33 heiße 16er Eisen aus der Scheuklapperdiklapsmühle

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: 33 heiße 16er Eisen aus der Scheuklapperdiklapsmühle

Beitragvon Siebi » Mittwoch 2. Januar 2019, 12:24

Jhonny, sehr gut, diese After All hier lohnt sich. Derweil wandern wir zur fünf nach Toronto im Staate Ontario ins Land des Ahornsirups und der begnadeten puckjagenden Kufenflitzer. Maple Leafs all the way!

05. Anvil - "Anvil Is Anvil" (Steamhammer/SPV)

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Canadas finest im wahren Metalsektor ist im klassischen 2-3-Jahres-Rhythmus rillentechnisch zurück. Als jubelnder Anvilist der ersten bzw. zweiten Stunde sind hier, wie bei den geschminkten Maskenmännern aus New York, musikalische Lieblinge des Lebens am Werk. Sie enttäusch(t)en nie, sie begeistern nach wie vor. Robb Reiners kraftvolles Getrommel, Lips' sägende Riffs und seine schnoddrige Stimme, die zwar nicht wirklich Gesang liefert, aber eben unverkennbar Anvil ist. Um das geht's hier. Anvil ist Anvil, und wie! Nachzuhören in ambossenden classic style-Perlen wie der Piratenhommage "Daggers And Rum" oder dem schweren "Gun Control".

Klar ist aber auch. Wer Anvil noch nie mochte oder etwas abgewinnen konnte, wird sie auch jetzt nicht mögen wollen. Der Sound verschiebt sich seit dem '82er Klassiker "Metal On Metal" nicht um ein Jota nach links oder rechts. Es gibt langsame schwere Stücke, es gibt die schnellen, es gibt die Rocker, es gibt das klassische Midtempo und wie immer gilt: no f**ing Ballads!

Alle neutralen Metalöhrchen sollten selbiges im Paar riskieren. Hier regiert Metal to the bone, unverfälscht, geradeaus, schnörkellos, kanadisch holzfällerigfallera. The Anvil strikes back! (M)Eine Konstante auf dem drehenden Plattenteller im Casa del Siebi.

Daggers And Rum
Run Like Hell
Zombie Apocalypse
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Re: 33 heiße 16er Eisen aus der Scheuklapperdiklapsmühle

Beitragvon Siebi » Mittwoch 2. Januar 2019, 12:51

Vom kanadisch und doch so britisch-krönerlich geprägten Norden Amerikas setzen wir auf die Insel der Brexitaner über und freuen uns an Tönen einer Band, die ich im ewigen Metalarchiv als DEN 'tallica-Einfluss wähnte. Doch, falsch gedacht, hier kommt frisch fromm fröhlich frei...

04. Diamond Head - "Diamond Head" (Eigenproduktion/Dissonance)

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40 Jahre Diamond Head! Wie könnte man das feierlich begehen? Wie? Genau! Mit einem neuen Album, dass sich die Ohren der Hörer andächtig anlegen, die Musikwelt aus den Angeln gehoben wird. Naja, so ungefähr, man verzeihe diesen überdrehten Promobeipackzettel-Jargon. *hüstel*

Diese Scheibe glänzt mit einem satten erdigen Sound, mit obergierigen Songs und vor allem einem Sänger, der den Stücken das gewisse Etwas als Kirsche auf das sahnige Tontörtchen zu setzen vermag. Sein Name: Rasmus Bom Andersen. Was für ein Sangesjuwel dieser 1984 geborene Däne doch ist? Warum kennt man den nicht? Wo und wie haben sie den ausgegraben? Hatte ein gewisser Lars U. vermittelt?

Man weiß es nicht. Einzig was zählt ist das auf Konserve gereichte Ergebnis. Ein saugeiles Heavy Rock-Album, das eure Ohren versüßt ohne mit Kariesbomben um sich zu werfen. Hier bombt es roh, erdig, rau, kräftig gewürzt ins Trommelfell. Dazu haut Brian Tatler seine besten Riffs und Soli der Neuzeit raus und lässt jeden Ton bis "Borrowed Time" (1982!!!) nahezu vergessen. Hört einfach mal in "All The Reason You Live" oder "Set My Soul On Fire" rein und dreht durch oder so.

