05. Anvil - "Anvil Is Anvil" (Steamhammer/SPV)

Canadas finest im wahren Metalsektor ist im klassischen 2-3-Jahres-Rhythmus rillentechnisch zurück. Als jubelnder Anvilist der ersten bzw. zweiten Stunde sind hier, wie bei den geschminkten Maskenmännern aus New York, musikalische Lieblinge des Lebens am Werk. Sie enttäusch(t)en nie, sie begeistern nach wie vor. Robb Reiners kraftvolles Getrommel, Lips' sägende Riffs und seine schnoddrige Stimme, die zwar nicht wirklich Gesang liefert, aber eben unverkennbar Anvil ist. Um das geht's hier. Anvil ist Anvil, und wie! Nachzuhören in ambossenden classic style-Perlen wie der Piratenhommage "Daggers And Rum" oder dem schweren "Gun Control".
Klar ist aber auch. Wer Anvil noch nie mochte oder etwas abgewinnen konnte, wird sie auch jetzt nicht mögen wollen. Der Sound verschiebt sich seit dem '82er Klassiker "Metal On Metal" nicht um ein Jota nach links oder rechts. Es gibt langsame schwere Stücke, es gibt die schnellen, es gibt die Rocker, es gibt das klassische Midtempo und wie immer gilt: no f**ing Ballads!
Alle neutralen Metalöhrchen sollten selbiges im Paar riskieren. Hier regiert Metal to the bone, unverfälscht, geradeaus, schnörkellos, kanadisch holzfällerigfallera. The Anvil strikes back! (M)Eine Konstante auf dem drehenden Plattenteller im Casa del Siebi.
Daggers And Rum
Run Like Hell
Zombie Apocalypse



