Guitar Heroes

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Re: Guitar Heroes

Beitragvon Dr. Best » Mittwoch 4. April 2012, 00:47

firestarter hat geschrieben:Alle drei natürlich sehr toll. Rory Gallagher war ein verdammtes Genie und Hendrix hatte absolut Recht mit seinem Spruch!

Der da wäre? Du verwechselst das nicht zufällig mit Billy Gibbons, über den Jimi mal sagte, dass er wohl der beste zeitgenössische Gitarrist ist? ("Evidently he had turned heads, because Jimi Hendrix, while appearing on the Tonight Show, had praised Gibbons as the next hot young guitarist."). Was jetzt nix an Rory schmälern soll, der war schon eine echte Granate, pure Energie auf der Bühne!

Ich glaube, den meisten Eindruck haben bisher Uli Jon Roth, Das Waltzen-Duo Rock/McAlpin, der Herr Iommi und der Herr Blackmore hinterlassen. Wenig anderen Gitarristen könnte ich so lange zuschauen, wie den Meistern. Wobei - wenn man's genau nimmt, dürfte Lurence Archer die goldenen Lorbeeren einheimsen. Denn was der auf "Lights out in Tokyo" fabriziert hat, das begleitet mich seit jahren und lädt zum entspannten mit-jammen ein. Hier mal "love To Love". Vor allem die unglaubliche Dynamik verbunden mit dem rohen Gitarrensound und den flüssigen Leads ist absolut super.
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Re: Guitar Heroes

Beitragvon firestarter » Mittwoch 4. April 2012, 05:59

Dr. Best hat geschrieben:
firestarter hat geschrieben:Alle drei natürlich sehr toll. Rory Gallagher war ein verdammtes Genie und Hendrix hatte absolut Recht mit seinem Spruch!

Der da wäre?


Nach einem Gig, ich glaube es war Woodstock, ist Hendrix im Interview gefragt worden, wie es sei, der beste Gitarrist der Welt zu sein und seine Antwort war: "Go, ask Rory Gallagher!".
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Re: Guitar Heroes

Beitragvon NorthernGuy » Mittwoch 4. April 2012, 07:58

Wenn ich so drüber nachdenke gibt es schon einige großartige Gitarristen, wobei ich mich frage an was man eigentlich einen sehr guten Gitarristen festmacht?

Ich bin ja Laie was das "Musik machen" angeht, also kann ich eingentlich meine Kriterien nur am gehörten festmachen und ist es dann eher die Emotion oder die Technik, die bei mir einen guten Gitarristen bestimmt?

Mich würde mich mal Interessieren, welche Kriterien jemand hat der selbst gut Gitarre spielt, also ein Musiker. Ist das auch das gehörte oder eher irgendwas "Techniches"?
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Re: Guitar Heroes

Beitragvon Dr. Best » Mittwoch 4. April 2012, 09:14

firestarter hat geschrieben:Nach einem Gig, ich glaube es war Woodstock, ist Hendrix im Interview gefragt worden, wie es sei, der beste Gitarrist der Welt zu sein und seine Antwort war: "Go, ask Rory Gallagher!".

Hmm lustig, die Frage kenne ich von Van Halen, der glaube ich auf Eric Clapton oder so verweist. Aber recht hatte er schon auch, der Jimi.
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Re: Guitar Heroes

Beitragvon salisbury » Mittwoch 4. April 2012, 10:06

NorthernGuy hat geschrieben:Wenn ich so drüber nachdenke gibt es schon einige großartige Gitarristen, wobei ich mich frage an was man eigentlich einen sehr guten Gitarristen festmacht?

Ich bin ja Laie was das "Musik machen" angeht, also kann ich eingentlich meine Kriterien nur am gehörten festmachen und ist es dann eher die Emotion oder die Technik, die bei mir einen guten Gitarristen bestimmt?

Mich würde mich mal Interessieren, welche Kriterien jemand hat der selbst gut Gitarre spielt, also ein Musiker. Ist das auch das gehörte oder eher irgendwas "Techniches"?


