33 heiße 16er Eisen aus der Scheuklapperdiklapsmühle

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Re: 33 heiße 16er Eisen aus der Scheuklapperdiklapsmühle

Beitragvon Schaf » Mittwoch 31. Januar 2018, 10:40

Das ist zwar ein kleines Stück weg von meinem Geschmack bzw in den weisen Worten von Frank:
Frank Jaeger hat geschrieben:Alles schrecklich: Sound, Gesang, Gedudel.

...aber ich finde immer noch toll, wie bunt es hier zugeht :subber: Siebi for President! :dafuer:
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Re: 33 heiße 16er Eisen aus der Scheuklapperdiklapsmühle

Beitragvon Haris Durakovic » Mittwoch 31. Januar 2018, 20:11

Bislang hochinteressant... SubRosa hab ich schon seit längerem auf dem Schirm und das Disharmonic Orchestra ein neues Scheibchen rausgebracht haben, ist irgendwie an mir vorbei... Wird beides angetestet!
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Re: 33 heiße 16er Eisen aus der Scheuklapperdiklapsmühle

Beitragvon Siebi » Donnerstag 1. Februar 2018, 13:36

Haris liest und freut sich mit, wunderbar, des gfoid ma. :grins:

Von Heilbronn über die A6 nach Nürnberg geht’s düsenschnell Richtung Niederbayern, wo die True Metal-Schmiede Deja Vu ihr Unheil triebt. Klingeln wir bei den Jungs an. Ding dong...

15. Deja Vu - "Ejected“ (Infernö)

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„Serwas Buasch’n! Nachad woi ma moi, oder? Auf gehd’s, beim Schichdl!“, „Griasde Siebi, oida Brez'nsoiza, pack mas!“ So die ersten Worte des freundlichen Austauschs nach dem Öffnen einer gewissen Haustür im schönen Straubing. Runter in den Keller, vor die Studioanlage gehockt, ein passendes wohlmundendes Weißbier aus der Gegend eingeschenkt und „Hell Or High Water“ springt neben dem bernsteinigen Saft sofort ins Schädelchen. YES! Metal time it is!

Es ist alles da, was das stählerne Herz begehrt. Heavy Metal ohne Schnörkel mit einer geilen Arschtrittattitüde, fette Gitarren mit tollen Leadsperenzchen und Harmonien und ein aggressiver Gesang werden aufgefahren. Da wird das Fäusterl ruckzuck gen Himmel gereckt. So schmeckt mir Heavy Metal der alten Schule neu interpretiert. Abgerundet wird die Scheibe, neben dem geilen Sound, durch das Coverbild eines gewissen Herr Vesper. Das Weißbier ist kehlnetzend im Magen wohlbehalten angekommen, der Durscht immer noch immens. Oane gehd no. Prost und die Scheibe wiederholt reingepfiffen!
M.E.T.A.L.! :gitarre: :bier:

Hell Or High Water
Rise From Within
Midnight Rider
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Re: 33 heiße 16er Eisen aus der Scheuklapperdiklapsmühle

Beitragvon Siebi » Donnerstag 1. Februar 2018, 16:48

Raus aus der Straubinger Tür sollte ich nach so viel Faustfaktor-Metal der trveen Art etwas Ruhe und Muße finden. Okay, düsen wir nach Australien und huldigen…

14. Inverloch - "Distance | Collapsed“ (Relapse)

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Aus den Trümmern diSEMBOWELMENTs entstanden, servieren uns die Burschen nach der 2011er EP „Dusk | Subside“ endlich neues Kraftfutter mit dem ersten vollen Album unter dem neuen Banner, das fünf neue Songs bereithält. Sanfte Gemüter sollten mit Vorsicht ran, so der erste Hinweis des Vorstellenden.

Wer die Vorgängerband mochte, der liegt auch bei Inverloch völlig richtig. Für Neueinsteiger sollte die Beschreibung Death Metal der zähen Art mit viel Atmosphäre ein erstes „Aha“ oder "mi leggst am Orsch" entlocken. Doomiger Death? Deathiger Doom? Egalomat, denn Alt- wie Neufan werden sich an den wuchtigen Klanglandschaften erfreuen, die sich mächtig auftürmen, um zerklüftet am weiten Horizont zu zerschellen, ein wahrhaft mächtiger Genuss. Was für sirupzähe schwere Brocken, die, ähm ja, dennoch amtlich rocken. Bin ich heute wieder ein Schelm… Viel Spaß!

