielleicht sogar der schwächste der frühen Phase von MERCYFUL FATE. Dann gibt es noch Fälle der Übersättigung. 'Iron Man' kann ich einfach nicht mehr hören, aber ich würde dennoch nicht auf eine 10 für "Paranoid" verzichten wollen. Wenn ich heute eine 10 vergebe, dann vergleiche ich normalerweise ein Album nicht unbedingt mit den Klassikern der 70er und 80er, sondern mit anderen Veröffentlichungen eines Jahres. Die Gesamtdiskografie kann aber durchaus eine Rolle spielen. Die Alben von IRON MAIDEN der 2000er, so gut sie teilweise auch sein mögen, sind doch ein ganzes Stück von meinen Lieblingen "The Number Of The Beast" und "Killers" entfernt. Hier könnte ich niemals eine 10 vergeben. Es fehlt einfach das gewisse Etwas, das so beglückend sein kann.
Absolute Zustimmung zu der Gefühlsebene! Aber:  zu zu anderen Passagen in Deinem Text. Ich musste wieder Herztropfen nehmen.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Holger Andrae » Freitag 25. November 2022, 22:20
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:Dazu müsste man natürlich wissen, wie es der Künstler ursprünglich haben wollte.
Das Beispiel Candlemass zeigt aber sehr anschaulich, dass einzelne Mankos in der Regel die Höchstnote noch nicht verhindern können. Da kommt dann der persönliche Wohlfühlfaktor ins Spiel. Da sind in meiner Liste etliche Alben, auf denen ich sogar eizelne Songs nicht so stark finde, denen ich dann aber völlig subjektiv trotzdem 10 Punkte gebe. Darüber muss ich gar nicht nachdenken. "Restless & Wild" ist so ein Album. Läuft hier manchmal Ewigkeiten gar nicht und hat ein paar Stampfer an Bord, die ich heute nur gut finde. Trotzdem ist das für mich so tief im Monument meiner Sozialstation verbaut, dass eine andere Note für mich undenkbar ist. Trotzdem sind das für mich aber nicht 1000+ Alben.
Ganz auf Tausend komme ich sicher auch nicht, das war etwas übertrieben, denn es ist sicher nicht jede zehnte Platte, die ich habe ein 10er. Dazu bin ich zu sehr Komplettist und habe ganz bewusst zu viele Alben gekauft, die nur "solide" oder "nett" sind. Aber viele sind es trotzdem. Kann sein, ich versuche es mal doch noch. Ich fange gerade mal mit A an... ja... 1000 war doch ziemlich übertrieben... hätte echt gedacht, es schlägt öfters an. Wobei ich bei vielen Alben halt auch nimmer allzu viel weiß. Bei Alben zu denen Du nicht mehr allzu viel weißt, dürfte eine 10 dann aber auch mal eben ausgeschlossen sein.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Pillamyd » Freitag 25. November 2022, 23:21
Holger Andrae hat geschrieben:Das Beispiel Candlemass zeigt aber sehr anschaulich, dass einzelne Mankos in der Regel die Höchstnote noch nicht verhindern können. Da kommt dann der persönliche Wohlfühlfaktor ins Spiel. Da sind in meiner Liste etliche Alben, auf denen ich sogar eizelne Songs nicht so stark finde, denen ich dann aber völlig subjektiv trotzdem 10 Punkte gebe. Darüber muss ich gar nicht nachdenken."Restless & Wild" ist so ein Album. Läuft hier manchmal Ewigkeiten gar nicht und hat ein paar Stampfer an Bord, die ich heute nur gut finde. Trotzdem ist das für mich so tief im Monument meiner Sozialstation verbaut, dass eine andere Note für mich undenkbar ist. Trotzdem sind das für mich aber nicht 1000+ Alben.
