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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Jesus » Samstag 1. Oktober 2011, 08:21
Als kleines Burzeltagsgeschenk gönnte ich mir gestern ein hübschiges Black-Metal-Paket mit rosa Schleifchen: Hauptact waren THE STONE aus Serbien und die posierten wieder einmal herrlich klischeehaft. Schädel von harmlosen Nagetieren am Gürtel sind grim! Umgedrehte Kruzifixe in der Hand sind voll evil, das wusste schon King Diamond! Herrlich. Im Gegensatz zu den Herren von WATAIN können sie sich zwar noch nicht für jede Show Schweineköpfe und eimerweise Blut leisten, aber ansonsten ähneln sich die Darbietungen sehr. Die haben ganz offensichtlich viel Spaß an der Sache. Insbesondere der Sänger musste sich bei den grimmigsten Posen und Grimassen ganz offensichtlich das Lachen verkneifen. Hach, Black Metal kann so herzerwärmend schön sein. Nur ein kleiner Rat, Jungs, denn das fiel mir schon bei der letzten Tour negativ auf: Zieht doch bitte eure Shirts wieder an. Echt jetzt. Ich muss auf der Bühne keine Bierbäuche und Männertitten sehen, da vergeht einem der Appetit aufs Bier. Co-Headliner INQUISITION sind die kolumbianische Antwort auf IMMORTAl. Mit etwas mehr Thrash Metal im Sound. Sehr energetisches Völkchen, diese Kolumbianer, rannten doch die Bandmitglieder auf der kleinen Bühne während der ganzen Spielzeit hin und her als hätten sie Hummeln im Hintern. Das Froschgequäke am Mikro war allerdings etwas gewöhnungsbedürftig, es klingt nämlich wie 'ne Kreuzung aus IMMORTAL, DEMILICH und dem Intro von MORBID ANGELS "Gateways to Annihilation". Bin mir nicht sicher, ob Frösche grimmig sind, da müsste ich wohl mal unsere hauseigene Amphibie fragen. REVENGE haben einen dermaßen generischen Namen, dass ich heute noch einmal nachprüfen musste, wen genau ich da eigentlich gesehen hatte. Angesichts des Sounds, der dem Bestial War Black Metal (hoho, long genre description is long) von BLASPHEMY sehr nahe stand, müssten das die Kanadier gewesen sein. Ordentliche primitive Rumpelkost. CORPUS CHRISTII waren die Underdogs des Abends. Wer hat schon von Black Metal aus Portugal gehört?  Tatsächlich klangen die nicht sonderlich lusitanisch (wie auch immer das klingen könnte...), sondern mehr französisch; irgendwo zwischen ANTAEUS und AOSOTH und somit ziemlich genau auf meiner Wellenlänge. An der steifen Bühnenshow müssten die Jungens noch arbeiten, aber musikalisch hatte das durchaus was für sich. Fehlte bloß noch eine asiatische Band. Dann sähe der Abend ungefähr so aus: http://i236.photobucket.com/albums/ff18 ... etalth.jpg  Alles in allem gibt's für das Konzert 4 Pandas und einen Waldschrat: 
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von Rüdiger Stehle » Samstag 1. Oktober 2011, 13:55
Jesus hat geschrieben:Zieht doch bitte eure Shirts wieder an. Echt jetzt. Ich muss auf der Bühne keine Bierbäuche und Männertitten sehen, da vergeht einem der Appetit aufs Bier.
Sei froh, dass Vrangsinn nicht am Start war... REVENGE haben einen dermaßen generischen Namen, dass ich heute noch einmal nachprüfen musste, wen genau ich da eigentlich gesehen hatte. Angesichts des Sounds, der dem Bestial War Black Metal (hoho, long genre description is long) von BLASPHEMY sehr nahe stand, müssten das die Kanadier gewesen sein. Ordentliche primitive Rumpelkost.
Haha... die hab ich mal interviewt. Eines der bizarrsten Intis, die ich je gemacht habe: http://powermetal.de/content/artikel/sh ... ,5237.htmlMir gefällt die Liebe zum Detail bei der Shirtwahl. Vor allem das POISON-Shirt ist natürlich Kult! In ihrer Heimatstadt Ulm kennt die Jungs längst keiner mehr, in Südamerika schon.
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von Jesus » Samstag 1. Oktober 2011, 21:14
Geil. Das ist Black Metal 
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von drifter » Sonntag 2. Oktober 2011, 01:14
Gestern ist die größste Rockparty des Jahres im alten Schlachthof/Aachen gestiegen. War auch die erste Veranstaltung in dem alten Schlachthof. Harte Mucke passt da aber gut rein, ich hoffe die lassen da noch öfters mal was ablaufen. Eröffnet wurde durch Harper, ich fand sie um aufwärmen gut, keine Ahnung was für eine Art Rockmusik die machen. Dann folgte Artig, Deutsch-Rock, na ja, wem es gefällt. Da die meisten auf die härtere Musik vom Headliner und Lokalmatadoren Krypteria wartete, hat Artig viele eher etwas gelangweilt. Die Show von Krypteria ist vom ersten Song an total abgefeiert worden. Die Veranstaltung war auch gut besucht, keine Ahnung wie viel diese Örtlichkeit reinpassen, aber es gab kaum eine Lücken. Die Krypteria Show wurde professionell gefilmt, es soll eine DVD von dem Gig rauskommen. Das lustige war, gleich beim ersten Song gab es technische Probleme, Franks Bass musste getauscht werden und bei Ji-In war der In-Ear-Monitor ausgefallen. Da sie Bude am kochen war und man die Band nicht von der Bühne lassen wollte, hat man den Anfang mit dem Song "My Fatal Kiss" in den Zugabenblock eingeschoben und ihn nochmal gefilmt. Und ist super gelungen, da das ganze Publikum voll mitgespielt hat.