Distance Collapsed (In Rubble)
Lucid Delirium
The Empyrean Torment
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Re: 33 heiße 16er Eisen aus der Scheuklapperdiklapsmühle

Beitragvon Schaf » Donnerstag 1. Februar 2018, 17:15

Die ist gaaanz ganz super töfte! Der Vorgänger war bereits der perfekte Nachfolger zur "Transcendence into the Peripheral", wenn auch leider viel zu viel Zeit zwischen den Scheiben lag, die man mit anderen großartigen Alben hätte füllen können. Und hier schleichen und schieben sich die tonnenschweren Kontinentalplatten des Todes in des Hörers Öhrchen. Empfehlung an alle und jeden! Ich muss die gleich mal auflegen...
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Re: 33 heiße 16er Eisen aus der Scheuklapperdiklapsmühle

Beitragvon Siebi » Freitag 2. Februar 2018, 19:02

Schwerlich dieses Inverloch verdauend wagen wir uns per Scheibenwahl nach Unterfranken ins beschauliche Würzburg, wo wir dem speedigen Metal mit leichter Thrashkante ein Öhrchen oder zwei schenken.

13. Paradox - "Pangea“ (AFM)

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Vier Jahre sind seit dem tollen „Tales Of The Weird“ vergangen. Mainman Charly kämpft(e) nach wie vor mit verschiedenen Krankheiten und dennoch schafft er es immer wieder mit einem hammerstarken neuen Album zurückzukehren. Chapeau, Herr Steinhauer, das ist aller Ehren wert!

Wie bisher regiert schneller Metal, der Tempo bolzt und etwas die Thrashkante streichelt. Augenmerk liegt seit dem fulminanten Roadrunner-Debüt „Product Of Imagination“ (1987) auf Riffs, Riffs und noch mehr Riffs. Wie mir das mundet! Bis auf das leicht schleppend und eher langweilig dahin plätschernde „Cheat & Pretend“ sind nur Granaten am Start, somit neun an der Zahl. Speeded mit im Turboanzug, wenn auch der Drumsound etwas Plastik ist.

Apophis
Ballot Or Bullet
Pangea
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Re: 33 heiße 16er Eisen aus der Scheuklapperdiklapsmühle

Beitragvon Siebi » Freitag 2. Februar 2018, 21:24

Kommen wir zum finalen Dutzend der scheuklapperigen Alben. Aus Frankonia laufen wir in Lichtgeschwindigkeit nach Frankokanada. Ein Debütalbum spielte sich in Herz, Hirn und Harn. Die Wuchtbrumme nennt sich…

12. First Fragment - "Dasein“ (Unique Leader)

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Die frechen Canucks, 2007 gegründet, lassen es auf ihrem ersten vollen Dreher gar amtlich krachen. Technical Death Metal oder Brutal Death? Egal, was auch für Attribute gefunden werden mögen, die Burschen ziehen ein Gitarrenfeuerwerk ab, dass ich ob meiner „Country Roads..“-Griffbrettartistik verschämt mit einem röchelnden "...take me home" zu Boden sinke. Was für Gitarren! Es glühen die Stege aller bespielbaren Stege. Uffz.

Dazu dieses geile Bassspiel, das Figuren zaubert, wie man es oft nur von Meistern a la Augury oder Beyond Creation zu zupfen bekommt. Und siehe da, ein Blick ins Booklet bestätigt, dass Meister Dominic Lapointe, der bei beiden genannten tätig war/ist, am bundlosen X-Saiter sein Handwerk gar oberleckerst verrichtet. Trotz aller Brutalität und Highspeedgebolze geben die unterschwelligen langsamen Parts mit vielen tollen Melodien dem Ganzen einen erdigen Charakter ohne groß zu triggerdiklackern. Höret das geile flamencoartige Instrumental-Inferno „L'entité“. Fragen?

