Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

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Re: Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

Beitragvon lenbert » Sonntag 7. Februar 2016, 17:38

Pillamyd hat geschrieben:
lenbert hat geschrieben:Das neue Album von SLAYER hat bei mir das "Reign In Blood"-Problem, es setzt kaum Haken im Hirn. Ein Güterzug rauscht durch's Hirn, hinterlässt aber keinerlei Schäden. Ich kann mich kaum bewusst an einzelne Songs erinnern. Ich muss aber auch zugeben, dass ich die Platte nicht sehr oft gehört habe.


Allgemein gefragt. Hast du dann mit der raserei von Slayer ein Problem?
Weil, auch wenn man natürlich alles automatisch mit Referenzwerken vergleicht. So finde ich hat "Repentless" mehr mit "Seasons..." gemeinsam, als mit "Reign In Blood". Oder ich verstehe es komplett falsch und du meinst einfach ganz sachlich, dass da nichts hängen bleibt :grins:


Ich mag SLAYER, sehr sogar, und habe auch nichts gegen Raserei, aber bei der Neuen bleibt tatsächlich bei mir einfach nichts hängen. Dasselbe Problem habe ich auch bei "Reign In Blood", daher die Beschreibung. Meine Absicht war kein Stilvergleich zwischen beiden Alben.
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Re: Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 10. Februar 2016, 22:34

Platz 27
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Raven | Extermination
Genre: NWOBHM / Speed Metal
VÖ: 24. April 2015

Raven habe ich immer nur vom Namen her gekannt. Musikalisch hat mich die Band vor allem in meinen Anfängen des Metal Hörens interessiert. Allerdings bin ich nie auch nur in irgendeiner Form dazu gekommen mir etwas von der Band zu holen. Die Läden in unserer Umgebung hatten nie was auf Lager. Und wenn ich dann mal in die größeren Städte zugegen war, gab es die halt irgendwie auch nicht.

2015 sollte es aber dann mal soweit sein. Die Begeisterung im Forum hat meine Neugierde gesteigert. Am Erscheinungstag bekam ich das Teil in die Hände.

Ich hab ja viel erwartet. Aber solch eine „In-die-Fresse-Platte“ hätte ich beim besten Willen nicht erwartet. Von Sekunde 1 an drehen die ja total durch. Die Spinnen doch die Raben. Gleich am Ende des ersten Songs wird das nochmal weitergesponnen. Wenn eine Platte den Ausdruck „Athletic Rock“ verdient haben, dann ja wohl „Extermination“. Ohne irgendwie aus der Puste zu kommen, zelebriert die Band einen Nackenbrecher nachdem anderen. Egal ob „Tomorrow“, „It’s Not What You Get“ oder “Fire Burns Within”.

Mit “River No Return” hat man dann noch eine Halbballade im Gepäck, die ziemlich zum Schluss angesetzt wurde. Für Kritiker dieses Albums, wäre es wohl besser gewesen man hätte diesen in der Mitte des Album platziert. So als kleine Verschnaufpause. Denn eines ist das Album wirklich: Lang.
Über eine Stunde Vollgas kann anstrengend werden (auch wenn fast jeder Song sitzt). Auf ein paar Songs gekürzt, den Rest als Bonus anbieten und man hätte nicht nur ein energiegeladenes Album serviert bekommen, sondern hätte auch die Kritiker verstummen lassen. Aber wen scherts? Wahrscheinlich war die Band selber so euphorisch von dem Material, dass man einfach alles rausgehauen hat.

Eines ist aber sicher. Das Album hat es eindeutig verdient gehört zu werden!!!!

Drei meiner vier genannten Songs, gibt es irgendwo nirgends zu hören. Wer trotzdem reinhören möchte:
Thunder Down Under (Ohrwurm!!!)
Destroy All Monster
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Re: Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

Beitragvon Jhonny » Mittwoch 10. Februar 2016, 23:45

Leider immer noch nicht vom Einkaufszettel in die Sammlung gewandert, dabei fand ich schon den Vorgänger echt stark... :schade:
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Re: Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

Beitragvon Chavo89 » Samstag 13. Februar 2016, 14:47

So, dann will ich hier auch mal ein bisschen lauschen.

Los ging's mit TOTO. Da kenne ich nur die zwei, drei Hits, die man mal geschafft hat. 'Running Out Of Time' klingt mir erst etwas zu verkopft, der Refrain ist aber ganz cool, das SAGA-Solo auch. ;-) Der Blues hingegen mag mir nicht gefallen, insgesamt ist mir auch der Sound zu kühl und distanziert.

