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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Siebi » Mittwoch 30. November 2016, 13:07
So, dann wollen wir Pillas Vorlieben 2015 hören und so weit als möglich bewerten. Subjektiv, ohne weicheierigen Boden, ohne Gnade... Sorcerer | In The Shadow Of The Inverted CrossDoom mag ich gerne, hier eher nicht. Die Scheibe packt mich leider nicht, live fand ich das hochpathetische Gesanggeknödel noch schlimmer. Schade, die erste CD mit den Demos ist echt gut, aber das hier zündete leider (noch) nicht. Satan | Atom By AtomJa, der musikalisch Leibhaftige ist nur vereinzelt meine Baustelle, drei oder vier Songs, dann langt's auch wieder mit dem Brian hoch zu Ross, so auch hier. Mir gefällt die Band komischerweise mit Michael Jackson besser. Naja, Siebi's epic fail, der vierhundertdrölfzigste, haha. Gazpacho | MolokProgressive Rock ist seit Mitte der 70er nur seltenst progressiv im Wortsinne, sondern eher ausufernd verschachtelig. Hier wird Musik gereicht, die anspruchsvoll und dennoch unterschwellig poppig wirkt. Violine, Akkordeon, der Reiz ist gesetzt, Bilder im Kopf entstehen. Das ist bei Musik ein gewaltiges Pfund in der tonalen Waagschale. Die Scheibe muss ich mir komplett reinziehen, ein Urteil somit aktuell aufgeschoben. Dennoch einen  ! Arena | The Unquiet SkyNeoprog der Marillion-Schiene ist immer wieder mal fein. Da ich derzeit andere Musik bevorzuge, ist ein Urteil schwierig und wäre ungerecht. Sehr ruhig analog zu IQ wird musiziert, zum Entschleunigen sicherlich geeignet. Der synthetische Drumsound ist leider nix, die Stimme ist okay, haut mich nicht vom Sockel. Mal Zeit investieren. Christian Mistress | To Your DeathGeil, wie alle Scheiben der Band um das mikroröhrende Pfundsweib. Live dazu unschlagbar drivend unterwegs. Between The Buried And Me | Coma EclipticSoll ich zu meiner Top of the Bill-Scheibe noch was schreiben? Fast täglich läuft dieses Teil und wird NIE langweilig. NIE, das ist für mich ein Soon-to-be-Classic. Dazu perfekt produziert, jedes Drumbesenrühren, jeder Rollfill oder Beckenschläge unterschiedlicher Anschlaghärte sind glasklar zu vernehmen. Hammersound, Hammermusiker, Hammersongs! Hammerplatte!
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Siebi
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von Peter Kubaschk » Sonntag 11. Dezember 2016, 23:43
Mal sehen, ob die Pille das vor 2018 zu Ende bekommt.
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Peter Kubaschk
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von Pillamyd » Sonntag 5. Februar 2023, 15:38
Ich hab eine Weile überlegt, wie und ob ich überhaupt beenden soll. Das ist aber ein anderes Thema. Irgendwie war das einfach gar nicht so leicht. Ich weiß auch einfach nicht wann hier der richtige Zeitpunkt da ist um dieses Jahr hier abzuschließen. Dann habe ich mich gefragt ob ich das im aktuellen Thread beenden möchte oder eben hier in diesem Thread. Irgendwie finde ich beides nicht so optimal. Aber darüber möchte ich mir keine Gedanken mehr machen. Da ich mich gerade aber auch einfach ablenken möchte, habe ich einfach angefangen loszuschreiben. Das Jahr 2015 nochmal zu rekonstruieren und auch rückblickend draufzuschauen hat mir dann doch mehr spaß gemacht als ich zunächst vermutet hatte. Auch weil ich heut einiges anders sehe. Darauf bin ich dann auch eingegangen. Da sogar noch ein weiterer Platz fehlt, gibt es von mir also noch elf Plätze zu lesen. Bald gehts los...