Fazit nach mehrmaliger Gehirnspaltung dank des bretzelbruzelnden Brachialgeschosses. So muss Technical Death Metal der Extraklasse klingen! Ich neige in Demut mein Haupt vor solchem Können, das sein wirres Tongefolge in Songs zu verpacken mag. Bizarr wie faszinierend zugleich. K.I.L.L.E.R.-Kings Kanadas krachen keck kakophonisch Kurven! K.L.A.S.S.E.!

Le Serment De Tsion
Dasein
Mordetre Et Denaissance
Bonus: L'entité
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Re: 33 heiße 16er Eisen aus der Scheuklapperdiklapsmühle

Beitragvon mike » Freitag 2. Februar 2018, 22:03

Charly Steinhauer hat meinen allergrößten Respekt für so viel Idealismus und Durchhaltevermögen. Zu den gesundheitlichen Problemen kommen ja auch noch permanente Line-Up Wechsel.
Aber leider finde ich nur das Debüt richtig toll. Alles andere ist zwar gut, aber irgendwas stört mich da immer. Ich kann aber nicht genau sagen was es ist. Vielleicht der meistens etwas künstliche Sound, vielleicht der heisere Gesang, vielleicht der Drumcomputer? Ich weis es nicht, aber es ärgert mich, denn aus oben genannten Gründen würde ich es gerne richtig abfeiern.

First Fragment dagegen macht mir richtig Spaß, obwohl ich ja eigentlich eher Death Metal Verweigerer bin. Aber auf der Platte passiert so viel, daß mich der Gesang überhaupt nicht mehr stört.
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Re: 33 heiße 16er Eisen aus der Scheuklapperdiklapsmühle

Beitragvon salisbury » Samstag 3. Februar 2018, 18:27

Oh, gern hätte ich wieder mehr Zeit zum Hören und kommentieren, Trüffelsucher Siebi findet immer cooles Zeug. FIRST FRAGMENT hektikgniedelt ja gar wunderherrlichst wuselwuselend aus Blautiers Boxen :)
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Re: 33 heiße 16er Eisen aus der Scheuklapperdiklapsmühle

Beitragvon Siebi » Montag 5. Februar 2018, 10:44

Nach dieser grandiosen Knotenvertonung im Triolenklang kommen wir zu einfacher gestricktem Metal einer Legende, die ihr erstes offizielles Album nach 35(!) Jahren der Gründung veröffentlichen. Weird business.

11. Hellhound - "Nothing Left“ (Stormspell)

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1981 gegründet, wurde man Mitte/Ende der 80er zur Demo-Untergrundlegende, die auch im Rock Hard besten Anklang fand. Ein Deal war nur eine Frage der Zeit. Wie wir heute wissen, es wurde nichts.

Die beiden Demos sind als „Ice Age“ 1998 oder in Form des formidablen Doppeldeckers inklusive DVD als „Anthology“ 2008 erschienen. 2010 wagte man einen neuen Anlauf, aber es dauerte abermals. Nach Problemen den geeigneten Mikromann zu finden, nahmen die Rhythmussektion betreibenden Pelletier-Brüder durch ihre Beteiligung bei Ancient Empire deren Mainman Joe Liszt in die Pflicht und so ward das bis heute stabile Lineup komplett.

Soweit zu den Bandinterna, kommen wir zur Musik, die das erneuerte Quintett uns auf „Nothing Left“ bietet. US Power Metal mit einer thrashigen Kante, der mitreißt, der mit amtlich schneidenden Riffs und tollen Soli begeistert, dessen Songwriting dynamisch interessant gestaltet ist. Metal, wie er leider in den letzten Jahren ziemlich verkümmert zu sein scheint. Die kaufende Klientel irgendwo verloren ging, in anderen Genres ihr Kaufglück fand. Komisch das. Mir gefällt es prima. Dazu kommt das passende Coverbild, dass die Höllenhunde im wahrsten Sinne des Gemalten loslässt. Darum Füße in die Hand oder CD in die Anlage und sich gnadenlos von den kalifornischen Metalgranten wegpowern lassen. Geiles Teil in Augen und Ohren!

Beyond Time And Space
Dark Discovery
Nothing Left (Album)
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