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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 27. Februar 2025, 01:28
Hmm... ich war schon mal euphorischer, nach einem Manowar-Gig; wobei das weniger an der Performance lag, als vielmehr an der Stimmung in der Halle, die ich bei den wirklich großen Göttergaben halt doch eher distanziert fand. Aber das ist halt die Krux mit den Altfans und den Megaevent-Gigs ihrer alten Helden, wenn alle auf "Warriors Of The World United", "Fear Of The Dark" und "Nothing Else Matters" zu warten scheinen.
Songauswahl war für mich okay. Ich mag zwar "Hail To England" vielleicht sogar einen Tick lieber als die "Sign Of The Hammer", aber dafür hat "SOTH" die seltener gespielten Songs (Animals, All Men...).
Erics Performance war wirklich beachtlich. Nicht nur "für einen Siebzigjährigen", sondern einfach generell. Hail & Kill ohne Intro finde ich leider schwierig, denn das ist eine von Erics besten Gesangspassagen ever und ich mag nicht verstehen, wie man die einfach weglassen kann. Singen kann er das ja fraglos noch.
Sound war im letzten Drittel leider arg Drum/Bass-lastig, Gitarre und Gesang zu leise, jedenfalls da wo wir standen. Und halt immer wieder schade, dass ein Großteil des Publikums nur zu WOTWU abgeht.
Trotzdem... ich bereue es nicht, dabei gewesen zu sein. Mein 16. Manowar-Gig, damit haben die Herren wieder mit Morbid Alcoholica gleichgezogen in Sachen #1 der meistgesehenen Bands.
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von Loomis » Freitag 28. Februar 2025, 14:59
Also mit hat der Manowar-Gig rundum gefallen.
Als erstes war ich über den sehr guten Sound erstaunt. Zumindest da wo wir standen, kamen wirklich alle Instrumente und auch der Gesang glasklar durch. Über die Songauswahl kann man streiten, auch ich hätte mir im zweiten "Best-of-Block" statt "Sons of Odin" oder "Fight Until We Die" lieber zum Beispiel "Secret of Steel", "Gloves of Metal" oder "Battle Hymn" gewünscht. Oder wenns was Neueres sein soll auch "The Gods Made Heavy Metal". Das hätte auch etwas Abwechslung rein gebracht, die Rüdiger in diesem Teil der Show vermisst hat.
Die Merch-Preise waren mit 50€ je T-Shirt und (ich glaube) 100€ je Hoodie auch wirklich "epic".
Aber dennoch, das Positive überwiegt für mich bei weitem. Vor allem hatten die Musiker sichtlich Spaß. Eric hat sich schon bei "All Men Play On 10" den Arsch abgelacht und später haben sie sogar einen Song zweimal angefangen, weil Joey Eric so zum Lachen gebracht hat, dass der den Einstieg verpasst hat. Überhaupt hat sogar Joey immer wieder gelächelt und auch einiges an Selbstironie durchblicken lassen, die ihm Kritiker ja seit jeher absprechen.
Sie meinten, es würde nicht wieder 31 Jahre dauern, bis sie wieder in Ravensburg spielen. Wenn dieses Versprechen wahr ist, werde ich wieder dabei sein!
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von Rüdiger Stehle » Dienstag 4. März 2025, 10:06
Ich werde bei der nächsten Tour schon auch wieder dabei sein, keine Sorge. Whenever, wherever.  Mich würde auch mal sehr freuen, wenn sie zwei oder drei Songs von "The Lord Of Steel" spielen würden. Während ich tatsächlich fast alle Songs live gesehen habe, die sie je gespielt haben, fehlen mir die Songs dieser Scheibe live komplett. Habe die Tour zum Album verpasst und war von 2011-2016 nicht bei Manowar. Erst 2017 wieder. Die TLoS-Songs waren aber nur auf der Albumtour 2012/2013 im Programm und der Titelsong nochmal 2016. Das war's leider. Ich mag die Scheibe lieber als Warriors of the World und Gods of War.
