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Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er MelodienRe: Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er MelodienOh, die LEVIATHAN! Mit der habe ich mich im Rahmen des SC sehr intensiv auseinander gesetzt. Ächtz, war das eine Kniffelei. Die haben mir von ihrem sehr ungewöhlichen Songwriting her sehr wenig gelegen, irgendwie in eine andere Richtung schräg wie meine eigene Schrägheit. Aber ein paar Teile haben mich immer wieder in dem Bann gezogen. Was letztendlich zur 7P geführt hat. Andere Kollegen hatten aber keinen Erfolg mit der Scheibe, weshalb sie insgesamt baden gegangen ist. Ich habe aber oft ein Herz für unsere Letzten
.Realer Name: Thomas Becker
Re: Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er MelodienZeit wird's, dass es weiter geht, oder?! So soll es nach einer guten Woche der Abstinenz meiner Worte zu meinen Lieblingen 2014 sein.
Bryan Adams besang vor vielen Jahren so schön die Wolke mit der Nummer Neun, auf der wir so gerne schweben. Ist bei uns im Sprachgebrauch die Sieben, aber was soll‘s. Darum auf zu den an neunter Stelle platzierten Doomstern von The Order Of Israfel. 09. The Order Of Israfel - Wisdom (Napalm) ![]() Lange Zeit schreckte mich der Name der Combo ab. Was wollen die in Israel oder Israfel und was soll das mit dem Orden des Israfels eigentlich bedeuten? Unabhängig von der Beantwortung dieser tiefschürfenden Frage begab es sich irgendwann, dass ein guter Spezl mir neuschulige Kompressionsdateien der Scheibe zukommen ließ. Die lagen lange im Ordner, nach einem interessanten Presseartikel wurde drüber gestolpert, dass es sich bei der Musik um erdig frischen Doom Metal mit rockender Schlagseite handeln soll. In einer tonträgerfreien Zeit wurden besagte Dateien auf ein zuträgliches Abspielgerät übertragen und gelauscht und gelauscht und, ihr vermutet richtig, extrem gelauscht. Ja, verdammte Socke! Jahaaa! Das ist erdig, bodenständig, atmet locker durch die Hose, hat trotz schwerer, teils zäher, Elemente genug Esprit und bewahrt sich eine unaufdringliche dynamische Spritzigkeit, die ihresgleichen sucht. Kopf der in Göteborg ansässigen Band ist der Australier Tom Sutton (Ex-Church Of Misery), der mit seiner sonoren Stimme und dem famosen Gitarrenspiel die herausragenden Akzente auf einem perfekt natürlich klingend produzierten Album sorgt. „Ey, Siebi ey, Alder, Boan Foa Wooaah kriechste nimmer ausse Biane, ich sach Dia!“, so ein guter alter ruhrpottender Kumpel. Recht hat er! On Black Wings, A Demon Wisdom Born For War Als Extraschmankerl der letztjährige Gig im Münchner Feierwerk
Re: Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er MelodienJa, kenn ich aus dem Soundcheck, fand ich dort auch gut! Habe ich der guten Generation junger, schwedischer Retrorocker zugeordnet. Hat eine leicht Kauzigkeit, natürlich klingenden Sound und viele unterschiedlich klingende Songs. Wird auf dem nächsten Hammer Of Doom spielen, wo sie super aufgehoben sind. Bin gespannt, wie es da weiter geht, denn auch Luft nach oben habe ich dort gehört. Jedenfalls eine schöne Wahl, Siebi.
Ach ja, der Name hat mich sofort interessiert. Mit Blick auf das Cover war es damals das erste, was ich für den SC angehört habe .Realer Name: Thomas Becker
Re: Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er MelodienNach schlurfend elastischem Doomrock prügelt sich nun der Knüppel aus dem Sack durch den musikalischen Kleiderschrank. Wir lassen uns in der bundesdeutschen Hauptstadt die Ohren soundtechnisch vermöbeln.
