Define Your Music Taste in 5 Albums!

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Define Your Music Taste in 5 Albums!

Beitragvon Dead_Guy » Mittwoch 15. Juli 2026, 23:39

Na ja es ist jedes Mal bisher der Fall gewesen wenn ich was zu meiner Lieblingsband geschrieben habe jedes Mal mir erklärt wurde warum sie nicht ist, im DFF und FB. Und wenn ich im Gegnzug mich erdreistet habe in nem Spiel Fates Warning als überbewertet zu bezeichenen kamen dann die selben Leute die mir sonst immer meine Meinung schlecht reden wollten und erklärten mir keine Ahnung zu haben. Und genau das nervt mich so maximal, ich will mich nicht für meinen Geschmack rechtfertigen müssen oder mir ständig durchlesen dürfen das was ich höre nichts kann. Hoffe das war verständlich.
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Re: Define Your Music Taste in 5 Albums!

Beitragvon kingdiamond » Donnerstag 16. Juli 2026, 00:28

Absolut verständlich.

Nur hast du dann wohl entsprechende Kommentare/Nachrichten hier per PN erhalten, da ich in den Posts dieses Threads dazu nichts finde.

Hier im Thread geht es doch um deinen persönlichen Geschmack und wie er sich abbildet. Da sagt doch niemand, dass das nicht sein darf. Erfreue dich doch, wenn sich jemand mit beschäftigt und Kritik (egal ob positiv oder negativ) äußert.

Allgemein finde ich aber auch, dass der Sinn eines Forums durchaus die Diskussion über ein Thema sein darf. Und klar fallen da auch mal Formulierungen, in denen man anderen ggf. Geschmack abspricht oder etwas rumfrotzelt. Aber solange es sachlich bleibt, ist doch auch das in Ordnung. :)


…aber selbstverständlich sind FATES WARNING immer und überall eher unter- als überbewertet. :grins:
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Re: Define Your Music Taste in 5 Albums!

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 16. Juli 2026, 10:34

Gehe ich an die Threadfrage nicht chronologisch und weniger emotional heran, entsteht folgendes Ergebnis:
Ich sortiere meine kleine Sammlung alphabetisch, habe aber seit ein paar Jahren drei Subgenres separat stehen: Doom, NWoBHM und Bay Area Thrash.
Das heißt ich wähle aus diesen drei, mir besonders wichtigen Subs je ein Album:
Doom: Warning - "Watching From A Distance"
Thrash : Exodus - "Bonded By Blood"
NWoBHM : Satan - "Life Sentence"

Dazu dann zwei Meisterwerke:
Watchtower - "Control & Resistance"
Psychotic Waltz - "Into The Everflow"


Letzter Ansatz: Ich erkläre einem "Normalo" meinen Musikgeschmack:
Black Sabbath - "Paranoid"
Rush - "Moving Pictures"
Thin Lizzy - "Black Rose"
Judas Priest - 'Sad Wings Of Destiny"
Metallica - "Ride The Lightning"

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Re: Define Your Music Taste in 5 Albums!

Beitragvon Dead_Guy » Donnerstag 16. Juli 2026, 10:51

Ich könnte im übrigen jetzt auch schreiben wie unfassbar belanglos ich Psychotic Waltz finde, aber ich hab nicht das Bedürfnis anderen ihre Musik madig zu machen.
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Re: Define Your Music Taste in 5 Albums!

Beitragvon frankjaeger » Donnerstag 16. Juli 2026, 13:03

Das ist auch mein Problem mit der Frage, Holg. Ich glaube, ich würde sie auch gegenüber verschiedenen Personen unterschiedlich beantworten, auch abhängig davon, welche musikalische Vorlieben der Rezipient hat.
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Re: Define Your Music Taste in 5 Albums!