PENTAGRAM ist eine große Bildungslücke bei mir. Aber ich weiß, dass mir das gefällt. Habe mir letztens "Relentless" gekauft, nur hören muss ich sie noch. 'Lay Down And Die' macht großen Spaß. 'The Devil's Playground' weiß mit fettestem Riff zu überzeugen. Das Album werde ich mir bestimmt auch irgendwann besorgen. Erstmal muss aber "Relentless" gefeiert werden...

SLAYER konnte mich bisher nicht packen. Mit keinem Song. Auch deine Hörproben sind mir etwas zu stumpf (?). Das ist mir etwas zu geradeaus und unmelodisch, Thrash gefällt mir eher, wenn's nen kleinen Twist gibt. Und damit meine ich nicht das lange Intro zu 'When The Stillness Comes'.

RAVEN mag ich gerne. Nur bislang habe ich nichts im Regal. Aus den gleichen Gründen, die der werte Herr Threadersteller hier nennt. Doch seit dem überragenden Live-Auftritt beim Metal Assault ist mir durchaus bewusst, dass ich da irgendwo mal zuschlagen muss. Die Hörbeispiele bestärken mich darin.
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Re: Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

Beitragvon Pillamyd » Montag 15. Februar 2016, 17:07

Freut mich, dass auch du dich hier beteiligst bzw. reingehört hast :)
Und noch mehr, das "Raven" und "Pentagram" dir zusagen :dafuer:
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Re: Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

Beitragvon Siebi » Montag 15. Februar 2016, 18:32

Dann lauschen wir uns hier durch. Gfrei mi scho!

Toto | XIV
Klingt professionell gut. Bis zur siebten Scheibe finde ich die allesamt stark. Kaufknopf löst es bisher nicht aus.
Kennst Du die Kanadier Boulevard? Haben 1990 ein einziges Album in bester Toto-Manier aufgenommen. Listen and buy. :)
---> Talk To Me <---

Pentagram | Curious Volume
Stark, etwas reduzierter als die frühen Sachen. Victor Griffin und Meister Liebling gehen immer. Leider habe ich die Scheibe immer noch nicht gekauft, steht seit VÖ auf der Einkaufsenzyklopädie. Danke fürs Erinnern!

Slayer | Repentless
Ein Geschenk von Frau Siebi zum Jahrestag unserer partnerschaftlichen Beziehung vor über 20 Jahren. Fand ich sehr lieb, denn sie wusste nur vom Schriftzug her, dass ich die höre, aber "De do no go ned hosd". :)
Läuft gut rein, aber auch gleich wieder raus. Bin da eher auf die Classics gepolt. Gary Holt ist natürlich ein sattes Pfund an der Gitarre, macht sich an den strukturierten Leads sehr gut bemerkbar. Bostaph trommelt saugut, aber es sind halt nicht mehr meine Slayer.

Raven | Extermination
Geile Scheibe mit etwas zu wuchtigem oder, sagen wir besser, nicht ganz so rabenpassendem Sound. Am Klang von Gitarre und Stimme wird sofort klar, wer die Öhrchen hier geschickt vermöbelt. Trotz 15 Stücken kommt keine Langeweile auf. Dennoch lief sie schon lange nimmer. Wird heute Abend gleich geändert. Danke schön für den Vermerk.
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Re: Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

Beitragvon Pillamyd » Montag 15. Februar 2016, 21:43

Juhuu Siebi :blumen:

"Boulevard" kenne ich nicht. Aber ich höre da gerade rein. Das ist ja astrein. Sehr geil. Dankeschön!!!
Da werde ich tatsächlich gleich mal nachschauen, woher ich die bekomme :dafuer:

Das mit dem Sound der aktuellen "Raven", kann ich gut nachvollziehen. Das ist schon sehr wuchtig. Ähnliches Beispiel wäre da die "Over The Under" von "Down". Die ist auch sehr wuchtig und produziert. Im Nachhinein vielleicht wirklich zu wuchtig. Würde mich schon interessieren, wie die Songs Live klingen.
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Re: Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

Beitragvon Pillamyd » Montag 15. Februar 2016, 22:39

Platz 26
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Iron Maiden | The Book Of Souls
Genre: NWOBHM
VÖ: 04. September 2015

Vor einer gewissen Zeit habe ich mir die Mühe gemacht die ganze Diskographie der Band durchzuhören und Noten zu vergeben, um mal zu sehen, in welcher Reihenfolge die Alben für mich stehen, wenn ich nur nach Bewertung gehe und mein persönliches Empfinden mal außen vor lasse.

