Die besten Soli

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Die besten Soli

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 12. Januar 2012, 00:45

Bestes Solo ever:
http://www.youtube.com/watch?v=Eg93GhOfTQI
(ab 01:48)

Wer den Begriff "Solo" mit technischem Anspruch verbindet, wird sich schief lachen. Trotzdem: Für mich das coolste Solo aller Zeiten. Und ich kann es sogar nachspielen.
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Re: Die besten Soli

Beitragvon Jhonny » Donnerstag 12. Januar 2012, 10:11

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Bestes Solo ever:
http://www.youtube.com/watch?v=Eg93GhOfTQI
(ab 01:48)

Wer den Begriff "Solo" mit technischem Anspruch verbindet, wird sich schief lachen. Trotzdem: Für mich das coolste Solo aller Zeiten. Und ich kann es sogar nachspielen.


das hat natürlich ein cooles Feeling 8-)

Aber insgesamt haut mich das Solo nicht aus den Socken, auch wenn es hier sehr passend ist.
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Re: Die besten Soli

Beitragvon Drumtier » Mittwoch 18. Januar 2012, 02:15

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Bestes Solo ever:
http://www.youtube.com/watch?v=Eg93GhOfTQI
(ab 01:48)

Wer den Begriff "Solo" mit technischem Anspruch verbindet, wird sich schief lachen. Trotzdem: Für mich das coolste Solo aller Zeiten. Und ich kann es sogar nachspielen.

Jaja, Rüdiger, ich seh den Zaunpfahl, kannst aufhören zu winken, dir muss ja die Hand schon wehtun ;-)
Aber du hast natürlich recht, ein Solo muss weder supertechnisch noch supermelodisch sein, es kann auch einfach nur cool sein. Nur frag ich mich halt dann warum sowas vorgeschlagen wird :grins:
Savatage is bei mir irgendwie immer eine Auf- und Ab-Geschichte, manche Songs gefallen mir richtig gut, manche überhaupt nicht. So auch hier, die Beispiele von der Gutter Ballet find ich allesamt ziemlich gut und auf Conversation Piece steh ich sowieso. Werd ich mir bald kaufen. Gleich sobald ich im Lotto gewonnen hab.

Das mir gewidmete Konstrastprogramm find ich auch recht schön, wär mir aber nicht wegen dem Solo aufgefallen. Jenes von Dream Theater dagegen schon, so gehört sich das ;-)

Dann noch etwas was mir kürzlich untergekommen ist, eigentlich kein Solo sondern ein normales Lied, gehört aber trotzdem hierher. Warum? Anschauen: http://www.youtube.com/watch?v=nY7GnAq6Znw
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Re: Die besten Soli

Beitragvon Chavo89 » Mittwoch 18. Januar 2012, 02:24

Drumtier hat geschrieben:Dann noch etwas was mir kürzlich untergekommen ist, eigentlich kein Solo sondern ein normales Lied, gehört aber trotzdem hierher. Warum? Anschauen: http://www.youtube.com/watch?v=nY7GnAq6Znw


Wow! So viel Gefühl bei so viel Technik. Nicht schlecht! oO
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Re: Die besten Soli

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 18. Januar 2012, 02:50

Drumtier hat geschrieben:Jaja, Rüdiger, ich seh den Zaunpfahl, kannst aufhören zu winken, dir muss ja die Hand schon wehtun ;-)
Aber du hast natürlich recht, ein Solo muss weder supertechnisch noch supermelodisch sein, es kann auch einfach nur cool sein. Nur frag ich mich halt dann warum sowas vorgeschlagen wird :grins:

War eigentlich kein Wink mit dem Zaunpfahl, sondern mein Ernst. Für mich ist das Solo aus "Countess Bathory" tatsächlich eines der tollsten Soli aller Zeiten. Weil es simpel, eingängig und von der Stimmung her einfach perfekt ist. Handwerklich-technisch natürlich was für die erste Gitarrenstunde, aber trotzdem muss einem das erst einmal so einfallen.
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Re: Die besten Soli

