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Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen SongempfehlungenRe: Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen SongempfehluManchmal frage ich mich, ob diese Klangdiskussion auch unter Klassik- und Jazz-Freunde existiert. Ich habe noch nie gelesen, dass eine Coltrane-Aufnahme aufgrund eines veralteten Klangbildes abgwertet worden wäre oder dass "Tutu" oder "Bitches Brew" alt klingen würde.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen SongempfehluMit Jazz kenne ich mich nicht aus, aber in Sachen Klassik gibt es auf jeden Fall "Lagerdenken."
Da handelt es sich aber eher um Stilfragen; "Sound-Unterschiede" lassen sich mangels Aufnahmen aus der Lebenszeit der Komponisten ja nur schwer feststellen.Ich denke, die Ernsthaftigkeit, mit der Metal-Fans ihre Musik konsumieren und diskutieren, einerseits die Abgrenzung nach außen, aber auch die (oft nicht ganz ernst gemeinte) Abgrenzung zu anderen Sub-Genres spielen da eine wichtige Rolle. Außerdem deckt die Metal-Geschichte ja ziemlich gut zwei bis drei Generationen ab, die sich dann jeweils in ihrem "Sound" heimisch fühlen. Und die stilistische Vielfalt (vergleicht man beispielsweise einzelne Songs aus AOR, NWOBHM, Hardcore und extremem Death Metal miteinander) lässt ja auch nur schwerlich die Möglichkeit zu, dass es Metal-Fans gibt, die einfach ALLEN Sub-Genres etwas abgewinnen können. Ich persönlich habe tatsächlich Schwierigkeiten mit dem Sound der 80er. Und zwar sowohl in Sachen Pop wie auch Metal. Also wirklich hinsichtlich des Klangbildes. Ich glaube, in Sachen Metal muss es für mich einfach etwas "fetter" klingen. Gleichzeitig höre ich aber problemlos 60er Jahre Songwriter-Folk wie BOB DYLAN, CAT STEVENS oder PETER PAUL & MARY. Muss man nicht verstehen..."Es gibt keine Gesetze, die das Verhalten der Menschen regeln. Alles obliegt letztlich der moralischen Entscheidung des Individuums." (Olof Palme).
Re: Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen SongempfehluVerstehe. Lustig, dass Du da auch Pop inkludierst, denn gerade auch da kann ich mit 80er Klängen sehr viel mehr anfangen als mit späteren Veröffentlichungen. Dass da aber sehr jungendliche Erinnerungen mit hinein spielen, steht außer Frage. Ich habe heute überhaupt keine Probleme Bands und Songs, die irgendwo randomly laufen und diesem Genre zugeordnet werden können, zu erkennen, wogegen ich da bei aller Musik nach 2000 kaum noch Interpreten unterscheiden kann. Selbst wenn ich da Songs mag, kann ich selten wirkliche Alleinstellungsmerkmale ausmachen. Diese ganzen Frauenstimmen des modernen Pop klingen für mich tatsächlich alle sehr ähnlich. Ich klinge wie mein Oppa. Alles eine Soße, einmal umgerührt, immer noch zu dünn.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen SongempfehluDas würde ich aber auch so sagen (wenn wir hier grad mal bissle abschweifen): Alles, was im Pop seit der Jahrtausendwende herauskam, wurde immer gleichförmiger und schwerer zuzuordnen. Eine Ausnahme bildet meiner Meinung nach das Revival von Singer-Songwriter-Musik. Alles andere ist wirklich "eine Soße".
Hingegen blieben im Metal Grenzen klar erkennbar, egal was sich noch so an neueren Absurditäten gebildet hat. ; ) Meine bescheidene Meinung."Es gibt keine Gesetze, die das Verhalten der Menschen regeln. Alles obliegt letztlich der moralischen Entscheidung des Individuums." (Olof Palme).
Re: Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen SongempfehluManchmal sind solche Exkursionen ja auch ganz spannend, oder?
Auch wenn ich mich in dem Metier nicht wirklich auskenne, habe dieses Singer/Songwriter-Ding auch wahrgenommen. Zur Abgrenzung des Metals habe ich - wie wohl kaum anders zu erwarten war - eine leicht abweichende Meinung. ![]() Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen SongempfehluDie da wäre?
Es gibt nur einen echten Metal?"Es gibt keine Gesetze, die das Verhalten der Menschen regeln. Alles obliegt letztlich der moralischen Entscheidung des Individuums." (Olof Palme).
Re: Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen SongempfehluIch wollte Pandoras' Kiste geschlossen lassen.
SO verscheuklappt bin ich dann nun auch nicht. Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen SongempfehluDREAM THEATER - Lifting Shadows Off A Dream
Ah, yeah, was für mich. Nicht dass ich mich sonderlich gut in der DT-Diskografie auskenne, aber die Band genießt bei mir (wie beispielsweise auch TOOL) hohes Ansehen. Musikalisch eine Größe für sich, wundervoller Gesang, man kann sich kaum daran satt hören. Bei 'Lifting Shadows' stören mich etwas diese Streicherklänge im Hintergrund, die sicherlich von Konserve kamen. Hingegen liebe ich die Gitarrenarbeit, und diese Stimme, geradezu hypnotisch. Leider habe ich die Band noch nie live gesehen..... "Es gibt keine Gesetze, die das Verhalten der Menschen regeln. Alles obliegt letztlich der moralischen Entscheidung des Individuums." (Olof Palme).
Re: Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen SongempfehluOh, ich bin überrascht.
Hätte nicht gedacht, dass dir "Dream Theater" gefallen. Für mich eines der besten Songs der Band. Es gibt Menschen, die den Sound nicht mögen. Zu "Pantera"-lastig, zu steril. Ich verstehe das, habe die Probleme aber nicht. Diese melancholische Härte, passt wunderbar zu den Songs. Dafür ist auch das Songmaterial zu gigantisch. Und live sind die Songs ebenfalls unbeschreiblich gut.
Dieses Jahr, gäbe es chancen Ich war im November und es war fantastisch.
Re: Horizonterweiterung, oder: Eure ultimativen Songempfehlu
Besonders schön, dass auch mal jemand den "wundervollen Gesang" anmerkt. Liest man ja so eher selten über Dream Theater. ![]()
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