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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Siebi » Mittwoch 10. Juni 2015, 10:15
Nach dem bronzebedachten Space Ace aus New York geht es für Silber mit unserer Raumfähre zurück ins gute alte Europa. In Schweden machen wir Station, landen hart und fest wie Kruppstahl auf dem Boden Mjölbys. Vorhang auf für… 02. Vanhelgd - Relics Of Sulphur Salvation (20 Buck Spin)  Hier ist sie! Meine Death Metal-Platte des Jahres 2014. Gleich mit den ersten wuchtigen und ach so vertrauten Gitarrentönen hatten sie mich am Schlafittchen. Diese vier Schweden aus Mjölby vereinen auf ihrem dritten vollen Werk alle Trademarks, die den Death Metal der Dismembers, Entombeds, Nihilists, Evocations Ende der 80er/Anfang der 90er in die metallische Weltöffentlichkeit beförderten. Dazu untermauern Vanhelgd ihre Songs mit einer wuchtigen Produktion, haben den nötigen Dreck unter den Saiten und Fellen. Stampfend wuchtig wie ein Panzer ebnen sich die Lieder ihren unaufhaltsamen Weg durch die verrotteten Landschaften. Dazu bestreichen die Schweden ihre Kompositionen stets mit einem latenten schwarzmetallischen Anstrich, der in bester Necrophobic-Tradition steht. So klingt die vertonte Apokalypse. Im Gegensatz zu hip-hoppiger Kirmesmusik der Marke Unleashed oder Amon Amarth, über die selbst das wohl behütete Rotkäppchen mit dem bösen Wolf eng umschlungen einem schallenden Lachkrampf erliegt, sind hier die Grundzutaten der Ursuppe des Genres am Start. Die acht furiosen Songfeuerwerkskörper zünden fies, böse, dreckig, gewaltig, hinterlistig. Sie hauen dir mächtig mitten in die Fresse rein, treten nach Dir am Boden liegend, fressen Dich auf und spucken Dich schlonzend wieder gen Boden aus. Mahlzeit! Ein gigantisches Werk, dass Vanhelgd aus dem tiefen Sumpf des Undergrounds nach oben in das Bewusstsein der Metalheads spült. Kommet und huldiget dem Death Metal der Neuzeit! The Salt In My HandsEtt Liv I TräldomRelics Of Sulphur Salvation
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Siebi
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von Schaf » Mittwoch 10. Juni 2015, 11:14
Siebi hat geschrieben:Im Gegensatz zu hip-hoppiger Kirmesmusik der Marke Unleashed oder Amon Amarth, über die selbst das wohl behütete Rotkäppchen mit dem bösen Wolf eng umschlungen einem schallenden Lachkrampf erliegt  Bei dem wunderschönen Satz mag man dem Siebi fast schon wieder die Platzierung der Alte-Säcke-Möchtegern-Rock-Platte von Mr. Frehley verzeihen.
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Schaf
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von Siebi » Mittwoch 10. Juni 2015, 15:16
Jahahahaha, das arme lillte red riding hoodie. Weiter geht's ohne großen Stopp. Tusch, Fanfare, Applaus! Hier ist er, der Sieger in des Scheuklappenträgers Ohren! Jubelt zahlreich mit! Von Schweden aus wandern wir mit rockigem Rucksack in Schlaghose und modernen Chucks ins westliche Nachbarland und besuchen Audrey und sein oder ihr Horn. Die Band namens Audrey Horne hat mit ihrem neuen Album pur und heavy meinen Platz eins im Ranking der Lieblingsrundlinge rasch gesichert. Audrey Horne - Pure Heavy (Napalm)  Kennt ihr das? Eine neue Platte läuft zum ersten Mal und es umgibt einen das ein oder andere Déjà-vu. Den Vorgänger findet man stark, den Backkatalog meist gut und freut sich ob neuer Tonkunst der so geliebten Band. Kennt ihr, richtig? Dann fühlt euch bestätigt, denn was die Norweger auf ihrer fünften Scheibe in die Hörmuscheln spülen, das hat zwei wahrhafte Worte verdient. Alles überragend, nochmal: A_L_L_E_S__Ü_B_E_R_R_A_G_E_N_D! Das sind die beiden Worte, die für diese Platte in dieser Reihenfolge gelten. Exakt so und nicht anders! Seit dem Vorgänger „Youngblood“ und dessen Überhit „The Open Sea“ haben mich die Norweger so richtig fett am Haken. Da sitzt jede Melodie, jedes Gitarrenlick, jeder Trommelschlag, jeder Basszupfer an der richtigen Stelle. Dazu fesseln die vokalischen Gänsehautmelodien jedes Songs. Wie Toschi klingt kein Zweiter. Auf „Pure Heavy“ gibt es keinen Ausfall. Feinster Twin Guitar-Hard Rock, der Lizzies, Blackfoot und andere Größen zitiert, aber doch so eigen audiohörnt. Alle Stücke, auch die beiden Bonüsse, knacken spritzig resch im Gebälk, sind einfach nur mitreißend mächtig, hinreißend anmutig, mal melancholisch, mal spritzig zündend und immer währt dieser unaufgeregte Pop-Appeal durch die Melodiefolgen. Brillanteres Songwriting, das so kompakt und schlüssig einfährt, hat es für mich 2014 nicht gegeben. Anspieltipps? Ok, nehmt das, nämlich die verdammte ganze scheißgeile Superplatte, alle 13 Granaten entzünden die Ohren pur und heavy! Holy RollerVolcano GirlLet LiveOut In The City
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von Peter Kubaschk » Mittwoch 10. Juni 2015, 15:43
Gute Wahl, auch wenn ich alle Vorgänger NOCH besser finde. Aber spätestens, wenn man die Jungs live gesehen hat, MUSS man eigentlich Fan sein.