Ich überlege seit Eröffnung des Themas darüber nach. Und hier beschreibt Holger genau das in gebündelter Form wozu ich dann eben auch gekommen bin. Als ich über die Sammlung geschaut hat, viel mir persönlich auf, dass ich etlichen Debut Alben direkt eine 10 verpassen würde. Das was Holger für "Restless & Wild" empfindet, empfinde ich dann zum Beispiel für nicht unbedingt aus den exakt gleichen Gründen, aber insofern wider, als dass ich ein Album wie "Leaving Eden" auch nicht mehr so oft höre wie damals, aber wenn, weiß ich ab Sekunde 1 ein an, warum das ein 10er Album für mich ist. Oder nehmen wir einmal ein Album wie "The Inner Sanctum". Für viele gibt es da auch Gurken drauf und ja, auch ich finde ein zwei Songs nicht ganz so berauschend. Aber für mich ist das ein Wohlfühlalbum, weil mich das Gesamtpaket packt. Oder wie ich im "Rush" Thread geschrieben habe, ist die "Fly By Night" auch eine 10 für mich, weil der Gesamteindruck einfach passt. "Kill 'Em All" hat vielleicht ein zwei Songs die vielleicht nicht so stark sind wie der Rest, aber trotzdem ist auch das ein 10 Punktealbum für mich. So gerne ich "Among The Living" mag und typisch "Anthrax" sind, so finde ich "Fistful Of Metal", dass noch die Luft der Vorbilder atmet um einiges geiler. Oder, oder, oder...
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von Holger Andrae » Freitag 25. November 2022, 23:31
"Kill 'Em All" ist bei mir nur aus einem einzigen Grund nur eine 9,5. Es liegt weder am unfassbar gruseligen Chorus beim Gehüpfe ums Feuer noch am zu Tode Gesuche und Zerstören. Es liegt hier ganz banal daran, wie großartig ich den Nachfolger finde und wie viele positive Emotionen ich mit eben jenem Album verbinde. Da kann ich einer anderen Scheibe aus der Diskographie nicht die gleiche Note geben. "Ride The Lightning" ist bei mir eigentlich eine emotionale 12.
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von Pillamyd » Freitag 25. November 2022, 23:41
Ja, wenn da dann noch Hintergrundstory aus der eigenen Biografie dazuzählen, hat das immer noch eine andere Gewichtung. Ich persönlich habe da ja kein Problem mit. Weshalb beide Alben bei mir eine 10 sind. Die Weiterentwicklung von "Kill 'Em All" zu "Ride The Lightning" ist schon unfassbar. Rein musikalisch gesehen ein Fortschritt von der Erde bis zum Mond. Und selbst die verlachten Songs wie "Trapped Under Ice" und "Escape" (sogar sehr lange von der Band selbst) finde ich hervorragend, weil so herrlich klassisch. Die Band selbst scheint das auch mal endlich selbst zu kapieren Aber was bei der "Ride The Lightning" die Songstrukturen sind, ist bei "Kill 'Em All" für mich diese gewisse rebellische Attitüde, die mich anspricht und mich abholt. Für mich beides einfach auf einer Stufe.
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von Holger Andrae » Freitag 25. November 2022, 23:55
Pillamyd hat geschrieben:Ja, wenn da dann noch Hintergrundstory aus der eigenen Biografie dazuzählen, hat das immer noch eine andere Gewichtung. Ich persönlich habe da ja kein Problem mit. Weshalb beide Alben bei mir eine 10 sind. Die Weiterentwicklung von "Kill 'Em All" zu "Ride The Lightning" ist schon unfassbar. Rein musikalisch gesehen ein Fortschritt von der Erde bis zum Mond. Und selbst die verlachten Songs wie "Trapped Under Ice" und "Escape" (sogar sehr lange von der Band selbst) finde ich hervorragend, weil so herrlich klassisch. Die Band selbst scheint das auch mal endlich selbst zu kapieren Aber was bei der "Ride The Lightning" die Songstrukturen sind, ist bei "Kill 'Em All" für mich diese gewisse rebellische Attitüde, die mich anspricht und mich abholt. Für mich beides einfach auf einer Stufe.
Ich mochte die beiden vermeintlichen Müffelsongs von der RTL von Beginn an. Zu Beginn hakte immer der Titelsong für mich ein bisschen. Ja, ich habe komische Ohren. In diesem Fall habe ich sie übrigens neu justiert. 
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von Jens Wilkens » Samstag 26. November 2022, 11:40
Absolute Zustimmung zu der Gefühlsebene! Aber:  zu zu anderen Passagen in Deinem Text. Ich musste wieder Herztropfen nehmen.
Ich hoffe, dass die Herztropfen momentan lieferbar sind. Ich tippe mal auf die Bemerkung zu WATCHTOWER und MERCYFUL FATE, IRON MAIDEN kann es eigentlich nicht gewesen sein. "Ride The Lightning" ist auch mein Lieblingsalbum von METALLICA, dem ich eine 9,5 geben würde. Der Titelsong, "Escape" und "Trapped Under Ice" sind super. Nur das Instrumental überzeugt mich nicht. Wenn man Cthulhu nicht korrekt schreiben kann, ist die 10 nicht mehr erreichbar. 
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