Pillamyd hat geschrieben:Der Rest folgt später oder die Tage...
...wohl eher Wochen.
Egal weiter gehts:
Ich weiß noch wie "2112" das erste Mal an meine Ohren kam und ich mit offenem Mund dagesessen bin, weil ich nicht glauben konnte was mich da nach "And the meek shall inherit the earth" erwartet. Mit welcher Variation Geddy Lee gleich am Anfang den Bass benutzt. Verschmilzt mit der Gitarre und trotzdem gut rauszuhören ist, eben durch die Variation. Das Solo in der Overture. Diese schiere Spielfreude. Wo sollte das noch hinführen? Ja und dann...dann ist die Overture vorbei und Geddy Lee dreht seine Stimme auf Maximal und dann singt er diesen zum verrückt werdenden Refrain und zupft an seinem Bass und man kann nicht glauben, dass das die ein und selbe Person ist. Das war mit Sicherheit eines der größten Mindblowing Momente, die ich jemals beim Musik hören hatte. Es hat eine Weile gedauert, bis ich die restlichen Parts verinnerlicht hatte. Aber mit der Zeit wuchs der Song. Und wie er wuchs. Man hatte öfters Mal Glühbirnen über der eigenen Birne und erkannte die ein oder andere Finesse und smarte wiederkehrende Passagen. Die ruhige sind ebenfalls wunderschön. Ein durchdachter Song, der in keinster Weise so wirkt. Der ein mitreißendes Konzept verfolgt, sowoh lyrisch, als auch musikalisch. Halt ein echtes Meisterwerk, da braucht es keine großartige Analyse des kompletten Song. Einschalten, sich abholen lassen und genießen. Funktioniert jedes Mal. Großartiger Song!
Auch wenn ich "Halloween" als den tolleren Longtracks wahrnehme, so habe ich nichts gegen die Nennung von "The Keeper Of The Seven Keys" und kann auch verstehen, warum dieser so weit oben landet. Kiske singt grandios. Verrückt, wie sich meine Ansicht zur Band und Musik gewandelt hat. Die Gesangslinien sind wirklich grandios umgesetzt. In dieser Höhe eine heftige Leistung. Der Song hat eine Menge an Ideen, die alle wirklich harmonisch sind, von den zupfigen Gitarren am Anfang, über den engelsgleichen Refrains, den gespielten Soli, den groovigen Teilen, dem immer wieder aufblitzenden Bass, den bluesigen fast schon floydigen Gitarren. Da merkt man schon, dass die Band mehr ist als fröhliche Musik und Heiterkeit.
Zwei längere "Genesis" Songs innerhalb weniger Stunden. Wie ich an anderer Stelle erwähnt habe, habe ich bemerkt, dass ich für "Genesis" wohl in der richtigen Stimmung sein muss. Da scheine ich gerade nicht zu sein. Vor allem dann, wenn ich den Song nur einmal höre. Aber vom ersten Höreindruck ist „Supper’s Ready“ gehaltvoller als der anderen Song, den ich hören durfte. Und ich kann mir vorstellen, sollte es mich mal wieder packen, könnte es auch dieser Song tun. Da ich orgelige Klänge schon ganz gerne habe, fällt mir das auf diesem Song natürlich positiv auf und ich bin froh, dass sich das bis jetzt auch durchzieht. Trotzdem schwingt dieses dösige, welches ich ebenfalls bei dem anderen Song erwähnt habe auch irgendwie mit.
Irgendwie interessant, welche Herangehensweise ich bei Longtracks von Bands habe, die ich nicht so gut bzw. gar nicht kenne und Longtracks von Bands, die ich schon länger verfolge. Die Suche nach Anhaltspunkte, die einem gefallen und das Interesse wecken, um diesen auch wieder und wieder hören zu wollen. Ein Erstlausch ist also durchaus auch schon sehr entscheidend.
Manowars „Triumph Of Steel“ Album ist bei mir in den letzten Jahren echt in der Gunst gestiegen. Und auch „Achilles, Agony And Ecstasy In Eight Parts“ hat zugelegt. Ich finde auch die ganzen instrumentalen Passagen in dem Song durchaus hörenswert. Weil diese dann doch auch irgendwie das Verkörpern wofür „Manowar“ steht. Ist ja nicht so, als hätte es vorher nicht schon Instrumentals gegeben. Diese Mische mit dem puren Manowar Sound macht schon was her. Vor allem stehe ich auf den Sound des Albums und somit auch auf den des Songs. Für mich wohl auch der beste Sound den die Band jemals auf Platte festgehalten haben.
Ich freu mich auf den letzten Artikel der Reihe und erwarte mit Spannung die letzten 5 Plätze und eure Auswahl dafür. Ich hab gerade keinen Schimmer, wer da noch kommen könnte.