Beitragvon Havoc » Montag 20. Juli 2026, 13:00

Ein wirklich interessantes Thema, zu dem ich mir nun auch mal ein paar Gedanken gemacht habe. Also ich verstehe es so, dass man anhand von fünf Alben seinen Musikgeschmack aufzeigen soll. Fünf Alben die am besten den eigenen Geschmack repräsentieren und zusammenfassen. Aus meiner Sicht ist dieser unabhängig davon, wem man das nun näher bringen möchte. Das wären sicherlich nicht zwingend Alben, die ich jemandem als Einstieg zur Metalwelt als erstes empfehlen würde. Aber es fasst halt meinen ganz eigenen Musikgeschmack treffend zusammen. Auch wenn ich es nicht so sehe, dass hier zwingend absolute Lieblingsalben genannt werden müssen, so sind diese fünf für mich alle glatte 10er. In der Tat gar nicht so einfach, aber ich bin ziemlich glücklich mit meiner getroffenen Wahl, zu der ich mir echt ziemlich viele Gedanken gemacht habe. Noch eine kleine Bitte. Nagelt mich bitte nun nicht wegen der stilistischen Einordnungen der diversen Bands an die Wand. Mir ist klar, dass da nicht alles zu 100% passt. Die Grenzen verschwimmen hier natürlich. Here we go!

IHSAHN – Ihsahn (2024)
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Dieses Album könnte so gesehen auch fast einzig und allein meinen gesamten Musikgeschmack darstellen. Vereint es doch so viel von dem was ich mag. Es ist dunkel, geheimnisvoll, elegant, kreativ, avantgardistisch, rockig, progressiv. Und das alles in einem orchestralen Gewand, welches ich ja auch bei so einigen ganz anders gearteten Bands mag. Ihsahn ist schon so etwas wie mein Lieblingskünstler. Und mit seinem letzten Album hat er seinem bisherigen Schaffen tatsächlich die Krone aufgesetzt. Weiterhin fußt seine Solokarriere auf den einzigartigen Emperor und treibt auch noch frische Progknospen wie Leprous voran. Zudem soll dieses Album hier stellvertretend für alle meine Black Metal Favoriten stehen. Insbesondere für die Skandinavier wie Immortal, Satyricon, Mayhem, Darkthrone, Dimmu Borgir, Borknagar und Helheim. Aber auch Bands wie Cradle Of Filth, Iotunn und allen voran Enslaved müssen genannt werden. Gerade letztere könnten meinen Musikgeschmack neben Ihsahn fast im Alleingang repräsentieren.

CELTIC FROST – Monotheist (2006)
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Dieses späte Meisterwerk steht insbesondere für Dunkelheit, Düsternis und eine unheilige dichte Atmosphäre. Aber auch für Brachialität, Härte und Kreativität. Es vereint sehr Vieles von dem, was mich schon seit Ende der 90er Jahre fasziniert hat. Bands die hier auch sehr gut mit abgedeckt werden sind Secrets Of The Moon, Der Weg einer Freiheit, Dark Fortress und vielleicht auch sowas wie Cult Of Luna und The Ocean. Wobei man die auch in die Progabteilung einteilen könnte. Ist aber wie eingangs erwähnt egal. Nicht vergessen zu erwähnen ist natürlich hier auch die ebenfalls unfassbar starke Nachfolgeband Triptykon. Zudem finde ich, dass ich an dieser Stelle auch sehr gut meine Nebensparte Thrash (Megadeth, Kreator, Desaster, Slayer, Exodus, frühe Metallica etc.) mit abdecken lässt. Auch wenn das nicht alles zu 100% hierher passt. Bei nur fünf Alben erhält Thrash bei mir halt kein einzig für sich stehendes Album.

DREAM THEATER – Scenes From A Memory (1999)
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Neben Black Metal ist Prog im Laufe der Jahre zu meiner wichtigsten Spielwiese geworden. Viele Bands wanderten nach und nach in meinen Plattenschrank. Die Bandbreite ist hier sehr weit gefächert. Von klassichem Prog (Symphony X, Fates Warning, Shadow Gallery, Redemption, Threshold, Sieges Even, Heaven´s Cry, Pain Of Salvation) führte der Weg bis hin zu eher rockigeren Bands wie Rush, Tool, Amplifier, Caligula´s Horse, Long Distance Calling, Riverside, Soen, Katatonia, Porcupine Tree, Devin Townsend und so weiter. Dennoch kann hier nur ein Album stehen. Es ist das beste Album der besten Band aus dieser Sparte. Alle anderen Bands können sich gut hierunter versammeln.