Als das Album angekündigt worden ist, hat es noch gefühlt Jahrzehnte bis zum ersten gehörten Ton gedauert. Anders als zuletzt vor 5 ½ Jahren zu „The Final Frontier“. Zur Veröffentlichung der Scheibe hat mir das Teil sehr gut gefallen und ist in meiner Gunst auch nicht wirklich gefallen. Das Album klang frisch und angebliche Lustlosigkeit, falsche Taktfolgen habe ich nicht gefunden oder gehört.

Dann kam also „The Book Of Souls“ bei mir sogar einen Tag früher an und ich konnte mir das Album ausgiebig anhören. Also, was habt ihr drauß gemacht, ihr Eiserenen Jungfrauen?

Iron Maiden wagen den Schritt, den viele Bands schon schlechte Kritiken eingefahren haben. Ein Doppelalbum. Es braucht ungefähr 3 Durchläufe bis mich das Album einfängt. Was mir sofort auffällt ist der Groove, den die Band in die Songs zu legen wagt. Das mag vorher auch schon der Fall gewesen sein. Aber hier auf dem Album ist es schon sehr auffällig. „The Great Unknown“ oder „When The River Runs Deep“ wären da so Kandidaten. Letzteres hat einen grandiosen verschleppten, (wie gesagt) groovigen Refrain, der erste Song der mir auffiel und mir auch Spaß bereitet hat.

Auf CD 1 gibt es gleich 2 der Ellenlangen Songs der Band. Wobei mir hier „The Book Of Souls“ besser gefällt als „“The Red And The Black“. Ersteres ist für meinen Geschmack viel abwechslungsreicher.

CD 2 wird von „Death Or Glory“ eröffnet, der für mich der unauffälligste Song der Scheibe ist. Zwar kurz und knapp, wie viele Fans es sich von der Band gewünscht hat. Geht aber meiner bescheidenen Meinung nach unter den ganzen langen Songs irgendwie unter.
Die Starken Momente auf CD 2 finden sich meiner Meinung nach in den letzten 3 Songs. Das dem Robin Williams gewidmete „Tears Of A Clown“ packt mich ungemein. Auch weil es ein sehr kompakter auf den Punkt kommender Song ist. Wenn kurze Songs von Maiden dann bitte genau so!
„The Man Of Sorrow“ brilliert durch seine wundervollen Gitarren und Herr Dickinsons singt absolut fabelhaft.

Ja und nun kommt tatsächlich das, was es bei Harris, Dickinson & Co. noch in keinster Weise gab. Ein 18 minütiges Epos, geschrieben und komponiert von Dickinson höchstpersönlich. Nachdem ich „The Red And The Black“ zum ersten Mal gehört habe, war ich schon sehr besorgt gegenüber „Empire Of The Clouds“ und ich hoffte der Song würde nicht so langatmig sein und zu Punkt kommen. Was man an „Empire Of The Clouds“ kritisieren könnte, wäre vielleicht der Klang des Tasteninstrumentes. Ein echtes Piano hätte dem Song sehr gut gestanden und die eine oder andere Länge hätte man sich vielleicht sparen können. Trotz allem muss man aber auch sagen, was da in den letzten Minuten abgezogen wird ist schon pures Gold.

Fazit: Die Band überrascht wohl viele mit einem starken Album. Durch das Doppelalbum gehen Songs wie „Death Or Glory“ oder auch „Speed Of Light“ gerne mal unter. Iron Maiden versuchen einen Ausgleich zwischen langen und kurzen Songs zu schaffen. Aber gerade wegen der Masse an Songs und vor allem an Läng habe ich das Gefühl, das genau das ein bisschen untergeht. Trotzdem besinnt sich die Band zum Wohle der Fans ein Stück zurück. Und der Band gelingt das auch irgendwie.
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Re: Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

Beitragvon Jhonny » Montag 15. Februar 2016, 23:09

Freut mich, dass dir die Scheibe gefällt - auch wenn ich sie deutlich höher ansiedeln würde (bei mir ja Platz 2).
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Re: Pillamyd's erhöhte Pillenverordnung aus dem Jahr 2015

Beitragvon Siebi » Dienstag 16. Februar 2016, 12:07

Zu Maiden schreib ich nix mehr. Warte mit Freude auf die nächsten pillamyd'schen Gaben.
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