08. Space Chaser - Watch The Skies! (This Charming Man) ![]() Nach der 2013er Decapitron-EP endlich das erste volle Album. Ein Newcomer der inländischen Prügelabteilung, der mich von 0 auf 100 flashte. Klar zitieren die jungen Berliner ihre Ost- und Westküstenlieblinge. Hier wird zumindest versucht, den Sound der Vorbilder in eigene Identität zu überführen. Gelingt natürlich nicht ganz, aber dafür ist Thrash auch zu begrenzt und eher generisch denn innovativ. Dennoch: In sattem Sound riffen sich die Burschen straight forward über die komplette Spieldistanz interessant und kurzweilig durch ihre knusprigen Songs. Darüber screamt und eierkneift sich der elendig gute Sangesmann Siegfried Rudzynski in bewährter Ufoagent-Cyriis- oder blitzender Ellsworth-Manier die haarigen Koteletten von den Backen. Toller Einstand, den es nun mit einer Tour und dem nächsten Album zu untermauern gilt. Thrash with Class, Metal up my ass! Waste Crawler Undead Revenge (Promo) Saucer Attack (Promo)
Re: Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er MelodienHm, klingt eigentlich recht ordentlich, aber ja, stimmt, originell geht anders. Da bin ich einfach viel zu wenig Thrash-Fan um hier mitzugehen. Ich glaube, ich esse lieber der Weltraum als dass ich ihn jage
![]() Realer Name: Thomas Becker
Re: Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er MelodienNun gut... mir stehen gerade ein Rechner samt Internet sowie etwas Zeit zur Verfügung. Und wahrscheinlich auch Langeweile, sonst würde ich das hier nicht tun. Schon amüsant, dass sich Siebi als Scheuklappenträger bezeichnet, obwohl seine Liste wesentlich mehr und unterschiedlichere Genres beinhaltet als meine (noch hypothetische), die in erster Linie aus Hustinetten-Pandabärchen und ACC-Akut-Patienten besteht. Aber wer sich selbst mit solchen Bezeichnungen schmücken will und es nötig hat, soll es gerne tun. Ich braue mir mal einen Pott Tee zusammen für die folgende Stunde...
ANUBIS GATE: Ich vernehme Progressive Power Metal, den ich als absolut Ahnungsloser mal grob mit FATES WARNING vergleichen würde. Nicht so penetrant wie DREAM THEATER, für mich persönlich halt so progressiv wie ein Quastenflosser. 'Breach of Faith' hat immerhin einen catchy Refrain, die anderen beiden Songs rauschten jetzt beim Erstdurchgang komplett an mir vorbei und ich verspüre jetzt auch nicht unbedingt das Bedürfnis, noch mal genauer hinzuhören. Ist halt komplett nicht meine Schiene. KUOLEFINNISCHDINGENSKIRCHEN: Ah, jetzt gibt es endlich auch Riffs. Und Atmosphäre. Und schöne Growls. Alles erst einmal schaftauglich. Wobei ich von SWALLOW THE SUN und vielen ähnlichen Vertretern auf Dauer etwas genervt war. Gerade finnischer Death Doom neigt häufig zu etwas arg gotisch-pathetischen Klängen, aber zumindest auf den ersten Hör ist das hier recht angenehm. LAY DOWN ROTTEN: Hm. Banaler Standard Death Metal, der knapp am Melodeath vorbeischrammelt. Gähn. Kann man nichts richtig Schlechtes dran finden, aber erscheint mir auch völlig uninteressant. FREEDOM CALL: Homotuntenschwuchtelschlagergejodel. Ganz furchtbar widerlich abartig. Dann doch lieber die Originale wie WHAM!, VILLAGE PEOPLE oder MODERN TALKING. Die haben wenigstens nicht von sich behauptet, Metal zu sein. UNSILENCE: Habe ich wie gesagt bereits erworben. Ich danke dem Siebi dafür, dass er mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass die Band letztes Jahr wieder etwas veröffentlicht hat. Es kann einem ja mal etwas entgehen. Demenz und so. Wir werden alle nicht jünger! WOLF: (Ich korrigiere meine frühere Aussage aufgrund einer Verwechslung. Mea culpa.) Yeah, Metaaaaal! Fuckin' riffs of steel and simple as fuck! Da versteht jemand, wie man völlig ohne Schnickschnack ursprünglichen Metal macht. Da können