DEATH – Symbolic (1995)
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Weiterhin höre ich aber auch immer wieder mal sehr gerne Death Metal. Meistens eher von der technischen extremen (Nile, Obscura, Morbid Angel, Alkaloid, Meshuggah) oder auch schwarzen (Necrophobic, Sulphur Aeon) Sorte. Aber auch Wikinger und Schwedentod (Amon Amarth, Unleashed) höre ich immer wieder mal gerne. Die Überband, welche stellvertretend hier stehen muss ist aber eindeutig Death. Aus meiner Sicht eine der besten Metalbands aller Zeiten. Zeitlos geniale Musik. „Symbolic“ vereint wohl am besten alle Stärken der Band und deckt sehr gut diese Art von Musik meines Geschmacks ab.

MANOWAR – The Triumph Of Steel (1992)
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Zu guter letzt muss aber auch der klassische Heavy Metal und zudem auch der epische Part genannt werden. Welche Band und welches Album vereint Iron Maiden, Judas Priest, Savatage, Blind Guardian, Manilla Road, Pharaoh, Agen Steel, Virgin Steele, Nevermore etc. am besten. Es kann eigentlich nur diese Band mit diesem Album sein. Epischer und kraftvoller waren sie aus meiner Sicht nie. Des Weiteren sollte hierunter auch die Sparte Doom (Candlemass, Sorcerer, Isole, Hamferd, Primordial, Type 0 Negative, My Dying Bride, The Vision Bleak…) gestreift werden.

Diese fünf Alben decken jedenfalls so ziemlich alles was ich an Musik mag sehr gut ab und definieren sozusagen typische Havoc-Musik. ;-) 8-)
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Re: Define Your Music Taste in 5 Albums!

Beitragvon kingdiamond » Dienstag 21. Juli 2026, 00:43

Holger Andrae hat geschrieben:Doom: Warning - "Watching From A Distance"
Thrash : Exodus - "Bonded By Blood"
NWoBHM : Satan - "Life Sentence"

Dazu dann zwei Meisterwerke:
Watchtower - "Control & Resistance"
Psychotic Waltz - "Into The Everflow"


Letzter Ansatz: Ich erkläre einem "Normalo" meinen Musikgeschmack:
Black Sabbath - "Paranoid"
Rush - "Moving Pictures"
Thin Lizzy - "Black Rose"
Judas Priest - 'Sad Wings Of Destiny"
Metallica - "Ride The Lightning"

8-) :grins:



Ja, da hast du doch sehr gut auf die 5 runtergekürzt. Die obere Auswahl spiegelt zumindest recht gut den Holger wider, den ich hier die letzten Jahre lesen durfte. Gute Auswahl!

Die vorherige 13er Auswahl natürlich auch, da wir uns durch die Spiele ab der 70er gearbeitet haben, sind das natürlich auch alles Alben gewesen, zu deren Songs ich gute Bewertungen von dir gelesen habe.

Der 2. Ansatz mit der Unterscheidung wem man den Geschmack erklären möchte, verstehe ich vom Prinzip auch. Der „Normalo“ könnte aber von den Bands auch nur „Nothing Else Matters“ und „Paranoid“ vorsummen. Den Rest müsste er auch neu erkunden. So kannst du ihn auch gleich mit WATCHTOWER und WALTZ überfordern. ;-)
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Re: Define Your Music Taste in 5 Albums!

Beitragvon kingdiamond » Dienstag 21. Juli 2026, 01:05

Havoc hat geschrieben:Ein wirklich interessantes Thema, zu dem ich mir nun auch mal ein paar Gedanken gemacht habe. Also ich verstehe es so, dass man anhand von fünf Alben seinen Musikgeschmack aufzeigen soll. Fünf Alben die am besten den eigenen Geschmack repräsentieren und zusammenfassen.

IHSAHN – Ihsahn (2024)
CELTIC FROST – Monotheist (2006)
DREAM THEATER – Scenes From A Memory (1999)
DEATH – Symbolic (1995)
MANOWAR – The Triumph Of Steel (1992)


Sehr schön. Du hast die Auswahl ja ähnlich wie ich vorgenommen, also Alben die stellvertretend für Genres/Lieblingsbands stehen.
Ja, in der Auswahl erkenne ich auch den Havoc wieder, zumindest wenn man ein paar Jahre zurück schaut.

Die IHSAHN müsste mir ja eigentlich auch noch viel besser gefallen, aber die ist irgendwie nach ein paar Spins im Erscheinungsjahr hinten runter gefallen.

Mit der CELTIC FROST hast du direkt die Pforte zur Hölle geöffnet. Läuft gerade zum 2. Mal heute durch. Bin ja nicht so oft in den Gefilden unterwegs, aber das ist echt stark. Auch hier bin ich ja bei der Nachfolgeband noch recht unbeleckt. Kommt direkt mal auf die Liste.