Beitragvon Falkner » Mittwoch 18. Januar 2012, 03:16

Das klingt für mich eher nach einem stinknormalen Riff als nach einem Solo. ^.-
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Re: Die besten Soli

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 18. Januar 2012, 03:20

Falkner hat geschrieben:Das klingt für mich eher nach einem stinknormalen Riff als nach einem Solo. ^.-

Wie definierst du ein Solo, und wie grenzt du es von einem Lead, einem Riff und einem Lick ab?
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Re: Die besten Soli

Beitragvon Falkner » Mittwoch 18. Januar 2012, 04:20

An Licks denke ich in der Regel nicht, der Definition nach ("Licks are usually associated with single-note melodic lines rather than chord progressions.") scheint das hier aber eher zuzutreffen als der Begriff Riff. Da es eine kurze, wiederholte musikalische Phrase ist, zählt es für mich nicht als Solo. Ich muss allerdings zugeben, mich bei der Definition von Solo schwerzutun, nur assoziiere ich es eben selten wie in diesem Fall mit mehrfach wiederholten, kurzen Songbausteinen und erwarte eher etwas Durchkomponiertes.
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Re: Die besten Soli

Beitragvon Rüdiger Stehle » Mittwoch 18. Januar 2012, 11:35

Per se ist ein Solo ja so definiert, dass ein Instrument entweder völlig alleine, oder - von den anderen Instrumenten lediglich begleitet - klanglich hervorgehoben und in den Mittelpunkt des Musikstücks rückend, eine Melodie spielt. Bei der VENOM-Passage ist das für mich sogar ein sehr klassischer Fall für ein Solo. Ganz im Gegensatz zum Rest des Stückes, ist in dieser kurzen Passage ganz allein Mantas im Rampenlicht. Der Rest der Band tritt in den Hintergrund, die Gitarre übernimmt allein die Führung, das Schlagzeug dient dazu, die von Mantas gespielte Melodie zu akzentuieren. Was die wiederholte musikalische Phrase angeht, zitiere ich einen Online-Gitarrenlehrer:

Guitargeorge hat geschrieben:Jedes erfolgreiche Gitarrensolo ist mit folgenden einfachen Mitteln komponiert:

es ist in einer Moll-Tonart gespielt
es basiert hauptsächlich auf der PENTATONIK
es hat eine “Ohrwurm-Melodie”
das Ohrwurm-Motiv wird wiederholt

es wird mit gefühlvollen Bendings gespielt
es ist DYNAMISCH
es wird NICHT mit aufwendigen Spieltechniken gespielt
es passt perfekt in den harmonischen Kontext
Jeder kann es schnell nachsingen, oder pfeifen
es wird mit interessantem Timing gespielt
Blitzschnelle Läufe werden sehr sparsam verwendet

Du siehst, es gibt viele Gemeinsamkeiten bei ultimativen Gitarrensoli. Was dich vielleicht überraschen wird, ist die EINFACHHEIT, mit der ein gutes Solo gespielt wird. Die ganz einfach Hausmannskost des Gitarristen, die Pentatonik. Was hat es also mit all diesen einfachen Mitteln auf sich?

Quelle: http://www.guitargeorge.de/das-ultimative-gitarrensolo

Auch die grün markierten Punkte treffen auf das "Countess Bathory"-Solo im Wesentlichen zu. Die gefühlvollen Bendings fehlen offenbar. Die Dynamik hält sich in Grenzen, und was "interessantes Timing" und "passt perfekt in den harmonischen Kontext", kann ich nicht so recht beurteilen.

Keine Frage: Was Mantas hier spielt ist wohl so ziemlich das simpelste, was man sich unter einem Solo vorstellen kann, aber - nach dem was ich davon zu verstehen glaube - sowohl von den musikalisch-technischen Eigenschaften her, als auch - vor allem - von der Funktion im Stück her betrachtet, ist es für mich schon ein Solo.
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Re: Die besten Soli

Beitragvon Oliver Passgang » Mittwoch 18. Januar 2012, 13:57

In so ziemlich jedem anderen Kontext wäre das ein Riff. Klingt für mich auch ebenfalls so. So ganz ohne Theorie.
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