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von cgrage » Freitag 14. März 2025, 18:20
Stehe gerade vor der Sporthalle in Hamburg und lausche gerade dem Soundcheck von Avantasia. Das hört sich schon alles sehr gut an.
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von kingdiamond » Freitag 14. März 2025, 18:58
cgrage hat geschrieben:Stehe gerade vor der Sporthalle in Hamburg und lausche gerade dem Soundcheck von Avantasia. Das hört sich schon alles sehr gut an.
Dann viel Spaß nachher! Kannst ja morgen mal nen Kurzfazit schreiben. 
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von cgrage » Samstag 15. März 2025, 10:57
Kurzes Fazit von gestern Abend: Geil mit leichten Abstrichen
Pünktlich um 19:30 Uhr ging es mit dem Opener "Creepshow" los. An Bord hauptsächlich die alte Crew. Beim Background Gesang ist Chiara Tricarico von Moonlight Haze und Ravenworld dabei. Adrienne Cowan *schmacht* durfte gleich im Anschluss bei "Reach out for the Light" glänzen. Als Gastsänger waren gestern Abend Tommy Karevik, Kenny Leckremo und Eric Martin dabei. Ronnie Atkins und Bob Catley sind aktuell noch verhindert gewesen und werden im Laufe der kommenden Woche das Line Up vervollständigen. Neben den bekannten Songs wurden auch einige Perlen ausgepackt, die 10-15 Jahre nicht gespielt wurden. "Devil in the Belfry" vom Scarecrow Album bekam sogar eine richtige Live-Premiere. Als Rausschmeißer gab es "Sign of the Cross / The Seven Angels" wo alle Sänger nochmal einen rausgehauen haben und mit ordentlich Konfettiregen am Ende. Und dann war es auch schon 22:20 Uhr. Hat richtig Spaß gemacht. Gerne wieder (dann vielleicht auch mit brennendem Klavier).
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von kingdiamond » Samstag 15. März 2025, 11:49
Danke. Na das liest sich doch ganz gut. Trotzdem schade, dass Atkins/Catley noch nicht dabei waren. Gerade letzteren verbinde ich irgendwie mit AVANTASIA. Gefühlt war der immer dabei und hat auf fast allen Alben seinen Part. Nun denn, so kann man trotzdem gut in ein Wochenende starten. 
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von Eike » Samstag 15. März 2025, 19:09
SIENA ROOT, gestern im Faust zu Hannover, herrlicherweise ein bestuhltes Unplugged-Konzert in behaglicher Location, klein aber fein: Die Sitzplätze waren schön gestaffelt auf einer Tribüne mit Mittelgang angeordnet, die Bühne war angenehm nah, der Sound differenziert und nicht zu laut, perfekt abgestimmt, würde ich sagen. Perfekt aufeinander abgestimmt auch die Band: Akustikgitarre, Kontrabass, ein sehr feines Drumset, die Sängerin teils noch am E-Piano, und obendrein gab es desöfteren Sitar auf die Ohren, einmal sogar Trompete. A propos Sängerin: Einzigartig gut. Gleiches galt für das filigrane Schlagzeugspiel, das in sämtlichen Stimmungslagen stets den richtigen Ton traf und die gesamte Spielzeit über alles zusammenhielt, was da an unterschiedlichen Eindrücken, knapp zur Hälfte auch innerhalb eines Stücks, uns erwartete: Von soulvollem Blues über Psychedelic, Classic Rock, Hippieskes, Treibendes, Hypnotisches, Arabeskes, von Kurzweiligem über epische Aufbauten bis hin zu rhythmisch Tranceinduzierendem war so einiges dabei. Längere Instrumentalpassagen wechselten mit lautmalerisch Veredeltem, Singer/Songwriter oder Crooning bis hin zu rockorientiertem, erhabenem Gesang. Zwischenzeitlich wurde es beinahe jazzig impressionistisch mit regenartiger Percussion und Sonnensehnsucht im Gesang. Kurzum: Von intim bis trippig wurde so einiges