DREAM THEATER: kann man durchaus als „Referenzwerk“ nennen. Oder „Images And Words“. ;-)

Bei DEATH kenne ich zwar grob fast alles, aber nie so tiefgründig wie bei anderen Bands. Gerade die genannte „Symbolic“ hat Nachholbedarf bei mir.

Die Auswahl der MANOWAR passt natürlich zur Erklärung.


Ich würde auch sagen: Mission accomplished! :) :dafuer:
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Re: Define Your Music Taste in 5 Albums!

Beitragvon Eike » Freitag 24. Juli 2026, 17:15

Auch wenn ich mich selbst zu wenig aufraffen kann, wird hier weiter mitgelesen. Bisher kann ich nur zu Holger erstem Beitrag etwas senfen:

Holger Andrae hat geschrieben:AC/DC mit "Back In Black", welches ja die Initialzündung bei mir war. Wenn auch alle Alben davor und auch noch der Nachfolger sofort in die damalige Kassetten-Sammlung wanderten, war meine Begeisterung für die Band auch ratzefatze wieder dahin und eine ausgewiesene Vorliebe für diese Art des dreckigen, bluesbeladenen Hardrocks habe ich auch nicht entwickelt. Live immer gern, auch BON-C/DC läuft gern mal im Hause, aber das war es auch schon. Passt also schon mal nicht.
Für mich das subjektiv liebste AC/DC-Album, aber auch ich bin kein Fan der Band. Habe trotzdem einen Hoodie zum Album, weil mir kalt und der billig war (beides gleichzeitig, echt wahr!) und man zu dem Aufdruck mit gutem Gewissen stehen kann. Das war es dann aber auch. Ist halt ganz ordentlicher Pubrock mit Charisma.

Holger Andrae hat geschrieben:Judas Priest live im Studio Album "Unleashed In The East". Neben den oben genannten Attribut des Maiden-Albums kommt hier aber noch der coole 70ies Vibe dazu und ein Sänger, dessen Stimme, Gläser und anderes platzen lässt. Da ich zumeist auf diese kraftvollen Eierkneifer stehe und Judas Priest bis heute in meiner Liste der Lieblingsbands auftaucht, merken wir auch dies hier mal vor.
Das ist so ein Ding, bei dem ich neulich erst überlegt habe, ob das nicht irgendwann in die Sammlung wandern sollte. Die Band war extrem prägend in meiner Jugend. Aber vielleicht sollte ich vorher erstmal endlich die "neue" OPETH (und zig andere unausgepackte Werke) hören, mir dann Regale für im Raum verteilte Tonträgerstapel leisten, und viiiielleicht auch mein Deutschlandticket nebst Mahngebühren abstottern, bevor ich wieder an das weitere Ausgeben von ohnehin fehlendem Geld denke...

Holger Andrae hat geschrieben:"Energetic Disassembly" von Watchtower. Musik, die bis heute unerreicht und unkopiert bleibt. "Ein Glück!" werden jetzt die vielen Nicht-Versteher schreien, für mich ist diese hektische Primzahlen-Rhythmik in Kombination mit dem exaltierten Gesang und diesen komischen Gitarrenfiguren pure Entspannung. Es mag an der Häufigkeit liegen, die diese Songs auch in schlecht aufgenommenen Liveversionen, von mir angehört worden sind, aber für mich geht hier wenig drüber.
Wäre der Thread-Titel "Alben, die mein Musikverständnis im Alleingang weit aufbohrten", dann stünde "E. D." sehr wohl in meiner Liste. Irgendwo zu "36 Chambers" und "Go Plastic" gesellt. Ist aber definitorisch nicht unbedingt zwingend, wenn es auf 5 heutige Eckpunkte einzudampfen wäre. Definitiv ein Ohrenöffner für bspw. ein nachgeschaffenes Werk wie "Blood Mountain" von MASTODON, welches für mich Eingängigkeits- und Groove- bedingt eher im Nahbereich liegt; aber dessen Hakenschläge zu groken hat mich WATCHTOWER einst auf die harte Tour gelehrt.