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von Drumtier » Sonntag 2. Oktober 2011, 22:55
Jesus hat geschrieben:Geil. Das ist Black Metal 
Ja. Sehr geil. Muss aber schwierig sein als Journalist 
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von Frozen » Dienstag 4. Oktober 2011, 20:06
APPEARANCE OF NOTHING + FELONY, 01.10. im Estri.ch Oder: Mein Plädoyer zum regelmässigen Besuch von Untergrundbands
Es war Samstag Mittag, nach gelungenem Wocheneinkauf und vieler neuer CDs muss mal wieder geschaut werden, welche neuen Konzerte denn laufen. Kalender hervorgekramt... Hm, Shakra spielt in Winistorf? Da gibts ein Lokal? Das ist direkt um die Ecke, wieso hab ich davon nie gehört? Website aufgerufen, Konzertankündigung für den Abend: "Melodic Metal Night" mit APPEARANCE OF NOTHING und FELONY. 15 Franken Eintritt? Kaum Anfahrtsweg? Wieso nicht. APPEARANCE kenne ich wenigstens vom Namen her. Also auf zum spontanen Besuch eines Untergrundkonzertes in einem Klub den ich bis vor wenigen Stunden nicht kannte.
Erst die Überraschung: "Estrich" trifft es wirklich. Das ist der Dachboden, zur Bar und Bühne mit vielen gemütlichen Sitzgelegenheiten auch abseits des Geschehens. Klein, aber mit toller Atmosphäre, hier eine Ausstellung von ca. 1000 jährigen Verstärkern, dort ein von der Decke hängender Wagen, hier zwei grosse Kronleuchter, exzentrisch und ländlich eingerichtet, aber gemütlich. Wie man Shakra hier unterbringen will ist mir zwar ein Rätsel, der Raum fasst vielleicht 200 Leute, die Bühne ist vielleicht 6 Quadratmeter gross, Bewegungsspielraum sieht anders aus.
Gute Unterhaltung mit anderen Besuchern (ca. zwei Dutzend anwesende - die Hälfte davon Roadies der beiden Bands, der Straff mehrheitlich hinter der Bar oder in der hauseigenen Küche), die anscheinend den "opener" schon kennen, der mir lediglich als "Schweizer Prog Metal" abgekündigt wird. Etwas später als geplant verdunkelt sich der Raum - beeindruckende Beleuchtung für so ein kleines Lokal. Pat (Git/Voc) begrüsst uns nüchtern, stellt die Band vor und beginnt sofort mit dem Spielen. Dem Anfänger sind die Songs natürlich anfangs fremd. Umso stärker ist es zu gewichten, dass ich durchaus beeindruckt bin, von den stark komponierten Songs und den Fähigkeiten der Jungs. Pat's tiefe, teils gar gegrowlte Vocals wechseln sich ständig ab mit den helleren, höheren Lagen von Omar, die immer wieder auftretenden Gitarrenharmonien sind für die Melodie zuständig, die Keyboards sind eine sanfte Unterlage und bereiten immer wieder Stimmungsvolle Intros und Übergänge. Deutlich härter als ich es erwartete geht es zur Sache, was Songs wie "I Said Silence" und "Wasted Times" perfekt zeigen, während "Man in the Mirror" und "Sweet Enemy" eine emotionale tiefe an den Tag bringen, die überzeugt. Das Instrumental "The Rise And Fall Of Nothing" sprüht nur so von Energie und Spielwitz und lässt die individuellen Fähigkeiten der Band herausscheinen. Einen Achtsaiter mit dieser Klasse zu bedienen, respekt. Erneut frage ich mich ob der Location: Warum spielen die hier? Und warum als Opener? Das ist grosses Kino, das die Balance zwischen Härte, Emotionaler Tiefe und Songwriterischer Komplexität hervorragend macht. Ab und an glimpsen Einflüsse von DREAM THEATER, QUEENSRYCHE oder SYMPHONY X auf. Der Auftritt wird auch vom restlichen Publikum sehr gut aufgenommen, dem Wunsch nach einer Zugabe kommen die Jungs gerne nach. Die intimen Rahmenbedingungen eines solchen Konzerts führen auch automatisch zu Gesprächen mit der Band. Insbesondere mit Pat und Omar haben wir uns noch lange unterhalten und verpassten sogar den Anfang von FELONY. Der Bassist verspräch einigen von uns anschliessend sogar noch einige exklusive Bandshirts, die eigentlich nur die Band selbst trägt. Tolle Geste - dafür habe ich ihm versprochen, ihre Alben zu kaufen. Das Bier war relativ günstig, ich hatte also etwas übriges Geld für die beiden Alben und die Demo ^^
FELONY konnten die hohe Messlatte leider nicht ganz erreichen. Erneut doppel-Vocals, inklusive einer Frontfrau, extrem melodisch und im Vergleich zu APPEARANCE OF NOTHING leider etwas gar weich. Dem half auch mein drittes und letztes Bier nicht weiter - obwohl mir da jemand was reingeschüttet hat (Frag mich nicht was, kenn mich mit Schnäpsen nicht aus, schmeckte aber nach reinem Alkohol xD), denn eine halbe Stunde später sah ich plötzlich doppelt. Das war übrigens mein erster richtiger Alkoholrausch - ich verstehe nicht was Leute daran finden. Ich halte mich in Zukunft an reines Bier, das ich mir auch nicht mehr von verrückten Suffköppen bringen lasse ^^ Naja, passiert ist ja nix. Den Rest des Konzertes konnte aber auch das nicht verbessern, dazu fehlte FELONY schlicht die Bühnenerfahrung und das Songmaterial.
