Pillamyd's 20 Pillen!

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Re: Pillamyd's 20 Pillen!

Beitragvon Oliver Passgang » Montag 15. Dezember 2014, 19:56

Du meinst keines, dass sich von den anderen abhebt? Dann passt's. So kleine Überflieger sind nämlich alle viere. ;-)
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Re: Pillamyd's 20 Pillen!

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 16. Dezember 2014, 23:10

Platz 1
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Dream Theater - Dream Theater
Genre: Progressive Metal
VÖ: 20. September 2013

Ich als Fan-Boy schreibe zu dieser Band wahrscheinlich nichts großartig Spannendes. Aber ich habe auf dieses Album gewartet und hin gefiebert ohne Ende. Ich war so gespannt auf das Ergebnis. Schließlich hat mir das vorherige Album so gut gefallen, dass ich es 1 Jahr lang wirklich jeden Tag mindestens einmal gehört habe.

Was hier abgeliefert wird ist schon der schiere Wahnsinn. Das Album ist zwar viel kompakter und kurzweiliger. Obwohl wieder ein mächtiger Batzen von 20 min. enthalten ist.
Was das Album auszeichnet ist der sehr cineastische Sound der in der "Suite" perfekt eingeläutet wird. Wenn man ein bisschen reininterpretiert, kann das dann der rote Faden dieses Albums sein. Für mich wirkt das Album wie der Soundtrack zu dieser Band. Eine spannende Atmosphäre die sich im Sound wiederspiegelt.

Petrucci schüttelt wieder Riffs aus den Ärmeln als gäbe es kein morgen. Jordan Rudess weiß sich gut in Szene zu setzen. James LaBrie gibt hier einer seiner besten Leistungen überhaupt ab. Unglaublich was er vom Latz zieht (vor allem in „Illumination Theory“). Und der Bass von Herrn Myung ist deutlich zu hören und brummt ordentlich vor sich hin. Schön übrigens, dass er wieder schreiben darf. „Surrender To Reason“ ist ein großer Favorit von mir. Nur schade, dass sie den nicht auf der Tour gespielt haben.

Ich hatte im Dream Theater Beitrag, hier im Forum, als das Album erschienen ist sehr dem Review von Nils beigepflichtet. Besser kann man diese Platte nicht reviewen. Ich kriege das nicht so hin. Das ist einfach perfekt und ich stimme da immer noch in sehr vielen Punkten zu.

Wie dem auch sei. Das Album ist bockstark und hat einige Gänsehautmomente zu bieten. Vor allem live, war das wieder unglaublich schön.
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Re: Pillamyd's 20 Pillen!

Beitragvon salisbury » Dienstag 16. Dezember 2014, 23:17

Ah, das war vorhersehbar, das Traumtheater auf Eins.

Ich habe gerade ein nie dagewesenes Prog-Metal-Loch, deshalb fand ich das Album zwar musikalisch sehr gut aber weitestgehend reizlos. Was nicht heisst, dass es nicht irgendwann mal voll reinknulzen kann. Momentan sammelst aber eher mit ALTER BRIDGE Punkte bei mir ;-) .
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Re: Pillamyd's 20 Pillen!

Beitragvon salisbury » Dienstag 16. Dezember 2014, 23:19

Ha, das erinnert mich an diesem Hirbel von den Musiker-Reviews, der bei der neuen DT "ZDF-Hitparade" gehört hat, hihi. Hach ja, das war n guter Lacher! :grins:
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Re: Pillamyd's 20 Pillen!

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 23. Dezember 2014, 13:29

Eike hat geschrieben:
Pillamyd hat geschrieben: Obwohl hier schon wirklich jede Note sitzt und man die Songs durchkomponiert hat, wirkt es trotzdem sehr locker aus der Hüfte geschossen.
Ja, das stimmt wohl. Ist es gerade das, was diesen besonderen Reiz ausmacht für Dich?


Ja. Das trifft es gut.
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Re: Pillamyd's 20 Pillen!

Beitragvon Nils Macher » Dienstag 23. Dezember 2014, 13:43

Freut mich natürlich, wenn Fans der Band meinen Reviews zustimmen. Ich höre das Album auch sehr regelmäßig, bei DREAM THEATER fühle ich mich unabhängig sonstiger Schwankungen im Musikgeschmack immer zu Hause.

Dass die Band die Trennung von Portnoy so dermaßen gut verarbeitet hat, ist für mich als Fan immer noch das größte Geschenk. Damals hatte ich wirklich Sorgen, das würde der Truppe irgendwie den Garaus machen. Denn bei aller Professionalität und einer Band als Geld erwirtschaftende Firma spürt man in persönlichen Gesprächen mit den Musikern die Leidenschaft, auch nach 30 Jahren immer noch jedes Mal aufs Neue das beste Album aufzunehmen, das man kann.
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Re: Pillamyd's 20 Pillen!

Beitragvon salisbury » Dienstag 23. Dezember 2014, 14:08

Nils Macher hat geschrieben: Denn bei aller Professionalität und einer Band als Geld erwirtschaftende Firma spürt man in persönlichen Gesprächen mit den Musikern die Leidenschaft, auch nach 30 Jahren immer noch jedes Mal aufs Neue das beste Album aufzunehmen, das man kann.