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von Pillamyd » Sonntag 5. Februar 2023, 15:59
Platz 11 Saxon | Battering RamGenre: Heavy Metal VÖ: 16. Oktober 2015 Es mag ja Menschen geben, die behaupten, dass schon die Alben zuvor nicht das Wahre in der großen Diskografie dieser Band waren. Ob sich mit der „Battering Ram“ die Kritiker wieder beruhigten, das hatte ich bei Release schon bezweifelt. Wenngleich ich das Songmaterial damals wie heute wieder zwingender finde (worauf ich gleich noch zu sprechen komme), als auf den Alben zuvor. So ist es doch der Sound, den viele stör(t)en und mit einhergehend dazu auch schon gar keine Lust mehr auf das vorhandene Material mach(t)en. Ich kann das aus heutiger Sicht gut verstehen. Denn hier hat die Band es etwas auf die Spitze getrieben mit ihrer Wunschvorstellung eines Rammbocks auch im Sound zu verwirklichen. Ich erinnere mich, als das Album rausgekommen ist, hatte ich es wirklich rauf und runter gehört und der Sound störte mich damals weniger als heute. Auch wenn die Band es hinbekommt, absolut frisch an Songkompositionen heranzugehen. Allein das Eröffnungstriple beweist die absolute verspielte Freude über die Songs herzufallen. Das ist spritzig, das wirkt frisch. Vielleicht wollte man auch deswegen, einen solchen, „jungen“ Sound haben. Trotzdem muss man auch sagen, dass ein Stampfer wie „Queen Of Hearts“ mit Sicherheit nochmal lebendiger geklungen hätte, wenn man mal ein bisschen Luft ins Studio gelassen hätte. Das ist irgendwo schade. Und trotzdem kann ich die Songs an sich ganz gut anhören. Immer noch. Wie gesagt, ich finde das Songmaterial auch einfach richtig, richtig stark. Und zwar durchgehend, von stampfend, über mystisch, bis schnell hin zu groovend werden hier die Fühler in alle Richtungen gestreckt und machen trotz des einheitlichen Bilds, doch ordentlich abwechslungsreich. Hier und da ein Solo das aufblitzt und auch zu gefallen weiß. Oder der Mittelpart von „Hard And Fast“ wunderbar ausladend. Doch ich mag das Album (trotz des Sounds) auch noch aus heutiger Sicht sehr gerne und freue mich gerade darüber mich damit wieder aufgrund dieser unvollständigen Liste wieder damit beschäftigen zu können. Großartig! Hard And FastThe Devil's Footprint
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von Pillamyd » Sonntag 5. Februar 2023, 20:24
Platz 10 Dead Lord | Heads Held HighGenre: Hard Rock VÖ: 21. August 2015Als ich die Band kennengelernt habe, waren schon alle in das Debüt so dermaßen verliebt, dass ich die Chance mit diesem Album nutzte um in die Band einzutauchen. Das gelang ziemlich gut und das Teil lief nicht nur wegen dem Opener „Farewell“ ziemlich oft. Dieser lässig gespielten Hard Rock, der offensichtlich in vielerlei Hinsicht an „Thin Lizzy“ denken lässt, hat mich von Anfang an ziemlich begeistert. „Heads Held High“ besticht vor allem auch durch seine Zwillingsgitarren und die vielen verspielten Momente zwischen den Gitarren verzücken, wie zum Beispiel in „Cold Hearted Madness“. Mit beigetragen zu der relativ langen Unterhaltung die mir das Album bot, zählten auch Songs wie „Strained Fools“ und „Ruins“. Das sind alles Songs, die mich auch heute noch packen. Aus aktueller Sicht, hat das Album aber ein Problem, dass mir damals wohl nichts ausgemacht hat bzw. ich da gar nicht drauf geachtet habe. „Heads Held High“ klingt an vielen Stellen leider nach angezogener Handbremse. Nicht falsch verstehen, das ist für mich immer noch alles wirklich gut hörbar. Aber hier und da hätte das Album auf gesamter Linie tatsächlich das ein oder andere Gewürz vertragen können. Rosenpaprika vielleicht. Das ist mir dann manchmal schon fast zu lässig im verrauchten Hinterzimmer runtergezupft. Das ist auf der zweiten Hälfte etwas anders, wie man anhand der oberen erwähnten Songs feststellen kann. „Heads Held High“ wäre heutzutage sicher nicht mehr auf dem zehnten Platz bei mir anzutreffen. Aber wie gesagt, das Album hat mich wirklich lange unterhalten können. „Strained Fools“, und „Ruins“ sind wohl die Songs die mich sowohl damals als auch heute noch packen können. Cold Hearted MadnessStrained Fools
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von Pillamyd » Montag 6. Februar 2023, 10:57
