Musikzeitschriften

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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Klaus » Donnerstag 7. August 2014, 13:00

Ich brauche einfach nur eine halbwegs interessante Klolektüre, denn das Rock Hard hat bei mir definitiv ausgeschissen. :grins:
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Martin van der Laan » Donnerstag 7. August 2014, 14:04

Klaus hat geschrieben:Ich brauche einfach nur eine halbwegs interessante Klolektüre, denn das Rock Hard hat bei mir definitiv ausgeschissen. :grins:

Ich habe noch nie verstanden, warum Menschen länger als unbedingt notwendig auf dem Klo sitzen bleiben... aber ich stimme Dir zu, dass meine Aussagen irrelevant sind, wenn man ein solches Heft in etwa so liest, wie die ganzen Blumenkohlfrisur-Schwarzwälderkirschtorten-Bustourismus-Omas ihre "Frau im Spiegel"... ;-) :grins:
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Klaus » Donnerstag 7. August 2014, 14:23

Martin van der Laan hat geschrieben:
Klaus hat geschrieben:Ich brauche einfach nur eine halbwegs interessante Klolektüre, denn das Rock Hard hat bei mir definitiv ausgeschissen. :grins:

Ich habe noch nie verstanden, warum Menschen länger als unbedingt notwendig auf dem Klo sitzen bleiben... aber ich stimme Dir zu, dass meine Aussagen irrelevant sind, wenn man ein solches Heft in etwa so liest, wie die ganzen Blumenkohlfrisur-Schwarzwälderkirschtorten-Bustourismus-Omas ihre "Frau im Spiegel"... ;-) :grins:


Einer meiner besten Freunde zu Schulzeiten hat sich immer eins der lustigen Taschenbücher von Disney mit aufs Klo genommen. Selbst wenn man zu Besuch gekommen ist, sah er keinen Grund, seine Sitzung zu verkürzen und hat einen einfach warten lassen. :grins:

Für mich hat das Lesen auf Toilette auch etwas Kontemplatives und ja, das Rock Hard war jetzt einige Jahre quasi meine Frau im Spiegel. Nun muss aber was Neues her. Gala, Neues Blatt, St. Pauli Nachrichten...? Irgenwelche Tipps?
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Jakob » Donnerstag 7. August 2014, 14:37

Ich hab aufm Klo Pixi-Hefte 8-)
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Martin van der Laan » Donnerstag 7. August 2014, 15:06

Jakob hat geschrieben:Ich hab aufm Klo Pixi-Hefte 8-)

DAS ist ziemlich krank...! :grins: :grins:
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Eike » Donnerstag 7. August 2014, 15:33

Martin van der Laan hat geschrieben:- Vorstellungen von Bands, die ich NOCH NICHT (bzw. noch nicht so gut) kenne. (Ist in meinem konkreten Fall sicher etwas schwer, da ich als Schreiberling ja an der Quelle sitze. Das ist auch der Hauptgrund, warum ich keine Metal-Magazine mehr lese: Ich brauche sie einfach nicht mehr, weil hören kann ich selbst.)
- Interviews mit charismatischen Musikern OHNE Proll-Faktor, die NOCH NICHT 1.000x interviewt wurden und mit denen man auch mal sinnvoll abschweifen kann vom üblichen "Das-neue-Album-ist-härter-und-zugleich-melodischer-als-alles-was-wir-bisher-gemacht-haben"-Promo-Gebrabbel
- Ausführliche Artikel über Bands bzw. Alben, die UNGEWÖHNLICH und EIGENWILLIG in ihren Genres sind, und zwar unabhängig vom Zeitgeist und von der Mode.
- Recherchen zu "Kult-"Bands (ich kenne die Problematik dieses Ausdrucks), von denen man lange nichts mehr gehört hat.
- Spannende Neuentdeckungen/Newcomer (und das auch aus lokalen Szenen wie Polen, Frankreich, Niederlande, Schweder etc.)
- Originelle Interview-, Reportage- und Review-Formate