all die jüngst erschienenen Retro-Metaller noch was lernen. Zugegeben, so schlichte Musik würde ich mir jetzt wohl eher nicht auf Platte holen, aber live ist das sicher sehr unterhaltsam. BATTERY: Es thrasht! Aber leider mit schlechten Vocals. Die Freude über den Musikstil ist nach einer Minute hinüber und es bleibt leider nur Durchschnitts-Thrash. Schade. ALITOR: Warum kriecht da einer aus jemandes Anus? Ach, egal. Thrash! Und besserer als zuvor. Es rifft und frickelt und trommeldiliert ganz nach meinem Geschmack. Nur der Gesang könnte - auch wenn es "nur" Thrash ist - eine Spur origineller sein. MIASMAL: Ja, der dreckige Death Metal hat was. Keine Ahnung, ob ich mir so was ins Regal stellen würde, aber diese punkige Note finde ich sehr gelungen. THANATOS: Ordentlich dreschendes Gemetzel! Und die kleinen melodischen Soli sind hübschig. Japp, gefällt. Der dritte Song ist nicht mehr verfügbar, aber die ersten beiden, ganz besonders 'The Demonized Minority' rocken ordentlich. Vielleicht nehme ich das mal für kleines Geld mit. PHILM: Hui, vertrackt. Nichts zum einmaligen Reinhören. Interessant. Im Gegensatz zu ANUBIS GATE würde ich das auch wirklich als progressiv bezeichnen. Kann gar nicht sagen, ob das Schafmusik ist, weil meine Gehirnwindungen gerade verknotet werden. DROWNED: In diesem leicht gedrosselten Tempo und mit aus tiefen Abgründen hallenden Brunftschreien mag ich meinen Death Metal ganz gerne. Ja, doch. Wieder was zum Notieren. SPARTA: Naja. Harmloser Schmuse-Rock aus einer anderen Zeit. "Schmuse-Rock? This is SPARTA!" *kick* UNISONIC: Nö. LEVIATHAN: Nö. BORN OF FIRE: Some have called me Satan's son! A name I cannot deny... Hm? Nicht? Netter geradlinig-klinischer Hochglanz-Metal. Blitzblank poliert ohne Ecken, Riffs und Kanten. Wer's mag. Ich nicht. THE ORDER OF ISRAFEL: Ah, erdiger Sound, bodenständige Songs mit einer leichten Prise Kauzigkeit und hohem Kopfschüttel- und Luftgitarrenfaktor. So soll das sein, so mag das Schaf das. SPACE CHASER: Netter Retro-Thrash. Kurzzeitig spaßig, aber auf Dauer? Sorry, zum Ende hin wurden die Kommentare leider etwas kürzer. Der Tee wird alle, Termine stehen auch noch an. Aber demnächst folgt dann wahrscheinlich Nils' Liste. Lieber Herr Siebinger, machen Sie bitte fleißig so weiter mit Ihrer faszinierenden Liste. Danke im Voraus.
Re: Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er MelodienSehr flauschigschön gemäht, Herr Schafinger, so muss das sein. Scheuklappen zu tragen wurde mir hier blümant von einem Redakteur, glaube ich, ans Revers geheftet. Kann also nix dafür, finde die Bezeichnung jedoch sehr amüsant und auch irgendwie passend.
Sally ist auch noch dabei, der mithörende Rest wird wieder oder neu einsteigen, sauber, sog i. Macht alle mit! Morgen geht es weiter, heute muss ich Triumphant, Funeral Circle und die immer noch aktuelle Isole in Ruhe hören. Das benötigt ohrenscheinlich der Musik zustehende Muße.
Re: Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er Melodien
Sehr gerne. Und ich habe vergessen, BORN OF FIRE hab ich auch reingelauscht. Gut hörbarer Metal, der allerdinsg auch eher weniger den Kaufrausch auslösen wird. Freu mich auf die Top-Ränge !Realer Name: Thomas Becker
Re: Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er MelodienDie nächsten paar Plätze sind mir alle zu thrashig, erst bei THANATOS werde ich wieder hellhörig. Hab den Namen zwar auch schon gehört aber noch keine Synapsen zu ihrer Musik gebildet. Funktioniert sowohl schnell und wütend als auch langsam und melodisch, besonders die Soli in The Murder Of Innocence. Bekommt auch von mir einen zweiten Song und auch in diesem zeigt sich die Band wieder als Dual-Threat. Der Sänger ist für mich der Schwachpunkt, insgesamt aber sehr hörenswert!