Platz 9 Enforcer | From BeyondGenre: Heavy/Speed Metal VÖ: 27. Februar 2015Selige Zeiten an die mich erinnere. Ich stand kurz vor meiner Ausbildung. Das Leben hatte sich etwas verändert und ich hatte im ersten Urlaub alles mal revue passieren lassen. Und da lief „From Beyond“ so oft es nur ging. Ich war tatsächlich richtig angetan von dem Teil und das Album blockierte lang meinen CD-Player. Da war ich mir auch ziemlich sicher, dass das ziemlich weit oben landen würde in den Jahrescharts (die ich ja dann bekanntlich, nie beendet habe). Wie sehe ich das 8 Jahre später? Hat sich eigentlich nichts geändert. Das Album läuft mir auch jetzt noch so gut rein wie beim ersten Lauscher. Mit Sicherheit haben wir es bei „From Beyond“ mit einem Album zu tun, aus dem man viele Verbeugung großer Helden verspürt. Doch trotzdem klingt das alles so frech, spritzig und wunderbar umgesetzt, dass es wirklich eine Freude versprüht hat. Da finde ich dann zum Beispiel den Sänger ungemein eigenständig. Der liegt irgendwo zwischen gepresst, kindlich aggressiv und wirklich zu den Songs passend und versprüht damit so eine helle Aura. Das Album ist eine sehr kompakte Angelegenheit, die gern öfters wieder aus dem Regal gezogen werden darf. Heute wäre das Album vielleicht sogar noch höher platziert worden von mir. Undying EvilMask Of The Red Death
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von Pillamyd » Montag 6. Februar 2023, 11:04
Platz 8 Ranger | Where Evil DwellsGenre: Speed Metal VÖ: 13. März 2015Keine Ahnung warum das Album bei mir nur den 8ten Platz bekommen hat. Aber so war es halt. Absolut spritziger, rumpeliger und schneller Speed Metal nach alter Hausmannskost. Man, was habe ich das Album rauf und runtergehört. „Defcon 1“, „Dead Zone“, „Storm Of Power“. Das sind alles wunderbare Nummern, bei denen man das Hirn mal lüften darf. Selbst ein 10-minütiger Song wie der Titeltrack sind bockstark. Wenn ich „Phantom Soldier“ gerade höre, weiß ich auch genau was mir vor allem gefallen hat. Der Gesang war so dermaßen old school, dass er mich so sehr an Baloff zu besten „Bonded By Blood“ Zeiten erinnert hat, dass ich da gar nicht anders konnte als zu abzugehen. Wie man merkt, gefällt mir das Album auch heute noch unbeschreiblich gut. Leider, leider konnte mich die Band mit dem zweiten Album dann schon nicht mehr so ganz überzeugen und habe ich auch gar nicht hier stehen. Mit dem Zeugs was da letztes Jahr erschienen, kann ich dann gar nichts anfangen. Die Band scheint ja auch konstant ihre Bandmitglieder verloren zu haben und machen jetzt alles zu zweit. Was mir persönlich bleibt sind die tollen Erinnerungen und dieses knackige Album. Defcon 1Phantom Soldier
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von Pillamyd » Montag 6. Februar 2023, 11:15
Platz 7 Symphony X | UnderworldGenre: Progressive Metal VÖ: 24. Juli 2015Das es jetzt schon das achte Jahr ist, indem es kein neues Material der Band gibt, will mir immer noch nicht in die Birne. Vor allem dachte ich ja, die Band nimmt die den Schwung der Tour vor ein paar Jahren mit und zimmern endlich mal was Feines zusammen. Aber das ist ein anderes Thema… Ich erinnere mich, dass mich „Underworld“ damals total gepackt hat. Und das hat vielerlei Gründe. Das Album klingt nämlich immer noch wie ein Hybrid aus „Paradise Lost“ und „Iconoclast“. Es vermischt die konsequente Härte des Vorgängers mit der explosiven Energie der „Paradise Lost“. Zudem finde ich „Underworld“ zunehmend cineastischer. Man höre nur mal „Kiss Of Fire“ an und genieße wie mächtig der Song zu seinem Ende findet. Über die Jahre hat sich auch ein etwas unscheinbarer Song wie „Charon“ bei mir sehr gefestigt. Allein für diesen variablen unglaublich einfallsreichen Gesangslinien zieht es mir die Sohle von den Schuhen ab. Zudem, was ich vor so langer Zeit zu „To Hell And Back“ geschrieben habe, stehe ich auch heute noch zu. Ein Song der wohl das komplette Schaffen der Band in Perfektion wiedergibt. Wirklich ein starkes Album, dass der heutige Pille wahrscheinlich sogar noch etwas höher angesetzt hätte. Ja, Platz 7 ist zu niedrig. Kiss Of FireTo Hell And Back
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von Jhonny » Montag 6. Februar 2023, 12:13
Richtig cool, dass du hier weitermachst! Die Scheiben von ENFORCER und DEAD LORD waren damals für mich auch enorm prägend. 2015 habe ich mein Studium abgeschlossen, bin dafür zwei Semester zwischen Niederbayern und Brandenburg gependelt - und im Herbst ist meine Tochter geboren. Das Jahr war für mich also enorm prägend.
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von Pillamyd » Montag 6. Februar 2023, 12:53
Jhonny hat geschrieben:Richtig cool, dass du hier weitermachst! Die Scheiben von ENFORCER und DEAD LORD waren damals für mich auch enorm prägend. 2015 habe ich mein Studium abgeschlossen, bin dafür zwei Semester zwischen Niederbayern und Brandenburg gependelt - und im Herbst ist meine Tochter geboren. Das Jahr war für mich also enorm prägend.
Hei, dankeschön Wie ich ja schon in einem anderen Thread erwähnt habe, wollte ich es das hier unbedingt beenden, weil ich eine Datei gefunden habe, in der ich die Liste doch noch gesichert hatte. Auch für mich war das Jahr enorm prägend.
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