Danke! Auch so ein Thema, über das man nicht selten Blödsinn liest. Als ob ein Musiker, der Geld mit seiner Sache verdient oder schon für eine lange Zeit musiziert oder für den Mainstream musiziert, keine Leidenschaft (mehr) haben kann. Es gibt so einige Underground-Schönheits-Fantasien, die mich einfach immer mehr nerven, je öfter ich die Gelegenheit habe, mit Musikern zu reden, die tatsächlich alles opfern und alles geben, mit ihrer Sache Leute zu erreichen. Und so Bands wie DREAM THEATER, sie seit so langer Zeit mit großem Erfolg und einer ureigenen Vision von Musik durch dieses Haifischbecken (und zu den Haien zählen nicht nur die bösen Labelbosse sondern auch selbsternannte "Szenesprachrohre", die Musiker und Musik ein- und abgrenzen wollen) schwimmen, gehört mein allerhöchster Respekt!
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Re: Pillamyd's 20 Pillen!

Beitragvon Nils Macher » Dienstag 23. Dezember 2014, 14:12

Ja, in dieser Hinsicht haben viele aus dem Underground richtig einen an der Waffel. Wenn ich natürlich in meinem Kellerstudion ein Demo auf Tape aufnehme, das klanglich auf dem Niveau der HELLHAMMER-Demos ist und musikalisch rein gar nix Neues bietet, lässt sich immer leicht i Richtung Mainstream schießen, wo Bands wie DREAM THEATER natürlich reine Kalkül- und Kommerzgeschichten sind.
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Re: Pillamyd's 20 Pillen!

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 23. Dezember 2014, 21:02

Nils Macher hat geschrieben:Dass die Band die Trennung von Portnoy so dermaßen gut verarbeitet hat, ist für mich als Fan immer noch das größte Geschenk. Damals hatte ich wirklich Sorgen, das würde der Truppe irgendwie den Garaus machen.


Da hatte ich eher weniger Bedenken. Das kam mir auch gar nicht so richtig in den Sinn. Im Gegenteil. Ich war sehr gespannt wer als Auswahl für den Drummer Posten steht. Und Mike Mangini passt da für mich einfach perfekt rein. Vor allem Live habe ich das gemerkt. Ich freue mich jeden Falls schon wieder sehr auf das neue Album, dass ja vermutlich nächstes Jahr erscheinen wird.
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Re: Pillamyd's 20 Pillen!

Beitragvon Peter Kubaschk » Dienstag 23. Dezember 2014, 21:36

salisbury hat geschrieben:
Nils Macher hat geschrieben: Denn bei aller Professionalität und einer Band als Geld erwirtschaftende Firma spürt man in persönlichen Gesprächen mit den Musikern die Leidenschaft, auch nach 30 Jahren immer noch jedes Mal aufs Neue das beste Album aufzunehmen, das man kann.


Danke! Auch so ein Thema, über das man nicht selten Blödsinn liest. Als ob ein Musiker, der Geld mit seiner Sache verdient oder schon für eine lange Zeit musiziert oder für den Mainstream musiziert, keine Leidenschaft (mehr) haben kann. Es gibt so einige Underground-Schönheits-Fantasien, die mich einfach immer mehr nerven, je öfter ich die Gelegenheit habe, mit Musikern zu reden, die tatsächlich alles opfern und alles geben, mit ihrer Sache Leute zu erreichen. Und so Bands wie DREAM THEATER, sie seit so langer Zeit mit großem Erfolg und einer ureigenen Vision von Musik durch dieses Haifischbecken (und zu den Haien zählen nicht nur die bösen Labelbosse sondern auch selbsternannte "Szenesprachrohre", die Musiker und Musik ein- und abgrenzen wollen) schwimmen, gehört mein allerhöchster Respekt!


Der Fan braucht eben immer einen Grund, warum einem die Musik bestimmter Bands nicht (mehr) gefällt. Und wenn es vom Genre eigentlich passt, handwerklich alles im grünen Bereich ist, dann muss es die Produktion oder die (nicht) transportierte Emotion sein. Wenn es Letzteres ist und die Band schon lange im Business ist, ist es eben ein einfaches Argument gewisse Abnutzungserscheinungen festzustellen. Ich für meinen Teil habe das auch schon (oft) getan und würde bei Bands wie GAMMA RAY, JORN LANDE oder SINNER auch immer wieder davon sprechen. Das wirkt auch mich dann alles routiniert und seriös, aber eben emotionslos. Etwas, was ich bei DREAM THEATER auch bei "Octavarium" und "Systematic Chaos" auch durchaus so sehe. Das hat sich mit Mikes Abgang wieder sehr gewandelt, aber die innerbetrieblichen Differenzen hat man den Alben durchaus angehört. Beim Traumtheater sind aber eben so gute Musiker unterwegs, dass das dann auch nicht so viel Einfluss aufs Gesamtergebnis hat.
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