Ja, wäre cool, einen richtigen Musiker bei uns im Forum zu haben. Aber es gibt sicher auch in der Musik Schwierigkeitsgrade, deren Bewältigung eine gewisse Technik erfordern. Wie beim Klettern oder Eiskunstlauf usw. Da kann man schon einigermaßen objektiv bewerten, wer was kann und wer nicht. Aber da fängt's bei mir schon an. Solotechnisch bin ich ne Niete, hab aber festgestellt, daß Tapping nicht so schwierig ist, wie es sich anhört und immer irgendwie Eindruck macht. Den Saitenzieher immer genau auf den richtigen Ton zu bringen, ist schon schwieriger und bei Sweeps will ich am liebsten meine Klampfe zum Fenster raus schmeissen. Zum schnellen Spiel ohne Tricks (Hammering, Pull-off, Tapping) gibt's nur eines: üben, üben, üben. Und wenn man mit der falschen Technik anfängt, hat man sowieso verloren.

Mein damaliger Gitarrenlehrer (das ist schon sehr lange her) hat mich mal mit diesem Stück hier konfrontiert:

Yngwie Malmsteen - Far beyond the sun

Nach ganz viel üben konnte ich dann den Anfang ;-) . Und dann das erste Lick in halber Geschwindigkeit. Dann war Schluß. Malmsteen ist wahnsinnig schnell, dabei jedoch auch in höchster geschwindigkeit sauber. Ein unglaubliches Vibrato, wenn der Ton steht, das Muting so gemacht, daß es cool klngt und dennoch der Ton noch da ist. Toll!
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Re: Guitar Heroes

Beitragvon Dr. Best » Mittwoch 4. April 2012, 11:21

salisbury hat geschrieben:Und wenn man mit der falschen Technik anfängt, hat man sowieso verloren.

So etwas wie "falsche" Technik gibt es nicht. Schau dir 5 ausgezeichnete Gitarristen zum gleichen Thema an und du wirst 5 Ansätze finden. Wichtiger ist, was du draus machst und den richtigen Ansatz für sich zu finden. Das fängt ja schon bei der Haltung vom Plek an: Van Halen zwischen Daumen und Mittelfinger, Malmsteen ganz locker flockig und Marty Friedman verquer zwischen Daumen und Ballen. Ebenso wie das Picking, vergleiche mal Steve Morse, Malmsteen und Gilbert, sehr strenges Alternate Picking gegen strenges Economy Picking gegen wüstes was-auch-immer.

Nö, ich denke, was einen Gitarristen groß macht ist einfach nur eine Vision, eine klare Linie, Inspiration und Kreativität in einem sinnvollen songdienlichen Rahmen. Das erklärt auch den Erfolg von Leuten wie Vai oder Van Halen gegenüber den meisten anderen Techniker, die sind auch nach 20 Jahren noch innovativ, schreiben nachvollziehbare Songs und dudeln nicht nur.
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Re: Guitar Heroes

Beitragvon firestarter » Mittwoch 4. April 2012, 14:22

NorthernGuy hat geschrieben:Wenn ich so drüber nachdenke gibt es schon einige großartige Gitarristen, wobei ich mich frage an was man eigentlich einen sehr guten Gitarristen festmacht?


Ich finde, da gibt es, neben der rein technischen Beurteilung, eine ganze Menge mögliche Kriterien, die alle höchst subjektiv sein können/müssen - Sound, Songdienlichkeit des Spiels, Wiedererkennbarkeit der Soli (Lied im Lied), Riffs (Innovation, Präzision), Stil (dreckig, sauber, gefühlvoll, etc.), emotionales Angesprochensein, Kreativität, usw. Eine rein technische Beurteilung finde ich ziemlich irrelevant, da sie rein gar nichts über die von mir empfundene Qualität des Spiels aussagt.
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Re: Guitar Heroes

Beitragvon salisbury » Mittwoch 4. April 2012, 14:25

Dr. Best hat geschrieben:
salisbury hat geschrieben:Und wenn man mit der falschen Technik anfängt, hat man sowieso verloren.