Ich will nicht meine bestehenden Vorlieben und Meinungen bestätigt bekommen, wenn ich ein Heft lese, sondern ich will etwas Neues erfahren, meinen Horizont erweitern.
Das ist genau das, was ich mir von einem Musikmagazin wünsche. Leider ist das (zu) selten der Fall. Das letzte Mal, dass mich ein Stück Musikjournalismus in Printform wirklich begeistern konnte, war das Portrait von NOTWIST in der "Visions" Anfang des Jahres. Und damit hatte ich eigentlich auch schon nicht mehr gerechnet. Der Rest dieser Ausgabe war dann allerdings wieder das Übliche.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Loomis » Donnerstag 7. August 2014, 15:55

Martin van der Laan hat geschrieben:@Loomis:


OK, um da noch mehr dazu zu sagen:
Martin van der Laan hat geschrieben:- Vorstellungen von Bands, die ich NOCH NICHT (bzw. noch nicht so gut) kenne. (Ist in meinem konkreten Fall sicher etwas schwer, da ich als Schreiberling ja an der Quelle sitze. Das ist auch der Hauptgrund, warum ich keine Metal-Magazine mehr lese: Ich brauche sie einfach nicht mehr, weil hören kann ich selbst.)

Mal davon abgesehen, dass erstens ja kein Redakteur wissen kann, welche Bands ein Leser noch nicht kennt und zweitens das bei jedem Leser andere Bands wären, heißt das dann, sobald eine Band mal vorgestellt wurde soll nicht mehr darüber berichtet werden, weil die ja dann schon bekannt sind?
Martin van der Laan hat geschrieben:- Interviews mit charismatischen Musikern OHNE Proll-Faktor, die NOCH NICHT 1.000x interviewt wurden und mit denen man auch mal sinnvoll abschweifen kann vom üblichen "Das-neue-Album-ist-härter-und-zugleich-melodischer-als-alles-was-wir-bisher-gemacht-haben"-Promo-Gebrabbel

Übliches Promo-Gelaber will ich auch nicht lesen. Aber wieso die Einschränkung noch nicht 1000x interviewt? Ein Lemmy oder ein Martin Walkyer haben vielleicht auch im 1001. Interview noch mehr zu sagen als ein Nobody einer Newcomer-Band. Genauso kanns auch andersrum sein. Das eine hat mit dem anderen nach meiner Erfahrung nichts zu tun. Was ist sinnvoll abschweifen, was sinnlos?
Martin van der Laan hat geschrieben:- Ausführliche Artikel über Bands bzw. Alben, die UNGEWÖHNLICH und EIGENWILLIG in ihren Genres sind, und zwar unabhängig vom Zeitgeist und von der Mode.
Ungewöhnlich und eigenwillig können Pluspunkte sein, in erster Linie will ich aber über gute Bands lesen. Die Eigenschaften "gut" und "ungewöhnlich/eigenwillig" hängen meiner Meinung nach nicht voneinander ab.
Martin van der Laan hat geschrieben:- Recherchen zu "Kult-"Bands (ich kenne die Problematik dieses Ausdrucks), von denen man lange nichts mehr gehört hat.

Welche Bands sind Kultbands? Die Onkelz mit ihrem 16-Seiten-Special im aktuellen Rock Hard? Für eine Menge Leute sicherlich ja, aber nicht für mich.
Martin van der Laan hat geschrieben:- Spannende Neuentdeckungen/Newcomer (und das auch aus lokalen Szenen wie Polen, Frankreich, Niederlande, Schweder etc.)

Die gibt es auch im Rock Hard (Demo-Seite) und die gibt es sicher auch im Deaf Forever. Welche davon spannend sind ist wie immer die leidliche Geschmacksfrage.
Martin van der Laan hat geschrieben:- Originelle Interview-, Reportage- und Review-Formate
Wie könnten die aussehen?