Fazit: Spontan dazu entschieden ein Underground-Konzert zu besuchen von zwei Bands die ich nicht kannte. Sicher, eine davon werde ich höchstwahrscheinlich nie mehr anschauen, die andere aber war ein absoluter Volltreffer. Ich habe APPEARANCE OF NOTHING vorher lediglich vom lesen des Namens ab und an gekannt, das hat sich geändert, ich höre seit Samstag die drei Alben durch und bin (trotz der fehlenden Bühnenhärte) beeindruckt. DIE Band tue ich mir noch öfter an, da nehm ich sogar freiwillig noch ein gespiktes Bier ^^
Top 5 Jahr 20151. ENFORCER - From Beyond 2. VISIGOTH - The Revenant King 3. ARMORED SAINT - Win Hands Down 4. SATAN - Atom by Atom 5. HORACLE - Dead Eyes Revelations MEINE SAMMLUNGCurrent Taste: Traditional Heavy Metal
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von salisbury » Sonntag 23. Oktober 2011, 23:28
Ich war eben bei STEVEN WILSON. War absolut phänomenal! Die Umsetzung des neuen Albums ist sehr düster, fast apokalytisch anmutend, und man muß erstmal tief durchschnaufen, wenn das Konzert vorbei ist. Alles ist fein unterlegt durch eine teils sehr verstörende Diashow/Filmsequenzen. Am Anfang wurden Schatten auf einen halbdurchsichtigen Vorhang projiziert, sah abgefahren aus.
Die Band ist Champions League. Ich kopier das mal von woanders raus:
Marco Minnemann (drms; u.a. The Aristocrats, Mike Keneally, Paul Gilbert, Wolfgang Schmid, Nena, Necrophagist u.v.a.), Nick Beggs (bss, stick; u.a. Steve Hackett, Iona, Kajagoogoo), Aziz Ibrahim (guit; u.a. Simply Red, The Stone Roses, Asia), Gary Husband (key; u.a. Jack Bruce, Billy Cobham, Gary Moore, Mo Foster, John McLaughlin) und Theo Travis (flt, sax, clar; u.a. Gong, The Tangent, Soft Machine, Legacy).
Der Basser ist mit seiner Sonnenbrille und seinen blonden Zöpfen eine ziemlich abgefahrene Type, aber vor allem Minnemann und Travis haben es mir angetan, die beiden sind Genius! Also: Für Leute, denen Porcupine Tree live etwas zu routiniert geworden sind: Diese Band spielt und klingt GANZ (!!!) anders.
Ich kann nur sagen, wer die Möglichkeit hat: HIN!
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von Loenz » Montag 24. Oktober 2011, 11:15
Minnemann ist ein Monster an den Drums. Ich hab den ja Live bei Adrian Belew in Münster in so einen winzigen Jazz Schuppen gesehen. Absolut grossartige Performance, das einzige was man ihn ankreiden konnte, das er zu laut war, für die Größe des Schuppens. Aber ich glaube so richtig zurücknehmen kann der Kerl sich gar nicht.
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von salisbury » Montag 24. Oktober 2011, 17:57
Loenz hat geschrieben:Minnemann ist ein Monster an den Drums. Ich hab den ja Live bei Adrian Belew in Münster in so einen winzigen Jazz Schuppen gesehen. Absolut grossartige Performance, das einzige was man ihn ankreiden konnte, das er zu laut war, für die Größe des Schuppens. Aber ich glaube so richtig zurücknehmen kann der Kerl sich gar nicht.
Tja, wenn ein Drummer reinhaut... Hier war es absolut kein Problem und Minnemann hat sich auch bei den minimalistischen Passage zurückgehalten. Yoah, auch einen Tag danach wirkt das Konzi noch nach ...
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von Feamorn » Donnerstag 27. Oktober 2011, 23:44
"An Evening with Steven Wilson" WAHNSINN!!! 
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