So etwas wie "falsche" Technik gibt es nicht. Schau dir 5 ausgezeichnete Gitarristen zum gleichen Thema an und du wirst 5 Ansätze finden. Wichtiger ist, was du draus machst und den richtigen Ansatz für sich zu finden. Das fängt ja schon bei der Haltung vom Plek an: Van Halen zwischen Daumen und Mittelfinger, Malmsteen ganz locker flockig und Marty Friedman verquer zwischen Daumen und Ballen. Ebenso wie das Picking, vergleiche mal Steve Morse, Malmsteen und Gilbert, sehr strenges Alternate Picking gegen strenges Economy Picking gegen wüstes was-auch-immer.

Nö, ich denke, was einen Gitarristen groß macht ist einfach nur eine Vision, eine klare Linie, Inspiration und Kreativität in einem sinnvollen songdienlichen Rahmen. Das erklärt auch den Erfolg von Leuten wie Vai oder Van Halen gegenüber den meisten anderen Techniker, die sind auch nach 20 Jahren noch innovativ, schreiben nachvollziehbare Songs und dudeln nicht nur.


Ja, da hast Du schon recht. Zumindest mal auf dem Level, auf dem sich die o.g Herren bewegen. Ein normaler Hobbymusiker (und davon gibt es grad im Underground ja einige) kann aber sicher gewinnen, wenn er schonmal mal was von Fingersatz und diversen Techniken gehört hat, die einen dazu führen, erstmal sowas wie seinen eigenen Stil zu entwickeln. Das a und o ist sicher üben und ausprobieren, aber wenn man nichtmal weiss, WIE man über soll...
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Re: Guitar Heroes

Beitragvon firestarter » Mittwoch 4. April 2012, 14:28

Dr. Best hat geschrieben:
firestarter hat geschrieben:Nach einem Gig, ich glaube es war Woodstock, ist Hendrix im Interview gefragt worden, wie es sei, der beste Gitarrist der Welt zu sein und seine Antwort war: "Go, ask Rory Gallagher!".

Hmm lustig, die Frage kenne ich von Van Halen, der glaube ich auf Eric Clapton oder so verweist. Aber recht hatte er schon auch, der Jimi.


Ich hab nochmal recherchiert:

"How does it feel to be the greatest guitarist in the world? I don't know, go ask Rory Gallagher." —Jimi Hendrix quote from 1969 Rolling Stone magazine interview shortly after Woodstock.

Das mit Eddie van kommt mir auch bekannt vor, war aber ein Tribut für diese Aussage Hendrix'. Eddie hatte mit seiner Aussage (Eric Clapton) ja auch Recht. :)
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Re: Guitar Heroes

Beitragvon firestarter » Mittwoch 4. April 2012, 14:36

salisbury hat geschrieben:
firestarter hat geschrieben:Gary Holt ist der einzige Thrash-Gitarrist von wirklicher Bedeutung für mich. Cris Oliva muss ich noch erwähnen, da sein Sound einfach einzig- und großartig war.


Oh, hier finde ich einige toll. Hetfield ist super an der Rhythmus-Klampfe. Einer der beiden richtigen Musiker bei METALLICA. Scott Ian (ANTHRAX) spielt recht simpel, aber ultrapräzise. Dave Mustaine brilliert im Rhythmus und bei den Soli. Und hat ja immer ein zweiten Supermann an der Seite...


Ja klar, es gibt ne ganze Menge tolle Axtmänner im Thrash, aber der einzige, der für mich wirklich sowas wie einen "Guitar Hero" darstellt, ist eben Gary Holt. Alleine sein Riffing war in den Anfangszeiten einfach grandios. Er hat sich dabei übrigens sehr stark durch Mercyful Fate beeinflussen lassen, was man auch hört. Unter anderem basiert auch die ganze Retro-Thrash Welle zu einem recht großen Teil auf den Riffs dieses Mannes.
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