Holger Andrae hat geschrieben:Dann gab es in den frühen 90ern noch einige Jahre, in denen female Art/Pop sehr angesagt war. [...] Tori Amos.
Krasse Künstlerin, aber tonträgerisch nicht mehr so heiß laufend (derzeit - kann sich auch wieder ändern; live war "In Times of Dragons" extrem stark, aber Livezauber will gerade lieber Erinnerung bleiben und der wohl gehütete selige Funke löst - warum auch immer - noch keinen Tonträgerwunschflächenbrandübersprung aus).
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Re: Define Your Music Taste in 5 Albums!

Beitragvon Eike » Freitag 24. Juli 2026, 17:35

Dead_Guy hat geschrieben:Pensees Nocturnes - Grand Guignol Orchestra
Auch Black Metal, aber das ist nicht der Grund warum ich es nenne , sondern es steht stellvertretend für meine verhältnismäßig jüngste Geschmacksverirrung, nämlich meine Vorliebe für weirden, kaputtes, konsequent gegen den Mainstream gebürstetes, halt Minderheitenmusik, die im Idealfall sämtliche Synapsen wieder neu justiert. Wie hier Zirkusmusik, Polka und Jazz eingebuden werden und wie gnadenlos überdreht das alles ist macht mich beim Hören immer wieder aufs neue glücklich.
Spannende Band, habe ich trotzdem nicht weiter verfolgt, es gibt einfach soooo viel Musik, da komme ich nicht mehr nach und setze mich auch nicht mehr unter Druck. Wenn ich Bock auf Brainreset durch Chaos, Lärm, Zirkus, Grenzniederreißung habe, dann fällt mir "Junkyard" von THE BIRTHDAY PARTY ein. Vielleicht suppt das ja auch mal in deine Playlist, würde mich interessieren, was du davon hältst. Ist kein BM, beherbergt aber die anderen von dir geschilderten Merkmale.

Dead_Guy hat geschrieben:Dead Can Dance - The Serpent's Egg
Irgendwann kam der Punkt wo ich die Atmosphäre des Black Metal auch in andere Musik gesucht habe und bin bei Dead Can Dance hängen geblieben. [...] wo das Pendel komplett in Richtung mystische Stimmung und rituellen Charakter ausschlägt
Geile Band. Ich halte "Toward the Within" in Ehren, das hat viel Folklorehaftes drin und ist sehr abwechslungsreich. Leider kann ich die der CD beiliegende Live-VHS nicht mehr abspielen, mangels Gerät dafür. Großer spiritueller Song jüngeren Datums (auch schon drölf Jahre oder so her..), der sehr gut für sich alleine stehen kann: 'Children of the Sun' - sollte jeder Mensch mal anhören. Brendan habe ich vor einer Dekade oder so solo live gesehen/gehört, da ging mir das Herz auf, das war Seelenstreichelung per Schallwellen und menschliches Antlitz. Schamanischer wird's nicht für einen Agnostiker.

Dead_Guy hat geschrieben:In meiner späten Jugend bis frühes Erwachsenenalter hat dann irgendwann der Psychedelic Rock bei mir eingeschlagen. Neben Black Metal einer der Gründe warum ich Wörter wie Monotonie im künstlerischen Bereich eher positiv denn negativ assoziere. Stoische Drums, ein Hautpmotiv und darauf dann wahlweise Gitarren oder Synthies die wie auf Pilzen hängen geblieben sich in einen Rausch spielen und einen sonstwohin beamen, mehr brauch ich nicht um Zufriedenheit zu verspüren.
Dazu fällt mir "Valonielu" von ORANSSI PAZUZU ein.

Dead_Guy hat geschrieben:Fever Ray - Plunge
Jetzt brauch ich nur noch was stellvertretendes für alles was gar nichts mit Rock/Metal zu tun hat. Da passt dieses selbstbewusste, provokante aber auch freche Pop-Album ganz gut, das auch gleichzeitig meine Vorliebe für elektronische Musik abbildet was nach Rock und Metal mein zweitgrößter Bereich in meiner Sammlung. Auch ein Album was man neben psychedelischer Rockmusik wunderbar im Sommer laufen lassen kann und was einfach Laune macht und ich stell fest es lief schon wieder viel zu lange nicht.
Die Band selbst ist mir ein ungefährer Begriff, dieses spezifische Album hingegen nicht. Ich verbinde das was ich gehört habe atmosphärisch mit nächtlicher Kühle, Einsamkeit und Offenheit.

Interessante Eckpunkte!
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