geboten, von Blueskaschemme über Wüstenkarawane bis Lagerfeuerromantik reichten die instrumentalen Backdrops. Visuell blieb die eigentliche Akzente setzende Bühnebestrahlung angenehm spärlich. Überwiegend hintergründig/indirekt kam die Beleuchtung zustande: Orange, Gelb, Ocker, Braun und Rot dominierte, das Meiste kam von der Leinwand im Hintergrund, welche im Wechsel das Blütenlogo der Band, kaleidoskopische Variationen davon, oder überwiegend hypnotisierende Spiralmuster in Drehung zeigte - stets in angemessenem Tempo, ohne für hektische Unruhe zu sorgen. Da die Band unglaublich gut im Flow und in der Zone war, sprang der geradezu familiäre Funke schon bald über, von andächtig bis bewegend blieb die Stimmung überwiegend feierlich, und bei den Zugaben wurde es dann noch einmal ausgelassener. Schade für die Band fand ich, dass das Konzert nicht ausverkauft war, obwohl durch die Bestuhlung die Besucherzahl ohnehin deutlich gedeckelt war. Für einen Freitagabend in einem multikulturellen Altbauviertel bei einer schwedischen Band, die seit über zwanzig Jahren im Geschäft ist und derart facettenreich aufspielt durchaus verwunderlich. Zumal sie wohl nicht zum ersten Mal in Hannover gastierte. Nun ja, SIENA ROOT ließ sich davon weder verunsichern noch überhaupt irgendwie die Stimmung trüben, aber ein ausverkauftes Haus wäre den Fünfen durchaus zu wünschen gewesen. Mit selbst an der Abendkasse nur 30 Euro war dieses besondere Akustikkonzert im wunderschönen Rahmen sein Geld auf jeden Fall wert, und auch unsere längere Anfahrt hat sich gelohnt. Um angenehme Erinnerungen, ein chices T-Shirt und die neueste CD reicher, sowie die Gewissheit, im kleinen bescheidenen Rahmen etwas Kultursponsoring betrieben zu haben, kam ich trotz anhaltender Erkältung zerschlagen aber glücklich kurz nach Mitternacht wieder zuhause an. Selbst im Gesamtpaket, Sprit, Verköstigung, Getränke, Gastronomie im Viertel, Merch und Club-Bar vor Ort blieb der Abend für alle Beteiligten deutlich unter der Hundertergrenze, und dafür packt man sich dann gerne auch mal für gute drei Stunden zu viert ins Auto. Alle Beteiligten, vom gänzlich unbeleckten Gelegenheitsausflügler bis hin zum größten Fan unserer Runde, waren begeistert, und letzterer bekannte sogar, dass von allen drei bislang besuchten SIENA ROOT-Konzerten, dieses ihm mit Abstand am besten gefallen habe. Wer sich für Roots-, Retro-, Classic und vor allem Psychedelic Rock mit toller, soulvoller Stimme begeistern kann, wurde von diesem Akustikgig nicht enttäuscht. Im Gegenteil, deutlich zauberhafter als erwartet!
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von Jens Wilkens » Samstag 15. März 2025, 19:39
Das klingt ja nach einem ganz tollen Abend. Wenn ich gewusst hätte, dass SIENA ROOT in Hannover spielt, wäre ich da auch hingegangen. Ich mag die Sängerin auch sehr gerne.
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von Eike » Samstag 15. März 2025, 20:23
Die war echt der Hammer. Zierliche Frau aber was für ein Organ. Die war auch in den rein instrumentalen Passagen voll drin in der Musik, nicht nur ein Ohren-, auch ein Augenschmaus. War überhaupt toll, den Musikern zuzuschauen. Durch die Art der Beleuchtung fiel das auch nicht schwer. Eigentlich hätte sich ein Mitschnitt für DVD oder Live-Album hier angeboten. Bin noch ziemlich verzaubert und etwas verliebt. Zudem auch gespannt aufs Album, das ja mindestens zur Hälfte deutlich elektrifizierter klingen soll.
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