Das komplette Album, die Tracks sind einzeln wählbar. Enjoy this Diamond with Head, 'cause diamonds are a girl's best friend! :)
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Re: 33 heiße 16er Eisen aus der Scheuklapperdiklapsmühle

Beitragvon frankjaeger » Mittwoch 2. Januar 2019, 12:56

Bei diesem Album stimme ich dir absolut zu!
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Re: 33 heiße 16er Eisen aus der Scheuklapperdiklapsmühle

Beitragvon Raphael Paebst » Mittwoch 2. Januar 2019, 18:35

Ja, die Diamond Head ist cool, klingt so angenehm locker und unbeschwert und der Gesang ist wirklich toll. Das war auch live beim Rock Hard Festival ne echt tolle Sache.
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Re: 33 heiße 16er Eisen aus der Scheuklapperdiklapsmühle

Beitragvon Siebi » Mittwoch 2. Januar 2019, 18:56

Das Podest ruft! Die Bronzemedaille meiner 2016er Langdreher geht nach Britannia zu einer Band, über die man keine großen Worte verlieren muss.

03. Magnum - "Sacred Blood "Divine" Lies" (Steamhammer/SPV)

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Eine altgediente Band spielt zum Tanz auf. Irgendwie weist meine Sammlung bei diesem britischen Magnum immer wieder Lücken auf. Sei es bei den Spät70er-/Früh80er-Werken als auch bei denen ab dem Comeback im neuen Jahrtausend, irgendein Album fehlt. Woran das liegt? Hm, zu Bombast muss ich in der Stimmung sein, erdiger Hardrock geht nahezu immer. Komische Ohren, die Experten erinnern sich.

Zum Album zurück. Was für ein Coverbild!!! Rodney Matthews hat sich wieder einmal selbst übertroffen. Wegen ihm, so wird berichtet, wurde das Divine vor den Lies in Anführungszeichen gesetzt, da der streng religiöse Mann nie von einer göttlichen Lüge ausgeht. Ansonsten hätte er nicht gezeichnet. Nun gut, Infos, die die Welt nicht braucht, die 327. :)

Als Doppelvinyl inkl. CD zum VÖ-Tag gekauft, weiß die Band gleich mit dem titelgebenden Einstieg zu überzeugen. Es ist alles da, was mein Herz begehrt. Satte warme Produktion, Bob Catley in Hochform und Clarkinsche Zaubermelodien alldieweil. Ob verrückte alte Mütter oder zwölf weise Männer besungen werden. Es groovt und rockt zu jeder Sekunde. Auch die leisen Töne, wie im Abschluss in "Don't Cry Baby", können meiner Begeisterung locker Stand halten. Auf "SBDL" wird der Hardrock aufs Wesentliche reduziert. Magnumatisch lecker!

Passende Instrumentierung, feine Hooks, tolle Soli, der Bass, jahaaa, der Bass und vor allem kein verschnörkelt-pompöser Bombast, der auf einigen Alben mitunter etwas zu klebrig kommt, sind hier das Gebot. Ein geiles hardrockendes Album, das uns das Trio Clarkin, Stanway und Catley mit der "jungen" Rhythmussektion in die Lauschmuscheln präsentiert. Sauber, sog i! Und gleich eine neue Runde gedreht...

Sacred Blood Divine Lies
Crazy Old Mothers
Twelve Men Wise And Just
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Re: 33 heiße 16er Eisen aus der Scheuklapperdiklapsmühle

Beitragvon frankjaeger » Mittwoch 2. Januar 2019, 19:00

Ja, sehr stark.
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Re: 33 heiße 16er Eisen aus der Scheuklapperdiklapsmühle

Beitragvon Jhonny » Mittwoch 2. Januar 2019, 20:56

Die MAGNUM war damals auch in meiner Top 10, und die ANVIL ist für mich eine der besten Scheiben der Band (habe aber auch noch ein paar Lücken).
Die DIAMOND HEAD dagegen fehlt mir noch.
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