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von Siebi » Mittwoch 10. Juni 2015, 17:47
Damit bin ich offiziell durch mit meinen Top 25. War mir ein spaßiges Vergnügen, mit euch meine musikalischen Lieblinge zu teilen. Es wird aber, wie angedroht, mit Scheiben aus 2014 weitergehen, denn es gab und gibt weitere Ohrenschmausträger, mit denen die Anlage oft gefüttert wird.
Hier kurz und knackig mein Ranking. 01. Audrey Horne - Pure Heavy 02. Vanhelgd - Relics Of Sulphur Salvation 03. Ace Frehley - Space Invader
04. Sanctuary - The Year The Sun Died 05. Exodia - Hellbringer 06. Albert Bell's Sacro Sanctus - Deus Volt 07. Cannibal Corpse - A Skeletal Domain 08. Space Chaser - Watch The Skies! 09. The Order Of Israfel - Wisdom 10. Born Of Fire - Dead Winter Sun
11. Leviathan - Beholden To Nothing, Braver Since Then 12. Unisonic - Light Of Dawn 13. Sparta - Welcome To Hell 14. Drowned - Idola Specus 15. Philm - Fire From The Evening Sun 16. Thanatos - Global Purification 17. Miasmal - Cursed Redeemer 18. Alitor - Eternal Depression 19. Battery - Armed With Rage 20. Wolf - Devil Seed 21. Unsilence - A Fire On The Sea 22. Freedom Call - Beyond 23. Lay Down Rotten - Deathspell Catharsis - Mors Semper Maior Est 24. Kuolemanlaakso - Tulijoutsen 25. Anubis Gate - Horizons
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von frankjaeger » Mittwoch 10. Juni 2015, 21:09
Mit dem Sieger hats du all das zwischenzeitliche Geballer, das nicht so meins war, wieder relativiert - gut gemacht 
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von Schaf » Mittwoch 10. Juni 2015, 21:30
Ace Frehley, Unisonic, Sanctuary, Freedom Call, Wolf, Philm, Anubis Gate und Unsilence sind "Geballer"?
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von frankjaeger » Mittwoch 10. Juni 2015, 21:46
Das Schaf übt Slapstick! 
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von Permafrost » Mittwoch 10. Juni 2015, 22:08
Hab auch wiedermal hier reingeschaut und wurde auch fündig mit einigen coolen Scheiben, die ich nicht kannte.  ¨ 24. Kuolemanlaakso - Tulijoutsen Der Opener gefällt mir halt einfach super gut. Der Rest dann eher weniger, keine Ahnung warum mir Aarnivalkea so richtig einfährt... Super Atmosphäre, schwer und böse. Ich bin kein Doomer aber das Lied kann enorm viel. 21. Unsilence - A Fire On The Sea Die Unsilence habe ich ja schon mal gelobt am Anfang, die gefällt mir immernoch recht gut - höre ab und zu auf bandcamp rein. Aber zu einem Kauf wird sich das denke nicht entwickeln. Das ist zu weit weg von meinem Beuteschema. 05. Exodia - Hellbringer Shout The Nations hats hier getan. Der Track begeistert mich, straight in-the-face Thrash ohne Schniedliges Dingsbums und Möchtegern Spezialsachen. Erinnert mich an Shrapnel. Gute Scheibe, schreib ich mal auf. 02. Vanhelgd - Relics Of Sulphur Salvation Hört sich auf den ersten Hör recht beachtlich an, aber obs mir dann auch wirklich zusagt, wird sich dann mit mehreren Replays auf youtube herausstellen. DM mit dieser Prise Melodie ist eigentlich genau das, was mir an DM wirklich gefällt. Vanhelgd scheint das zu bieten. Mal gespannt was du sonst noch bringst, was ich im Jahre 2014 nicht mitbekommen habe. Auch wenn sich nur 1-2 Songs auf einer Scheibe als brilliant herausstellen, lohnt sich das schon. 
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Permafrost
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von Siebi » Mittwoch 10. Juni 2015, 22:10
Mit was der Frank sich alles zuballert? Ts ts ts... A bisserl portugiesisches Gepolter für Fränkie. 2014 das Jahr, eh klar, bitte ---> hier <--- klicken! Viel Spaß! P.S: Der Permafrost ist da, wunderbar. Toll, dass Du einige Sachen für Dich finden konntest. Berichte mal, wenn eingehender gehört wurde.
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