PHILM hab ich letztes Jahr am Brutal Assault gesehen, weil ich in der ganzen SLAYER-Kontroverse natürlich in Team Lombardo stehe. Hat mich leider damals nicht überzeugt und überzeugt bin ich immer noch nicht, aber verwirrt. Verwirrt im guten Sinn. Kann ich nicht wirklich einordnen, manchmal nervt mich der Gesang, dann begeistert er mich. Die Drums sind klasse gespielt, klingen aber nicht so wie es ihnen zustehen würde, find ich sehr trocken und kraftlos. Der Rest der Musik bleibt aber höchst abwechslungsreich und interessant. Death Doom geht bei mir nicht immer aber wenn, dann meistens recht gut. Somit war ich auch auf DROWNED gespannt. Leider sieht es aber so aus, als würde das aktuell nicht gehen. Oh Gott, ich bin ja kein großer Fan von MANOWAR aber im Gegensatz zu SPARTA is das wenigstens witzig in seiner versuchten Hypermaskulinität und Schlachtsingerei aber hier, meine Güte. Grauenhafte Vocals, dünne Gitarren, ultracheesiger Text (soweit ich das mitbekomme) + ultracheesiger Chorus und ein Riff der doch sogar AC/DC zu billig gewesen wäre. Dieser wird als Entschädigung dafür, ausgenommen im Refrain, gefühlt durchgehend gespielt. Und dann dieses grausame Intro noch einmal als Outro. Ich will ja niemandem zu nahe treten, besonders dir lieber Siebi nicht, aber ich bin anscheinend echt von gewisser Musik schon zu weit entfernt. Ich hätte nicht erwartet, dass so etwas ein Publikum hat Und ich weiß, dass ich eigentlich nur was zu Bands schreibe, die mir gefallen und bei SPARTA eine Ausnahme machen hab müssen, weil ich davon ehrlich überrascht war. Bei UNISONIC mach ich keine Ausnahme und schreib einfach nichts Vom Rest war dann auch nichts mehr dabei was mich überzeugt hätte, aber ich freu mich auf die Topplatzierungen.
Re: Des Scheuklappenträgers 25 bittersüße 14er MelodienSeven deadly sins, seven ways to win, seven und so weiter, seven's your desire.
07. Cannibal Corpse - A Skeletal Domain (Metal Blade) ![]() Die Meister des US Brutal Death Metal sind zurück! Und wie! Seit dem Debüt „Eaten Back To Life“ anno 1990 hat diese Band mit ihrem extremen Sound Maßstäbe für eine Horde Epigonen gesetzt. Die populärste und erfolgreichste aller todesmetallischen Gore-Infernalkommandos haut mit „ A Skeletal Domain“ ein gewohnt hochklassiges Album auf den Markt, dass die beiden Vorgänger für meinen Geschmack nochmals toppt. Neben vielen feinen Gitarrenspielereien des Flitzefinger-Duos Barrett/O‘ Brien ist es vor allem Websters Viersaiter, der deutlich zu hören ist. Und der Mann spielt schnell. Ob „Sadistic Embodiment“, „Icepick Lobotomy“, der dynamische Barrett-Brecher "Kill Or Become" oder das thrashende „Headlong Into Carnage“, ach was, egal wo Nadel oder Laser Musik übertragen, es reinigt rasend schnell und effektiv die Gehörgänge. In Summe bieten Grunzgurgler Fisher und sein breakbretzelndes Knüppelgefolge zwölf neue kannibalische Schädelsprenger, die nicht mehr aus dem Kopf gehen. Klasse! Sadistic Embodiment Das komplette Album ist auch bei YT drin, jedoch höre ich an meinem Rechner keinen Ton.
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