Martin van der Laan hat geschrieben:Ich will nicht meine bestehenden Vorlieben und Meinungen bestätigt bekommen, wenn ich ein Heft lese, sondern ich will etwas Neues erfahren, meinen Horizont erweitern.
Kann ich einerseits verstehen, aber wie willst Du den Geschmack eines Schreibers einordnen, wenn Du nicht sein Meinung zu Dir bereits bekannten Bands kennst?
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Martin van der Laan » Donnerstag 7. August 2014, 16:10

Sorry, aber das ist mir jetzt zu mühsam auf alles noch mal genauer einzugehen. So schwer verständlich fand ich meine Antwort auf Deine konkrete Frage nicht. Niemand muss meine Ansichten teilen... mir ist sogar völlig klar, dass ich mit meinen Wünschen und Vorlieben in der Minderheit bin. Was ich und meine Kollege hier uns ungefähr unter einem guten Magazin vorstellen, erkennt man am besten am Inhalt unserer Seite. Wobei wir sicher noch viel mehr Ideen umsetzen würden, wenn wir das hier full time machen würden und ihr uns fürs Lesen bezahlt. ;-)
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Eike » Donnerstag 7. August 2014, 16:27

Loomis hat geschrieben:
Martin van der Laan hat geschrieben:- Originelle Interview-, Reportage- und Review-Formate
Wie könnten die aussehen?

Man muss sicher nicht ums Verrecken jedesmal ein noch nie dagewesenes Format erfinden. Mir reicht es schon, bzw. mittlerweile fällt es mir überhaupt schon extrem auf, wenn sich Journalisten vorher Gedanken machen, was bei einer Band ihres Erachtens für das besondere Etwas (mit-)verantwortlich ist, und genau daran entlang dann ihren Aufbau entwickeln und entsprechend recherchieren. Im oben erwähnten THE NOTWIST-Artikel war das die Idee, den Stammtontechniker als quasi Bandmitglied und dessen Input zu würdigen, auch mit ihm ein Interview zu führen, Rückblicke auf die Zusammenarbeit miteinfließen zu lassen, sowie das besondere Musik(schaffen)sverständnis der Band und eben ihr Verhältnis zu diversen Einflüssen als roten Faden quer durch eine auf den ersten Hör ziemlich ungerade Stilentwicklung zu nutzen. So entstand ein Porträt, das eben nicht einfach Phase 1, 2, 3 in Schubladen packt und rocklexikonmäßig hintereinander abhakt, sondern einem die Band unter Berücksichtigung einiger Entwicklungen eben auch in ihrer Kontinuität wirklich nahebringt. Und dazu noch den besonderen Blick des Redakteurs auf diese. Da habe ich dann auch nicht das Gefühl, vorne steht ein Dozent und predigt mir von oben herab seine Wahrheit, sondern dass mich ein Autor an seinem inneren Nachsinnen teilhaben lässt und einlädt, mir aus seinem Angebot an zusammengestellten O-Tönen, Rezensionsschnipseln und recherchierter Presseschau der letzten zehn Jahre selbst ein Bild zu machen. Da wurden nicht nur vergangene Texte recycelt und flugs noch ein gerade verfügbares Bandmitglied anlässlich einer Pressekonferenz um seinen erstbesten Promokommentar gebeten, der dann unkommentiert gedruckt wurde; sondern es gab eine Leitidee, von der ausgehend nochmal gezielt neue Interviews geführt wurden, und auf die hin die gesamte Bandbiographie abgeklopft wurde, und wo dann auch intime Einblicke in die Arbeits- und Denkweise der Künstler bei herumkamen, weil ihnen eben nicht die immergleichen Fragen gestellt wurden. Das Ergebnis war damit so dialognah wie ein One-way-Medium nur sein kann. Und es kam angenehm unspektakuär daher, ohne "Geschmacksgarantie" auf der Titelseite. Da fühlt man sich auch als Leser ernstgenommen.
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Re: Musikzeitschriften

Beitragvon Rüdiger Stehle » Donnerstag 7. August 2014, 16:40

Martin van der Laan hat geschrieben:Ich habe noch nie verstanden, warum Menschen länger als unbedingt notwendig auf dem Klo sitzen bleiben...

Endlich bin ich nicht mehr allein. Bei durchschnittlichen Verweilzeiten von unter einer Minute, käme ich noch nicht einmal auf die Idee, dort eine Zeitschrift aufzuschlagen. Bin immer wieder irritiert, bei wie vielen Leuten Lesestoff am Örtchen liegt.
O_o
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